Trumps Wahlsieg: Auswirkungen auf US-Tourismus

Was nun Mister Trump?
Wie wird das mit den Reisen in die USA?

Niemand in Europa hat ihn gewollt. Nur wenige haben ernsthaft mit Donald Trump gerechnet.
Doch nun haben wir den Salat! Pardon: den Master of Disaster aus New York.
Dem keine Show und keine politische Spielart peinlich genug ist.
Dem es nach Belieben gelingt, sich Freunde, aber auch Feinde zu schaffen.

 

Was haben wir vom US-Präsidenten Donald Trump zu erwarten?
Was er innenpolitisch will, hat er gesagt.
Latinos raus! Schwarze, duckt euch!
Araber und Flüchtlinge haben keinen Zutritt!
Krankenversicherung, Klimaschutz und Angela Merkel: Nein!
Waffenbesitz, Mauerbau, Sexismus, Bodenkriege und Schutzzölle: Ja!

Auch Kuba und der Iran sollen von Donald Trump einen Tritt in den Hintern bekommen.
Der kleine Mann und die Mittelschicht sollen angeblich unterstützt werden.
Die Amerikaner wollen nicht mehr die Weltpolizei spielen.
Und wenn doch: dann sollen die EU bzw. andere NATO-Staaten kräftig dazu zahlen.

So radikal wie der „Hassprediger“, „Schauspieler“, „Lügner“ und „Marktschreier“
Donald Trump sich mit riskanten Wahlkampf-Sprüchen präsentiert hat,
muss man wohl das Schlimmste befürchten.
All diese Titel hat er in voller Öffentlichkeit (Reden/ Fernseh-Interviews) erhalten.

Noch nicht mal die Regierungsbildung scheint klar zu sein.
Werden auch ein paar Demokraten ins Weiße Haus einziehen?
Damit wenigstens ein kleiner Teil der amerikanischen Bevölkerung sich mit ihm versöhnt.

Vor allem hinter Trumps künftiger Außenpolitik steht ein dickes Fragezeichen.
Was wird mit Syrie, Russland, aus der Ukraine und der NATO?
Wird sich der große Cowboy und Multimillionär Donald Putin zuwenden, oder China?
Wird er dabei am Ende Europa, Südkorea, Taiwan und Japan im Stich lassen?
Was wird aus transatlantischen Wirtschafts-Verflechtungen?

Wundern sollte man sich bei diesem Präsident über gar nichts.
Zumal er durch die Mehrheit im Parlament Narrenfreiheit zu haben scheint.
Es wird interessant sein zu sehen, wie gemäßigte Republikaner sich verhalten.

Fragen über Fragen. Noch nie hat uns ein angehender Präsident der Vereinigten Staaten
ein so rätselhaftes Bild abgegeben wie Donald Trump.

 

Erste Reaktion potentieller US-Touristen auf Trumps Wahl
Was Reisefreunde und Weltenbummer jetzt am meisten interessiert:
Wir wird sich das Reisen in die USA künftig gestalten?
Werden die Einreisebestimmungen verschärft?
Wird der Amerika-Urlaub teurer oder günstiger? Fällt oder steigt der Dollar?

Haben die Deutschen etwa keine Lust mehr, in ein erzkonservatives Amerika zu reisen?
In ein Land, das bestimmt wird von republikanischen Anhängern
der so genannten „Tea Party“?
Ist das Nachbarland Kanada vielleicht die bessere Wahl?

Will man den aktuellen Tweets und Facebook-Posts Glauben schenken: dann ist dies so.
Der Wahlsieg Trumps stößt bei den Deutschen auf wenig Gegenliebe.
Zumindest in der ersten Schockphase sagen viele: Trumps Amerika ist für mich keine Option mehr.
In einer aktuellen Umfrage des Reiseportals HolidayCheck bekunden 40 Prozent der User:
Sie wollen nicht mehr in die USA reisen.

Sollte diese Momentaufnahme längere Zeit Bestand haben:
Dann wird dem amerikanischen Reisemarkt eine Rezession blühen.
Vor allem, wenn Engländer und Franzosen das genauso sehen wie wir.
Vor allem den Randregionen der USA, die stark von Tourismus-Einnahmen abhängig sind.
Wie Florida, Rocky Mountains, New Orleans und die Großen Seen.

Wie stark sich unberechenbar gewordene Länder auf die Reiselust auswirken,
sieht man in den letzten Jahren an der Türkei, an Tunesien und Ägypten.

Reisebüros und Reiseveranstalter üben sich angesichts des Wahlsiegs
von Donald Trump in Zweck-Optimismus.
Die Leute werden sich bei der Urlaubsbuchung jetzt etwas Zeit lassen.
Sie werden abwarten, wie sich der neue Präsident nach dem Amtsantritt gibt.
Aber bald sollte Gras über die Sache wachsen. Dann ist alles ist wieder wie zuvor.

