Was man im Panama-Urlaub gesehen haben sollte

Frau bei Sonnenbad an Panamas Küste

Reiseziel Panama (Mittelamerika)

Karibische Badestrände, Panama-Kanal, Dschungelgebiete und koloniales Erbe:
Panama ist ein außergewöhnliches Urlaubsland sowohl für Erholungssuchende, Individualisten, Backpacker und Abenteurer.

 

 

 

Ich stelle Ihnen jetzt ein paar Sehenswürdigkeiten des mittelamerikanischen Landes vor.
Von Costa Rica im Westen über die Karibik-Strände bis hin zur Grenze von Kolumbien.

 

Panama-City
Wenn die Palmen nicht wären, könnte man sich in New York wähnen.
Die Skyline von Panama-Stadt erinnert eher an eine westliche Großstadt als eine Hauptstadt
in der Dritten Welt. Ökonomisch gesehen ist Panama nämlich ein Entwicklungsland.
Trotz der Einnahmen aus dem Kanal, trotz der vielen Banken.
Nur wenige Auserwählte profitieren vom Panama-Kanal.

Die Geschichte des Landes begann im Jahr 1502.
Damals landete die Flotte des Kolumbus – von Kuba kommend –
an der Nordküste von Panama. In der Folgezeit wurden die Ureinwohner unterworfen.
Die Spanier gründeten an der südlichen Pazifikküste Panama City.
Und drückten dem Land bis in unsere Tage ihren Stempel auf.

Aus der Kolonialzeit stammen zahlreiche Gebäude, die der Urlauber heute noch besichtigen
kann. In der Altstadt von Panama City kommen wir vorbei an alten spanischen
Kaufmannshäusern, an der Kirche Francisco de Assisi und an der Villa Municipal.
Aber auch an vielen Bars und Lokalen.

Im Westen von Panama City überbrückt die Puente de las Americas den Panamakanal.
Weiter östlich kommen wir zu den Ruinen der ursprünglichen Stadt.
Die Spanier waren nicht in der Lage, sie gegen den berüchtigten Seeräuber Henry Morgen
zu verteidigen. So wurde sie um 1670 total zerstörte.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Panama-City sind der Stadtpark Metropolitan,
der Präsidenten-Palast und der Platz der Unabhängigkeit Plaza de la Independencia.

 

Weitere Urlaubsziele in der Karibik:
Zum Beispiel Kuba

 

Panama-Kanal
Wer vor 120 Jahren die Welt umsegeln oder per Schiff von New York nach San Francisco
reisen wollte, musste um die Spitze von Südamerika fahren (Kap Hoorn).
Da kamen die US-Amerikaner auf die Idee, die schmale Landenge in Panama zu durchstechen.
Und eine Wasserstraße vom Atlantik zum Pazifik zu bauen.

Hinter Suez ist der Panama-Kanal heute der zweitwichtigste der Welt.
15.000 Handelsschiffe, Kriegsschiffe und Öltanker nutzen die 80 km lange Wasserstraße
jedes Jahr, um von Europa oder der US-Ostküste an die Westküste
des amerikanischen Doppelkontinents oder nach Ostasien zu gelangen.

Wer in Bildern und Dokumentationen mehr über die Entstehungsgeschichte
des Panama-Kanals erfahren will, begibt sich am besten in das Miraflores Locks Museum.
Anschließend kann man eine Tour durch den Kanal buchen.
Dabei herrscht reger Gegenverkehr. Die riesigen Pötte fahren in beiden Richtungen.

Im Süden des Landes beginnt der Kanal in Panama City.
Im Norden endet er in den Stausee Lago Gatún.
Kurz danach erreicht er bei der Hafenstadt Colón die Karibische See.

Die Wasserstraße kann nicht ohne Zeitverluste passiert werden.
Die Schiffe stehen Schlange.
Und müssen mehrmals an Schleusen angehoben bzw. abgesenkt werden.
So braucht es ungefähr 10 Stunden, bis die 80 km zurückgelegt sind.

Die Ozeanriesen sind mit den Jahrzehnten immer größer geworden.
So war es nötig, vor 10 Jahren den Kanal weiter auszubauen.
Heute können 350 m lange Schiffe den Panama-Kanal passieren.
Sie stehen bis zu 15 m tief im Wasser.
Zum Vergleich: der Rhein ist an den meisten Stellen nur 3 bis 4 m tief.

 

Der Dschungel von Panama
Nach so viel Technik nun zu einem ganz anderen Thema.
Eine Reise in den Urwald von Panama ist ein unvergessliches Urlaubserlebnis.
Als Beispiel nehme ich den Soberania-Nationalpark, östlich des mittleren Panama-Kanals.

