Sicherheit gegen Terroranschläge am Flughafen

Wie sicher sind Flugreisen und Airports heutzutage?

 

Haben Terroristen leichtes Spiel an deutschen Flughäfen?
Wie kann es sein, dass EU-Beauftragte – als Flugreisende getarnt – bei einem Test unbehelligt
Waffen und Sprengstoff durch den Sicherheits-Check deutscher Flughäfen schleusen?
Jeder zweite EU-Tester kam mit seinem todbringenden Koffer unentdeckt durch.

Wie ist es um die Sicherheit gegen Terroranschläge bestellt,
wenn ein Attentäter mit seinem Bombenkoffer in aller Ruhe ins Flughafen-Gebäude hinein spaziert?
Wenn auch dort die Sicherheit nur von der Beobachtungsgabe von Polizisten abhängig ist?
Sind die deutschen Behörden einfach zu doof, oder was?

Wie kann es sein, dass ein IS-Anhänger eine Anstellung zum Reinigen von Flugzeugen bekommt?
So dass er dort alles Mögliche ausspionieren oder sogar einen Zeitzünder platzieren kann.

Die Terroranschläge von Brüssel und Istanbul zeigen uns:
Die Taktik arabischer Terroranschläge hat sich mit der Zeit geändert.
Bis zum Anschlag auf die Zwillingstürme in New York waren nur Maschinen das Ziel.
Sie wurden entführt oder in die Luft gesprengt.

Nach dem 11. September 2001 wurden die Sicherheits-Kontrollen in USA und Europa
mit Durchleuchtungs-Anlagen erheblich verbessert.
So dass sich die Islamisten neu formieren mussten.

Jetzt geht es den Arabern nicht mehr darum, einen Flieger zu zerfetzen,
sondern ungeschützte Menschen am Terminal.
Damit gewinnt die Antiterror-Bekämpfung eine neue Dimension.

 

Sicherheits-Diskussion nach Terroranschlag am Flughafen Brüssel
Nach den Al-Qaida Anschlägen von New York richten sich Terroranschläge nicht mehr so sehr
gegen Flugzeuge. Sondern schon am Terminal gegen Menschen.
Bevor irgendeine Security-Kontrolle greift, bringen Attentäter die Bomben in Anschlag.
Wie wir zuletzt in Brüssel und Istanbul gesehen haben.

Was sagen die deutschen Sicherheits-Experten?
Viele halten Kontrollen im Vorfeld in der Flughalle oder vor dem Terminal für eine schlechte Option.
Damit würde man die Anschläge nur in solche Bereiche vorverlagern,
die weit schlechter abgesichert werden können als die Abfertigungshalle.

Die Anschläge von Brüssel beweisen: Alle frei zugänglichen Orte,
wo viele Menschen ein lohnendes Ziel abgeben, sind sehr anfällig für Bombenanschläge.
Nicht nur der Flughafen, sondern auch Bahnhöfe,
U-Bahnen, Fußballstadien, Kaufhäuser und Großveranstaltungen.

Die Sicherheitsmaßnahmen im Flughafengebäude basieren auf Personenbeobachtungen.
Dort stehen Sicherheitsbeamte der Polizei und beobachten, wer sich auffällig verhält.
Auch Videoüberwachung wird eingesetzt. Aber sonst tut sich nichts.
Viele meinen: das ist zu wenig.
Weil schon vor der Gepäck-Security ein Terroranschlag verübt werden kann.

Die Kritiker verschärfter Maßnahmen sagen:
Große Flughäfen wie Frankfurt, London, Paris und New York können überhaupt nicht
wirksam geschützt werden. Es sind einfach zu viele Menschen im Raum.
Wer soll da den Überblick bewahren?
Die Flughäfen Frankfurt und Istanbul fertigen pro Jahr jeweils 60 Millionen Passagiere ab.

Außerdem würden Sicherheits-Verschärfungen im Vorfeld des Flughafen-Gebäudes
zu erheblichen Problemen führen. Neues Personal bedeutet mehr Ausgaben.
An deutschen Flughäfen geht es viel zu eng zu, um Autofahrer schon vorab zu kontrollieren.

Zudem würden sich Schlangen und dichte Menschenansammlungen bilden.
Was den Terroristen in die Karten spielt.
So könnten sie mit einem Schlag 50 Leute töten statt nur wenige.
Es käme zu erheblichen Zeitverzögerungen bei der Flug-Abfertigung.
Statt 2 Stunden müssten die Passagiere dann 3 Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein.

 

Sicherheit am Terminal durch Technik und Leibesvisitation
Die Bundespolizei trägt die Verantwortung für die Sicherheit in der Halle des Check In-Bereiches.
Für alles, was vor dem Boarding am Gate geschieht.
Dazu gehören die Schalter für die Gepäckabgabe, Einkaufsläden, Restaurants und Reisebüros.

