Reiseziele der Kanarischen Inseln

Meerausblick von Hotels auf Fuerteventura

Interessante Orte
und Urlaubs-Aktivitäten
auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln gehören zu den gefragtesten Reisezielen überhaupt.
Sie liegen westlich der afrikanischen Küste,
gehören aber zu Spanien.

Die Rede ist von Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura,
Lanzarote, Gran Canaria, La Palma und La Gomera.

Die einzelnen Inseln der Kanaren unterscheiden sich in Klima und Landschaftsbild deutlicher
als man meinen könnte. Zwar haben sie alle über das ganze Jahr hinweg frühlingshaftes Wetter
und angenehme Wassertemperaturen. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Abhängig vom eigenen Freizeitverhalten sollte man sich vor der Buchung genau informieren,
welche der Kanarischen Inseln am besten zum Wandern, Tauchen, Surfen,
Golf spielen, Relaxen oder Sonnenbaden geeignet sind.

Deshalb habe ich für Sie, liebe Reisende, folgende Übersicht erstellt.
Damit Sie sich ein Urteil bilden können,
welche der Inseln für Sie vielleicht als Urlaubsziel ins Auge fassen wollen.

 

Teneriffa
Unter den Kanarischen Inseln nimmt Teneriffa eine Sonderstellung ein.
Das spiegelt sich auch in den hohen Besucherzahlen wieder.
Keine Insel ist durch Landschaften, Strände und Städte
so vielseitig aufgestellt wie Teneriffa
.

Die Insel ist in meinen Augen so etwas von gut.
Es gibt nur geringe Temperaturschwankungen.
Teneriffa bietet den Touristen ganzjährig frühlingshaftes bis sommerliches Urlaubswetter.

Das berühmteste Wahrzeichen von Teneriffa ist der Pico del Teide.
Er ist Mittelpunkt der Gebirgslandschaft Las Cañadas, im Zentrum der Insel.
Kaum ein Urlauber lässt sich die Chance zu einer Busfahrt an den Fuß des höchsten Berges
der Kanaren entgehen. Manche trampen sogar bis zu dessen Gipfel.
Ein anderes beliebtes Reiseziel auf Teneriffa ist das Anaga-Gebirge im Norden.

Santa Cruz de Tenerife ist die zweitgrößte Stadt der Kanarischen Inseln.
Wer im Urlaub auf ein gepflegtes Ambiente und unterhaltsame spanische Nächte
nicht verzichten möchte, bucht am besten ein Hotelzimmer
in dieser außergewöhnlich schönen Stadt.

In den Parks, auf Golfplätzen, am Stadtstrand und auf historisch bedeutsamen Plätzen
ergeben sich gute Zerstreuungs-Möglichkeiten.
Man lernt auch etwas über die spanische Bevölkerung.

Die Ballermann-Strände Teneriffas liegen im Süden der Insel. Hier tobt der Bär.
Tagsüber liegen die Touristen in der Sonne am blauen Meer.
Sie treiben Wassersport, sie segeln oder fliegen mit dem Gleitschirm durch die Luft.
Am Abend feiern sie in El Medano, Las Americas und Los Cristianos Partys.
Allerdings zivilisierter als in Palma de Mallorca.

Auch Kindern gefällt es im Süden Teneriffas. Der nach thailändischem Vorbild
angelegte Aquapark Siam ist so recht nach dem Geschmack kleiner Wasserratten.

 

Gran Canaria
Zwischen Teneriffa und Fuerteventura liegt ein weiteres Top-Reiseziel der Kanarischen Inseln.
Obwohl das kreisrunde Gran Canaria
nur 30 km Durchmesser hat,
ergibt sich im Süden der Insel ein ganz anderes Wetterbild als im feuchten Norden.
Der Süden von Gran Canaria ist sehr niederschlagsarm.
Und deshalb ein erstklassige Reiseziel für einen sonnenreichen Strandurlaub.

Las Palmas de Gran Canaria ist mit Abstand die größte Stadt auf den Kanarischen Inseln.
Doppelt so groß wie die zweitplatzierte, Santa Cruz de Teneriffa.
Ein prominentes Reiseziel von Las Palmas ist die Casa de Colón –
das ehemalige Haus des Christoph Kolumbus.
Ein anderes das Schifffahrt-Museum auf der Festung Castillo de la Luz.

