Ausrüstung für Radurlaub | Urlaubsreisen

Ausrüstung für Radurlaub

Was braucht man für längere Radtouren?

Mit Fahrrad oder Rennrad eine längere Trekking-Tour machen.
Oder mit dem Mountainbike Hügel und Berge erklimmen:
Der Radurlaub wird in unserer bewegungsfaulen Gesellschaft immer beliebter.

Doch wie sieht es mit der Ausrüstung aus?
Was brauche ich, damit der Radurlaub nicht von Pleiten, Pech und Pannen verdorben wird?

Das grundsätzliche Problem besteht darin:
Je umfangreicher die Ausrüstung für den Radurlaub ist, desto mehr Ballast fährt man
mit sich herum. Vor allem auf langen und anstrengenden Touren
macht sich das schmerzlich bemerkbar.

Auf der anderen Seite brauchen Sie einfach mehr Equipement,
wenn Sie eine längere Radreise unternehmen.
Für eine 2-wöchige Trekkingtour durch die Toskana, die Provence oder Schottland
brauchen Sie naturgemäß mehr Zubehör als für eine gemütliche Fahrradtour
mit der Familie an Rhein oder Donau.

 

Alles prüfen und Testfahrt machen
Zur Reisevorbereitung gehört, dass man sein Gerät einer freiwilligen TÜV-Prüfung unterzieht.
Sind alle Teile am Fahrrad noch funktionstüchtig? Brennt das Licht?
Gehen Bremsen und Tachometer? Lassen sich die Gänge einwandfrei schalten?

Ist die Kette zu locker oder altersschwach? Wie sieht das Reifenprofil aus?
Wird der Sattel die nächste Radreise überstehen?
Testen Sie auch, ob Sie vielleicht zu viel Gepäck eingeplant haben.
Radeln Sie ruhig ein paar Kilometer – in voller Ausrüstung.

Hier nun meine Packliste für den Otto-Normalverbraucher.
Extremsportler, die im Winter oder im Hochgebirge fahren oder ultraweite Entfernungen
zurücklegen, brauchen sicher noch einiges mehr. Das wird hier nicht berücksichtigt.

 

Radreisen mit einer Reisegruppe
Beispiele für Radrouten in Europa

 

Bekleidung, Hygiene und Allerlei für den Radurlaub

Allgemeine Ausrüstung für Radreisen
Nehmen Sie 2 oder 3 Fleece-Trikots mit. Atmungsaktiv sollen sie sein.
Wenn sie nass werden, trocknen sie schneller als Baumwollhemden.

Sie brauchen 2 Radlerhosen.
Je nachdem, in welchem Klima der Radurlaub stattfindet, können sie kurz oder lang sein.

Die Hände werden durch Fahrrad-Handschuhe geschützt.

An Unterhosen, Strümpfe und Slip denken Sie sowieso.
Ein absolutes Muss ist der Radhelm. Beim Sturz verhindert er schwere Kopfverletzungen.

Zur Regen-Ausrüstung gehört eine lange Regenjacke oder ein Poncho.

Das Schuhmaterial sollte leicht und locker sitzen.
Machen Sie vor dem Radurlaub eine mehrstündige Testfahrt,
ob es irgendwo zwickt oder kneift.

Besonders bei ansteigenden Touren oder in südeuropäischen Ländern brauchen Sie
eine große Getränkeflasche. Am besten mit einem Fassungsvermögen von 1,5 Liter.
Denken Sie in südlichen Ländern (Italien, Spanien, Kroatien) daran,
nur keimfreies Wasser aus dem Supermarkt zu verwenden.


Waschzeug, Hautschutz, Erste Hilfe-Set

Zur Hygiene-Ausrüstung gehören je nach Länge der Fahrt 1 oder 2 Handtücher, Seife,
Haarshampoo, Föhn, Haarbürste und Tempo-Taschentücher.
Vielleicht noch ein Deo. Für den Fall, dass Sie verschwitzt ein Geschäft betreten müssen.