In diesem grünen Regenwald wachsen viele tropische Pflanzen und außergewöhnliche Tiere.
Der König des Urwalds in Zentral- und Südamerika ist der Jaguar.
Im Dickicht des Urwaldes von Panama findet die 1,50 m lange Raubkatze reichlich Beute.

Dennoch ist er wie viele seiner Artgenossen auf der Welt (z.B. der Tiger in Indien)
vom Aussterben bedroht. Da der Mensch seinen natürlichen Lebensraum
durch Abholzen des Regenwaldes immer mehr vernichtet.

Im Dschungel von Panama leben aber nicht nur gefräßige Raubkatzen.
Sondern auch Schlangen, Kaimane, Affen, bunte Schmetterlinge und Papageien.
Sowie Kolibris und unzählige Vogelarten, die es nur in den Tropen Lateinamerikas gibt.

Zu den Exoten unter den Urwaldbewohner zählen u.a. der Tapir –
ein wildschweinartiges Rüsseltier. Ferner das Faultier, der Waschbär,
das Bunthörnchen, der Ameisenbär und der Sperberadler.

In der Nähe des Gatún-Sees befindet sich eine Affeninsel.
Wenn sich das Schiff dem Eiland nähert, kann es passieren,
dass ein frecher Baumspringer auf dem Deck landet.
In der Hoffnung, einen Spielkameraden oder etwas Essbares zu finden.

Für den Urlauber stehen diverse Trekkingwege (Caminos) zur Verfügung,
um diesen Dschungel zu durchqueren.
Eine dieser Urwaldstraßen nutzten schon die spanischen Truppen,
um das Silber aus Peru zu den Häfen an der karibischen Küste zu transportieren.

Kilometermäßig ist so ein Nationalpark in Panama nicht sehr groß.
Allerdings ziemlich unzugänglich.
So braucht es mehr als einen Tag, um ihn bei einer geführten Tour zu durchqueren.
Abenteuerlustige Urlauber übernachten in einer Lodge.
Um am nächsten Tag die Reise durch den Regenwald fortzusetzen.
Und vielleicht noch ein Indianerdorf zu besuchen.

 

Selbstfindung an einsamen Karibik-Stränden:
Die San Blas Inseln

15 km vor der Nordküste von Panama befindet sich eine Gruppe von ca. 360 kleinen Inseln.
Die meisten davon sind nicht bewohnt.
Nirgendwo sonst in der karibischen Welt ist das Wort „Massentourismus“
weniger angebracht als auf diesen tropischen Kokosnussinseln.
Erreichbar sind die Inseln mit dem Wasserflugzeug oder per Motorboot.

Wer Luxusstrände, Beach-Partys, Reggae-Musik und lateinamerikanische
Bikini-Schönheiten
erwartet, ist auf den San Blas Inseln vollkommen fehl am Platze.
Hierher zieht es nur ruhige Zeitgenossen:
Aussteiger, Einzelgänger, Alternative und Rucksack-Träger (Backpacker).

Alles „komischen Typen“ eben, die mit dem allgemein üblichen Strandtourismus-Firlefanz
nichts am Hut haben. Menschen, die sich gar nicht oder nass rasieren.
Abenteurer, die lieber in einer Hütte oder zwischen Palmen in der Hängematte schlafen
als im weichen Bett eines klimatisierten Hotelzimmers.
Solche Freaks planen den Tag lieber spontan
als sich ins Ausflugs-Korsett von Pauschalreisen pressen zu lassen.

Trotz der Abgeschiedenheit findet der Panama-Urlauber auf den San Blas Inseln
durchaus reizvolle Freizeitbeschäftigungen.
Sie können leicht Kontakt aufnehmen zu den einheimischen Kunas.
Wenn die nicht gerade haltnackt herum laufen, tragen sie bunte Kleidung.
Bei einer Fischmahlzeit und einem Glas Rum werden sie Ihnen
auf spanisch ihre Lebens-Philosophie erklären.

Das Naturvolk weiß, wo für einen Schnorchler die schönsten Korallenriffe sind.
Wo man erfolgreich nach Fischen und Hummer angelt.
Und wo man unter Wasser Muscheln, Seesternen und Seeigel findet.
Bei Tauchen sieht man riesige Schildkröten, Rochen und Mantafische.

 

Hochland Bajo Boquete
Im Westen Panamas – unweit der Grenze zum mittelamerikanischen Costa Rica –
befindet sich ein weiteres interessantes Reiseziel: das Hochland bei Bajo Boquete.

Im Vergleich zu den schwül-heißen Regenwäldern im restlichen Panama kann man hier
bei angenehmen Temperaturen Campingwanderungen in die Berge machen.
Zum Beispiel eine 25 km lange begleitete Tour auf den 3.400 m hohen Vulkan Barú.
Oder auf dem Schlangenpfad Culebra.
Auch leichte Wanderungen z.B. über 5 km werden angeboten.