Gran Canaria: das bedeutet nicht nur warmes Wetter,
sondern auch Beach-Partys und herrliche Sandstrände.
Im Süden der Kanaren-Insel stechen besonders der Dünenstrand von Maspalomas,
der Yachtstrand von Puerto Rico, der Familienstrand Amadores und Playa del Inglés hervor.
Allesamt hochkarätige Touristen-Hochburgen mit Hotels, Ferienwohnungen,
Bars, Kneipen und einem regen Nachtleben.

Wer zwischenzeitlich lieber mal allein ist, begibt sich in die Berge von Gran Canaria.
Auf einer Trekking-Tour lernt man einsame Bergdörfer kennen.
Am Ende des Ausflugs könnte der 1.900 m hoch Pico de las Nieves stehen.

Der Botanische Garten von Gran Canaria ist eine Gartenschau aller speziell hier
auf der Insel vorkommenden Pflanzen.
Botanik-Freunde werden sicher begeistert sein von der Außergewöhnlichkeit
der Blumen, Kakteen, Kiefern und Lorbeerbäume.

 

Fuerteventura
Ebenso wie Teneriffa, so ist auch die zweitgrößte Insel der Kanaren ein beliebtes Reiseziel
im Süden. Das liegt nicht nur an den 300 Sonnentagen pro Jahr.
Sondern in erster Linie an den Wassersport-Möglichkeiten auf Fuerteventura.

Wenn es in Südeuropa (Kanaren gehören zu Spanien) einen Ort gibt mit perfekten
Surf-Verhältnissen: dann ist es ganz sicher Fuerteventura
.
Denn nirgendwo auf den Kanarischen Inseln können die atlantischen Winde ihre Kraft
so gut ausspielen wie auf der flachen Nachbarinsel von Lanzarote und Teneriffa.

Somit sind die Küsten von Jandia, Corralejo, Sotavento und Costa Calma ideale Reiseziele
zum Windsurfen, Kitesurfen und Surf-Boarden.
Für Urlaubs-Sportarten also, die nur durch Wind, aber ohne Motorkraft funktionieren.

Ideal natürlich auch für einen sonnigen Strandurlaub. Es gibt gewiss mehr Menschen,
die entspannt in der Sonne liegen als über die Wellen reiten oder tauchen wollen.

Was Sehenswürdigkeiten angeht, kann Fuerteventura nicht mit Gran Canaria
und schon gar nicht mit Teneriffa mithalten.
Die Stärke der Insel liegt eindeutig bei den Stränden und im Wassersport-Angebot.

Allenfalls die Hauptstadt Puerto del Rosario könnte ein interessanter Ort sein
zum Sightseeing. Die Inselmitte von Fuerteventura gleicht einer Bergwüste.
Sie können sich Pferde oder ein Quad mieten.
Für eine lupenreine Wüstenrallye ist die Sahara in Nordafrika allerdings die bessere Wahl.

 

Lanzarote
Nur 200 km vor der marokkanischen Küste liegt die östlichste der Kanarischen Inseln:
Lanzarote. An vielen Stellen der Kanaren gibt es Vulkane.
Aber keine Region ist vom Erscheinungsbild dadurch so sehr geprägt wie diese hier.

Die dunklen Lavasteine und Felsen bilden den allgegenwärtigen Hintergrund
für einen Urlaub auf Lanzarote
. Ebenso natürlich die blauen Wogen des Meeres.
Denn Schwimmen und Sonnenbaden am Strand sind ebenfalls starke Argumente,
die für diese Kanarische Insel sprechen.

Fangen wir an mit dem, was viele Urlauber als das Top-Highlight von Lanzarote ansehen.
Nirgendwo in der Welt sieht man eine so eindrucksvolle Vulkanlandschaft
wie im Nationalpark Montanas del Fuego (Feuerberge).

Was hier vor 250 Jahren geschah, kann sich kein Sterblicher vorstellen.
In wenigen Stunden verwandelten horrende Vulkanausbrüche die grünen Regionen
in eine Wüste von Lavasteinen und Asche.
Sie können diese Landschaft mit einer Wandgruppe besichtigen, per Bus
oder auch auf einem Dromedar. Ohne Fremdenführer kommen sie aber nicht dort hinein.

