Touristenvisum für China | Urlaubsreisen

Touristenvisum für China

Einreisegenehmigung für China

Einreise-Genehmigung
für China beantragen

Ein Visum für China ist keine einfache Sache. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem touristischen (L-Visum) und einem arbeitstechnischen Aufenthalt in der Volksrepublik China.
Für beide Arten gelten gesonderte Regelungen.

 

 

Ein autoritärer Staat wie China kennt kein Pardon.
Wer ohne Visum am Flughafen landet, bekommt dort keine Aufenthaltserlaubnis.
Man muss das Dokument schon bei Flugantritt bei sich haben.
Andernfalls wird die Einreise nach China verweigert.

Lesen Sie hier, wie man zu einer Einreisegenehmigung kommt.
Wie lange sie gilt. Was sie kostet. Und welche Arten von Visa es gibt.

 

Visum-Bestimmungen für China

Aufenthalts-Dauer
Das Standard-Visum berechtigt Touristen, sich 30 Tage lang im Reich der Mitte aufzuhalten.
Die meisten Reisenden betreten dabei nur ein einziges Mal chinesischen Boden.
In Sonderfällen aber auch mehrmals. Zum Beispiel wenn Sie auf einer Kreuzfahrt
unterwegs sind. Und mehrmals einen chinesischen Hafen anlaufen.

Touristen, die sich über einen maximalen Zeitraum von maximal 59 Tagen
die Sehenswürdigkeiten von Peking, Shanghai und am Jangtse anschauen möchte,
müssen dem Visa-Antrag eine genaue Aufstellung der Reiseplanung hinzufügen.

Manche Leute wollen gleich bis zu 3 Monate lang in China Urlaub machen.
Solche Zeiträume können nötig werden, wenn man das Landesinnere (z.B. Chinesische Mauer)
besichtigt. Um ein so weitreichendes Visum zu erhalten, müssen Sie bei der chinesischen
Botschaft vorstellig werden. Und dort etliche Fragen zu der Reise beantworten.

Anders sieht es aus, wenn Sie nachweisen können,
dass Sie vorrangig zu einem Freundschaftsbesuch kommen.
Und nicht nennenswert im Land herum reisen.
Dann entfällt die Aufstellung der Reiseziele und das Frage-und-Antwort-Spiel.

China ist ein totalitärer Kontrollstaat.
Hält sich der Urlauber länger als 24 Stunden in einer Stadt auf,
muss er seinen Aufenthalt beim lokalen Polizeiamt anmelden.
Unabhängig davon, ob er in einem Hotel oder bei Bekannten nächtigt.


Transit-Bestimmungen

Manche Flüge nach Ostasien machen einen Zwischenstopp in China.
Sie müssen z.B. in Shanghai oder Peking umsteigen,
um nach Japan, Korea, Thailand oder Vietnam zu gelangen.
Bis zum Anschlussflug können gegebenenfalls 1 oder 2 Tage vergehen.
Braucht man in diesem Fall ein Visum für die VR China?

Nein, brauchen Sie nicht. Wenn der Aufenthalt auf einem internationalen Großflughafen
bis zu 3 Tagen dauert (Ausnahmefälle: 6 Tage).
Und wenn Sie gleichzeitig eine Anschluss-Buchung für einen asiatischen Airport
außerhalb der Volksrepublik vorlegen. Dann ist kein Visum speziell für China notwendig.

In der Wartezeit auf den Anschlussflug dürfen Sie den chinesischen Flughafen verlassen.
Nicht aber die Stadt. Außerdem muss sich der Transit-Reisende direkt nach Verlassen
des Terminals bei der örtlichen Polizeistelle melden.


