Marokko: beste Urlaubs-Highlights

Stadtmauer von Marrakesch

Marokko-Urlaub: Wüstentour, Strände, orientalische Städten

Terroranschläge in Tunesien, Unruhen in Algerien, Islamisten in Ägypten.
Nur Marokko bildet eine rühmliche Ausnahme
in der arabischen Welt..
Deshalb reisen auch so viele Urlauber aus Europa in das nordafrikanische Land.

 

Marokko besitzt viele Sultans-Paläste und kulturelle Schätze aus längst vergangenen Zeiten.
Auf den Basaren von Rabat, Fès, Casablanca und Marrakesch werden orientalische
Gewürze und Köstlichkeiten angeboten.
Die Strände an Atlantik und Mittelmeer laden zum sonnigen Badeurlaub und Surfen ein.
Bei einer Sahara-Tour lernen Sie die Wüste und die Lebensweise der Berber kennen.

Hier nun die Highlights einer Marokko-Rundreise im Überblick:

 

Königsstadt Marrakesch
Zu den beliebtesten Urlaubszielen in Marokko gehört zweifellos Marrakesch –
am Rande der Sahara. Mittelpunkt der Stadt ist der Djemaa el Fna – der Hauptmarktplatz.
Wo früher der Henker sein Werk verrichtete, sieht es heute aus wie auf einem Rummelplatz.

Zwischen den Ständen gibt es zahlreiche Unterhaltungskünstler, Bauchtänzerinnen,
Glücksspieler, Jongleure, Wahrsager, Wunderheiler und Märchenerzähler.
Auf dem gepflasterten Boden tanzen Schlangen nach den Melodien des Flötenspiels.

Die Stände verwöhnen die Urlauber mit leckerem Essen.
Obwohl das natürlich Geschmackssache ist.
Ein gegrillter Schafskopf oder Schnecken wäre nichts für mich.
Kebab, Brochette (Fleischspieß), Beghrir (Honigpfannkuchen), Dattelhörnchen,
Briouats (Hackfleischrolle) oder pressfrische Fruchtsäfte würde ich mir schon gefallen lassen.

Nachdem wir uns nun satt gesehen und gegessen haben, wird es Zeit,
sich ein paar weitere Sehenswürdigkeiten von Marrakesch anzusehen.
Zum Beispiel die zauberhaft schönen Agdal-Palmengärten in der Nähe des Königspalastes.
Die Parkanlage ist umgeben von 3 riesigen Gewässern.
Auf Postkarten der Stadt sieht man fast immer dieses Bild.

Wer in Marrakesch auf Urlaub ist, sollte sich ein paar kulturelle Einrichtungen ansehen.
Dazu gehören diverse Moscheen und altarabische Paläste:
Der gut erhaltene Bahia-Palast oder der El Badi-Palast.
Auf den Ausflug in die nah gelegen Wüste werde ich weiter unten noch eingehen.

 

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Casablanca Highlights
Mit 3,6 Mio. Einwohnern ist Casablanca die größte Stadt in Marokko.
Casa Blanca bedeutet übrigens „Das weiße Haus“.
Während viele andere Städte an alte Zeiten und die Märchen aus „Tausend und eine Nacht“
erinnern, steht Casablanca für das moderne Marokko.

Das sieht man an den Atlantik-Stränden.
Sie unterscheiden sich gar nicht so sehr von denen auf den Balearen.
Es gibt ein Vergnügungsviertel, eine Strandpromenade, Hotels und gut bevölkerte Strände.
So wie man das von Spaniens Küsten oder Menorca her kennt.

Das ursprüngliche Casablanca lernt ein Marokko-Urlauber am besten in der Altstadt kennen.
Tauchen Sie ein in das muntere Leben auf den Markplätzen und Flohmärkten.
Lassen Sie sich dabei marokkanische Snacks schmecken.