Auf Lanzarote regnet es extrem wenig.
Damit herrschen beste Voraussetzungen für einen Aufenthalt am Strand.
Zu den beliebtesten Urlaubsorten gehören Puerto del Carmen,
Costa Teguise, Playa Blanca und der Familienstrand Playa Dorada.

Die meisten Sommer-Urlauber kommen nach Puerto del Carmen.
Die Hafenstadt im Süden von Lanzarote ist mit seinen Hotels,
Ausgeh- und Feiermöglichkeiten am besten auf Massentourismus eingestellt.

Die Inselhauptstadt Arrecife weiter nördlich begeistert seine Gäste
mit zahlreichen Häusern im spanischen Kolonialstil.
Man sollte nicht vergessen, dass die Spanier als Eroberer auf die Kanarischen Insel kamen.
Die Ureinwohner (Guanchen) sind schon längst von der Bildfläche verschwunden.

Ein ganz besonderes Schmankerl bieten die Höhlen von Jameos del Aqua.
In dem kilometerlangen Tunnelsystem befindet sich eingangs eine Konzerthalle,
ein Restaurant und ein tropischer Garten.

Von einer Art Terrasse aus sieht man hinunter auf einen unterirdischen Höhlensee,
mit Meereskrebsen drin. Dieser See hat bei Flut Verbindung zum Atlantik.
Ein Gruselkabinett, könnte man sagen.
Denn die Höhle Jameos del Aqua hat sich einst durch einen Lavastrom gebildet,
der sich bei einem Vulkanausbruch den Weg ins Freie gebahnt hat.

 

La Palma
Ganz am nördlichen Rand der Kanaren liegt La Palma.
Die grünen Palmen gaben ihr diesen blumigen Namen.
Ebenso wie auf der Nachbarinsel La Gomera, wird das Landschaftsbild keineswegs
durch sonnige Strände, sondern durch das Grün der Insel bestimmt.

Ursache dafür sind Niederschläge, die im Westen der Kanarischen Inseln gehäuft auftreten.
Die Folge: La Palma wird nicht so häufig als Reiseziel ausgewählt wie etwa Teneriffa
oder Gran Canaria. Auf La Palma kann man einen ruhigen Urlaub
in einer subtropischen Vegetation erleben.

Der „sanfte Tourismus“ äußert sich auch darin, dass riesige Hotelanlagen fehlen.
Touristen kommen in Ferienwohnungen und Ferienhäusern (Fincas) unter.
Die Natur der Insel profitiert davon. Es gibt nicht diese Umweltverschmutzung
und nicht diese Müllberge wie andernorts auf den Kanaren oder Balearen.

Haupt-Anziehungspunkt von La Palma ist ein Netz aus Wanderwegen.
Sie bilden das Kapital der Urlaubsinsel.
Vor allem der stark bewaldete Nationalpark de la Caldera, aber auch der Rest
von la Palma ist durchzogen von gut organisierten Wanderstrecken –
in einer Welt mit extrem üppigem Pflanzenwuchs.

Am Rande des Nationalparks befindet sich der höchste Berg von La Palma (2.400 m hoch):
der Roque de Los Muchachos. Ziemlich oben steht eine Sternwarte,
auf der man ins Weltall blicken kann. Hier oben braucht man warme Kleidung.

An den Küsten rund um La Palma befindet sich eine ganze Kette von Leuchttürmen.
Sie dienen den Schiffen und Flugzeugen,
die aus Richtung Amerika auf den Kanaren landen als Orientierungshilfe.

Santa Cruz de la Palma ist die kleine Inselhauptstadt.
Nur 15.000 Einwohner zählt das Küstennest.
Dabei war es im 16. Jahrhundert eine der reichsten Städte Europas.

Alle spanischen Handels- und Goldschiffe aus der Neuen Welt legten bei der Rückfahrt
zuerst den Hafen von Santa Cruz an.
Aus dieser Zeit stammen heute noch die Kirche Santo Domingo, die historischen Häuser
in der Avenida Maritima und die Festung Castillo de Santa Catalina.

