Wohlfühl-Tipps für lange Flüge

Langstreckenflüge: So fühlt man sich gut im Flieger

Eine Flugreise zu fernen Ländern kann – ohne entsprechende Vorsorge – in Stress ausarten.
Nur mit Mühe und Not erreicht man den Flieger, weil der Zug Verspätung hatte.
Dauernd muss man aufstehen, weil einer zur Toilette muss.
Den Sitznachbar würde man am liebsten zum Mond schießen:
Er schnarcht wie ein Walross oder labert Ihnen mit seinem Knoblauchgeruch die Ohren voll.
Dazu noch diese elende Flugangst.

Eine Fernreise in der Economy Class ist wahrlich kein Zuckerschlecken.
Rücken und Beine tun weh, die Füße sind kalt. Die Nase juckt, der Magen rebelliert.
Das Essen der Bordküche würde sogar der Hund stehen lassen.
Die Flugzeit nach Amerika oder Asien ist so endlos lang,
dass es schon bald stinklangweilig wird.

Hier bekommen Sie nun ein paar Tipps zur Vorbeugung gegen solche Szenarien.
Wie sorgt ein Fluggast dafür, dass er sich bei langen Flügen rundum wohl fühlen kann?

 

Tipps fürs Handgepäck
Es nutzt nichts, wenn man alles Mögliche im Reisekoffer verstaut hat.
Bestimmte Gegenstände müssen im Flieger direkt greifbar sein.
Hier eine kleine Zusammenstellung:

Zahnputzzeug sollte man dabei haben. Nach jeder Mahlzeit ist Zähne putzen angesagt.
Damit man andere Fluggäste oder den Bekannten, den man am Reiseziel trifft,
nicht mit faulem Mundgeruch belästigt.
Genauso unangenehm fällt man durch Körpergeruch auf.
Also gehört auch eine Deo-Dose in die Tasche.

Wer zum Frieren neigt, sollte ein Jäckchen und Ersatzstrümpfe dabei haben.
Sie brauchen eine Getränkeflasche – gefüllt mit Wasser oder Fruchtsaft.
Ein kleiner Snack eignet sich für Zwischenmahlzeiten.

Dazu Tempo-Taschentücher und notgedrungen ein Nasenspray.
Obwohl ich im normalen Leben strikt gegen Nasentropfen bin.
Vielleicht noch ein Taschenbuch zum Lesen.
Oder eine Zeitschrift gegen die Langeweile beim Flug.

Mit diesen Utensilien ausgestattet können Sie den Flug beruhigt angehen.
Weitere Verhaltensregeln finden Sie weiter unten in diesem Flug-Ratgeber.

So manchem ist bei Flügen schon mal der Reisekoffer abhanden gekommen.
Das bedeutet in jedem Fall Stress.
Auch wenn das Gepäck nach 1 oder 2 Tagen wieder auftauchen sollte:
Leute mit schlechten Erfahrungen packen wichtige Dinge ins Handgepäck.
Sachen, die schon am ersten Urlaubstag unersetzlich sind.
Die man auf gar keinen Fall verlieren darf.

Bikini, Flipflops und Badehose gehören sicher nicht dazu.
Die kriegt man in jedem Geschäft zu kaufen.
Aber Dokumente oder zumindest Kopien davon sollte man im Handgepäck haben.
Zum Beispiel die Hotelbuchung und Ausweise.
Ohne Bargeld bzw. Kreditkarte kommt man im Urlaub oder auf Geschäftsreise nicht weit.

Bei teuren Elektronik-Geräten sollte man ebenfalls überlegen,
was man im Handkoffer verstaut: Tablet, Notebook, Fotokamera usw.

 

Wo sich gute Flugvorbereitungen lohnen:
Weit entlegene Reiseziele

 

Tipps zum Check-in vor Flügen
Man spart sich unnötigen Stress, wenn man das Einchecken
nicht erst am Flughafen, sondern zu Hause am PC erledigt.
24 Stunden vor dem Abflug haben Sie die Möglichkeit, den Check-in online durchzuführen.
Nun können Sie am Flugtag das Gepäck direkt abgeben.
Und brauchen am Schalter nicht in der Schlange anzustehen.

