Urlaubsland Peru

Basilika im peruanischen Lima am Abend

Entdeckungen und Natur-Erlebnisse in Peru

Das südamerikanische Urlaubsland Peru liegt am Pazifik. Landschaftlich ist Peru sehr unterschiedlich.

Das Hochland der Anden eignet sich zum Bergsteigen und für Trekking-Touren.
An der Küste entlang haben wir einen Wüstenstreifen. Im Nordosten Perus
den grünen Amazonas-Urwald.

 

Kulturelle Sehenswürdigkeiten Perus entstanden in der Zeit der Inkas
und der spanischen Eroberer. Lima, Machu Picchu, der Titicacasee
und die Bergstadt Cusco bilden nur einige der Höhepunkte
einer Rundreise in diesem faszinierenden lateinamerikanischen Land.

 

Lima
Die Hauptstadt von Peru ist die drittgrößte Metropole
auf dem südamerikanischen Kontinent.
Noch vor Rio de Janeiro und Santiago de Chile.
Lima liegt an der Pazifikküste. In einem wüstenähnlichen Klima,
das maßgeblich bestimmt wird durch den Humboldtstrom.

Die Inkas haben den Tag verflucht, als Christoph Kolumbus seinen Fuß
auf amerikanischen Boden gesetzt hat.
In nur wenigen Jahrzehnten haben die Spanier nicht nur die Karibik,
sondern auch ganz Südamerika – außer Brasilien – unter ihre Herrschaft gebracht.

Dabei hat sich vor allem der brutale Francisco Pizarro einen Namen gemacht.
1535 hat er am Pazifik Lima gegründet. Es entstand das Vizekönigreich Peru.
Von Lima aus haben die Spanier mit nur wenigen Soldaten
die technisch weit unterlegenen Ureinwohner niedergeworfen.

Eine der schönsten Urlaubs-Attraktionen in Lima ist die Kathedrale am Großen Plaza Mayor.
Hier soll der große Eroberer Pizarro und weitere spanische Regenten begraben sein.
In jedem Fall handelt sich es sich um eine sehr sehenswerte Kirche.

Die San Marcos-Universität in Lima ist eine der ältesten in Südamerika.
Nur wenige Jahre nach der Eroberung Perus wurde sie erbaut.

Allein schon die Altstadt von Lima ist eine Reise wert:
Das Chinesenviertel (Barrio China), der Präsidentenpalast,
die Basilika Merced und etliche andere Bauwerke aus der Kolonialzeit.
Etwas außerhalb liegen alte katholische Klöster der Dominikaner und Franziskaner.

Das Leben in der peruanischen Hauptstadt findet aber nicht nur in der Vergangenheit statt.
Im Kennedy-Park und an der grünen Pazifikküste von Lima kann der Urlauber gut abschalten.
Bevor es auf abenteuerliche Reisen ins Landesinnere geht.

Die Ufer des Rio Rimac eignen sich nicht zum Relaxen.
Weil es hier bei weitem nicht so schön aussieht
wie in anderen südamerikanischen Hauptstädten.

Lima ist eine attraktive Shoppingstadt.
Im Stadtbezirk Miraflores finden wir jede Menge Geschäfte, Cafés und Restaurants.
Wer das Nachtleben von Lima genießen möchte, begibt sich am besten nach Barranco.

Tagsüber regiert hier die Künstlerszene. Auf dem palmenbestandenen zentralen Platz
vor der Kathedrale finden zahlreiche Flohmärkte und Bauernmärkte statt.
Ein kunterbuntes Durcheinander von allen möglichen Farben,
Marktschreiern, Ständen und auch Tieren.

 

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Machu Picchu – Inkastadt in den Anden
Sie alle kennen dieses Bild aus Geschichtsbüchern:
Die Inkasiedlung auf einer Hochebene von Peru.
Dahinter ein spitzer Berg, der aussieht wie der Zuckerhut von Rio de Janeiro.
Diese Ruinen bilden zusammen mit Lima die Top-Sehenswürdigkeit
des südamerikanischen Andenstaates.

Nur wenige Jahrzehnte vor der Ankunft der Spanier in Peru wurde Machu Picchu angelegt.
Es war die Blütezeit der Inkas.
Die einsame Bergstadt wurde dazu auserkoren, dem Sonnengott Inti ganz nah zu sein.

Lange Zeit gelang es den Ureinwohnern, sich in der Hochgebirgsstadt Machu Picchu
vor den spanischen Conquistadores zu verstecken.
Aufgrund der engen Zufahrtswege und der widrigen Bergwelt wähnten sich die Indianer
in einer uneinnehmbaren Festung.