Die Urlauber lieben es, an der Uferpromenade von Santa Cruz de la Palma zu flanieren
und zu shoppen. Die Altstadt von La Palma lockt mit alten spanischen Palästen
und Gebäuden im typisch kanarischen Stil.
La Palma ist ein Juwel für Genießer, Naturliebhaber und kulturell interessierte Menschen.

 

La Gomera
La Palma und La Gomera sind sich aufgrund der Wetterbedingungen recht ähnlich.
Auch auf La Gomera gibt es lieblich grüne Landschaften ohne Ende.
Strände sind auch hier eher selten anzufinden.

La Gomera erkundet man am besten zu Fuß.
Dafür habe ich Ihnen 2 Beispiele herausgesucht:

Das Tal des großen Königs (Valle Grand Rey) ist eine der fruchtbarsten Regionen
auf den Kanarischen Inseln. Um den Raum für die Obstwirtschaft voll auszunutzen,
hat man an den Berghängen Terrassen angelegt.
Dort werden fast ausschließlich Bananen angebaut.

Die Natur spielt eine immens wichtige Rolle bei einem Urlaub auf La Gomera.
Einzigartig ist der gebirgige Lorbeerwald Bosque El Cedro.
Dort, im Zentrum der Insel, finden Wanderer und Mountainbiker jede Menge schöne Wege,
um ihre Liebe zur Natur auszuleben.

San Sebastian de La Gomera ist die Hauptstadt der Insel.
Mit Sicherheit ist es eine der kleinsten und idyllischsten Hauptstädte in Europa.
Im Hafen ist es besonders schön. Dort ankern farbenfrohe Jachten und Ausflugsboote.
Nebenan liegen 3 kleine Stadtstrände – für La Gomera schon eine kleine Sensation.

Die Plaza Calvo Sotelo bildet den Mittelpunkt von San Sebastian.
Dort findet der Markt statt. Besichtigen Sie die Kirche Iglesias de la Asunción,
die mächtige Christusstatue und den Kolumbusbrunnen.

Wenn Sie auf La Gomera im Meer schwimmen oder tauchen wollen,
müssen Sie an die Playa de Santiago in den Süden reisen.
Oder auch an die Playa de Valle Gran Rey im Westen.

An beiden Badeorten finden Sie aber nicht den Komfort,
den man von den Stränden auf Lanzarote und Teneriffa gewohnt ist.
Wohl aber mehr Ruhe. Denn die Anzahl der Badegäste ist überschaubar.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel schätzt die Vorzüge der ruhigen Insel La Gomera.
Angie ist schon mehrmals da hin gereist,
um sich vom Stress des Amtes und ihrer Weltreisen zu erholen.

 

El Hierro
El Hierro ist die touristisch unterentwickeltste Insel der Kanaren.
Die Anzahl der Hotelbetten ist begrenzt.
Wegen der starken Brandung gibt es nur wenige echte Strände.
Das Schwimmen im freien Atlantik kann gefährlich sein.

Dafür gibt es aber einige natürliche Meerwasserbecken:
La Maceta, Charco Tacorón und Pozo de las Calcosas zum Beispiel.
Diese sind an 4 Seiten von Felsen umgeben.
Sie schwimmen zwar im salzigen Wasser des Atlantiks.
Aber ohne direkten Kontakt zur stürmischen See zu haben.

Auf El Hierro kann der Urlauber nicht nur schwimmen und relaxen.
Sondern auch angeln oder die Unterwasserwelt entdecken.
Vor allem vor der Südküste (La Restinga) gibt es schöne Tauchgebiete.

El Hierro ist ein schönes Reiseziel für Naturfreude,
die sich an der der Schönheit einer abgeschiedenen Landschaft ergötzen können.
Sie können auf Wanderschaft gehen. Zum Beispiel zum höchsten Berg der Insel (1.500 m).
Oder von Sabinosa aus nach Las Castillas.

Dabei sind teilweise erhebliche Höhendifferenzen zu bewältigen.
Sie sollten schon ein wenig fit sein.
Die Aussichtspunkte über Insel und das Meer entschädigen Sie für Ihre Mühen.

Auf El Hierro gibt es nur kleine Städte. In La Frontera, El Pinar oder Restinga haben Sie
bescheidene Möglichkeiten zum Ausgehen.
Aber auch in dieser vergleichsweise abgelegenen Region der Kanarischen Inseln
gibt es lohnende Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

 


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