Zu den kulinarischen Highlights gehören Pfannkuchen, Fladenbrot,
Couscous (Reise-Gemüseteller), leckerer Thunfisch und alle möglichen Sandwicharten.
Überall trommelt, musiziert oder schreit jemand.
Wir beobachten Schlangenbeschwörer, tanzende Kobras und Artisten.
Solche Bilder sieht man nur in der arabischen Welt.
Weitere Highlights in Casablanca sind die imposante Hassan-Moschee
und die Fischer im Hafenviertel.

 

Ausflug in die Sahara
Kamelsafari in die Wüste. Unter dem Sternenhimmel in einer Oase übernachten.
Lagerfeuerromantik, weite Sanddünen: Ein Ausflug in die Sahara gehört sicher
zum Außergewöhnlichsten, was Sie im Marokko-Urlaub erleben können.

Natürlich kann man ein solches Vorhaben nicht im Alleingang realisieren.
Am besten buchen Sie sich eine Wüstentour vor Ort.
Oder bei einem Online-Portal wie Getyourguide.
Reisebeschreibungen und Bewertungen können Sie z.B. bei Tripadvisor nachlesen.

Die meisten Trekkingtouren in die Sahara starten von Marrakesch aus.
Ziel sind die goldenen Sanddünen und die grünen Oasen in der Wüste von Ost-Marokko.
Der Weg dorthin besteht aus Geröll und Kieselsteinen.
Also keineswegs so traumhaft, wie so mancher sich das einbildet.
Dafür aber leichter zu bewältigen als im weichen Wüstensand.

Für den Europäer ist die Sahara Neuland.
Also werden Sie an einer Gruppenreise teilnehmen.
Mit einem erfahrenen Wüstenscout.
Der stellt Kamele – auch Dromedare genannt – zur Verfügung.

Die Frage ist nun: wie lange dauert so eine Trekkingtour?
Das hängt von der Entfernung ab.
Und davon, ob Sie durch die Wüsten rasen oder etwas sehen und erleben wollen.

Wenn Sie zum Beispiel von Marrakesch aus zu den Dünen bei Erg Chegaga
oder bei Erg Chebbi reisen wollen: dann sind Touren über 4 Tage am angenehmsten.
Damit setzt man sich nicht unter Zeitdruck. Am Ziel angekommen,
stehen die Urlauber dann vor Dünen, die bis zu 150 Meter hoch sind.

Sie schlafen in einem Berberdorf. Nachts kann es eiskalt werden.
Sie benötigen einen Schlafsack und dicke Kleidung.
Zum Frühstück gibt’s Fladenbrot mit Tee.

Die Karawane wird danach etliche Kilometer durch die Wüste reiten.
Um das Sahara-Feeling voll auszukosten.
Dann werden Sie und die Tiere die Wasservorräte auffüllen.
Bevor es zurück geht in die Zivilisation, nach Marrakesch.

Vielleicht ist das für den einen oder anderen Urlauber etwas mühsam.
Dann gibt es noch eine andere Variante.
Sie fahren mit dem Quad oder Geländewagen. Oder Sie reiten auf dem Kamel:
Von Marrakesch hinaus zur Agafay-Wüste bei Terre des Etoiles.
Die Luftentfernung beträgt nur 20 Kilometer. Genau die richtige Distanz für einen Tagesausflug.
Wer will, kann auch hier die Nacht unter freiem Himmel verbringen.

 

Rabat – die Hauptstadt von Marokko
Die Königsstadt an der Atlantikküste unterteilt sich in Altstadt (Medina) und Neustadt –
französisch Ville Nouvelle genannt. Das alte Stadtzentrum wird von einer
mittelalterlichen Stadtmauer (Andalusienmauer) umgeben.

Die Seefestung Kasbah des Oudaias ist ein Highlight in Rabat. Im frühen Mittelalter,
als die Araber schon längst die iberische Halbinsel überrannt hatten,
errichteten sie an dieser Stelle eine mächtige Burg.
Die den Hafeneingang von Rabat absicherte.