Die Spanier – in der Neuen Welt ständig auf der Suche nach Gold und Silber –
hatten wohl Besseres zu tun, als durch den Dschungel zu marschieren.
Um ein paar lausige Inkas aufzulesen.
Machu Picchu wurde von Francisco Pizarro niemals angegriffen.

Die kleine Siedlung mit 1.000 Seelen löste sich später einfach in Luft auf.
Weil die Einwohner sie verließen. Oder weil sie dort starben.
Was geschehen war, lässt sich nur vermuten.
Vielleicht war so weit oben die Wasserversorgung problematisch.
Vielleicht brach auch eine ansteckende Krankheit aus.

Machu Picchu – unweit von Cusco – liegt mehr als 2.000 Meter über Meeresniveau.
Die Gebäude, Tempel, Treppen, Sonnenuhr und Kanäle und der Königspalast der Stadt
sind erstaunlich erhalten. Tiere zum Jagen gab es hier oben so gut wie keine.
Auf terrassenförmig angelegten Feldern hat man zum Überleben Landwirtschaft getrieben.
Soweit es in dieser Höhe überhaupt möglich ist.

Wenn Sie das Weltkulturerbe besichtigen wollen,
fahren Sie mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes.
Von da aus sind es mit dem Bus noch ungefähr 8 km bis hoch zum Sonnentor (Eingangstor)
von Machu Picchu. Wenn es Ihnen in den Beinen juckt,
können Sie diese Entfernung auch zu Fuß bewältigen.

Ganz interessant ist auch, dass Machu Picchu erst sehr spät (1911)
von einem amerikanischen Archäologen entdeckt wurde.
Zu diesem Zeitpunkt war die Inka-Ruine längst von Dschungelpflanzen überwuchert.
Wären die Peruaner dieser Region den Weißen gegenüber nicht so geschwätzig gewesen,
wäre die Bergstadt vielleicht heute noch im dichten Grün begraben.

 

Cusco
Wir bleiben ganz in der Nähe – im südlichen Hochland von Peru.
Nächste Station der kleinen Rundreise ist Cusco.
Mit einer Höhenlage von 3.300 m ist Cusco eine der höchstgelegenen Städte der Welt.
Nur die bolivianische Hauptstadt La Paz und einige Städte
im chinesischen Tibet liegen noch höher.

Cusco ist geprägt von der Vergangenheit als Mittelpunkt des Inkareiches.
Im Jahr 1535 kamen die Spanier nach Cusco.
Dementsprechend viele Sehenswürdigkeiten aus der spanischen
und vorspanischen Zeit sind an diesem Ort zu finden.

Weltberühmt ist diese Region Perus durch Machu Picchu, wie wir oben gesehen haben.
Aber auch in Cusco selbst gibt es eine alte Inkafestung: die Sacsayhumán.
Nach einem schlimmen Erdbeben sind heute noch die Türme aus Granitstein erhalten.
Von hier aus konnten sich die Eingeborenen eine Zeit lang gegen die Musketen
der spanischen Truppen wehren.

Höhepunkt des Jahre in Cusco ist das Fest zur Sommersonnenwende.
Ende Juni kommt sogar der peruanische Präsident angereist.
Schauen Sie sich das „Bad der Inkas“ an (Tambo Machay) an.
An diesem Ort fließt das Wasser an steinernen Monumenten entlang Richtung Tal.
Da die Ureinwohner (noch) keine katholische Beichte kannten,
reinigten sie sich im Wasser von ihren Sünden.

Viele Urlauber lassen sich die Inka-Dörfer im Valle Sagrado nicht entgehen.
Das Inkamuseum in Cusco zeigt Exponate aus der vorkolonialen Zeit Perus.

Die Stadt Cusco wird von vielen Touristen aus aller Welt besucht.
Nicht nur wegen der geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten:
Jesuitenkirche, Altstadt, Kathedrale, Sonnentempel). Sondern auch, weil man in Cusco
einen guten Eindruck erhält über die peruanische Lebenskultur.

Für die Touristen werden Folklore-Darbietungen veranstaltet.
Das Künstlerviertel von Cusco heißt San Blas.
Auf dem Markt sehen Sie dicke Indio-Frauen in Hüten gemütlich auf Bänken sitzen.

Junge Peruaner, die nicht mehr ganz so tief in alte Traditionen verwurzelt sind,
sehen Sie tagsüber in den Einkaufzentren.
Und bei Nacht in den Bars und Kneipen von Cusco.
Letztendlich ist das Bergtal von Cusco Ausgangspunkt für Expeditionen in die Anden.

 

Amazonas Regenwald – eines der letzten Abenteuer unserer Zeit
Wer eine Tour durch den südamerikanischen Dschungel in Brasilien, Kolumbien
oder Peru machen möchte, kann nicht einfach drauf los reisen.
Wir befinden uns hier in einem Gebiet, wo der Gringo durch diverse Krankheiten
wie Malaria und Gelbfieber gefährdet ist.