 

Muss man jetzt Angst haben, in die USA zu reisen?
Hillary Clinton und Barack Obama stehen für ein freundliches, kultiviertes, weltoffenes Amerika.
Ein Land, das die Menschrechte achtet. Jeder ist willkommen,
solange er die demokratischen Grundprinzipien anerkennt und einhält.
Nach der kriegslüsternen Bush-Regierung hat dies den USA weltweit wieder große Sympathien
eingebracht. Man schätzt die Gastfreundlichkeit der Vereinigten Staaten.

Für all diese Werte steht der neue Boss im Weißen Haus überhaupt nicht.
America first. Dann kommt lange, lange gar nichts.
Alles Fremde wird hinterfragt und skeptisch betrachtet.
Wenn sich diese Sichtweise auch auf die Mentalität der US-Bevölkerung auswirkt
oder schon ausgewirkt hat: Dann Gute Nacht Amerika!

Kein Urlauber schätzt es, von ausländerfeindlichen Menschen umgeben zu sein.
Von Angst direkt sollte man nicht sprechen.
Immerhin verdienen Hotels, Motels, Restaurants, McDonald’s, Burger Kings
und Nationalsparks ganz schön Geld an den Touristen.
Dennoch bleibt irgendwie ein ungutes Gefühl.

 

Was passiert bei der Einreise am Flughafen?
Mit Sicherheit wird es mehr Sicherheitskontrollen geben als bisher.
In den Jahren nach dem 11. September 2001 war das schon einmal so.
Nach dem Niederschlagen der Taliban ließ man die Zügel ein wenig schleifen.

Allerdings könnte man eine strenge Einreisepolitik von Donald Trump durchaus nachvollziehen.
Denn der moslemische Terror ist weltweit auf dem Vormarsch –
Wie die Anschläge in Paris, Brüssel, Istanbul und sonst wo gezeigt haben.

Selbst wenn der Islamische Staat erst mal vernichtet sein wird:
Der Hass auf alles Westliche wird in den Herzen vieler Araber weiter leben.
Sie werden von Syrien und Irak aus in unterstützende Staaten fliehen.
Sie werden ihre Wunden lecken. Und sich neue Anschlagsziele suchen.

Verstärkte Kontrollen in New York, LA und Boston gegen alles, was aus der arabischen Welt
kommt, wird sich auch gegen Touristen mit deutschem Pass richten.
Denn kein Land hat so viele Flüchtlinge aufgenommen wie wir.

Ob die alle schön brav in Deutschland hinterm Ofen sitzen, arbeiten
oder Hartz 4 beziehen wollen, ist fraglich.
Etliche könnten versucht sein, von Deutschland aus mit finanzieller Unterstützung
aus arabischen Staaten in die USA zu reisen.
Um den ungläubigen Amis mit Anschlägen eins auszuwischen.

 

Flugkosten nach Trumps Wahlsieg im Tiefflug
Marktpreise werden bestimmt durch die Regulierung von Angebot und Nachfrage.
Wenn Flugpreise ein Maßstab sind für die Entwicklung des amerikanischen Reisemarktes:
Dann spricht einiges dafür, dass so mancher Deutsche nicht mehr über den großen Teich will.
Zumindest nicht mehr in die USA.

Die Flüge bei TUI, Lufthansa und Condor nach Los Angelos, New York und Miami
sind just zu dem Zeitpunkt billiger geworden, als Hillary Clinton und Donald Trump
ihre Vorwahlen gewonnen hatten.

Ob die Preisnachlässe in erster Linie auf einen möglichen Präsidenten Trump zurückzuführen sind,
das bleibt Spekulation. Fakt ist: Im Vergleich zu 2015 sind Flugreisen
in die USA derzeit um 15 bis 20 Prozent günstiger zu haben.

 

Wie könnten die USA als Reiseziel wieder attraktiv werden?
Eine Urlaubsplanung steht und fällt mit der Finanzierung.
Sollte der US-Dollar gegenüber dem öfters schwächelnden Euro an Wert gewinnen:
Dann sieht so mancher schwarz für die USA.

Präsident Trump hat das nur bedingt in den Händen.
Währungskurse werden an der Börse gehandelt. Allerdings stellt sich immer wieder heraus,
dass die Märkte auf positive Signale aus der Politik zeitnah positiv reagieren.

Präsident Donald Trump sollte das Bild, welches die Weltöffentlichkeit von ihm hat, korrigieren.
Es wäre nicht schlecht, wenn er seine kernigen Sprüche sein lässt.
Wenn er mit Worten und Taten zu einer Vertrauensbildung beiträgt.

Wahlkampf ist eine Sache, die politische Realität eine andere.
So manches Essen ist nicht so heiß, wie es gekocht wird.
So könnte es unter günstigen Voraussetzungen durchaus so kommen,
dass sich jetzige Befürchtungen als Seifenblase erweisen.
Dass Touristen aus Deutschland und Europa weiterhin
die Städte und landschaftlichen Schönheiten
der USA bereisen möchte.

 


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.