Der Check-in am Tag davor hat auch den Vorteil,
dass man sich im Flieger einen Sitzplatz auswählen kann.
Auf das Thema, welches der beste Platz ist, werde ich weiter unten noch eingehen.
Hier geht es zunächst nur darum:
Kann ich mir den Sitzplatz für die Fernreise frei aussuchen? Und wie mache ich das?

Bei einem Kurzflug mit Ryanair nach Spanien oder Mallorca spielt das keine große Rolle.
Bei lange Flügen kann es so manche Unannehmlichkeit ersparen,
wenn man ein günstiges Plätzchen erwischt.

Wenn Sie ganz sicher sein wollen, einen guten Platz für den Langstreckenflug
zu bekommen: Dann buchen Sie diesen gegen ein paar Euro gleich dazu.
Das kann im Reisebüro geschehen. Oder beim Check-in über die Webseite der Fluggesellschaft.
Alles andere ist reines Glücksspiel.

Theoretisch kann man als Individual- oder Pauschalreisender auch am Serviceschalter
von Lufthansa, Condor oder Swiss International Airlines seinen Flugplatz ergattern.
Aber nur dann, wenn die besten Plätze nicht schon reserviert sind.
Falls Sie auf den Online Check-in verzichten:
Dann seien Sie wenigstens frühzeitig am Eincheck-Schalter.

 

Tipps für die Platzwahl bei Flügen
Hier kann ich Ihnen keinen definitiven Tipp geben, sondern nur Denkanstöße.
Fest steht nur, dass der Mittelplatz in der Sitzreihe die schlechteste Variante ist.
Im Extremfall sitzen Sie auf dem Langstreckenflug eingezwängt
zwischen einem Superschwergewichtsboxer und einer Frau mit 40 kg Übergewicht.

Sowohl der Fensterplatz als auch der Platz direkt am Mittelgang haben gewisse Vor-
und Nachteile. Für Kurzstreckenflüge innerhalb von Europa tut der Fensterplatz
gute Dienste. Denn dort ist es am ruhigsten.
Wenn Sie zum Schlaf finden, weckt Sie keiner auf, weil er mal dringend pinkeln muss.

Dieser Vorteil kann sich auf Langstreckenflügen nach Australien oder in die Karibik
in einen Nachteil verwandeln. Nun sind Sie jedesmal der Bittsteller, wenn Sie raus wollen:
Zur Toilette oder um sich die Füße zu vertreten.

Die optimale Lösung ist, wenn Sie sich die vorderste Reihe aussuchen.
So dass Sie die Beine einwandfrei ausstrecken können.
Die Reihe am Notausgang ist ebenso perfekt.
Hier ist der Abstand zwischen 2 Reihen am größten.

Flüge können zu einer Qual werden, wenn man gezwungen ist, vor dem WC zu sitzen.
Dort findet man keine Ruhe, geschweige denn Schlaf.
Ständig geht die Tür auf und zu, die Wasserspülung läuft.
Permanent laufen Fluggäste an Ihnen vorbei.
Das Aroma, das aus der Toilette dringt, kann schlimmer sein als auf einer Mülldeponie.

Die Sitzreihen im Airbus sind anders angeordnet als bei Boeing-Maschinen,
bei Lockheed oder Rolls-Royce. Auf dieser Suchseite
können Sie einen virtuellen Blick
in Ihren Flieger werfen. Und die günstigsten Plätze ausmachen.

 

Möglichst früh am Flughafen-Terminal sein
Wer gestresst und in letzter Minute am Airport ankommt,
beginnt die Flugreise zum Traumurlaub
gleich mit einem Fehlstart.
Manche Menschen haben das Talent, immer und überall zu spät zu kommen.
Auch zur eigenen Hochzeit, zur Geburt oder Beerdigung.

