Lawinengefahr in den Alpen

Lawinenunglück:
Vorbeugung und Sofortmaßnahmen

Zuerst der Schock über das Unfassbare:
Die todbringende Lawine kommt den Berg herunter gewalzt –
ein Bild, das man bislang nur am Fernsehen gesehen hat.

Den Blick auf die weiße Schneemassen gerichtet, erstarrt der Körper wie das Kaninchen
vor der Schlange. Trainieren kann man diese Ausnahme-Situation kaum.
Denn sie kommt immer blitzschnell und überraschend.
30 Sekunden später ist alles vorbei – vielleicht auch das Leben.

Dennoch ist die Lawine weder Gottesurteil noch Zufallsprodukt,
das irgendwie aus heiterem Himmel kommt.
Auch wenn keiner in den Schnee hinein hören kann:
Alpenkundige Bergführer ahnen beim Anblick des winterlichen Geländes,
wo eine potentielle Lawinengefahr lauert.

In diesem Beitrag erfahren Sie:
Wie man der Lawinengefahr in den Alpen begegnen kann.
Wie man sich unmittelbar vor der Kollision optimal verhält.
Wie man einen verschütten Menschen im Schnee findet und rettet.
Wie man sich als Verschütteter verhält – falls man noch bei Sinnen ist.
Und wie Lawinen überhaupt entstehen können.

 

Wo Skifahren Spaß macht
Schöne Skigebiete in den Alpen

 

Risikofaktoren: Wann besteht akute Lawinengefahr in den Alpen?
Lawinen entstehen nur an steilen Hängen mit mindestens 30 Prozent Gefälle.
Aber nicht zwangsläufig. Auch dort kann der Schnee durchaus bis zum Tauwetter halten,
ohne ins Tal zu abzurutschen – vor allem an kühlen Nordhängen.
Für die Lawinenbildung spielen noch andere Faktoren eine wichtige Rolle.

Die Schneefläche, die wir den Alpen sehen, ist keine homogene Einheit.
Sondern besteht wie ein Sandwich aus mehreren Schichten, die übereinander liegen.
Jedes Mal wenn es schneit, bildet sich oben drüber eine neue Schicht.
Normalerweise verdichtet sich das Ganze mit der Zeit zu einem stabilen Block.

Gegen Frühjahr hin gewinnt die Sonne auch in den Alpen an Kraft.
Manchmal schon Mitte Februar.
Das schöne Wetter lässt die Schneeoberfläche tagsüber leicht anschmelzen.
Nachts gefriert es wieder. Es kommt zur Eisbildung.

Wenn in dieser Situation die Nacht drauf Neuschnee kommt, kann er sich wegen dem Eis
nicht mit dem darunterliegenden Schnee fest verbinden. Er liegt als lose Schicht oben drauf.
Eine Schicht, die an steilen Hängen bei der geringsten Erschütterung
oder durch das Eigengewicht anfängt zu rutschen. So entsteht eine Lawine.

Zu Urgroßomas Zeiten war das kein Problem.
Die Lawine ein paar Meter rutschte in den nächsten Wald hinein. Und bekam dort Halt.
Seit 60 Jahren wurde in der Alpenwelt für die Skipisten vieles abgeholzt.
Nun ist keine Bremse mehr da, welche die Lawinen auf dem Weg ins Tal aufhält.

 

Infos zu Skisportarten
Allerlei zum Snowboarden und Freeriden

 

Weißer Tod durch Lawinengefahr –
Vorbeugen ist besser als Graben
Freerider und Snowboarder tun nichts auf der Welt so gern als im tiefen unberührten Neuschnee
zu fahren. Dort wo noch keiner war. Wo kein Pistentrubel herrscht. Das ist Balsam für ihre Seele.
Genauso wie für Wanderfreunde eine Schneetour abseits von ausgetretenen Wegen.

Doch leider hat die Sache einen lebensgefährlichen Haken.
In solchen Tiefschneestrecken lauert nicht selten eine latente Lawinengefahr.
Gerade weil der Schnee so tief ist. Vor allem an steilen Abhängen.
Und erst recht nach starkem Schneefall.
Solche Terrains sind oft mit dem Hinweisschild „Achtung Lawinengefahr“ markiert.
Doch leider wird das allzu oft ignoriert.

Bevor man sich aufmacht ins Schneeparadies abseits der Pisten,
sollte man auf jeden Fall die Nachrichten des Lawinenwarndienstes abhören.
Das ist zwar kein 100-prozentiger Schutz.
Man erfährt aber etwas über die Großwetterlage und die Schneeverhältnisse.
Und kann schon ungefähr abschätzen, ob auf der gewählten Tour ein Risiko besteht.