Am besten erkundigen Sie sich beim Hausarzt oder auf einer Internetseite
des Tropeninstituts
, welche Impfungen für das Amazonasbecken wichtig sein können.

Viele große Flüsse dieser Erde (Mississippi, Nil, Wolga) beginnen erst dort,
wo sich 2 stattliche Wasserläufe zu einem noch viel größeren Strom vereinigen.
In Peru liegt dieser Punkt bei der großen Stadt Iquitos.
Von da aus fließt der Rio Amazonas über eine Distanz von 3.500 km durch den Regenwald
von Peru und Brasilien. Bis er bei Macapá in den Atlantik fließt.

Für ausländische Urlauber stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl,
um den peruanischen Urwald am Amazonas kennenzulernen.

Am bequemsten sind Touren auf komfortablen Ausflugsschiffen.
Manche nennen sie Kreuzfahrtschiffe. Das halte ich für übertrieben.
Das hat gewisse Vorteile: Sie müssen nicht durch die Wildnis wandern.
Sie kommen durch weite Gebiete. Aber Sie kommen nicht so nah ran,
um den Urwald, die Tiere und die Indianer wirklich zu erleben.

Möglichkeit 2 wäre eine organisierte Kanureise in die Wildnis.
Wie sie z.B. von Iquitos aus angeboten werden.
Die führen zunächst zu Urwaldcamps (Lodges).
Von dort aus werden Ausflüge gemacht zu Indio-Dörfern entlang des Flusses.
Nebenbei lernen Sie auch die Tierwelt in der „grünen Hölle“ Amazoniens kennen.

Das ist die mittelanstrengende Tour, die sich eigentlich fast jeder Tourist zutauen kann.
Falls das Boot nicht motorisiert ist, können Sie beim Paddeln mithelfen.
Nach dem Anlegen sind Sie auch zu Fuß unterwegs.
Der Proviant wird von Trägern geschleppt.

Die 3. Variante wäre so eine Art abenteuerliches Überlebenstraining für Rucksacktouristen
im Urwald. Die Urlaubergruppe wird von einem erfahrenen Amazonas-Führer begleitet.
Das bedeutet: körperliche Arbeit, lange Tageswanderungen.
Schlafen unter freiem Himmel (Hängematte).
Essen sammeln, Lagerfeuer, Selbstversorgung und anstrengende Dschungelwanderungen.

Wer es sich zutraut und in der Lage ist, für ein paar Tage auf die Annehmlichkeiten
westlicher Kultur zu verzichten: für den ist dies sicher ein unvergessliches Erlebnis.

Der Guide kennt sich mit der Tierwelt aus.
Er zeigt Ihnen Riesenschlangen, den Jaguar, Kaimane, exotische Wasserpflanzen,
große Spinnen, Affen, Papageien, die mächtige Amazonas-Riesenrose.
Allerdings weiß der Kerl natürlich auch, wo Gefahren lauern.
Und wie er seine Schäfchen zu schützen hat. Sonst wäre er seinen Job schnell los.

Bleibt noch die Frage nach der idealen Reisezeit für die Tropen in Peru.
Ich nehme nicht an, dass Sie am Amazonas nach Fischen angeln wollen.
Daher sind die Monate März bis September am besten.
Zu dieser Zeit führt der Amazonas Hochwasser.
Allerdings fließt die braune Soße langsam und träge dahin.
Man kann mit Schiff oder Kanu tief in die grünen Wälder hinein fahren.

 

Nationalpark Huascarán in Peru
250 km nördlich von Lima – bei Huarez – befindet sich ein 120 km langer,
schmaler Gebirgszug, der zum Nationalpark deklariert wurde.
Der Huascarán-Park ist ein Teil der Kordilleren –
die sich von Argentinien aus bis zu den Rocky Mountains in Kanada erstrecken.
Die südamerikanischen Kordilleren werden in Deutschland meist Anden genannt.

Das Landschaftsbild des Nationalparks Huascarán zeigt sich dem Peru-Urlauber
höchst reizvoll. In den unteren Lagen befinden sich Gebirgstäler und Schluchten.
Über Straßen und Wanderwege geht es hinauf zu Bergseen
und zu den schneebedeckten Berggipfeln der Anden.
Im Park befindet sich der höchste Berg von Peru, der Huascarán (6.770 m).

Wer eine Trekkingtour durchs Hochgebirge machen möchte,
fährt zunächst mit dem Fahrzeug ins 3.000 m hoch gelegene Huarez.
Dort hat er Gelegenheit, sich an die Höhenluft zu gewöhnen.
Von Huarez aus kann man sich organisierten Trekkingtouren ins Hochgebirge anschließen.
Oder man macht sich allein auf den Weg.

