Türkei-Urlaub: beste Reiseziele

Familie am türkischen Strand bei Sonnenuntergang

Top-Urlaubsziele
in der Türkei

Auf dem Reisemarkt ist es in letzter Zeit extrem ruhig geworden um die Türkei. Der Andrang der Flüchtlinge, die Terroranschläge und die Probleme zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Erdogan haben zu einem heftigen Absturz der Urlaubsbuchungen für die Türkei geführt.
Reisen nach Istanbul und an die Riviera sind gegenwärtig mehr als günstig zu haben.

 

Irgendwann wird diese Debatte um Flüchtlinge, inhaftierte Journalisten,
Menschenrechte und Demokratie wohl vorbei sein.
Der deutsche Urlauber wird sich wieder auf die Attraktionen der Türkei besinnen.
Deshalb werde ich Ihnen jetzt die prominentesten Reiseziele des Landes vorstellen.

 

Antalya
Beginnen möchte ich meine Rundreise durch die Türkei dort,
wo es neben Istanbul die meisten Urlauber hin zieht: an die türkischen Südküste.
Mittelpunkt der Sonnenriviera ist die Millionenstadt Antalya.
Daneben gibt es noch etliche andere beliebte Badeorte
wie z.B. Kemer, Side, Alanya, Mersin, Belek und Anamur.

Obwohl Antalya das Mekka aller Strandurlauber in der Türkei bildet,
hat es außerdem noch eine ganze Reihe von sehenswerten Plätzen und Gebäuden,
die viel über die Geschichte des Badeortes verraten.
In der Altstadt finden Sie nicht nur viele Einkehrmöglichkeiten.
Sondern auch eine große Anzahl an Bauwerken und Sehenswürdigkeiten,
die bis in die römische Besatzungszeit zurück reichen.

An den Stränden bei Antalya scheint fast das ganze Jahr über die Sonne.
Bei Badetouristen besonders beliebt sind der goldsandige Lara-Strand (Länge 10 km),
der Konyaalti-Strand, der Cleopatra Beach und der Kemer Beach.
Es gibt sogar einen Frauenstrand. Dort haben nur weibliche Urlauber und Kinder Zugang.

Antalya ist auch für Aktivurlauber eine gute Option.
Auf einer Busfahrt oder bei einer Trekking-Tour lernen Sie das Taurusgebirge kennen.
Am Abend geht’s zu den Bars und Diskos der Stadt.
Antalya ist die lebendigste Party-Hochburg in der Türkei.
Nicht umsonst reisen vor allem junge Familien und Singleurlauber
dorthin.

Den Urlaub am Meer zu genießen, ist eine feine Sachen.
Etwas Abwechslung bringt eine Sightseeing-Tour in Antalya.

Besichtigen Sie den Uhrturm und das Hadrianstor.
Verschaffen Sie sich Einlass in die Alaeddin-Moschee.
Achten sie aber auf die Bekleidungsvorschriften.
Wenn Sie Kinder dabei haben, wäre das Freizeitgelände des Dolphinparks
(Delfin-Spiele) vielleicht eine gute Adresse.

 

Istanbul
Unter den Städtereisen in Europa gehört Istanbul zu den beliebtesten Reisezielen.
Nur London, Paris, Rom, Berlin und Barcelona haben mehr Besucher zu verzeichnen
als die Doppelstadt am Bosporus.

Istanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf 2 Kontinenten liegt.
Verbunden werden die beiden Stadtteile durch mehrere Brücken.
Die größte ist die Galatabrücke (Galata Köprüsü).

Die meisten Sehenswürdigkeiten Istanbuls liegen in Europa.
Vornehmlich in der Altstadt Sultanahmet.
In Sichtweite einer Bucht, die von den Türken das „Goldenes Horn“ genannt wird.

Den besten Überblick über all diese kulturellen Schönheiten der Stadt hat man vom
Galataturm aus. Kaum zu glauben, dass diese Bauwerk schon mehr als 1.500 Jahre alt ist.
Einer der ersten Kaiser von Ost-Rom (Byzanz) baute den Galataturm als Wachturm.

Eine der Top-Attraktionen in Istanbul ist die Hagia Sophia.
Die von 4 schlanken Minaretten umgebene Kirche machte im Lauf
der türkischen Geschichte eine regelrechte Metamorphose durch.
Im christlichen Konstantinopel diente sie den Gläubigen als Kathedrale.
Unter den osmanischen Sultanen als Moschee. Heute ist die Hagia Sophia ein Museum.