Gültigkeitsdauer des Visums: vom Antrag bis zum Antritt der Reise

Wer umsichtig plant, wird den Antrag für die Einreise nach China rechtzeitig abgeben.
Dabei muss man berücksichtigen:
Von dem Zeitpunkt an, wo das Antragsformular beim chinesischen Konsulat eingeht,
gilt die später genehmigte Einreise-Erlaubnis für 90 Tage. Sie haben also 3 Monate Zeit,
um chinesischen Boden zu betreten. Und sich dort im Normalfall 30 Tage lang aufzuhalten.

Die Dreimonats-Frist bezieht sich nicht auf die Länge des Aufenthaltes.
Sondern nur auf den Beginn der China-Reise.
Sollte Ihnen in Deutschland etwas dazwischen kommen (Unfall, Krankheit, Trauerfall usw.),
müssen Sie dies der Botschaft melden.
Damit der Einreise-Zeitraum gegebenenfalls nach hinten verlegt werden kann.


Kann das China-Visum verlängert werden?

Ja, das ist normalerweise möglich. Allerdings darf das Visum noch nicht abgelaufen sein.
Dann werden die Behörden bitterböse, und verweigern die Verlängerung.
Eine Garantie oder ein Recht auf eine Ausweitung des Aufenthaltes gibt es eh nicht.

Melden Sie sich beim Auswärtigen Amt der Stadt, wo Sie gerade sind.
Oder beim Amt für Innere Sicherheit.
Und bringen Sie Ihr Anliegen höflich vor – möglichst auf Englisch.


Überziehung der Visa-Aufenthaltszeit

Der Urlaub zieht sich in die Länge. Sie haben längst noch nicht alles gesehen.
Sie wollen länger in China bleiben als geplant.
Was ist schon dabei, wenn man noch eine Woche dran hängt?
Die Chinesen sind bestimmt keine Unmenschen.

Weit gefehlt! Wer die genehmigte Urlaubszeit nicht einhält (zu spät zurück fliegt),
muss mit einer Geldstrafe rechnen. In schweren Fällen sogar mit einer Gefängnisstrafe.
Sie werden am Flughafenschalter festgehalten und der Polizei übergeben.
Sie dürfen China erst dann wieder verlassen,
wenn Sie die Strafe beglichen und ein neues Visum erworben haben.

 

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Antrag stellen für das China-Visum
Zunächst sollte der Tourist seine Reiseroute innerhalb Chinas möglichst exakt planen.
Dabei stellt sich die Frage:
Wird man nur ein einziges Mal chinesisches Staats-Territorium betreten, oder mehrmals?

Werden Sie im Verlauf Ihrer Ostasienreise China kurz verlassen, um später erneut einzureisen?
Bei der Antragstellung muss das genau angegeben werden.
Entsprechend erhalten Sie ein Touristenvisum für eine oder für zwei Einreisen.
Die letzte Variante kostet natürlich mehr.


Welche Unterlagen benötigt der Tourist für die Einreise-Genehmigung?

Zunächst brauchen Sie ein Antragsformular. Dies findet man online als PDF.
Nach dem Download und dem Ausdrucken füllen Sie den Antrag aus.
Am Ende lesen Sie das Ganze besser noch mehrmals durch.
Fehlende Angaben führen zu zeitlichen Verzögerungen.

Des weiteren müssen Sie als Deutscher, Österreicher oder Schweizer die Kopie
eines noch für 6 Monate gültigen Reisepasses beilegen.
Auch für Ihre Kinder. Der Personalausweis reicht nicht.

Der Hintergrund: das chinesische Konsulat möchte sehen,
welche Länder sie in den letzten Jahren bereist haben.
Das könnte Aufschluss geben über bestimmte politische Aktivitäten
oder Einstellungen, die in China unerwünscht sind.
Das kann so weit gehen, dass man sogar die Kopie älterer Reisepässe vorlegen muss.

Ausländer oder Flüchtlinge, die in einem deutschsprachigen Land leben,
müssen zusätzlich zum Reisepass noch die Kopie Ihrer Aufenthaltsgenehmigung
für das entsprechende Land (z.B. Deutschland) dem Visum-Antrag hinzufügen.
Man will keine Urlaubsgäste haben, die bei der Rückreise Probleme in Europa bekommen.
Und dann als Illegale evtl. nach China zurück abgeschoben werden könnten.

