Namibia: Sehenswertes in Südwestafrika

Elefant in der Savanne von Südwest-Afrika

Abenteuerliches Namibia

In der Savanne auf Safari gehen.
Elefanten, Löwen und Flusspferde beobachten.
Am Atlantik Wassersport treiben.
Die Wüsten und Berge von Namibia durchstreifen.

Das Land im Südwesten Afrikas hat seinen Urlaubsgästen so viel zu bieten.

 

 

Und dennoch setzt der Staat nicht voll und ganz auf Tourismus.
Man ist sich sehr wohl bewusst, wie schützenswert Natur und Tiere sind.
Auch auf einem Kontinent, wo die Umwelt noch weitgehend intakt ist.

Ich möchte Ihnen in diesem Beitrag einen Eindruck vermitteln vom Urlaubsland Namibia.
Hier meine Vorschläge, was Sie sich im südwestafrikanischen Land ansehen sollten.

 

Schönheiten aus Afrika kennenlernen

 

Tiersafari im Etosha Nationalpark
Nicht weit vor der angolanischen Grenzen befindet sich
eines der größten Naturreservate Afrikas: der Etosha-Nationalpark.
Der Park ist ein Paradies für Tierbeobachter. Sie sehen Nashörner, Elefanten,
Löwen, Leoparden. Dazu Giraffen, Antilopen, Flamingos und Straußvögel.

An und für sich ist der Etosha Nationalpark ein Trockengebiet.
Viele Wasserstellen sind von Menschenhand künstlich angelegt.
Genau dort kann man die afrikanischen Tiere am besten beobachten.

Ausgangspunkt der Tiersafaris in Nord-Namibia sind verschiedene Übernachtungs-Camps.
Wer es sich zutraut, kann den Nationalpark allein mit dem Jeep erkunden.
Andernfalls schließen Sie sich einer organisierten Safarigruppe an.

Der Löwe kann bis zu 3 Meter lang werden. Sie werden ihn in Rudeln sehen.
Zum Überleben braucht er große Beutetiere wie Zebras, Büffel, Stachelschweine.
Manchmal greifen Löwen sogar einen streunenden Elefanten an.
Das bekommt der Afrika-Urlauber aber nicht mit, weil Löwen nur nachts jagen.

Genauso wie ihre kleineren Brüder, die Leoparden. Wahrscheinlich werden Sie beobachten,
wie Löwen sich ihr Festmahl in freiem Gelände schmecken lassen.
Leoparden hingegen hausen hauptsächlich auf Bäumen.
Dort bringen Sie auch ihre erbeuteten Impalas, Böcke und Hauskälber hin.

Geparde gibt es weniger in Südwest-Afrika.
Wüsten und Berge sind kein ideales Jagdrevier für sie.
Sie brauchen flaches, festes Gelände, um bei der Jagd ihre Schnelligkeit auszuspielen.

Im Etosha-Nationalpark werden Sie auf Elefantenherden stoßen.
Vorwiegend an Flüssen und Bächen.
Denn der Koloss braucht am Tag ungefähr 2.000 Liter Wasser.
Genauso wie die Löwen sind auch Nashörner stark vom Aussterben bedroht.
Das begehrte Horn bedeutet für viele Nashörner den sicheren Tod durch Jäger.

Im Etosha-Nationalpark gibt es auch Aasfresser.
Schakale und Hyänen fressen den Fleischmüll, den die Raubkatzen übrig lassen.
Gehen zur Not aber auch selbst auf die Jagd.

Rund um den Etosha-Nationalpark gibt es noch weitere interessante Landschaften.
Sie könnten zum Beispiel in das extrem trockene Damaraland reisen,
zum Filmen von Wüstenelefanten.

Oder Sie machen eine Safari in den Caprivi-Streifen, im Nordosten von Namibia.
In dieser ziemlich regenreichen Region gibt es viel Urwald, große Flüsse
und jede Menge Wassertiere (Krokodile, Nilpferde, Flamingos).
Allerdings sollte man nur im relativ trockenen afrikanischen Winter (Mai bis September)
in den Caprivi-Streifen fahren. In der Regenzeit ist nämlich alles Sumpf, Matsch und Morast.