Der Topkapi-Palast von Istanbul war früher der Regierungssitz osmanischer Despoten.
Zu dieser Zeit lebten dort tausende Menschen.
Darunter viele Adelige, Haremsdamen und Schutztruppen.
Zur Besichtigung der 500 Zimmer des Topkapi-Palastes müssen Sie viel Zeit mitbringen.

Auch die Sultanahmet Moschee (Blaue Moschee) ist ein Indiz islamisch-türkischer Kultur.
Auf dem Gelände des muslimischen Gotteshaus befinden sich Grabstätten
ehemaliger Herrscher des osmanischen Reiches.
Dazu eine islamische Glaubensschule und ein Hospital.
Der Name „Blaue Moschee“ kommt von den blau-weißen Fliesen,
mit denen die Wände verziert sind.

Zum Shoppen haben Städtereisende in Istanbul im Prinzip 2 Möglichkeiten.
Entweder Sie besuchen die Einkaufszentren.
Zum Beispiel die Istiklal Caddesi oder die Istanbul Cevahir Mall.

Oder Sie gönnen sich einen Bummel über die Markplätze.
Zum Beispiel über den ägyptischen Gewürzbasar. Oder über den Großen Basar.
Dort stehen 4.000 Geschäfte. Sie können Lederwaren, Bilder und Teppiche erwerben.
Oder orientalisches Essen ausprobieren.

Was machen Türkei-Reisende abends in der Hauptstadt?
Der Taksim Platz ist das Haupt-Vergnügungsviertel von Istanbul.
In den Konzerthallen Bars und Clubs rund um den Platz wird von 22 Uhr
bis zum Sonnenaufgang gefeiert.
Bis die Muezzins von den Moscheen her aufrufen, zu Allah zu beten.

 

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Izmir
Etwas argwöhnisch wird Izmir von islamischen Fundamentalisten betrachtet.
Die Küstenstadt an der Ägäis ist alles andere als eine muslimische Hochburg.
Viel zu viele westliche Einflüsse beeinflussen die Stadt.
Viel zu viele Christen und Nicht-Türken leben hier.

Vielleicht spielt auch ein wenig Neid mit.
Denn Izmir ist neben Bodrum eine der schönsten Hafenstädte an der türkischen Ägäis.
Seine Strände und Buchten ziehen pro Jahr hunderttausende Urlauber aus ganz Europa an.

Die Strandtouristen haben alle Möglichkeiten der Welt, hier eine schöne Zeit zu verbringen.
Die sonnigen Strände bei Izmir laden ein zum Relaxen, Schwimmen und zum Wassersport.
Darüber hinaus gibt es viele attraktive Ausflugs- und Freizeitmöglichkeiten in Izmir.
Zum Beispiel nach Pergamon. Oder zu den Ausgrabungsstätten von Ephesos.

Aber auch ganz ohne seine Strände und Nahziele wäre das sympathische Izmir eine Reise wert.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Reiterstatue des Atatürk.
Des Urvaters der modernen Türkei. Ihm ist ein Museum in Izmir gewidmet.

Im Stadtgebiet gibt es mehrere Burgen, die teilweise noch aus der christlichen Zeit im Mittelalter
stammen. Als das Land am Bosporus von den Byzantinern beherrscht wurde.

Der Türkei-Urlauber sollte es nicht versäumen,
sich auf den Basaren der Millionenstadt Izmir umzuschauen.
Um lecker zu essen, muss man nicht zwangsläufig ein Restaurant aufsuchen.
Im Hafen von Izmir legen regelmäßig Luxusliner von Mittelmeer-Kreuzfahrten an.
Außerdem können Sie dort eine Jacht chartern,
um die Inseln in der Bucht von Izmir zu entdecken.

 

Fethiye
100 km westlich von Antalya liegt ein weiteres Top-Reiseziel der Türkei:
die Hafenstadt Fethiye. Die Provinz hier im Südwesten der Türkei heißt Lykien.

Aus dem Geschichtsunterricht wissen wir, dass Lykien zu allen Zeiten eine bedeutende Rolle
gespielt hat. Alexander der Große, Griechen, Römer, christliche Ordensritter (Johanniter)
und Osmanen rissen sich darum, den zentralen Hafen
am Übergang der Ägäis zum Mittelmeer zu beherrschen.

