Sardiniens traumhafte Meeresstrände

Meer mit Sandstrand auf Sardinien

Testbericht über die Strände auf Sardinien

Deutsche Urlauber schätzen die Traumstrände der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien sehr.
Das beweisen die Besucherzahlen.

Alle Strände eignen sich gut für einen komfortablen Badeurlaub.

 

In einigen Regionen von Sardinen kommen auch Surfer und Taucher zum Zug.
An anderen wiederum findet man die nötige Ruhe,
um den Stress vergangener Monate abzubauen.

Sardinien ist gut geeignet für Familienurlauber.
Auch für Singles und Pärchen, die gern am sonnigen Strand ein Bad nehmen.

Was Sie auf Sardinien nicht finden, ist ein ausschweifendes Nachtleben.
Zwar gibt es an allen Stränden Restaurants und Bars. Aber wilde Partys feiern wie auf Mallorca,
Ibiza, am bulgarischen Goldstrand oder in Chersonissos (Kreta) ist nicht drin auf Sardinien.

Lesen Sie hier meine Detailberichte über die besten Strandgebiete auf der Mittelmeerinsel.

 

Chia: Sonniger Urlaub an der Costa del Sud
Die Spiaggia (Strand) di Chia liegt an der Südspitze von Sardinien.
Ungefähr 45 km südwestlich von Cagliari.
Der Strand ist über die SS 195 gut zu erreichen.

Durch die südliche Lage von Chia liegen die Temperaturen recht hoch.
Die nordafrikanische Küste bei Tunis liegt schon in Reichweite.
Chia liegt südlicher als die Baleareninsel Mallorca.
Bis in den Oktober hinein kann man noch im Meer schwimmen.

Die weiß-gelben Sandstrände von Chia bietet einen traumhaften Anblick.
2 ins Meer hinaus ragende Landzungen teilen den Strand in 3 Abschnitte.
Durch einen schmalen Landstrich ist eine Lagune vom Meer getrennt.
Dort können die Kinder im Wasser spielen. Und sich am Anblick von Flamingos erfreuen.

Chia und die beiden anderen Dörfer der Großgemeinde sind ziemlich winzig.
In der Hauptsaison müssen Sie beim Einkaufen im Supermarkt etwas auf Zack sein.

In der Sonne von Chia können Sie eine satte Körperbräune erzielen.
Andere gehen lieber aufs Wasser, um zu surfen.
In der Surfschule können Sie sich ein Brett ausleihen.
Taucher zieht es hinaus zu den Riffen und Schiffswracks am Capo Spartivento.

Die Küste in diesem Teil Sardiniens ist flach. Perfekt zum Radfahren oder Spazieren.
Immer wieder stoßen Sie dabei auf abgelegene Buchten und Fischerdörfer.

Wenn Sie mal genug haben von Wasser, Sonne und Meer:
Dann machen Sie einen Ausflug nach Cagliari.
Die Hauptstadt ist nicht unbedingt typisch für Sardinien.
An den Bauwerken spürt man arabische und byzantinische Einflüsse.

In Cagliari sehen Sie mehr Palmen als sonst wo auf der Insel.
Typisch italienisch sind die Via Roma am Jachthafen und die Palazzi.
Interessant dürfte der Festungsturm von Cagliari sein.
Vielleicht auch der amüsant-chaotische Autoverkehr.

 

Costa Rei im Süden von Sardinien
50 km östlich von der Inselhauptstadt liegt die Costa Rei (königliche Küste).
Die Gesamtlänge der weißen Sandstrände beträgt 8 km.
Hier und da sind die Teilabschnitte von kleineren Felsen unterbrochen.

Das Meer glitzert je nach Tiefe in blauen und grünen Farbtönen.
Das Gute an der Südküste von Sardinien: das Wasser ist ein paar Grad wärmer
als im Norden. Denn die Entfernung zu Tunesien beträgt nur 200 km.

Nicht weit entfernt vom Wasser liegen Ferienwohnungen, Campingplätze und Hotelanlagen.
Nicht nur leidenschaftliche Schwimmer und Sonnenfreaks, sondern auch Surfer
und Taucher kommen gern zur Costa Rei, um ihrem Hobby nachzugehen.

Viele Sardinien-Urlauber schätzen die Costa de Rei ganz besonders,
weil es hier blitzsauber ist. Nicht nur das Wasser, sondern auch die Luft.
Privatautos sind nicht erlaubt. Auch an Kinder hat man gedacht:
Es gibt zahlreiche Extras wie Ponyreiten und Trampolinspringen.