Machen Sie sich bewusst, dass auf dem Weg zum Flughafen
immer etwas dazwischen kommen kann.
Selbst wenn Sie von Frankfurt aus die paar Kilometer zum Fraport fahren.
Das Fahrzeug springt nicht an. Taxi oder Zug kommen zu spät.
Unfallstau auf der Autobahn, Verkehrskontrolle usw.

Um rechtzeitig zum Boarding zu kommen, sollte man genügend Reservezeit einplanen.
Wenn Sie am Flughafen zum Einchecken noch Schlange stehen müssen:
Dann seien Sie 3 Stunden vor dem Abflug da. Was soll der Geiz?
Nach dem Check-in haben Sie nun alle Zeit der Welt, sich in den Geschäften umzusehen.
Oder nach der Sicherheitskontrolle in Duty Free-Shops zu stöbern.

 

Der Flugangst entgegen treten
Jeder siebte Deutsche hat Angst vorm Fliegen.
Die Maschine könnte in einem heftigen Gewitter über dem Meer abstürzen.
Beim Starten ist die Landebahn zu kurz. Bei der Landung versagen die Bremsen.
Das Internet ist voll mit Tipps, wie man seine Furcht überwinden kann.
Doch was nutzt Ihnen das theoretische Wissen,
wenn Sie keine Vorkehrungen getroffen haben?

Es wäre beruhigend, einen Fallschirm dabei zu haben.
Aber das gestatten die Flugbetreiber nicht.
Zunächst einmal können pflanzliche Mittel helfen, Herz und Nerven zu beruhigen.
Zum Beispiel Hopfentabletten, Melisse-Dragées oder Baldriantropfen.

Die brauchen aber mindestens eine Stunde, bis sie über die Blutbahn im Gehirn ankommen
und wirken. Nehmen Sie das Beruhigungsmittel also rechtzeitig.
Zum Beispiel direkt nach der Gepäckabgabe oder dem Security-Check.

Auch ein Glas Bier vor dem Flug kann panischen Gefühlen entgegenwirken.
Von irgendwelchen Entspannungsübungen halte ich ehrlich gesagt nicht viel.
Wie soll man durch Selbsthypnose zur Ruhe finden,
wenn man Angst um Leib und Leben hat?

Manchmal wird die Flugangst noch verstärkt durch Schwing-Bewegungen der Maschine.
Suchen Sie sich einen Platz, wo diese Bewegungen am wenigsten zu spüren sind:
In der Flugzeugmitte, nah bei den Tragflächen.

Ein Blick aus dem Fenster kann zu Beginn und am Ende der Flugreise
eine bestehende Phobie noch verstärken. Wenn man bei wolkenfreiem Himmel
ganz weit unten bedrohliche, klitzekleine Häuser und Autos sieht.
Wenn Sie direkt am mittleren Gang sitzen, fühlen Sie sich dem drohenden Absturz
oder Unfall nicht so hilflos ausgeliefert wie am Fenster.
Auch wenn das komplette Einbildung ist.

 

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Wohlfühlen in passender Kleidung und Ausrüstung
Der Spruch „Kleider machen Leute“ gilt auch bei langen Flügen.
Nicht, dass Sie der Stewardess oder dem Flugbegleiter mit einem knackigen Outfit
imponieren wollen. Es geht darum, dass man sich durch eine unvorteilhafte Bekleidung
den Urlaubsstart nicht vermiest.


Tragekomfort

Suchen Sie Unterwäsche, Schuhe und Oberbekleidung aus, die bequem sitzen.
Nichts darf zu eng sein oder auf der Haut scheuern.
Testen Sie die Klamotten zu Hause über einen Zeitraum von 2 Stunden.
Dann haben Sie die Gewähr, dass auch beim langen Flug nichts zwickt oder weh tut.

Es gibt sogar Leute, die fliegen im Jogginganzug in den Urlaub.
Das mag ein wenig ungewöhnlich aussehen.
Aber dagegen ist nichts zu sagen.


