Menorca: Attraktionen der Urlaubsinsel

Mahón Strandpromenade auf Balearen-Insel Menorca

Erholungsurlaub und Sightseeing auf Menorca

Menorca ist ein beliebtes Reiseziel für Familien und für erholungssuchende Paare ohne Kinder.
Im Gegensatz zu Ibiza und Mallorca
finden sie auf der Balearen-Insel ruhige Orte und Strände vor,
die einen entspannenden Badeurlaub ermöglichen.

Die Attraktionen Menorcas sind aber nicht in erster Linie die Strand-Ressorts oder Wassersportgebiete. Sondern die Wanderwege der Insel.

Umweltschutz und Naturschutz werden auf Menorca ganz groß geschrieben.
Es gibt nicht so viele Touristen wie auf vergleichbaren Mittelmeerinseln.
Dafür aber mehr Wald, Wiesen und Feuchtgebiete.

Wer ausspannen und chillen will vom Stress des Alltags,
ist mit einem Menorca-Urlaub gut bedient.
Zwischenzeitlich kann man auf der Insel zahlreiche geschichtsträchtige Orte besuchen.

Hier nun mein Überblick über interessante Attraktionen der Insel.

 

Mahón – Hauptstadt von Menorca
Der spanische Begriff für die größte Stadt auf der Baleareninsel lautet Mahón.
Die Einheimischen nennen sie Maó.

Die herausragende Sehenswürdigkeit in Mahón ist der Hafen.
Es ist der größte Naturhafen in ganz Europa.
Die Bucht bis zum Meeresrand ist 5 Kilometer lang.
Der Hafen von Mahón ist ein tiefes, geschütztes Gewässer,
in dem Luxusliner, kleiner Schiffe, Motor- und Segeljachten anlegen.

An der Uferpromenade flanieren Urlauber auf und ab.
Es gibt Fisch-Restaurants und Shops zum Einkaufen.
Nehmen Sie sich die Zeit für eine Hafenrundfahrt.
Es wird sich lohnen, die Attraktionen Mahóns vom Wasser aus zu fotografieren.
Vor allem die riesige Festung La Mola. Darüber später mehr.

Ein so sicherer Hafen weckte schon immer die Begehrlichkeiten
anderer Seefahrernationen. Zu Beginn der Neuzeit erlebten Menorca
und auch Mahón eine äußerst wechselvolle Geschichte.
Zuerst landeten die Engländer, dann die Franzosen,
wieder Großbritannien und wieder Frankreich.
Erst ab 1782 gehört die Insel dann endgültig zu Spanien.

Mahón ist eine der schönsten und die englischste aller Städte auf den Balearen.
Zu Anfang des 18. Jahrhunderts eroberte die britische Flotte Menorca.
Davon zeugen heute noch zahlreiche Pubs, Festungsanlagen und Häuser im britischen Stil.
Allen voran das Fort Marlborough.

Die Altstadt der menorquinischen Hauptstadt liegt erhaben auf einem Berg.
Vom Hafen aus muss man einige Treppen hoch steigen.
Sehenswert ist das Rathaus mit dem englischen Uhrturm.
Sowie der große Marktplatz und die Bodegas.

Sie können einige katholische Klöster und Kirchen besichtigen.
Zum Beispiel die Iglesia de San Francisco und die Santa Maria.
Vieles wurde im Spanischen Bürgerkrieg von Francos Truppen zerstört,
später aber wieder restauriert.

 

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Käsestadt Alaior
Was Gouda und Edam für Holland und der Emmentaler für die Schweiz,
das bedeutet die kleine Stadt Alaior für die Balearen.
Hier im Zentrum der Insel Menorca wird schmackhafter Käse hergestellt: der Queso Mahón.
Es ist sonnenklar, dass es hier auch viele Milchkühe geben muss.

Die Käsestadt bietet den Besuchern noch weitere Attraktionen.
Sie können in den Straßen von Alaior einkaufen gehen.
In dieser Stadt werden z.B. Schuhe produziert.

In der Altstadt von Alaior kommen Sie zunächst zum zentralen Platz.
Besichtigen Sie dort die große spanische Villa.
Sowie die Barockkirche Santa Eulalia und das alte Kloster.
In der Nähe gibt es übrigens noch Windmühlen.