Die südsardinische Küste bietet Ausflugsmöglichkeiten mit dem Boot.
Sie können Wanderungen ins Hinterland machen (Monte Cresia).
Sie können am Cap Ferrato den Ausblick aufs Mittelmeer genießen.
Und mit dem Bus nach Cagliari fahren.
Insgesamt ist die Costa Rei ein vergleichwweise ruhiger Strand.
Nur im Hochsommer ist einiges los.

 

Surfen am Strand von Is Arutas
An der Westküste Sardiniens liegt das Feriengebiet Is Arutas.
Bemerkenswert ist der Sand. Es handelt sich um Quarzsand.
Die Mini-Steinchen haben alle möglichen Farben. Sie leuchten grün, rosa, weiß
und bernsteingelb. Man könnte meinen, es liegen bunte Perlen im Boden.

Charakteristisch für die Westküste der italienischen Insel: Das Meer wird schnell tief.
Dessen sollten Sie sich bewusst sein, wenn Sie mit Kindern in Urlaub fahren.
Dann gibt es im Osten und Norden der Insel sicher geeignetere Badestrände.

Auf Luftbildern erkennen Sie große Tiefen an der dunkelblauen Färbung des Wassers.
Während es in seichten Gebieten türkis oder hellgrün aussieht.

Die Westwinde machen Is Arutas zum idealen Revier für Windsurfer.
Wellenreiter haben nirgendwo gute Karten auf Sardinien.
Denn so hoch wie auf den Kanarischen Inseln werden die Wogen einfach nicht.

Auf der Sinis-Halbinsel gibt es einen Campingplatz.
Hotels finden Sie im benachbarten Oristano (6 km).
In diesem Teil von Sardinien sieht es etwas spärlich aus mit Ausflügen.
Es gibt kaum vorgelagerte Inseln.
Vielleicht wollen sie nach Alghero fahren. Das ist aber schon 70 km entfernt.

Alghero ist die spanischste aller sardischen Städte.
Mehrere Jahrhunderte lang haben die Machthaber von Barcelona
die Westküste von Sardinien beherrscht.
Man sieht es am Essen, an Gebäuden, Kunstwerken und an der Architektur.
Schauen Sie sich den Stadtkern Villanova an, und vielleicht das Meeresaquarium.

 

Cala Spalmatore für Familienurlauber
Machen wir einen Sprung in den Norden von Sardinien.
Der Naturstrand von Spalmatore liegt auf der Insel La Maddalena.
5 km vor der Nordküste bei Palau und Porto Cervo. Und schon in Sichtweite von Korsika.

In den smaragdgrünen Gewässern der Nordostküste Sardiniens liegt die Inselwelt La Maddalena.
Mit dem Boot haben Sie zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten zu den großen Nachbarinseln
Caprera, Spargi oder Cala Santa Maria.

Der Beach von Spalmatore nicht so fein wie bei vielen anderen Stränden auf Sardinien.
Sie müssen sich auf etwas gröberen Granitsand einstellen. Dafür ist das Wasser extrem sauber.

Die Cala Spalmatore darf sich mit der Blauen Flagge der EU schmücken.
Das bedeutet: umwelt- und familienfreundlich, gute Hotels und Ferienwohnungen.
Guter Service, gute touristische Infrastruktur und Strandüberwachung.
Für Kinder ist die Cala Spalmatore ungefährlich.
Denn das Mittelmeer wird nur sehr langsam immer tiefer.

 

Porto Pollo: das Wassersport-Paradies
Ein paar Kilometer weiter kommen wir zur sandigen Bucht von Porto Pollo.
Eingerahmt von großen Felsvorsprüngen und einem Fußweg zur Insel Gabbiani,
geben die beiden Strände optisch ein schönes Bild ab.

Das spiegelt sich im Andrang der Feriengäste wieder.
Im Sommer ist es recht voll in Porto Pollo. Mitte September läßt es dann aber nach.
Im Norden von Sardinien spürt man die abnehmende Sonne
schon recht deutlich an den Wassertemperaturen.

Porto Pollo ist ein kleines Paradies für Windsurfer, Kitesurfer und Segelsportler.
Die kräftigen Winde stehen meist günstig für diese Urlaubsvergnügen.
Wenn Sie mit Segel setzen und Seemannsknoten nichts am Hut haben,
können Sie aber dennoch an einer Tour hinaus aufs Meer teilnehmen.
In den Segelschulen bekommen Sie Geräte zum Surfen und zum Stehendpaddeln.