In einer Höhe von 3.800 m liegen direkt nebeneinander zwei berühmte Zwillings-Bergseen.
Immer wieder kommt man an schönen Aussichtspunkten vorbei.
Wo man die beeindruckenden Bilder der südamerikanischen Hochgebirgslandschaft
in Fotos festhalten kann.
Filmen Sie weitere Anden-Reisen oder die Aussicht ins Tal.

Es besteht die Möglichkeit, nun umzukehren.
Oder in Zelten an den Bergseen zu übernachten.
Noch weiter hinauf marschieren nur Bergwanderer mit einer guten Kondition.
In wenigen Stunden gelangt man über Serpentinen zum See Laguna 69 –
in einer Höhe von 4.600 Meter.
Damit ist das Ende dieser faszinierenden Bergwanderung im Huascarán Park erreicht.
Alles weitere ist eine Sache für Bergsteiger.

Bemerkenswert in den Bergen von Peru:
Ab ungefähr 4.000 Meter wachsen seltsame Pflanzen.
Auf den ersten Blick könnte man sie für Riesen-Kakteen halten.
Es handelt sich um Puya-Bromelien. Sie werden bis über 7 m hoch.
Leider sind die Bromelien durch das Aussterben
einer bestimmten Befruchtungsfliege dem Untergang geweiht.

Ich fasse kurz zusammen, was man im Nationalpark Huascarán unternehmen kann.
Neben Klettern und Bergsteigen können Sie auch mit dem Mountainbike
die Höhen erklimmen. Das wird allerdings verdammt anstrengend.

Von den Bergen aus können Sie mit dem Gleitschirm fliegen.
Sie können Vögel, Condore und Bergtiere beobachten. Pumas sind eine Seltenheit.
Sie können gebirgige Radrundwege benutzen.
Die Flüsse im Park eignen sich für Wildwasserfahrten.
An den Bergseen können Sie außerhalb der kalten Jahreszeit –
die auf 4.000 Meter Höhe ziemlich lang ist – campen.

 

Urubamba-Tal
Wir bewegen uns wieder in den peruanischen Anden.
Das heilige Tal der Inka-Indianer liegt am Rio Urubamba.
Ein grün-fruchtiges Tal, das umgeben ist von steilen Felswänden.
Die Quelle des 700 km lange Flusses liegt an der Grenze zu Bolivien – nicht weit
vom Titicacasee. Der interessanteste Abschnitt liegt aber weiter unten, bei Pisac und Cusco.

Es ist ein wilder Fluss. Von Uferbegradigung hat man hier noch nichts gehört.
Schon die alten Inkas nutzten das Wasser und die relativ warmen Temperaturen
zum Anbau landwirtschaftlicher Produkte.

Aus dieser Zeit sind im am Rio Urubamba noch zahlreiche Siedlungsreste zu sehen.
Besonders reizvoll ist Pisac.
Der Kunstmarkt des Ortes hat nur indirekt etwas mit den Ureinwohnern zu tun.
Eher schon die steinernen Gebilde oberhalb des Ortes.
Inkaforscher sind der Meinung, hier haben Inkas Sterne im Weltall beobachtet.

Auf dem Marktplatz von Pisac sehen wir ein ähnliches Bild wie in allen Orten Perus.
Unter den Palmen werden Touristen von Tanzgruppen und Musikern mit Panflöten unterhalten.
Unter den Händlern befinden sich auffällig viele Frauen.
Sie tragen einen Sonnenhut und bunte Kleider.
Sie verkaufen peruanisches Essen, handgewebte Teppiche und Souvenirs.
Ledertaschen, Obst, billigen Silberschmuck, Kartoffeln und Wollsachen fürs Gebirge.

Urlauber, die sehen wollen, wie die Peruaner in den Bergen leben,
können vom Urubamba-Tal aus hoch fahren nach Maras.
Dort leben fast nur noch alte Leute. Meist in armseligen Lehmhäusern.
Umso authentischer sind aber die Eindrücke, die man hier sammeln kann.

Wie funktioniert Salzgewinnung in den Anden?
Das sehen Sie ebenfalls in der Nähe von Maras.
Das Wasser der Bäche fließt durch künstlich angelegte Nebenkanäle.
Dort trocknet es in der Höhensonne. Übrig bleibt pures Salz.
Eine wichtige Einnahmequelle für die arme Bergbevölkerung.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Urubamba-Tal sind die Ruinen der Roten Festung
Puca Pucara. Sowie die Bergdörfer Chinchero und Ollantaytambo.

 


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