 

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Windhoek
Die Hauptstadt Windhoek (oder Windhuk) liegt im Zentrum von Namibia.
Und zwar auf einer 1.500 Meter hohen Hochebene.
Zu Kaiser Wilhelms Zeiten war Windhoek Mittelpunkt der Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
Dementsprechend sind noch heute viele Gebäude aus der wilhelminischen Epoche zu sehen.

Die Wetterverhältnisse im Hochland sind im afrikanischen Winter (Juli) mit nur 20 Grad
recht angenehm. Nachts kann es sogar Frost geben.
Um die Weihnachtszeit hingegen muss man sogar hier im Bergland mit bis zu 30 Grad
rechnen. Nicht in der Sonne, sondern im Schatten versteht sich.

Für afrikanische Verhältnisse sieht es in Windhoek relativ europäisch aus.
Zwar wohnen hier alle möglichen Völkerschaften (Hereros, Bantu, San und Himba).
Die Architektur und die Straßen von Windhoek (Biergärten, Cafés)
können ihre europäische Herkunft jedoch nicht verleugnen.

Folgendes sollte sich der Urlauber in Windhoek anschauen:
Die 3 deutschen Burgen sollte man gesehen haben. Dort können Sie sogar ein wohnen.
Rings um das Regierungsgebäude (Tintenpalast) befindet sich
der Parlamentsgarten von Windhoek.

Besichtigen Sie das koloniale Reiterdenkmal an der „Alten Festung“.
Oder besuchen Sie die von deutschen Kolonialtruppen gebaute Christuskirche.
In der Post Mall-Straße gibt es reichlich Gelegenheit zum Shoppen.

Das Hochplateau rund um Windhoek lädt zu zahlreichen Ausflügen ein.
Lassen Sie sich zu einer Ranch fahren. In Okapuka zum Beispiel haben Sie Gelegenheit,
Raubkatzen und andere wilde Tiere aus nächster Nähe zu fotografieren.

Bei einer Jeep-Safari zur Düsternbrook-Farm erleben Sie, wie Leoparden
und Geparden gefüttert werden. Aus gebührlichem Abstand natürlich.
Ohne menschliche Hilfe könnten sie in der tierarmen Höhenregion nicht existieren.

 

Fish River Canyon
Ganz im Süden von Namibia – an der Grenze zu Südafrika – befindet sich
die zweitgrößte Schlucht der Welt: der Fischfluss-Canyon.
Er erstreckt sich über eine Länge von 165 Kilometer. Die Breite beträgt ungefähr 30 Kilometer.
Im Vergleich zum Grand Canyon in den Vereinigten Staaten ist er relativ flach.
Die Berge rundherum steigen „nur“ 500 Meter an.

Die steinernen Ferienhäuser am Fish River Canyon werden Lodges genannt.
Dort kann der Urlauber übernachten.
Bevor er zu einer Wanderung oder Autotour in die Schlucht aufbricht.
Außerdem können Sie den Fischfluss-Canyon zu Pferde kennenlernen.
Oder einen Flug buchen.

Was Sie in diesem Trockengebiet Südwestafrikas auf jeden Fall benötigen,
sind ausreichend Getränke, ein Sonnenhut sowie gute Schuhe bzw. Stiefel.
Gegebenenfalls auch Zelt und Schlafsack.

Es ist kein gemütlicher Spaziergang wie durch eine Schwarzwald-Schlucht.
Das Klima ist trocken und heiß. Sie sollten möglichst nicht allein durch den Canyon reisen.
Allenfalls wenn Sie mit dem Land Rover zügig unterwegs sind.

Für die Fußwanderung durch den Canyon sollte man ungefähr 4 oder besser 5 Tage
einkalkulieren. Mehr als 25 Kilometer pro Tag werden Sie gewiss nicht schaffen.
Meiden Sie dabei die Mittagshitze.

Am Ende der Schlucht (in West-Ost-Richtung) wartet das Wellness-Center Ai-Ais
mit einer herrlichen Wasserlandschaft.
Hier können Sie schwimmen und die strapazierte Muskulatur entspannen.

 

Swakopmund
Zu den sehenswerten Städten Nambias gehört die Hafenstadt Swakopmund.
Sie liegt eingekesselt zwischen Atlantik und der Namib-Wüste im Hinterland.
Das Klima an der Küste ist relativ moderat, weil windig.
Außerdem gibt es in Swakopmund schattige Parkanlagen.
Dort finden Sie Schutz vor der afrikanischen Sonne.