Zwischen Terminal und Gate (Ausgangstor des Gebäudes) liegt die Sicherheits-Kontrolle.
Handgepäck und Körper der Flugreisenden werden durchleuchtet.
Das sind schon recht gute Maßnahmen.
100-prozentige Sicherheit gegen Terroristen bieten sie aber nicht.

Um diese Kontrolle noch effektiver zu machen, wurden vor einigen Jahren Scanner getestet.
Allerdings ohne Erfolg. Sie erwiesen sich als unbrauchbar.

Viel erfolgreicher verläuft die Untersuchung der Passagiere durch Metalldetektoren,
bildgebende Methoden und durch Leibesvisitationen.
Diese Maßnahmen sind geeignet, Sprengsätze am Körper oder im Gepäck ausfindig zu machen.

Allerdings kommt diese Kontrolle erst recht spät.
Bis dahin kann ein Terrorist, der eine Bombe ins Gebäude geschmuggelt hat,
längst etliche Menschenleben ausgelöscht haben.

 

Die politische Sicherheits-Debatte in Deutschland
Die Bundesregierung steht auf dem Standpunkt:
Es werde alles getan, um die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten. Hört, hört!
Dabei verlässt man sich auf irgendwelche EU-Statuten, die vor etlichen Jahren aufgestellt wurden.
Also nicht mehr zeitgemäß sind. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren:
Die Große Koalition geht grob fahrlässig mit dem Leben der Bürger um.

Auch die Grünen scheinen höchst unglaubwürdig.
Es ist schon merkwürdig, dass Schöngeister, welche am vehementesten die persönlichen
Freiheitsrechte einfordern und den „Polizeistaat Deutschland“ anprangern.
Dass ausgerechnet diese Leute sich nun beschweren,
die Bundesregierung tue zu wenig für die Sicherheit am Flughafen.

So kocht jede Partei ihr eigenes Süppchen.
So lange, bis auch in Frankfurt, Berlin oder München mal etwas richtig Schlimmes passiert.
Prävention ist unbequem. Zuerst muss es scheinbar Tote geben.
Wer durch Terroranschläge Angehörige verloren hat,
der pfeift auf die Themen „Persönliche Integrität des Individuums“ und „Datenschutz“.

 

Wie kann der Reisende selbst zur Sicherheit
am Flughafen beitragen?

In der Regel ist jeder mit sich selbst beschäftigt.
Wo ist bloß mein Flugticket? Wie viele Minuten bleiben noch bis zur Boardingzeit?
Habe ich auch alles Wichtige im Handgepäck? Was könnte man noch schnell einkaufen?
Dabei wird meist kein Gedanke an die Sicherheit am Flughafen verschwendet.

Doch die Lage hat sich verändert.
Heutzutage sollte jeder Flugreisende Obacht geben, was um ihn herum passiert.
Alleinstehende Koffer sollten ein Alarmsignal sein.
Die sollte man sofort dem Personal der Lufthansa melden.

Ebenso wichtig ist es, den Betrieb am Flughafen nicht aufzuhalten.
Die Sicherheitskontrollen nerven. Auch Schlange stehen ist nicht gerade so toll.
Aber es nutzt nichts, über dies und das zu meckern.
Das verlangsamt nur den Ablauf vor dem Flug.
Dadurch wird die Schlange hinter uns nur noch länger.
Viele Menschen auf einem Haufen bilden ein lohnendes Ziel für einen Bombenanschlag.

Generell sollte jeder Fluggast die Weite des Raumes ausnutzen:
Bei der Gepäckabfertigung, in Shops, beim Boarding und im Duty-Free Bereich.
Meiden Sie Menschentrauben!
Haben Sie Acht auf Leute mit arabischen Gesichtszügen, die sich ständig nervös umschauen!
Das soll gewiss nicht rassistisch klingen.
Aber der überwiegende Prozentsatz aller Terroristen ist nun mal ein Moslem.

 

So sorgen Israelis für vorbildliche Sicherheit am Airport
Fakt ist: an israelischen Flughäfen kam es noch nie zu einem ernsthaften Zwischenfall.
Obwohl gerade dieses Land verhasst ist in der arabischen Welt.

Verantwortlich dafür sind Sicherheits-Checks schon weit außerhalb des Flughafen-Gebäudes.
Bevor sich ein Terrorist überhaupt unter große Menschenmassen mischen kann.
Auch der Irak und Afghanistan haben schon längst vorbildliche Kontrollen
an internationalen Flughäfen eingeführt.