Schutz gegen Wärme und Kälte

Ein weiteres Thema sind die Temperaturen bei Flügen in Höhen von 5.000 oder 10.000 Meter.
In Internetforen beschweren sich Fluggäste, es sei zu kalt oder zu warm gewesen.
Weil Heizung oder Klimaanlage falsch eingestellt waren.

Im Flieger kann es sowohl zu kalt oder auch zu warm werden.
Vielleicht hat man beim Einkleiden die Temperatur im Flugzeug falsch eingeschätzt.
Oder die Klimaanlage bläst kalte Luft direkt auf die Beine.
Bei Flügen über lange Strecken kann das nerven ohne Ende.

Mein Tipp: Das Zwiebelsystem macht Sie flexibel.
Ein dicker Pullover mit nichts darunter ist schlecht.
Wenn es zu warm wird, können Sie wohl schlecht mit nackten Oberkörper im Flieger sitzen.
Also Frau schon gar nicht.
Also zieht man sich besser nur dünne Kleidungsschichten übereinander an.

Ein Unterhemd, ein dünner Pulli und eine Jacke als Reserve im Handkoffer.
Genauso verfahren Sie mit Beinen und Füßen. Dünne Reservestrümpfe sind im Handgepäck.
Sowie eine kleine dünne Decke oder dünne lange Unterhose.

Gegen Ende des Fluges sollte man versuchen,
die Kleidung der Temperatur am Urlaubsort anzupassen.
Wenn Sie in Dubai bei 40 Grad im Schatten das Flugzeug verlassen,
macht sich ein dicker Pullover nicht gut.
Ebenso wenig wie ein T-Shirt im winterlichen Kanada.


Kompressionsstrümpfe und Schlafhilfe

Zur Kleidung im erweiterten Sinn gehören auch Stützstümpfe.
Bei Langzeitflügen kann es vorkommen, dass sich durch Bewegungslosigkeit
in den Beinvenen ein Durchblutungsstau oder eine Thrombose bildet.
Besonders Senioren, Raucher und Benutzer der Antibabypille sind davon betroffen.

Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, besorgen Sie sich rechtzeitig im Sanitätsfachhandel,
im Sportgeschäft oder in der Apotheke solche Strümpfe.
Tragen Sie die zur Probe zu Hause für ein paar Stunden.
Um zu sicherzustellen, dass sie bequem sitzen.

Vergessen Sie bei Langzeitflügen auch die Ohrenstopfen nicht.
Dieses Hilfsmittel schützt Sie einigermaßen gegen Schlafstörungen
durch Motorenlärm, Gehgeräusche oder schnarchende Nachbarn.

 

Essen und Trinken bei Langstreckenflügen
Im bestimmten Zeitabständen geht der Flugbegleiter mit seinem Karren durch den Flur
und verteilt Getränke, Speisen und abgepackte Brötchen.
Doch reicht das wirklich aus auf einem langen Flug nach Australien oder Brasilien?

Vielleicht sind Sie ein Feinschmecker, Vielesser oder Vegetarier.
Vielleicht braucht Ihr Körper mehr als ein Glas Wasser alle 2 Stunden.

Daher mein Tipp: Wer sich beim stundenlangen Flug wirklich wohl fühlen will,
sollte im Handgepäck etwas zum Essen dabei haben.
Das können käse- oder wurstbeschmierte Vollkornbrote sein.
Kekse, Baguette, Kaffeestückchen, Nussecken.
Ein Apfel, eine Birne, Orange oder zwei Banane.

Um den kleinen Hunger 2 Stunden vor der Landung zu stillen,
reicht manchmal auch ein Schoko-Snack aus dem Aldi:
Mars, Snickers, Nuts, Weberli oder eine Tafel Ritter Sport Schokolade
mit Nüssen, Marzipan oder Nougatgeschmack sind okay.