Billigurlauber können auf einem Campingplatz zelten oder das Wohnmobil parken.
Die Kinder lassen am Strand Drachen fliegen und bauen Sandburgen.
Sie dürfen aber auch ins Wasser hinein gehen. Denn der Meeresboden ist seicht.

 

Cala di Luna – die einsame Bucht
Die Mondbucht Spiaggia di Cala di Luna liegt an der Ostküste – im Golf von Orosei.
Manche Touristen sagen: das ist die schönste Badebucht von ganz Sardinien. Einfach traumhaft.
Den Beinamen „Luna“ erhielt dieser Standabschnitt,
weil die runde Küstenform an einen Halbmond erinnert.

Die Attraktivität der Cala di Luna liegt nicht nur begründet im supersauberen
türkisblauen Meerwasser und in der Unterwasserwelt.
Sondern auch in der Landschaft rund um diesen Strand.

Das Hinterland bildet nämlich eine grüne Bergregion: der Nationalpark Golf von Orsei.
Viele Italien-Urlauber wandern zum höchsten Berg von Sardinien (1.460 m).
Anderen ist das vor allem im Sommer zu anstrengend.
Sie mieten sich ein Pferd und reiten lieber.

Ebenso schön sind Ausflüge zu Wasser.
Am Meer entlang gibt es zahlreiche Höhlen und Grotten.
Sie können an einem Jachtausflug teilnehmen.
Wenn Sie Schlauchboot und Licht dabei haben, können Sie in die Höhlen hineinfahren.

Der einzige Wermutstropfen an der Cala di Luna:
Sie ist mit Auto oder Bus nicht direkt zu erreichen.
Oben auf dem Felsplateau ist ein Parkplatz. Von dort aus müssen Sie über einen
nicht ganz einfachen Steilpfad den Hang hinunter wandern.
Am besten, sie tragen einen Rucksack auf dem Rücken.
Und maximal noch ein Handgepäck. Mehr geht nicht bei diesem Abstieg.

Der Vorteil der Cala di Luna: viele Sardinien-Urlauber scheuen diesen Fußweg.
Daher ist die Bucht ein relativ ruhiger Platz zum Sonnen und Baden.

 

Relaxen an der Costa Verde
Wenn Sie es im Urlaub gern ruhig und erholsam haben wollen:
Dann ist die grüne Küste ideal für Sie.
Die Costa Verde liegt an der Westküste von Sardinien.
Es gibt durchaus einige Hotels. Sie können auch abgeschieden in einem Ferienhaus wohnen.
Insgesamt haben Sie viel Platz an diesen Stränden. Und genügend Zeit zum Stressabbau.

Der Dünenstrand erstreckt sich insgesamt über 40 Kilometer.
Sie können entspannte Spaziergänge machen.
Das Landesinnere bietet sich für Wanderungen an.
Das Monte Linas-Gebirge ist ziemlich menschenleer.
Mal bewaldet, mal buschig, mal karstig.

Gesellschaft leistet Ihnen nur die Pflanzenwelt.
Die ist hier an der Westküste stark ausgeprägt.
Genießen Sie das Aroma von Rosmarin, Wacholder, Ginster und Pistazien.
An der Costa Verde haben wir mehr Niederschläge als im Osten von Sardinien.

Am reizvollsten ist die Costa Verde wohl am Strand von Marina di Arbus.
Kurz hinter dem azurblauen Meer erhebt sich eine 40 m hohe Düne.
Ihren Kindern wird es gefallen, im Sand zu spielen.

Insgesamt aber werden die Kleinen es an der Costa Verde wohl eintönig finden.
Weil sie nur wenig Spielkameraden finden.
Die grüne Küste von Sardinien ist etwas für Paare und Solo-Reisende,
die in einer ruhigen Landschaft Abstand gewinnen wollen von Alltagsproblemen.

 

Capriccioli an der Costa Smeralda
Die Smaragdküste Costa Smeralda liegt im Nordosten von Sardinien.
Dort reiht sich ein Traumstrand an den nächsten.
Stellvertretend für andere möchte ich mich jetzt mit der Halbinsel Capriccioli befassen.

Wenn Sie im Sommer dort Urlaub machen wollen, müssen Sie mit viel Betrieb rechnen.
Der Strand ist voll mit Badegästen, Strandkörben und Kindern.
Vor allem auch aus deutschen Landen.
Es empfieht sich, das Hotel oder die Ferienwohnung rechtzeitig zu buchen.