Noch immer leben viele Deutschstämmige in Swakopmund.
Das sind die Nachkommen der Kolonialbevölkerung aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg –
als Namibia Deutsch-Südwestafrika genannt wurde.
Im Museum von Swakopmund erfahren Sie mehr über die Kolonialgeschichte des Landes.

Etwas südlich von Swakopmund liegt die Walvis Bay (Walfischbucht).
Auf einem Schiffsausflug können Sie an Walbeobachtungen teilnehmen.
Oder ganz gemütlich am Bootssteg angeln.
Auf den Campingplätzen stehen Feuerstellen zur Verfügung.
Wo Sie die Fischausbeute in aller Ruhe grillen können.

Die nahe gelegene Namib-Sandwüste lädt ein zu Ausflügen.
Sie können sich ein Quad mieten. Sie können aber auch als Tandem-Fallschirmspringer
die Landschaft im freien Flug bewundern.

Ungefähr 70 km nördlich von Swakopmund befindet sich der Dorob-Nationalpark.
Besonders die Küste mit fast 100.000 Robben dürfte interessante Fotomotive abgeben.

Wenn Sie noch ein Stück weiter nach Norden reisen,
kommen Sie zur so genannten Skelettküste.
Dort liegen etliche Schiffe und Flugzeugwracks herum,
denen einst der Nebel über dem Atlantik zum Verhängnis wurde.

 

Wüste Kalahari – Übernachten unter Afrikas Sternenhimmel
Die länderübergreifende Trockensavanne zwischen Namibia, Angola,
der Republik Südafrika und Botswana eignet sich besonders gut, um Tierfilme zu drehen.

In der Kalahari trifft der Urlauber auf Löwen, Giraffen, Leoparden, Zebras
und verschiedene Vogelarten. Wenn auch nicht ganz oft wie im Etosha-Nationalpark
im Norden. Raubkatzen haben es schwer, weil es nicht so viele Beutetiere gibt.

Pflanzen und Tiere haben sich der Trockenheit der Kalahari-Halbwüste perfekt angepasst.
Sie sind Spezialisten im Auffinden und Verwerten von Wasser,
und den so seltenen feuchten Stellen im Boden.

Die Kalahari atmet auf, wenn es zu Niederschlägen kommt (ab Oktober).
Die Steppe wird grün. Das Nahrungsangebot für Pflanzenfresser nimmt schlagartig zu.
In diesen Zeiten ist es allerdings beschwerlich, durch das Land zu reisen.
Weil starke Unwetter die Wege unpassierbar machen.

Fortbewegungsmittel in der Kalahari:
Sie können einen Segelflug über die Halbwüste chartern.
Aus der Luft sehen Sie die Tierherden an Wasserlöchern und auf ihren Wanderungen.
Oder Sie nehmen an einem geführten Safari-Ausflug teil.

Individualisten versuchen, das Land mit dem Mietwagen zu entdecken.
In der Kalahari gibt es keine Autobahn.
Sie müssen über holprige Straßen und Wege fahren.
Man sollte wissen, worauf man sich einlässt.

Ganz interessant dürfte es sein, die Buschbewohner kennenzulernen.
Die farbigen Nomaden leben in Zelten.
Da es so wenig zu essen und trinken gibt, sind sie praktisch immer auf Nahrungssuche.

Das Übernachten unter dem afrikanischen Sternenhimmel dürfte für jeden Urlauber
zu den Top-Höhepunkten seines Lebens zählen.
Im Prinzip können Sie bei den Buschleuten schlafen.
Oder – etwas komfortabler – in den Camps eines Nationalparks.

Das waren nur einige der Sehenswürdigkeiten in Namibia.
Der Staat im Südwesten Afrikas hat noch viel mehr zu bieten:
Die Wasser- und Urwaldlandschaft im Caprivi-Streifen, Lüderitz, die Namib-Wüste.
Die Sanddünen von Sossusvlei, die Tierwelt am Okavango-Fluss.
Die Epupa-Wasserfälle und verschiedene Nationalparks.
Darüber werde ich in kommenden Artikeln berichten.

 


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