Reiseziele in Portugal

Abendstimmung an der Algarve

Urlaub in Portugal

Die Algarve, Lissabon, Madeira, Porto und die Costa Verde sind die attraktivsten Reiseziele in Portugal – im Land des Fado, ganz im Südwesten von Europa.

Die Landschaftsbilder sind sehr unterschiedlich.
Während die grünen Weinregionen im Norden von Portugal fruchtbar und niederschlagsreich sind, lassen sich die Traumstrände im Süden von der Sonne verwöhnen.

 

Jedes Reiseziel in Portugal hat seinen eigenen Reiz.
Die meisten Urlauber fahren jedoch eindeutig an die Algarve.
Diese Badestrände erstrecken sich vom Atlantik bis zur südspanischen Costa del Sol.

Die folgenden Beschreibungen können Ihnen eine Hilfestellung geben.
Für den Fall, dass Sie mit dem Gedanken spielen, den nächsten Urlaub
an der portugiesischen Küste, in Lissabon oder im Hinterland zu verbringen.

 

Algarve-Küste
Weite Sandstrände, sonniges Wetter, von Felsen eingerahmte Buchten, Meereshöhlen
und zahlreiche Golfplätze: die Algarve ist das Top-Reiseziel in Portugal schlechthin.
Hunderttausende Touristen reisen pro Jahr in den Süden von Portugal.
Um an den sonnigen Stränden der Algarve einen abwechslungsreichen Badeurlaub zu verbringen.

Landschaftlich ist es sehr schön hier.
Und nicht so total überlaufen wie an manchen Küsten von Spanien.
Wer seine Ruhe haben will, findet immer ein stilles Plätzchen zum Ausspannen und Träumen.
Die größten Städte der Algarve sind Lagos im Westen, Faro im Zentrum und Albufeira im Osten.

Sagres ist die südwestlichste Stadt in Europa.
Vor allem Wellenreiter zieht es in diese windige Ecke.
In der Nähe befindet sich das Westkap Sao Vicente, mit seinen steilen Klippen.
Dort hat man einen schönen Ausblick auf die schäumende Brandung des Atlantiks.

Von der Küstenlinie der Algarve aus kann man etliche Ausflüge machen ins Hinterland des Alentejo.
In Evora sehen wir noch Relikte aus der Römerzeit.
Zum Beispiel der Tempel der Göttin Diana oder das Aquädukt (antike Wasserleitung).
In Silves erinnert eine maurische Burg an die arabische Zeit Portugals.

In Albufeira stehen den Touristen gleich mehrere Strände zur Auswahl.
Wie fast überall an der Algarve ergeben sich gute Wassersportmöglichkeiten.
Zum Ausgehen hat Albufeira eine verträumte Altstadt.
In den Bars und Pubs ist abends ganz schön Betrieb.
„Strip“ nennt sich die Partylandschaft in Albufeira.

Überall an der Algarve sieht man reizvolle Obstplantagen, wo Apfelsinen, Aprikosen
und Zitronen wachsen. Das Klima ist sonnig und trocken.
Und mit Durchschnittstemperaturen im Juli von 25 Grad nicht so furchtbar heiß.
Der Ozean bringt immer etwas frischen Wind.

 

Reiseziel Lissabon
Wenn die portugiesische Hauptstadt ein Wahrzeichen hat: dann ist es der Torre Belém.
Zur Glanzzeit der Entdeckungsreisenden ließ König Manuel an der Hafeneinfahrt
von Lissabon eine 35 m hohe Verteidigungsanlage bauen.
Vor allem gegen arabische Piraten und das rivalisierende Spanien.

Die Trutzburg diente gleichzeitig aber auch als Leuchtturm
für heimkehrende Afrika- und Indienfahrer.
Und als Gefängnis für Schwerverbrecher – wie der Tower in London.

Auf dem am Wasser gelegenen Torre Belém können Touristen das Verlies, Kanonen
und das Zimmer des Königs besichtigen. Ganz oben ist eine Aussichtsplattform.
Von dort aus sieht man die 1 km lange Brücke, die beide Stadtteile von Lissabon
miteinander verbindet. Und die Badestrände der Costa Lisboa draußen am Atlantik.