Ausgangspunkt für diese Trekking-Expedition ist der Ort Bajo Boquete.
Ein nettes Bergnest – 20 km nördlich von der größeren Stadt David.
Bajo Boquete liegt ungefähr 1.200 m hoch.
Die Bewohner leben von Kaffeeanbau und Landwirtschaft.
Sie pflanzen gern Blumen, Kartoffeln und Erdbeeren an.
Im Herbst wird das Erntedankfest gefeiert.

Das Hochland von Bajo Boquete ist durchsetzt von 2 Flüssen.
Auf dem Rio Caldera und den Stromschnellen des Chiriqui
unternehmen wagemutige Urlauber Wildwasserfahrten. Allerdings niemals allein.
Sondern mit einer mehrköpfigen geführten Schlauchboot-Gruppe.

Eine der größten Touristen-Regionen des Hochlandes sind die Kaffee-Anbaufelder.
Bei einer Wanderung und bei Betriebsbesichtigungen werden Sie erfahren,
wie die roten Bohnenfrüchte angebaut, gepflückt und verarbeitet werden.
Viele behaupten, hier im Hochland Panamas gedeiht der beste Kaffee der Welt.
Auch davon könnte man sich überzeugen.

Die Blumenstadt Boquete ist relativ klein. Allerdings ganz gut auf Urlaubsreisende eingestellt.
Sie finden Unterkünfte, können einkaufen und essen gehen.
Ausflugsziele sind neben dem oben genannten Vulkanberg die Bajo Mono Schlucht.
Sowie Caldera mit seinen heilenden Thermalquellen.

Was niemand auf der ganzen Welt erwarten würde:
Im angenehmen Bergklima von Boquete leben betagte Gringos aus den USA
und Rentner aus Europa. Sie verbringen hier den Herbst ihres Lebens.
Manchmal auch als Hotel- oder größere Landbesitzer.
Die Wahl des Alters-Domizils scheint nicht schlecht zu sein.
Von Boquete aus sind es gerade mal 10 km zum Karibik-Strand an der Laguna de Chiriqui.

 

Nationalpark Darién
Im Osten Panamas – an der Grenze kolumbianischen Grenze –
befindet sich ein weiterer Regenwald, der einen Besuch lohnt.
Eine fast unbewohnte Wildnis, die vielen Tieren und Pflanzen als Heimat dient.

Bedroht wird dieses tropische Paradies durch den Menschen.
Es ist die einzige Stelle, wo die fast 20.000 km lange Panamericana unterbrochen ist.
Diese autobahnähnliche Straße beginnt in Alaska.
Setzt sich fort über Nordamerika, Mexiko bis hinunter an die Südspitze von Argentinien.

Ausgerechnet hier im Darién Nationalpark fehlt ein 100 km langes Zwischenstück.
Grüne Umwelt-Aktivisten konnten den Straßenbau durch einen der schönsten
Naturparks Südamerikas bislang verhindern.

Wer den Darién-Urwald besucht, wird wahrscheinlich irgendwann auf Aras (Papageien),
Tapire, riesige Greifvögel, Brüllaffen, Ozelots, Sumpf-Krokodile und Riesenboas stoßen.
Mit etwas Glück kann man mit dem Fernglas den Jaguar beobachten.
Und den Bruder des afrikanischen Leoparden: den schwarzen Panther.
Der Tourenführer kennt seine Schleichwege.

In den Gebirgsregionen von Panama lebt der etwas kleinere Puma.
Alle Raubkatzen gehen vorwiegend nachts auf die Jagd.
Es ist wahrscheinlicher, dass man sie irgendwo draußen in der Wildnis fauchen hört
als sie zu Gesicht zu bekommen.

Ganz im Norden des Parks befindet sich er 1.700 m hohe Cerro Tacarcuna.
Von hier aus kann man hinaus auf die Karibik blicken.
Hinüber nach Kolumbien (Bucht von Turbo).
Und auf die Regenbogenfarben über den Mangrovenbäumen des dichten Urwalds.

An der Südküste des Nationalparks (am Pazifik) befinden sich ein weiße Palmenstrände
zum Schwimmen und Schnorcheln im blauen Meer.
Nach der schwülen Hitze des Urwalds ist der Trekking-Urlauber froh,
sich im Wasser den Schweiß der letzten Tage von der Haut zu waschen.

Eine Tour durch den Darién-Nationalpark in Panama ist kein Spaziergang.
Sondern körperlich ganz schön anstrengend.
Sie sollte auf keinen Fall allein in Angriff genommen werden.
Sondern geführt von einem ortserfahrenen Indianer-Scout.