Fällt Ihre Tour de France auf in die warme Jahreszeit,
brauchen Sie eine Sonnenbrille und einen geeigneten Sonnenschutz für die Haut.
Im Sommer haben Radfahrer und Camper oft mit lästigen Fliegen zu kämpfen.
Dagegen schützt ein Insektenschutz (z.B. Autan).
Rasierwasser hilft hier definitiv nicht. Ich habe es probiert.

Möglicherweise müssen Sie unterwegs überraschend WC-groß (Durchfall).
Dann brauchen Sie Toilettenpapier.
Ansonsten haben Sie das übliche Waschzeug und Zahnputzzeug dabei.

Bei eingerissenen Klamotten kann eine Sicherheitsnadel Gold wert sein.
Frauen, die sich noch damit auskennen,
nehmen vielleicht ein wenig Flick- und Nähzeug mit.

Kleine Verletzungen können im Radurlaub immer passieren.
Ein Sanitätskasten wie im Auto nimmt beim Radurlaub wohl zu viel Platz weg.
Decken Sie sich aber vorsichtshalber mit Schere, Pflaster, Druckverband,
Nasenspray und ein wenig Jod zur Wunddesinfektion ein.
Das können Sie alles in eine Tüte packen.


Technische Ausrüstung für den Radurlaub

Wenn Sie nicht nur auf Leistung und auspowern fixiert sind,
wollen Sie die Eindrücke der Tour vielleicht in Bildern festhalten.
Vor allem, wenn Sie im Ausland sind.
In den Pyrenäen, Appeninnen, Dänemark, Alpen, Frankreich oder Holland.
Zu diesem Zweck gehört der Fotoapparat oder die Fotokamera ins Gepäck.

Das Smartphone ist unverzichtbar, wenn Sie in eine Notlage geraten sollten.
Je nach Bedarf können Sie auch einen MP3-Player mitnehmen.
Kabel und Ladegerät nicht vergessen. Sonst werden Sie nicht viel Spaß haben.

Wie orientiert man sich auf fremdem Gelände?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Am bequemsten ist ein GPS-Gerät,
welches unter Umständen auch abseits der Autostraßen die Richtung vorgibt.
Haben Sie keins zur Verfügung, brauchen Sie wenigstens eine Radwegkarte.
Oder bei Querfeldeintouren eine Geländekarte.

Wo werden wir im Radurlaub übernachten?
In speziellen Radreiseführern werden Unterkünfte angezeigt.
Die sollte man sich bereits zu Hause ansehen.
Und sich gegebenenfalls dort anmelden.

Wenn Sie im europäischen Ausland oder sogar auf dem amerikanischen Kontinent radeln,
brauchen sie möglicherweise Kenntnisse in Englisch, Italienisch oder Spanisch.
Für den Notfall sollte man ein kleines Wörterbuch griffbereit haben.

Wir kommen zum Ende der allgemeinen Ausrüstung:
Sie haben die Kreditkarte dabei, natürlich den Pass.
Und etwas zum Schreiben (Block mit Kuli).
Das Bargeld hat man schön verteilt. Etwas in den Gepäcktaschen, etwas im Brustbeutel.
Somit minimiert sich das Verlust- und Diebstahl-Risiko.

 

Fahrrad-Zubehör für Radreisen

Wie sieht es aus mit den Packtaschen?
Wasserdicht sollten sie sein. Gepäcktaschen gibt es für seitlich an den
Vorder- und Hinterrädern (zusammen also 4 Taschen).
Idealerweise mit kleinen Außenfächern.
Bei kleineren Fahrrad-Touren genügen 2 Gepäcktaschen.

Auf dem Lenker können Sie eine Kunststoffbox montieren.
Dort kommen Kleinartikel hinein, auf die man schnell zugreifen kann.
Zum Bespiel Handy, Fotoapparat und Radwegkarte.
Für Teile der Campingausrüstung verwenden Sie eine Gepäckrolle auf dem Rücksitz.
Der Rest kommt in die Seitentaschen des Rades.

Sie können auch einen Rucksack mitnehmen.
Der könnte den Fahrspaß allerdings beeinträchtigen.
Weil der Rücken ständig Gewicht tragen muss.
Wanderer tun dies aber auch. Sie müssen probieren, ob es stört oder nicht.