 

Wandern durch Naturlandschaften Menorcas
Die Balearen-Inseln sind ideal für Wandertouren.
Besonders im Frühling und im Herbst wird auf Mallorca, Ibiza und Menorca kräftig gewandert.
Dabei können Sie attraktive Naturlandschaften erleben.
Immer wieder genießen die Urlauber dabei den Ausblick auf das blaue Mittelmeer.

Einer dieser Wanderwege führt hinauf zum höchsten Hügel auf Menorca: auf den Monte Toro.
Sie brauchen feste Schuhe, einen Rucksack voller Proviant (vor allem Wasser).
Und natürlich müssen Sie Kopf und Haut gegen die UV-Strahlen der Sonne schützen.

Auf dem Monte Toro können Sie sich in einem Restaurant kräftigen.
Danach haben Sie die Möglichkeit, eine Christus-Säule zu besichtigen.
Oder die berühmte Madonna-Statue im Franziskanerkloster.
Spanische Stiere gibt es dort oben keine.
Seinen Namen verdankt der Berg einer alten menorquinischen Legende.

Ein anderer Wanderweg führt durch die Schlucht Barranc d’Algendar im Süden von Menorca.
Zuerst geht es über einen königlichen Reiterweg.
Sie kommen an Orangenplantagen und wilden Weinreben vorbei.
Die Schlucht selbst endet an einem Picknickplatz.
Von da aus geht’s wieder zurück zum Startpunkt.

Die beliebteste Wanderbahn auf Menorca führt über den insgesamt knapp 200 km langen
Küsten-Rundweg Cami de Cavalls (Weg der Pferde).
Zu Fuß brauchen Sie für diese Rundreise ungefähr 5 Tage.
Mit dem Fahrrad ist es in 2 Tagen zu schaffen.
Sie können sich aber auch auf wenige Teil-Etappen beschränken.
Der Urlauber kommt vorbei an versteckten Badebuchten, Felsvorsprüngen und Naturparks.

 

Ciutadella
Nicht nur Mahón, sondern auch die zweitgrößte Stadt auf Menorca sollte man gesehen haben.
Vor allem, wer sich für Kultur interessiert, wird dort auf seine Kosten kommen.
Manche bezeichnen Ciutadella als schönste Stadt in ganz Spanien.

Dazu muss man wissen, dass Ciutadella früher die Inselhauptstadt war.
So gibt es noch heute etliche Adelspaläste zu besichtigen.
Zu dieser Zeit residierten hier auch die Weihbischöfe von Menorca.
Sie ließen prachtvolle Kirchen und Klöster bauen.

Herausragende Attraktionen sind die Kirche Iglesia del Roser,
die Kathedrale Santa Maria de Ciutadella und das Kloster Santa Clara.

Das Stadtbild von Ciutadella ist auch geprägt von Gebäuden aus der Maurenzeit.
Bis zum späten Mittelalter hielten marokkanische Araber nicht nur Südspanien,
sondern auch die Balearischen Inseln besetzt.

Nur wenige Jahrzehnte nachdem der spanische König Menorca zurück erobert hatte,
verwüsteten die Osmanen die Stadt.
Nachdem sie abgezogen waren, errichteten die Bewohner auf dem Rathausplatz
von Ciutadella ein Mahnmal an diese sinnlose Verwüstung.

Zwischen Ihren Besichtigungs-Touren können Sie auf dem Marktplatz und in Geschäften
shoppen gehen. Wer sich gern sportlich betätigen möchte, findet im Hafen von Ciutadella
dazu Gelegenheit. Zum Surfen ist das Mittelmeer an dieser Stelle zu ruhig.
Aber Sie können tauchen, segeln, Wasserski und Katamaran fahren.

 

Fort Marlborough
Die Seefestung aus dem frühen 18. Jahrhundert ist benannt nach dem englischen Sir
John Churchill, Duke of Marlborough.
Nach dem Sieg im Spanischen Erbfolgekrieg
gegen den französischen Sonnenkönig Ludwig XlV. und die spanischen Habsburger
hielt man es in London für wichtig, dem aufstrebenden britischen Weltreich Gibraltar
und die Baleareninsel Menorca einzuverleiben.
Zum Schutz der Insel wurde am Eingang der Bucht von Mahón das Fort Marlborough errichtet.

Wenn Sie Lust auf ein bisschen Kanonendonner haben:
Dann lassen Sie sich von Fremdenführern durch die Festung Marlborough führen.
Natürlich wird nicht echt geschossen. Die Kampfgeräusche werden durch Tonträger imitiert.
In Videofilmen sehen Sie, wie damals tatsächlich hier gelebt und gefochten wurde.