Bei permanentem Schwitzwetter müssen oft Fußmärsche eingelegt werden.
Begleitet wird der Abenteuerlustige von Moskitoschwärmen.
Gegen die man sich mit etwas Cleverness (Kopfnetze) aber einigermaßen schützen kann.

Im Dschungel Ost-Panamas leben übrigens noch mehr als 1.000 Indios –
die Ureinwohner Lateinamerikas. Den Urwaldtouristen gegenüber sind sie gastfreundlich.
In den Dörfern kann man sich das eine oder andere Souvenir mitnehmen.

 

Festung Portobelo
Bisher war nur die Rede vom Panamakanal, von Urwald und Natur.
Natürlich findet man in einem ehemaligen Kolonialland auch Überreste der spanischen
Besatzer. Zum Beispiel im Tiefseehafen Portobelo, an der Nordküste.

Der Reichtum und die Macht Spaniens gründete sich einzig und allein auf den Gold-
und Silber-Schätzen, die man aus Südamerika nach Europa verschiffte.
Nur damit konnte man eine große Handelsflotte und die mächtige Armada unterhalten.

Nachdem das Edelmetall aus dem peruanischen Lima verschifft wurde,
landete es in Panama City. Auf Landmärschen wurde es über den königlichen Goldweg
Camino Real de Oro an die Nordküste nach Portobelo verfrachtet.

Dort – im „schönen Hafen“ – musste das Silber vor dem Export gegen räuberische Piraten
der Karibik (Henry Morgan) und die machtgeilen Engländer (Francis Drake) geschützt werden.
Man brauchte stark befestigtes Forts mit Soldaten und Kanonen.

Was kann der Urlauber heute davon besichtigen?
Zunächst einmal liegt nur ein paar Kilometer weiter das Fort San Lorenzo.
In Portobelo selbst sind mehrere Steinfestungen erhalten.
Man sieht originalgetreue Kanonen. Und wird dorthin geführt,
wo das Gold bis zum Export nach Europa sicher aufbewahrt wurde.
Im Jahr 1739 fiel Portobelo in englische Hand.

Portobelo ist bei Tauchern sehr beliebt.
Im Trubel der feindlichen Angriffe sanken einige mit Gold beladene Schiffe.
In der Tiefe des Meeres liegen heute noch Wracks herum.
Wie See- und Kolonialkriege zwischen Briten und Spanien vor mehr als 300 Jahren
verliefen, erfährt man im Museum von Portobelo.

 

Strandurlaub in der Dominikanischen Republik
Die schönsten Strände der Karibikinsel

 

Isla Colón – die Kolumbus-Insel
Viele Orte, Provinzen, Buchten und Inseln im karibischen Raum tragen den Namen
des Amerika-Entdeckers Kolumbus. Auch die Isla Colón ist nach dem Italiener
im Dienst des spanischen Königs benannt.

Die größte Insel des Bocas-Archipel liegt im Norden Panamas – im Grenzgebiet
zu Costa Rica. Gut ausgestattet mit einfachen Unterkünften, Hotels, Supermärkten,
Restaurants, Burger Kings und Lokalen, bildet die Isla Colón ein beliebtes Urlaubsziel
für Strandurlauber aus der ganzen Welt.

Die Hauptstadt der Insel heißt Bocas del Toro.
Dort trifft man ausgeflippte Einheimische, die den Touristen auch mal einen Joint anbieten.

Schöne weiße Sandstrände, die von Palmen umgeben sind, machen den Reiz
der Isla Colón aus. Das relativ große Touristenaufkommen ist auch
mit den Unterhaltungs-Möglichkeiten zu erklären.
An den Strandbars werden karibische Nächte gefeiert.
Die Kneipen der Hauptstadt Bocas gehören zu den meist besuchten in der Karibik.

Von Bocas del Toro aus kann man zahlreiche Ausflüge zu benachbarten Inseln
unternehmen. Die karibischen Winde dieser Region erlauben Wellensurfen.
Die Welt unter der Wasseroberfläche ist eine Schatzgrube für Taucher und Schnorchler.
Es werden Bootsausflüge zu Delfin-Besichtigungstouren angeboten.

Aber nicht nur Strandtouristen und Wassersportler, sondern auch Individualreisende
finden auf der Isla Colón ihr spezielles Urlaubsparadies.
Das Landschaftsbild des Inselzentrum ist nämlich geprägt
von einem urwaldähnlichen Naturreservat.

Die schönsten Strände der Isla Colón sind der Boca del Drago,
der Playa Estrella (beide im Westen). Sowie auf der karibischen Seite der Playa Bluff.
Viele Urlauber reisen von der Isla Colón weiter
zur fast menschenleeren Insel Isla Cristóbal oder nach Bastimentos.
Besonders die letztere zeichnet sich durch schöne Obstplantagen und Regenwälder aus.

 


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