Die Gassen im Inneren der Anlage sind schattig und eng.
Die alten Häuser sind blau-weiß angestrichen.
Vom militärischen Charakter der Kasbah zeugen noch die Türme.
Ansonsten finden die Urlauber hier ein paar kleinere Geschäften.
Sie können sich z.B. mit Getränken und Orangen eindecken.

In der Neustadt sollte sich ein Marokko-Urlauber unbedingt den Königspalast anschauen.
Wenn auch nur von außen. Vor dem Tor stehen Wachsoldaten in blauen Uniformen.
Weiter geht die Städtetour zum Hassan-Turm und zur Grabstätte von Mohammed V.
Sehen Sie sich die Einkaufsstraßen von Rabat an. Und vor die bunten Märkte (Souks).

 

Sehenswürdigkeiten in Agadir
Das am Atlantik gelegene Agadir ist praktisch das Tor nach Südmarokko.
Man könnte meinen, dass hier sehr heiß ist. Das trifft aber nur bedingt zu.
Denn der Ozean trägt frische Winde über die Stadt.
Agadir gehört zu den Top-Badeorten des Landes.

Die Stadt wirkt in vielen Bezirken wenig marokkanisch.
An den Stränden sehen wir Urlauber aus ganz Europa.
Der Jachthafen und die Hotelanlagen verströmen ein ebenfalls weltmännisches Flair.
Doch das ist nur die eine Seite von Agadir.

In der Medina finden wir zahlreiche alte Monumente.
Es werden Kunsthandwerke der Berber ausgestellt.
Beim Bummel in der Fußgängerzone werden Sie in den Geschäften
traditionell hergestellte Waren und kitschige Souvenirs sehen.
Das Handyzeitalter hat die Medina von Agadir scheinbar noch nicht erreicht.
Hier ist noch vieles so wie vor 100 Jahren.

Zu den Highlights von Agadir gehört die Kasbah.
Die Burg auf dem 250 m hohen Felsen schützte die Stadt gegen Angriffe
von Seeräubern und europäischen Kolonialmächten.
Von Agadir aus können Sie im Rahmen einer Marokko-Rundreise diverse Ausflüge
unternehmen. Zum Beispiel in die Westsahara.

 

Bergtour ins marokkanische Atlasgebirge
Abgesehen vom Rif-Atlas (gegenüber Gibraltar) gibt es in Zentral-Marokko den kleineren
Anti-Atlas (2.500 m hoch), den Mittleren Atlas (3.350 m) und den Hohen Atlas (4.160 m).
Der Sahara-Atlas liegt weiter östlich in Algerien.
Flächenmäßig ist diese Bergwelt fast so groß wie die Alpen von Frankreich bis nach Österreich.

Alle Höhenzüge sind gut geeignet für Ausflüge und Wanderungen.
Es empfiehlt sich, an einer geführten Tour mit Landrovern teilzunehmen.
Sie können aber auch selbstständig ins Gebirge fahren – mit einem robusten Mietwagen.
Sportliche Naturen werden sich zu Fuß, mit dem Rad aufmachen.
Sofern die Anfahrt nicht zu lang ist.

Die Regionen bis 3.000 Meter Höhe eignen sich vorzüglich zum Wandern in Bergen und Wäldern.
Sie können auch das Mountainbike nehmen oder ein Pferd mieten.
Bei dieser Tour kommen u.a. am Ifrane-Nationalpark vorbei.
Ein waldreiches Mittelgebirge mit Bächen, Affen und Berberhirschen.
Schön schattig und angenehm.

Der Hohe Atlas ist nicht so einfach zu passieren.
Denn dort gibt es neben tiefen Schluchten auch sehr hohe Anstiege.
Auch wenn man mit dem Auto recht weit hinauf fahren kann:
Ein bisschen steiler Fußweg bleibt immer. Man sollte also schon ein wenig Fitness mitbringen.