Doch die historischen Hintergründe werden den Urlauber vielleicht weniger interessieren.
Entscheidend für eine Buchung am Rand der türkischen Riviera dürften der Komfort
und Zerstreuungs- Möglichkeiten sein, die Fethiye seinen Gästen bietet.

Im Gegensatz zu manch anderen Touristen-Hochburgen an der türkischen Küste ist Fethiye
ein bodenständiges Reiseziel. Es gibt zwar viele Hotels.
Aber keine wolkenkratzerähnlichen Gebäude, die fast in den Himmel wachsen.
Fethiye macht mit seinen klein gehaltenen Unterkünften eher einen familiären Eindruck.

Die Strände von Fethiye sind gut besucht.
Bei Wassertemperaturen um die 25 Grad haben Sie im Sommer erstklassige Bedingungen
zum Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln.

Wenn Sie Lust auf eine kleine Kreuzfahrt haben:
Dann unternehmen Sie eine Seereise mit einem Segelschiff.
Im Golf von Fethiye liegen zahlreiche kleine Inseln, die einen Besuch wert sind.
Auch die griechische Insel Rhodos
käme in Betracht. Sie liegt 50 km für der türkischen Küste.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Region gehört der Naturpark Kidark
in der Nachbarstadt Ölüdeniz. Im Taurusgebirge (bis 4.000 m Höhe) –
nicht weit von Fethiye – können Sie reiten, wandern oder Rad fahren.

Kulturinteressierte Türkei-Urlauber werden sich vielleicht die antiken Stätten von Tlos
und Pinara ansehen. Oder auch die Grabstätten bei Myra.
Ein weiteres schönes Reiseziel in der Region Fethiye bildet
die so genannte Schmetterlingsbucht.

Was gibt es über die Stadt selbst zu sagen?
Wie überall in der Türkei können Sie sich verschiedene Basare ansehen.
Lassen Sie sich in einem Fisch-Restaurant im Hafen ein feines Gericht schmecken.

Frisch gestärkt können Sie sich aufmachen zur Johanniterburg, oberhalb der Stadt.
Das römische Amphitheater, ein Gang durch die Altstadt und die Moschee Eski Cami
runden das Bild der Sehenswürdigkeiten in Fethiye ab.

 

Trabzon
Ein Urlaub der ganz anderen Art ist die Schwarzmeerküste im Norden der Türkei.
Der Vorteil dieser Region: die Strände am Schwarzen Meer sind bei weitem nicht so voll
mit Pauschaltouristen wie es an der südlichen Riviera bei Alanya und Side der Fall ist.

Trabzon ist eine große Stadt mit 200.000 Einwohner. Es liegt im Nordosten der Türkei.
Die grünen Berge hinter der Küste eignen sich gut für Rucksack-Wanderungen
und zum Campen in der freien Natur.
Landschaftlich ist die Region um Trabzon nicht ohne Reiz.

Sie werden bei Ihren Wanderungen vorbei kommen an abgelegenen Dörfern,
an blumigen Bergwiesen, an Bergseen und Teeplantagen.
Unterhalb der Bergwälder werden Tabak und Mais angebaut.
Wer sich für kulturelle Schätze interessiert:
Rund im Trabzon fallen viele Ruinen von alten Kirchen und Festungen ins Auge.

Auch in Trabzon gibt es eine Hagia Sophia. Wenn auch nicht so glanzvoll wie in Istanbul.
Arabische Moscheen geben einen Einblick in die Welt des Islam.

Die Strände im Norden der Türkei sind dünner gesät als in der Ägäis oder an der Südküste.
Zwischen Trabzon und Samsun im Westen liegen die Badeorte Ünye,
Fatsa, Ordu und Giresun.

Ob an frequentierten Sandstränden oder in einsamen Buchten:
Beim Rauschen der Wellen es Schwarzen Meeres kann der Urlauber sich gut erholen.
Weder lautes Kindergeschrei noch lärmende Menschenmassen
stören die himmlische Urlaubsruhe.

Trabzon liegt zwar etwas abseits der großen Touristenpfade.
Aber gewiss nicht hinter dem Mond.
Durch die Uni-Studenten wirkt die Atmosphäre der Stadt jung und lebendig.
Am Abend gibt es zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten in den Studentenkneipen und Bars.

Die türkische Küche der Region bietet nicht nur Allerwelt-Gerichte.
Sondern originell türkisches Essen, das man an den Schnitzel-, Pommes-
und Dönerstränden des Südens vielleicht vergeblich sucht.