Ebenso unangenehm wie ein knurrender Magen ist eine Dehydrierung des Körpers.
Die trockene Luft im Flugzeug reizt die Schleimhäute der Augen und macht durstig.
Mein Tipp: Sie sollten im Handkoffer stets eine Flasche kohlensäurefreies Wasser
dabei haben. Durch die Sicherheitskontrolle kommen Sie mit einer gefüllten Flasche nicht.

Nehmen Sie einfach eine leere Bottle mit.
Füllen Sie die auf der Toilette im Flieger mit Leitungswasser auf.
Oder kaufen Sie sich im Duty-Free-Shop ein Getränk.
Zumindest in größeren Airports wie in Frankfurt, Berlin, München und Hamburg
gibt es vor der Boarding-Zone zahlreiche Lebensmittelgeschäfte.

 

Unterhaltsame Flugzeit durch Bücher, Spiele und Musik
Stundenlang immer nur ein eine Richtung zu schauen, kann extrem langweilig werden.
Die Zeit will einfach nicht vorbei gehen.
Damit Sie sich auf der langen Flugreise wohl fühlen,
sollten Sie sich etwas zur Unterhaltung mitnehmen.
Das will gut geplant sein. Denn der Platz im Handgepäck ist begrenzt.

Die einfachste Art, die Zeit im Flieger totzuschlagen, ist ein interessantes Buch.
Auch Hörbücher, Fach- oder Modemagazine können nützlich sein.
Vielleicht laden Sie sich etwas Musik aufs Handy.
Falls Sie einschlafen wollen, sollte es Entspannungsmusik sein.
Vergessen Sie den Kopfhörer nicht.

Kinder und Jugendliche werden wohl eher für Computerspiele zu begeistern sein,
um die Langeweile zu vertreiben. Ein spannender Abenteuer- oder Spielfilm ist ebenfalls
eine nette Ablenkung bei Flügen in ferne Länder der Welt.

Die Filme können Sie sich zu Hause auf den Laptop ziehen.
Oder Sie nutzen (z.B. per Smartphone) gegen eine WLAN-Gebühr von ca. 5 Euro
das Internet an Bord. British Airways, Lufthansa, Emirates, Turkish Airlines
und United Airlines bieten ihren Gästen zur Zeit kostenpflichtigen Internetzugang an.
Die Austrian Airlines und Billigflieger wie Ryanair tun dies noch nicht.

 

Unpässlichkeiten vorbeugen
Trockene Raumluft mit einer Feuchte von unter 30 Prozent ist keine Seltenheit
auf Langstreckenflügen. Dadurch kann das Wohlbefinden empfindlich gestört werden.

Menschen, die eh schon eine trockene Haut haben, merken das recht bald.
Die Lippen werden rissig. Das Gehirn reagiert auf Trockenheit mit Müdigkeit und Kopfschmerzen.
Die Schleimhaut der Nase trocknet aus und bildet Borken.
Die kalte Klimaanlage führt zu Schnupfen und Erkältungen.

Gegen solche Probleme können Sie sich wappnen.
Nehmen Sie Kopfschmerztabletten mit auf die Reise.
Eine Emser-Nasensalbe, wärmende Kleidung oder eine dünne Decke
und Lippencremes können brauchbare Hilfsmittel sein.

 

Bandscheibenprobleme bei langen Flugreisen
Sie kennen das Kreuz mit dem Kreuz:
Langes Sitzen ist ungesund für angeschlagene Bandscheiben im unteren Rücken.
Wenn Sie mit diesem Leiden behaftet sind: dann sorgen Sie für eine schonende Sitzposition.
Und für häufiges Aufstehen. Indem Sie im Gang einen kleinen Spaziergang machen.
Oder einfach nur an einem freien Platz für eine Weile stehen statt sitzen.

Eine günstige Sitzposition erreicht man am besten mit einem speziellen kleinen Polsterkissen,
das man sich zwischen Sitzlehne und unteren Rücken steckt.
Damit wird verhindert, dass die Bandscheiben im Lendenwirbelbereich
in eine Quetschposition abdriften.