In den Schluchten können Sie mit dem Boot auf Wildwasserflüssen fahren.
Die Besteigung des Djebel Toubkal (4.167 m = zweithöchster Berg von Afrika) ist technisch
kein Problem. Man braucht keine Bergsteiger-Ausrüstung.
Allerdings sollten Sie für diese 2-Tages-Tour mindestens eine durchschnittliche Kondition haben.
Wer einmal hier oben gewesen ist, wird die weiten Ausblicke
und den Sternenhimmel über Marokko nicht vergessen.

 

Surf- und Badestrände am Atlantik
Sie könnten zu den Mittelmeerstränden Marokkos fahren.
Reizvoller sind aber wohl die Küstenabschnitte am Atlantik – bei Tanger, Casablanca und Agadir.
Vielleicht wollen Sie dem kalten europäischen Winter entfliehen.
Oder sich beim Abschluss einer Marokko-Rundreise noch ein wenig am Meer erholen.

Einen der schönsten Strände finden wir in Essaouira (Südmarokko).
Die Berber kommen sogar mit Kamelen hierher.
Sie können die Ferien unter der afrikanischen Sonne genießen.
Wassersportler finden hier gute Bedingungen zum Kitesurfen mit Winddrachen.

Noch weiter südlich liegen die langen Strände von Agadir.
Die Küstenstadt ist voll auf Badetouristen ausgerichtet. Sie finden hier sandigen Boden,
Hotelketten und alles, was einen angenehmen Aufenthalt ausmacht.
Abgesehen vielleicht von wilden Party-Veranstaltungen.
Dafür sind islamische Länder nicht die richtige Adresse.

Wenn Sie nicht so viele Menschen um sich haben wollen:
Dann reisen Sie vielleicht in kleinere Badeorte an der Atlantikküste.
Zum Beispiel nach Mirleft, nach Sidi Kaouki oder El Quatia (an der Grenze zum Staat Westsahara).
Dort ganz im Süden finden Urlauber die längsten Dünenstrände von ganz Marokko.
Sie können viele Kilometer weit reiten – mit dem Pferd oder Kamel.

Insgesamt haben Sie an der Atlantikküste ähnlich gute Voraussetzungen
wie beim Windsurfen oder Wellenreiten auf Fuerteventura, Lanzarote oder Teneriffa.
Zum Beispiel auch auf der Halbinsel Dakhla, einem Surferparadies erster Güte.

 

Urlaubs-Highlights in Fès
Die alte Königsstadt liegt im Norden von Marokko, an der Autobahn Algier-Rabat.
Als Universitätsstadt ist Fès das bedeutendste Bildungszentrum das Landes.
Fangen wir an mit der Altstadt. Schauen sie sich die Koranschule an.
Dort werden Kinder und Jugendliche in den Lehren Allahs unterrichtet.

In der Altstadt von Fès wimmelt es nur so von islamischen Moscheen.
Die Moschee al-Qairawiyin ist die bedeutendste in ganz Marokko.
Im Innenhof steht ein Brunnen.
Bevor ein Moslem den Gebetsraum betritt, muss er sich im Wasser reinwaschen.
Noch größer ist die Karaouine-Moschee. Dort passen 20.000 Menschen hinein.
So manches Fußballstadion wäre froh dafür.

Was wäre Marokko ohne seine Basare?
An den Ständen werden handwerklich gefertigte Waren angeboten:
Ledertaschen, Teppiche, Seidenstoffe und Porzellan.
Dazu alle möglichen Kräuter, Gewürze, heilende Öltinkturen, Edelsteine und Silberschmuck.
Ferner 100 Prozent Bio-Gemüse und die Obstfrüchte des Landes.
Auf dem Kamelmarkt werden die Wüstentiere zum Verkauf angeboten.

Interessant sind das Gerberviertel, die Goldschmieden.
Sowie in der Neustadt der ehemalige Königspalast und die Boulevardstraßen.

 


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