Nicht nur das Fluggepäck wird vorzeitig durchleuchtet.
An jeder Ecke stehen überwachte Videokameras.
Bewaffnete Soldaten halten die Autos vor dem Parkhaus an.
Es erfolgt eine Ausweiskontrolle.

Man stellt den Fahrern verfängliche Fragen.
Vor allem solchen, die Bürger eines islamischen Landes sind.
Oder die im Pass auffällig viele Visa für arabische Länder stehen haben.
Das könnte ein Indiz sein für terroristische Verbindungen und Aktivitäten.

Wer bei der Befragung nervös wird oder sich in Widersprüchen verhaspelt, wird zur Seite gebeten.
Spezial-Sicherheitskräfte unterziehen ihn jetzt einer verschärften Untersuchung.
Sein Gepäck wird durchwühlt. Sicherheit geht den Israelis über alles.

Das mag uns Europäern radikal vorkommen. Zeitigt aber Erfolge bei der Terrorbekämpfung.
Durch diese Maßnahmen ist der Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv der sicherste
auf der ganzen Welt. Das schreckt viele Terroristen ab.
Auch in Brüssel geht man mittlerweile einen ähnlichen Weg.

Ist dieses Modell auf alle europäische Flughäfen übertragbar?
Die Kritiker argumentieren: Frankfurt-Airport, Atatürk Airport in Istanbul und London Heathrow
haben 4 bis 5 mal so viele Flugpassiere pro Tag wie Ben Gurion in Tel Aviv.
Wenn die Bundespolizei schon vor dem Parkhaus die Leute anhält und interviewt:
Das würde Fraport und Co. in chaotische Zustände versetzen.

Doch was ist mit den kleineren Flughäfen in Deutschland.
Immerhin könnte man die israelischen Sicherheitsmaßnahmen in Düsseldorf-Weeze,
Berlin-Tegel, Köln-Bonn oder Hamburg mal testen.
Und aus den Erfahrungen ein Modell für den Flughafen Frankfurt ableiten.

 

Wie geht Putins autoritäres Russland
mit Sicherheitskontrollen am Flughafen um?

Ausgemachte Feinde der Salafisten sind die USA, Israel und Westeuropa.
Russland hat aus arabischen Ländern weit weniger zu befürchten.
Die Terrorgefahr an russischen Airports kommt von tschetschenischen Islamisten im Kaukasus.

Zwar sind auch die Russen in den Augen der Araber Ungläubige.
Aber sie haben sich nicht in die Ölkriege und Anti-Terrorkriege
im Nahen Osten (Irak) und in Afghanistan eingemischt.
Zielscheiben islamischerer Anschläge sind allen voran Städte, Bahnhöfe
und Flughäfen in Nordamerika und Westeuropa.

Im Jahr 2011 haben die Russen zuletzt leidvolle Erfahrungen mit Bombenterror gemacht.
Begünstigt durch Schlampigkeit der Sicherheitskräfte und technische Probleme,
kamen an einem Moskauer Flughafen 35 Menschen zu Tode.

Danach hat Präsident Putin seine Krallen ausgefahren.
In Moskau gibt es 3 internationale Großflughäfen.
Wer mit dem Zug dorthin will, durchläuft schon am Bahnhof eine Sicherheitskontrolle.

Vor der Eingangshalle des Airports muss der Reisende wieder sein Gepäck
und den Inhalt seiner Kleidung checken lassen.
2 Kontrollen also, schon bevor einer ins Flughafengebäude eintritt.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Sprengsatz zu entdecken.

Am Check In-Schalter wird der Reisekoffer durchleuchtet. Erst dann kommt die eigentliche
Sicherheitskontrolle von Handgepäck und Körper – wie wir sie in Deutschland kennen.

In Moskau wird nicht viel Federlesens gemacht.
Überall, wo sich ein Terroranschlag auf Menschen lohnen könnte (U-Bahn, große Einkaufshäuser,
Oper, Theater, Konzertsäle, Bahnhof) stehen am Eingang Metalldetektoren.

Durch diese vorbildliche Sicherheitskette ist seit 2011 kein Anschlag mehr vorgekommen.
Man kann von Putins Machenschaften halten, was man will.
Immerhin schützt die russische Justiz Touristen und die Bürger vor dem Terror.
Und nicht die Attentäter.

Auch nicht andere Verbrecher.
Die „nicht schuldfähig“ sind. Weil sie eine „so schwere Kindheit“ hatten.
Teile der SPD, Linke und die Grünen würden das als Polizeistaat-Methoden bezeichnen.
Die Erfolge sprechen aber für sich.
Die Moskauer sind jedenfalls dankbar für solche Sicherheits-Maßnahmen.

 


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