Das Passfoto muss einigermaßen aktuell und nach den Richtlinien für Passbilder erstellt sein.
Das ist relativ einfach. Sie sagen dem Fotograf einfach,
dass Sie biometrische Passfotos für einen Reisepass brauchen.

Außerdem will die chinesische Botschaft Ihre Flugtickets für Hin- und Rückreise sehen.
Gegebenenfalls auch für Weiterflüge (z.B. nach Hongkong, Taiwan).
Sowie die Hotelbuchung(en).
Ferner bei Gruppenreisen die Buchungs-Bestätigung des Reiseveranstalters.
Mao’s Nachkommen nehmen es sehr genau mit den Formalitäten.

Sollte die China-Reise keinen touristischen Hintergund haben.
Sonder nur ein Besuch bei Bekannten.
Dann muss auf der Webseite der chinesischen Botschaft ein spezielles Einladungsformular
heruntergeladen und ausgefüllt werden.
Dabei sind verschiedene Angaben über die einladende Person zu machen.


Bearbeitungszeit des Touristen-Visums: wie lange müssen Sie warten?

Wenn Sie den Antrag und das Visum auch wieder persönlich bei der Botschaft abholen,
dauert das Procedere im günstigsten Fall 4 Tage.
Postalisch müssen Sie mit bis zu 10 Tagen rechnen.

Wer ganz sicher gehen will, den Flug nicht zu verpassen, sollte 3 Wochen einkalkulieren.
Dann sind Sie auf der sicheren Seite.
Möglicherweise kann es zu unvorhersehbaren Komplikationen kommen.
Das bedeutet: Im ungünstigsten Fall kann es bis zu 3 Wochen dauern.
Also lieber rechtzeitig den Einreise-Antrag einreichen.


Darf der Urlauber nach Belieben in China herum reisen?

Sie haben das Visum für 30 Tage erhalten.
Für diesen relativ kurzen Zeitraum mussten Sie Ihre Reiseziele nicht nennen.
Sie können sich also frei bewegen. Allerdings gibt es eine Ausnahme:

Die autonome Provinz Tibet gilt politisch gesehen als unsicher.
Die chinesische Regierung will unbedingt verhindern,
dass dort ausländische Einflüsse den Unabhängigkeitsdrang verstärken könnten.
Daher ist Tibet ohne eine Sondergenehmigung tabu.

 

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Wo muss das individuelle Touristenvisum eingereicht werden?
Bei einer chinesischer Botschaft in Deutschland:
Das kann in Berlin sein, in Frankfurt, Hamburg, München oder Düsseldorf.
Für die Schweiz ist die China-Botschaft in Bern zuständig.
Für Österreich das Konsulat in Wien.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, das Visum über eine Agentur besorgen zu lassen.

Spezialfall EU-Bürger, wohnhaft in Deutschland:
Sie sind Italiener, Spanier, Franzose oder Malteser.
Und haben eine entsprechende Staatsbürgerschaft.
Sie leben und arbeiten in Deutschland oder Österreich.
Wo soll man nun das Visum beantragen?

Das chinesische Recht besagt: der Visum-Antrag kann nur dann bewilligt werden,
wenn er bei der chinesischen Botschaft des Heimatlandes beantragt wird.
Heimatland ist dasjenige, dessen Staatsbürgerschaft man besitzt.

Sollten Sie beim China-Aufenthalt irgendwelche Probleme mit Polizei oder Behörden
bekommen: Dann wenden Sie sich bitte umgehend an das deutsche Konsulat in Peking,
Shanghai, Kanton, Chengdu oder Shenyang (beides Zentral-China).


Visa-Gebühren

Alles, was man von Behörden haben will, kostet Geld. Sie haben das Monopol.
Können verlangen, was sie wollen. China bildet da keine Ausnahme.