Bei der Führung durch das Fort Marlborough sehen Sie die Kanonenlafetten,
die bis zu 1,80 m dicken Mauern, das Schafott, die Kommandozentrale des Generals,
Soldaten-Unterkünfte und unterirdische Gänge.

 

Strände auf Menorca
Die Strandgebiete der Insel sind nicht zu vergleichen mit den Touristen-Hochburgen
Palma de Mallorca oder Ibiza-Stadt. Hier geht es vergleichsweise ruhig zu.
Es gibt keine Hotelbunker. Viele Badeorte auf Menorca begnügen sich mit Ferienhäusern,
Ferienwohnungen und bescheidenen Bungalows.
Am Abend werden hier keine lauten Partys gefeiert.
Wer nach Menorca reist, will einen ruhigen Urlaub erleben.


Platja del Grau

Der naturbelassene Familienstrand des kleinen Städtchens Es Grau befindet sich
an der Nordküste von Menorca. Er liegt gut geschützt vor den Wellen des Mittelmeeres,
in einer blauen Lagune. Die Mittelmeerküste ist hier recht flach.
Eltern können die Kinder beruhigt im seichten Wasser planschen lassen.

Der Strand von Es Grau ist umgeben von einer schönen Wasserlandschaft.
Nicht nur in Richtung Meer, sondern auch landeinwärts.
Dort können die Urlauber Kanu fahren, schwimmen und Wassersport treiben.
Im benachbarten Nationalpark Albufera gibt es eine Reihe von Wanderwegen.


Son Bou

Der längste Strand auf Menorca liegt an der Südküste.
Palmen gibt es nur an den Swimmingpools einiger Hotels.
Davon abgesehen hat der Sandstrand Son Bou karibische Dimensionen.

Zum einen können die Urlauber hier prima im Meer baden (auch FKK) und die Sonne
genießen. Sie können tauchen, reiten, Boot fahren oder eine Waldwanderung machen.
Hinter den Dünen von Son Bou dürfen Sie im Feuchtgebiet
Sumpftiere und Wasservögel beobachten.


Karibikstrand Cala en Bosch

An der Südwestspitze Menorcas liegt ein sehr angenehmer Sandstrand bei Cala en Bosch.
In dieser Ecke ist ganz schön was los. Viele Touristen aus ganze Europa kommen angereist,
um unter der Sonne Menorcas eine schöne Urlaubszeit zu haben.

Bis hinüber nach Mallorca sind es nur 30 Kilometer. Mit einer Yacht im Hafen von Cala en Bosch
könnte man locker Alcudia oder das Kap Formentor erreichen.
Sie können einen Ausflug mit einem Glasboden-Boot
oder zur Küstenstadt Ciutadella machen.

Viele Palmenstrände an der Südküste Menorcas ähneln denen auf tropischen Inseln –
z.B. auf den Malediven oder Mauritius.
Eltern wird es interessieren, dass der Meeresboden nur langsam tiefer wird.
Cala en Bosch ist ein kinderfreundlicher Strand.
Das belegen auch der Spielplatz und der nahe gelegene Wasserpark.

 

Artillerie-Festung La Mola
Die Sehenswürdigkeiten von Mahón habe ich oben bereits beschrieben.
Eine habe ich bewusst ausgelassen: die Verteidigungsanlage La Mola.
Um diese imponierende Festung zu besichtigen,
sollte man sich wirklich ein paar Stunden Zeit nehmen.

Immer wieder wurde Menorca durch ausländische Flottenverbände bedroht.
Mal waren es die Franzosen, mal die Türken.
Am meisten aber hatte es Großbritannien auf die Insel abgesehen.
Das Vereinigte Königreich trachtete danach, im westlichen Mittelmeer
seinen Seeweg nach Suez und Indien durch Flottenstützpunkte abzusichern.

Um einen potentiellen Angriff abzuwehren, entschloss sich die spanische Königin Isabella
im Jahr 1848, zum Schutz der Hafeneinfahrt von Mahón eine Kanonenfestung zu bauen.
In unserem Jahrhundert benutzte General Franco La Mola,
um unliebsame politische Gegner gefangen zu setzen.

Bei einer Besichtigung können Sie die Küstenbatterien,
Gefangenen-Verliese, Folterräume und die Waffenkammer besichtigen.

 


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