Wer von Lissabon spricht, denkt vielleicht an die Alfama.
Kaum ein Portugal-Urlauber kann sich dem Charme dieser mittelalterlichen Altstadt entziehen.
In den engen Gässchen des Stadtkerns finden wir zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Den größten Reiz aber bilden die originellen Kneipen, wie zum Beispiel das „Dragao de Alfama“.
Die Fado-Songs klingen nicht aus Musikboxen, sondern werden live gespielt.
Fado: das waren ursprünglich bluesähnliche Seemannslieder, die von Fernweh,
Heimweh, Liebeskummer und fremden Ländern erzählten.
Freddy Quinn-ähnlich, falls Ihnen das noch ein Begriff ist.

Lissabon gehört zu den Top-Reisezielen in für Städtereisen in Europa.
Viele junge Leute kommen hierher.
Im Vergnügungsviertel des Barrio Alto (Oberstadt) kann man abends prima ausgehen.
In den Bars wird Jazzmusik und Hip Hop gespielt.

Der größte Platz in Lissabon ist der Rossio. Wenn man längere Zeit auf den Boden schaut,
könnte man glatt schwindelig oder hypnotisiert werden.
Der Marmor verläuft in schlangenförmigen Linien.
Am Rossio stehen mehrere Monumente und ein großer Wasserbrunnen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Region Lissabon:
Die Strände der Costa Lisboa und das Cabo de Roca (Felsenkap).
In den atlantischen Winden kann man gut surfen.
Die Avenida de Liberdade (Straße der Freiheit) ist der größte Boulevard der Stadt.
Die westlichste Hauptstadt Europas ist eine der ungewöhnlichsten.
Und mit Sicherheit eine Reise wert.

 

Urlaub auf Madeira
Was macht den Reiz der Atlantikinsel aus?

 

Porto
2 Exportschlager hat die zweitgrößte Stadt Portugals: den Fußball und den Portwein.
Ich habe bei Google gesucht: eine Flasche 1937 er Quinta do Noval Colheita Port kostet
bis zu 500 Euro. Das ist allerdings ein Spitzenwein.
Normalerweise kostet die Flasche zwischen 5 und 60 Euro.

Aber das ist nur ein Grund, um den Urlaub in Porto zu verbringen.
Die Stadt, wo der Rio Douro in den Atlantik mündet, überzeugt die Besucher
mit der Altstadt Ribeira. Diese liegt direkt am Flussufer.

Wir sehen Schiffe, die den Portwein in europäische Hafenstädte bringen.
In der Altstadt finden wir urige Straßenbahnen, eine lebendige Fußgängerzone,
Cafés und etliche historische Bauwerke.
Den Tag beschließen wir in Nachtclubs oder Fadolokalen.

Sie können in Porto an einem Schiffsausflug teilnehmen.
Dabei fahren Sie unter 6 Brücken hindurch.
Die Ponte Maria Pia und Ponte Luis I. sind besonders schön anzusehen
im Glanz der goldenen Lichtern bei Nacht.
Ein fast so beeindruckendes Bild wie bei den Donaubrücken in Budapest.

Welche Ausflugsmöglichkeiten haben die Urlauber von Porto aus?
In der Nähe gibt es ein paar interessante Städte.
In der Kulturhauptstadt Guimaraes finden wir eine reizvolle Altstadt
und einen mittelalterlichen Bergfried.

Vor Óbidos liegt eine blaue Lagune, wo Urlauber baden und Vögel beobachten können.
Dazu eine ehemalige Sarazenenburg und die Kirche Santa Maria.
In Tomar gibt es ebenfalls einige Schätze wie die Templerburg
und das Kloster Convento de Christo.
Die Städte in Nord-Portugal bieten einiges an kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Von Porto aus können Sie einen Ausflug ins Douro-Tal machen.
Über Land mit dem Mietwagen oder mit dem Schiff.
In diesem Tal sehen wir die Weinberge, aus deren Trauben der Portwein gewonnen wird.
Hier sieht es ähnlich romantisch aus wie an der Mosel
oder im Nahetal zwischen Bad Kreuznach und Kirn.

 

Faro
An der Algarve waren wir ja schon. Eine Stadt möchte ich aber noch besonders herausstellen:
Die Flughafenstadt Faro – im Zentrum der Südküste Portugals.