Die Höhe der Gebühren ist nicht einheitlich geregelt.
Sondern hängt von gewissen Umständen ab.

Relativ preiswert wird es, wenn Sie persönlich bei der Botschaft vorstellig werden.
Den Antrag selbst abgeben, das Visum selbst abholen.
Mit rund 100 Euro ist das billiger als die Visa-Angelegenheiten über den Postweg abzuwickeln.
Das Touristen-Visum für eine mehrmalige Einreise kostet ungefähr
ein Drittel mehr als für die einmalige Einreise.

Die Länge des Zeitraumes für den China-Aufenthalt wirkt sich auf den Preis aus.
Letztlich gilt noch der Aufwand, den das chinesische Konsulat mit Ihrem Anliegen hat.

Wenn es immer wieder zu Verzögerungen kommt,
weil Sie Dokumente nicht ordnungsgemäß herbei schaffen:
Dann steigen verständlicherweise die Gebühren.
Ebenso für Nicht-Deutsche (Ausländer, Flüchtlinge), die eine Aufenthaltsgenehmigung
bei der chinesischen Botschaft vorlegen müssen.


Zusatzkosten bei Beauftragung einer Visa-Agentur

Teurer wird es auf jeden Fall, wenn Sie für den Antrag die Dienstleistung
eines spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen.
Damit sparen Sie zwar Behördengänge, müssen aber mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Es ist günstig, vorher einen Preisvergleich verschiedener Anbieter durchzuführen.

 

Arbeitsvisum und sonstige Visa für China
Deutlich komplizierter als bei einer Urlaubsreise oder einem Freundesbesuch wird es,
wenn Sie in der VR China eine Arbeit aufnehmen wollen.
In Zeiten der Globalisierung ist das gar nicht so selten.

Wenn Sie z.B. eine deutsche Autofirma oder ein anderes Industrieunternehmen
wie Bayer Sie zu einer Filiale in China schickt.
Dann sind weitere Unterlagen für den Visum-Antrag erforderlich.

Sie brauchen unter anderem die Einladung der in China stationierten Firma.
Bei großen Unternehmen haben Sie den Vorteil,
dass diese sich selbst um alle Visums-Angelegenheit kümmern.

Es gibt noch andere Gründe, nach China zu reisen.
Zum Beispiel eine Sportveranstaltung.
Die Teilnahme an einer Fernseh-Dokumentation über das Land.
Journalistische Tätigkeiten. Oder die Teilnahme an einem Modell-Wettbewerb.

Für solche Events reicht ein gewöhnliches Touristen-Visum nicht aus.
Erkundigen Sie sich bei der chinesischen Botschaft nach den Regularien.
Fragen Sie nach, welches Visum und welche Dokumente für Ihre Zwecke benötigt werden.

Dauert der Job in China länger als 6 Monate:
Dann braucht der Arbeitnehmer eine Aufenthaltserlaubnis.
Ein Visum reicht nun nicht mehr aus. Zunächst reist man mit einem Arbeitsvisum an.
Später beantragt man die längerfristige Aufenthaltserlaubnis.

 

Gruppen-Visum bei Gruppenreisen
Bislang war die Rede von individuellen Touristen-Reisen.
Wie läuft es, wenn Sie den Tripp über einen Reiseveranstalter buchen?
Wenn etliche Urlauber z.B. an einer China-Rundreise teilnehmen?

Das vereinfacht die Sache. Der Veranstalter nimmt Ihre Personalien auf.
Sie geben ihm alle erforderlichen Dokumente.
Er kümmert sich um ein Visum für die ganze Reisegruppe.

Die Sache ist so lange unkompliziert, wie sie bei der Gruppe bleiben.
Bestimmte Umstände können es erforderlich machen, die Reisegruppe zu verlassen.
Wenn Sie z.B. in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Dann brauchen Sie doch wieder ein persönliches Visum.
Hoch lebe die Bürokratie!

 


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