Der feinsandige Strand von Capriccioli ist in mehrere Etappen aufgeteilt.
Dafür verantwortlich sind große Felsgesteine, die weit in die See hinein ragen.
Und somit die Strände abgrenzen.
Eltern können den Nachwuchs beruhigt am Strand spielen lassen.
Denn das Wasser wird erst dann gefährlich tief, wenn man weit hinaus geht bzw. schwimmt.

Nachdem Sie eine gewisse Zeit in der Sonne gebraten und Bücher verschlungen haben,
wünschen Sie sich vielleicht etwas Abwechslung.
Es werden Ausflüge mit dem Boot angeboten.
Zu anderen Stränden der Costa Smeralda.
Oder zu den tyrrhenischen Inseln Soffi und Mortorio.
In diesem Küstenbereich von Sardinien gibt es etliche Höhlen,
die nur vom Meer aus zu erreichen sind.

Sie können mit dem Mietwagen oder per Bus auch einen Tagesausflug ganz in den Norden
von Sardinien machen. Santa Teresa Gallura bildet das Nordkap der Insel.
Von dort aus sind es nur noch 10 km über’s Meer bis zum französischen Korsika.

 

La Pelosa
Die Traumstrände von La Pelosa bilden die nordwestlichste Spitze von Sardinien –
auf der Halbinsel Stintino. Die kilometerlangen Strände sind sandig.
Und durch ihre Schönheit sehr beliebt bei Sardinien-Urlaubern.
Sie finden Ferienwohnungen, Restaurants, Getränke- und Eisverkäufer.
Sie können sich Strandliegen und Sonnenschirme ausleihen.

Die Badestrände von La Pelosa sind durch die vorgelagerte Insel Piana
gegen Winde und hohe Wellen abgeschirmt.
Das macht ein ruhiges Schwimmen im türkisblauen Wasser möglich.
Nur an der Steilklippe des Capo Falcone sind die Wellen einen Tick heftiger.

Welche Ausflugsmöglichkeiten haben Sardinien-Reisende von La Pelosa aus?
Ganz im Norden befindet sich der Nationalpark Asinara.
Dort stolzieren weiße Esel herum.
Sie können wild lebende Pferde, Schildkröten und Wildschweine fotografieren.
Wenn Sie am nächsten Tag noch einmal hierher kommen,
können Sie sich Zeit nehmen zum Tauchen.
Die Ausrüstung stellt eine Tauchschule zur Verfügung.

Im Süden bietet sich die Großstadt Alghero als Tagestour an –
mit ihrem spanisch-italienischen Flair.
Dort soll es sogar Partys geben.
Sie können von La Pelosa aus auch hinüber in die kleine Hafenstadt Porto Torres fahren.

 

Anreise nach Sardinien (von Deutschland und Österreich)
Die internationalen Flughäfen sind Cagliari, Olbia und Alghero.
Hier ein paar Flüge nach Cagliari als Beispiele:

München:                   Air Berlin
Frankfurt Hahn:          Ryanair
Hamburg:                   Eurowings
Berlin:                         Easy Jet
Düsseldorf:                 Alitalia
Frankfurt/ Main:          Lufthansa
Köln/ Bonn:                Swiss International
Wien nach Olbia:       Air Berlin und Eurowings

Der Einfachflug kostet zur Zeit (2016) zwischen 130 und 220 Euro.
Das sind ganz erhebliche Preisunterschiede.

Bei Billigfliegern könnte es im Extremfall deutlich günstiger werden (30 Euro).
Vor allem, wenn Sie lange im Voraus den Flugmarkt beobachten.
Bei Ryanair lese ich momentan 94 Euro. Aber das ist ein gewöhnlicher Standardpreis.
Es hat schon viel billigere Schnäppchenflüge gegeben.
Bitte beachten Sie, wie schwer der Koffer bei Billigflügen sein darf.

 

Damit lassen wir es mal gut sein.
Sardinien hat noch eine Vielzahl anderer Strände.
Darüber werde ich späteren Beitrag schreiben.

Eines haben sie alle gemeinsam: es gibt keine Umweltverschmutzung.
Rom und Industriestädte Norditaliens sind weit weg.
Dafür gibt es zumindest im Sommer Sonne pur.
Man kann bei der Buchung eines Sardinien-Urlaubs nicht viel falsch machen.

 


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