Reparatur-Set und Sicherheitsschloss

Im Radurlaub kann allerlei passieren. Sie bekommen einen Platten.
Dann sind Sie froh über Flickzeug, Ersatzschlauch und Luftpumpe.
Auch das Luftventil kann undicht werden.
Zum Schmieren der Kette bei längeren Fahrten brauchen Sie Fahrradöl.

Bricht eine Speiche, ist die Ersatzspeiche die Rettung in letzter Not.
Nicht immer kommt man schnell in eine Fahrrad-Werkstatt oder in einen Zubehörladen.

Die Ausrüstung für kleine Reparaturen umfasst Kabelbinder,
Ersatzbirnen, alle möglichen Gabel-, Inbus- und Ringschlüssel.
Ferner gehören Schraubenzieher, Kombizange und je zwei
8er, 10er, 13er, 15er und 17er Muttern in den Werkzeugkoffer.

Dazu ein Lappen und eine Tube mit Handwaschpaste.
Und Reparatur-Werkzeug für die Kette.
Vor allem bei Mountainbike-Touren wird diese stark beansprucht.
Sie kann sich lockern, abspringen oder im Extremfall reißen.

Gegen Diebstahl des Gefährts sollten Sie ein anständiges Fahrradschloss mit sich führen.
Ein Bügelschloss, wie Motorradfahrer es gern nutzen, bietet eine perfekte Sicherheit
gegen Diebstahl. Um das zu knacken müsste jemand schon eine Eisensäge
und viel Zeit zur Verfügung haben.

 

Hier weitere Informationen zum Radurlaub

 

Ausrüstung fürs Übernachten im Freien (Trekkingtouren)
Radurlauber sparen enorme Kosten, wenn sie die Nacht unter dem Sternenhimmel
verbringen. Allerdings muss man dafür ein Mehr an Gepäckgewicht in Kauf nehmen.
Alles möglichst kompakt in eine Fahrrad-Seitentasche
oder in einen separaten Packsack verstaut.

Zur Ausrüstung gehört ein Campingzelt, Zeltstangen, Heringe, Schnüre und eine Zeltunterlage.
Vergessen Sie den Hammer nicht. Schön weich schläft es sich auf einer Luftmatratze.
Andere nehmen nur eine dünne Isoliermatte gegen kühlen Boden mit.
Bei kalten Temperaturen tut ein Schlafsack gute Dienste.

Als Selbstversorger brauchen Sie zum Kochen und Essen Proviant.
Dazu Plastikteller, Brett, Messer, Gabel, Löffel, eine Pfanne
und einen kleinen Wassertopf für Kaffee oder Tee.
Ein wenig Milchpulver,  Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker und sonstige Gewürze.
Zum Kaffeetrinken eine Tasse aus Kunststoff.

Gekocht wird entweder mit einem Benzin- oder Gaskocher.
Hier gehen die Meinungen auseinander.
Der Dosenöffner gehört ebenso zum Radurlaub wie Feuerzeug, Zip,
Taschenlampe (Stirnlampe), Oropax, Klopapier, ein Stück Draht und Taschenmesser.

 

Komfort-Ausrüstung, die nicht jeder braucht
Eventuell Grillzubehör. Minimum: ein Grillrost. Besser noch zusätzlich Stangen.

Wäscheleine mit Klammern.
So kann man gewaschene Kleider gut aufhängen und schneller trocknen.

Badelatschen für am See oder Strand. Dazu Badehose bzw. Bikini

Angel-Ausrüstung

Tablet oder Notebook kann man auf Langzeitreisen mitnehmen.
Am besten in wasserdichter Verpackung.
Um Kontakt zu Freunden zu halten und seine Mails zu checken.

Alle möglichen Ersatzteile fürs Rad: z.B. Seilzüge, Kette.

Manchmal geht eine Querfeldeintour durch nasses Gelände.
Dann werden Sie für wasserdichte Schuhe oder niedrige Stiefel dankbar sein.

Kleidungsmäßig sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Vielleicht wollen Sie hier oder da mal schick essen gehen.
Dann sollte man feine Klamotten und Schuhe dabei haben.
Das alles ist eine Platz- und Gewichtsfrage.

 


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