 

Urlaub in Kusadasi und Didim
Wir machen wieder einen Sprung in an die Ägäisküste.
Mittig zwischen Bodrum und Izmir liegt Kusadasi.
Ein kleines aber feines Reiseziel für den Türkei-Urlaub
.
Ungefähr auf Höhe der griechischen Insel Samos.

Ein Rundgang durch Kusadasi führt uns zunächst zum Hafen.
Dort legen Mittelmeer-Kreuzfahrtschiffe an.
Sie können an einem Bootsausflug zu den ägäischen Inseln teilnehmen.
Oder die Basare im Bezirk Calais besuchen.
Die Kaleitschi-Moschee gehört genauso zum Pflichtprogramm
wie die türkische Festung auf der Taubeninsel.

Kusadasi hat ein reichhaltiges Angebot an Stränden.
Der Long Beach ist mit seinem flachen Wasser perfekt für einen Familienurlaub.
Aber auch am sonnigen Paradies Beach und am Kadinlar-Strand lässt es sich gut aushalten.
Kinder freuen sich besonders auf den Wasserpark Adaland
und den Freizeitpark mit Ponys und Kamelen.

In Kusadasi ist nicht nur tagsüber in der Sonne viel Betrieb, sondern auch am Abend.
In den Nachtclubs, Bars und am Strand feiern Urlauber wie Türken wild und ausgelassen.
Vor 22 Uhr brauchen Sie aber nicht wegzugehen.

Freuen Sie sich auf eine mit türkischen Klängen durchmischte Diskomusik.
Und auf die Vorführungen von sexy Bauchtänzerinnen.
Ein unvergesslicher erotischer Genuss für die Sinne.

40 km südlich von Kusadasi liegt der türkische Ferienort Didim.
Dort kann der Urlauber die gut erhaltenen Tempelsäulen des Apollon besichtigen.
Vielleicht kennen Sie die Geschichte des Orakels.
In der Antike kamen Könige, Heerführer und Heiratslustige aus Griechenland
und Kleinasien zu solchen Tempeln, um Rat für künftige Unternehmungen einzuholen.
Heute würde man das Wahrsagerei nennen.

Der Strand von Didim ist perfekt für Taucher und Schnorchler.
Der Bafa-See ist ein Naturparadies für Wanderer, Wassersportler und Tierbeobachter.
Auf Segelausflügen können Sie hinaus fahren in die griechische Inselwelt

vor der türkischen Küste. Oder zur Halbinsel bei Bodrum.

 

Natururlaub in Dalyan
Letzte Station meiner Türkei-Rundreise ist Dalyan.
Ein Reiseziel an der Südwestküste der Türkei – zwischen Marmaris und Fethiye.
In dieser Ferienregion fließt der Dalyan-Fluss ins Mittelmeer.
Sein Delta ist ein Naturschutzgebiet.

In der Wildnis dieser Schilf- und Wasserlandschaft erleben Türkei-Reisende
einen erholsamen Natururlaub. Auf Ausflügen mit dem Boot oder Fahrrad ins Flussdelta
oder zum Köycegiz-See können Sie Vogelschwärme, Adler und Pelikane beobachten.
Sie können mit dem Boot auf den See hinaus rudern.
Oder das Sultaniye Thermalbad aufsuchen.

Die Strände bei Dalyan sind berühmt nicht nur wegen des traumhaften Urlaubswetters.
Sondern in erster Linie wegen der riesigen Meeresschildkröte Carreta-Carreta.
Zur Brutzeit kommt sie an Land, um ihre Eier auszubrüten.

Zu den Sehenswürdigkeiten bei Dalyan gehören die Ruinen der antiken Städte Kaunos
und Ephesus. Sowie die die Felsengräber der lykischen Könige.
Auf dem Bauernmarkt von Köycegiz werden Fische, Meeresfrüchte
und landwirtschaftliche Produkte verkauft.
In den Thermalquellen der Stadt kann man etwas für seine Wellness tun.

In Dalyan selbst sollte man sich das Hafenviertel ansehen.
Am betriebsamen Sandstrand von Dalyan (Iztuzu Beach) können Sie auf der Sonnenliege
ein Buch lesen. Oder ins Meer hinaus schwimmen.

Auch für Familien mit Kindern ist Dalyan gut geeignet. Denn das Wasser ist relativ flach.
Der Iztutzu-Strand ist noch nicht durch Hotelreihen verschandelt
wie in manch anderer Region der Türkei.

 


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