Auf der Karte sieht man einen breiten Grünstreifen an der Küste.
Das sind die Düneninseln, und Wasserläufe des Nationalparks Ria Formosa.
Die Watt- und Lagunenlandschaft ist ein Naturschutzgebiet für Vögel, Reptilien,
Seepferde, Wasserhunde, Muscheln und andere Meeresfrüchte.
Aufgrund dieses Parks ist die Region Faro bei Familienurlaubern sehr beliebt.

Die Stadt Faro selbst gehört zu den Top-Reisezielen an der Algarve.
Dafür sind nicht nur die feinsandigen Badestrände verantwortlich.
Sondern auch die Schönheit der Stadt. Wandern Sie hinauf auf zur Zitadelle.
Vieles in Faro erinnert an Römer und Mauren.
Große Teile der iberischen Halbinsel gehörten bis zum Mittelalter den Arabern.
Davor zum römischen Weltreich.

In Faro haben wir eine verschiedene Einrichtungen,
wo man Segeln und Windsurfen lernen oder sich Geräte ausleihen kann.
Der schönste Strand befindet sich auf der schmalen Landnehrung Praia de Faro.
Gelber Sand, blaues Meer: Was will man mehr?

Viele Urlauber schätzen Portugal nicht nur wegen der Strände und kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Sondern auch wegen der guten Mittelmeerküche.
Fisch, Südfrüchte, Muscheln, Krebse und Krabben bilden sind die Hauptbestandteile.
Verfeinert mit Gewürzen wie Koriander, Knoblauch und Basilikum.
Dazu wird Portwein gereicht. Bierliebhaber haben einen schweren Stand in Portugal.

 

Aktivurlaub an der Costa Verde
Wer in Portugal ruhige Ferien verbringen möchte, sollte zur Costa Verde (grüne Küste)
im Norden reisen. Die Strände sind nicht so berauschend zum Schwimmen wie im Süden.
Dafür schon eher für sportliche Aktivitäten wie Kitesurfen und Segeln.
Die Windstärken sind an der gesamten Atlantikküste Portugals stark genug dafür.

Das Wetter an der Costa Verde ist bei weitem nicht so sonnig wie an der Algarve
oder im Raum Lissabon. Dafür bieten die grünen Waldgebiete und Weinberge im Hinterland
gute Möglichkeiten für Wanderungen, Nordic Walking und Mountainbike-Touren.

Zum Beispiel im Naturpark Alvao, nördlich von Vila Real.
Sie können durch Schluchten marschieren – was besonders im Hochsommer sehr angenehm ist.
Sie kommen vorbei an Wasserfällen und Seen.
Die Berge im Naturpark Alvao sind bis zu 1.000 Meter hoch.

Sie können bei diesen Trekkingtouren den Adler über sich kreisen sehen.
Vielleicht sehen Sie aus der Ferne auch einen einsamen Wolf.
Diese Tiere sind meist ziemlich menschenscheu.

Auch in den Dünenlandschaften am Meer entlang lässt es sich prima wandern.
Nicht unbedingt solo. Sie können sich in einem Urlaubsort wie Viana do Castelo
oder Vila do Conte einer geführten Küstenwanderung anschließen.

 

Sintra
Kommen wir noch einmal zurück in den Süden von Portugal.
20 km westlich von Lissabon liegt die kleine Stadt Sintra.
Im Stadtgebiet selbst befinden sich alte Adelshäuser, die sicher ein paar Fotos wert sind.
Noch beeindruckender ist der ehemalige Königspalast (Schloss Pena) auf dem Berg Serra Sintra.
Und die maurische Burgruine (Castelo dos Mouros).
Das Klima in Sintra ist relativ feucht.
So gibt es hier oben viele grüne Wälder zum Spazierengehen.

Vielleicht machen Sie noch einen Abstecher zu einem etwas märchenhaft wirkenden Anwesen
namens Quinta da Regaleira. Das hat nichts mit Königen und Herrschern zu tun.
Ein steinreicher Kaufmann baute sich diese Villa vor 150 Jahren mit allem möglichen Pomp.
Früher gab es dort oben in Sintra noch viel mehr Sehenswertes.
Aber das Erdbeben von 1755 hat einiges kaputt gemacht. Wie auch in Lissabon.

 


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