Aber auch die Bandscheiben im Hals-/Nackenbereich können beim Flug Schmerzen
verursachen. Wenn der Fernseh-Bildschirm der Fluglinie zu hoch aufgehängt ist:
Dann vermeiden Sie es bitte beim Sehen nach oben,
den Kopf für längere Zeit zu sehr in den Nacken zu legen.

Außerdem könnte sich ein aufblasbares Nackenkissen im Handgepäck als nützlich erweisen.
Früher bekam ich oft Schmerzen in den oberen Bandscheiben,
wenn ich beim Fernsehen im Sessel einschlief. Und der Kopf dabei zur Seite sackte.
Das können Sie mit einem kleinen hufeisenförmigen Nackenstützkissen
bzw. Nackenhörnchen um den Hals vermeiden.

 

Bewegungstherapie bei Langzeitflügen
Der Mensch ist ein Bewegungstier.
Wie der Hund und das Pferd sind wir zum Laufen geschaffen.
Langes Sitzen entspricht eigentlich nicht unserer Natur.
Im Büro mag das ja noch angehen.
Dort ist wenigstens noch genug Platz, um ein paar Schritte zu gehen.

An Bord eines Flugzeuges muss man sich etwas einfallen lassen,
damit der Kreislauf nicht vollkommen absackt oder die Füße einschlafen.
Auch der Thrombose kann man durch Bewegung wirksam vorbeugen.

Während des Fluges haben Sie unendlich viel Zeit für Übungen.
Ziehen Sie die Schuhe aus (Stiefel sind schlecht!).
Und bewegen Sie die Fußspitzen kreisförmig. Das ist schon besser als nichts.
Fortschrittliche Airlines zeigen am Bildschirm Übungen,
mit denen die Gäste im Sitzen Bewegungen ausführen können.

Ab und zu (vielleicht alle 1 oder 2 Stunden) sollte man sich beim Langstreckenflug
von seinem Hintern erheben. Und aktiv etwas für seinen Blutkreislauf tun.
Gehen Sie im Gang spazieren. Besuchen Sie die Leute in der Bordküche.

Stellen Sie sich vor den Notausgang.
Und fangen Sie mit ein wenig Gymnastik für Arme und Beine an.
Schon das wiederholte Anheben der Oberschenkel bis zur Waagrechten
oder ein paar Kniebeugen können helfen, die Blutzirkulation in Schwung zu bringen.

 

Wie findet man im Flieger erholsamen Schlaf?
Manche Menschen schlafen sofort ein, wenn sie die Augen schließen.
Bei Flügen kann diese Gabe sehr nützlich sein.
Man kommt ausgeruht am Urlaubsort an. Kann am ersten Tag gleich etwas unternehmen.
Statt Jetlag-gestresst im Hotelzimmer sofort auf dem Bett zusammenzusinken.

Was aber tun Flugreisende, die dieses Talent nicht besitzen?
Mein Tipp: Zum Einschlafen beim Flug muss der Kopf stabil und bequem gelagert werden.
Damit er nach dem Einnicken nicht gleich zur Seite absackt.
Ein halsabstützendes Kissen kann hier Wunder wirken.

Ich selbst kann bei Tageslicht überhaupt nicht schlafen.
Daher muss ich das Schlafzimmer jeden Abend durch dichte Vorhänge abdunkeln.
Vielleicht geht es Ihnen genauso.
Dann stecken Sie sich eine Schlafbrille bzw. Schlafmaske in die Jackentasche.

Geräusche aller Art können zu Schlafstörungen führen.
Oropax sollte so beschaffen sein, dass es nicht aus dem Gehörgang heraus rutscht.
Bei Wachsstopfen ist dies manchmal der Fall.

Den besten Geräuschdämpfer bilden speziell auf das Ohr angepasste Silikonstopfen.
Lassen Sie sich vom Hörgeräte-Akustiker beraten.
Diese Stopfen können selbstverständlich auch zu Hause
für einen ungestörten Schlaf sorgen.

 


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