Fehlerhaftes Verhalten am Berg

Nicht nur die märchenhaft-unberührte Schneelandschaft,
sondern auch die Einsamkeit in der weißen Natur reizt viele Wintersportler.
Genau in diesem Einzelgängertum liegt vielleicht die größte Gefahr.

Wenn sie hingegen in der Gruppe unterwegs sind.
Und wenn sie nicht zu sehr auf einem Haufen hängen.
Dann besteht im Fall eines Lawinenabgangs die Chance,
dass der eine oder andere außerhalb der Lawinenbahn steht.
Oder ganz einfach Glück hat. Und für rasche Hilfe sorgen kann.

Eine große Lawinengefahr geht vom Mensch selbst aus. Aber auch von den Tieren der Alpenwelt.
Oft liegen die Schneemassen zwar relativ lose da. Aber sie bewegen sich nicht.
Sobald eine Erschütterung eintritt, löst sich die oberste Schicht.
Sie beginnt talwärts zu rutschen. Und nimmt dabei immer weitere lose Schneeschichten mit sich.

Daher sollte man in lawinenbekannten Gebieten möglichst alles vermeiden,
was zur Lockerung der oberen Schneemassen beiträgt.
Dazu gehören schwungvolle Kurvenfahrten und Slalomwedeln.
Auch das Skifahren quer am Berg (Carving) und die Sprünge von Snowboardern
können zur Lawinenkatastrophe führen.


Technische Schutzausrüstung

Grundsätzlich sollte jeder Winterurlauber die Notrufnummer der Bergwacht parat haben.
Damit kann man anrufen und für schnelle Hilfe aus der Luft sorgen.
Außerdem sollte man immer wissen, wo man sich zur Zeit befindet.
Was nutzt die Notrufnummer, wenn man den Leuten am Handy die Position nicht mitteilen kann?

4 oder 5 verschiedene Geräte können im Notfall dazu beitragen,
einen Verschütteten zu finden und zu befreien.
Auf jeden Fall sollte man einen Klappspaten, eine Schippe oder Schaufel dabei haben.
Mit den bloßen Händen können Sie niemand aus dem festen, eiskalten Schnee befreien.

Was Sie sonst nur vom Auto her kennen, gibt es auch für Skifahrer: den Lawinen-Airbag.
Das Ding wird auf dem Rücken getragen.
Sobald eine Verschüttung durch herabfallende Schneemassen unvermeidlich erscheint,
zieht man an der Schnur.

Der Airbag bläst sich auf wie ein Luftballon. Damit kann der Aufprall der Lawine gedämpft werden.
Es entstehen weniger Verletzungen. Außerdem hat der Schneewanderer die Chance,
nur zum Teil oder wenigstens nicht tief verschüttet zu werden.

Dazu ist es auch wichtig, in dem Augenblick, wo die Lawine über ihn kommt,
quer auf dem Boden zu liegen. Quer zur Lawinenbahn.
Es wäre fatal, den Schneemassen aufrecht stehend entgegen zu sehen.
Selbst wenn der Körper verschüttet werden sollte, schauen bei richtiger „Position“
in der Lawine am Ende oben vielleicht noch Airbag-Teile aus dem Schnee hervor.

Jeder, der sich in Gebiete abseits der normalen Pisten wagt, sollte ein LVS-Gerät bei sich tragen.
Im Fachhandel ist dies ab 200 Euro erhältlich.
Für Freerider und Snowboader sicher ein Muss.

Das Lawinenverschüttungs-Suchgerät erfüllt 2 Funktionen.
Wenn jemand im Schnee begraben ist, können Sie nach ihm suchen.
Besonders wirkungsvoll ist das LVS, wenn der andere an seiner Ski- oder Wanderkleidung
spezielle Reflektoren trägt, auf den das LVS-Gerät sehr gut anspricht.
Je lauter die Piepser werden, desto näher kommen Sie dem Verschütteten.

Falls dieser sich im Schnee drin noch ein bisschen bewegen kann und ebenfalls
ein solches Gerät trägt: dann betätigt er den Sendeknopf.
Das LVS fängt bei ihm ebenfalls an zu piepsen.
Und kann durch die Schneedecke hindurch vielleicht gehört werden.

Nun kennt der Helfer grob den Bereich, wo der Unglücksrabe liegt.
Jetzt muss er noch ganz exakt geortet werden. Damit man weiß, wo man zu graben hat.
Diese Ortung geschieht mit der Lawinensonde.

Die sieht fast aus wie ein Skistock, nur etwas länger.
Sobald das LVS die ungefähre Position des Verschütten ausgemacht hat,
wird im Zielgebiet die Sucharbeit mit Hilfe der Sonde und mit Feingefühl eingeführt.
Sobald man auf etwas Auffälliges stößt, könnte es ein Mensch sein.

Das Suchfeld könnte zum Beispiel 4 X 2 m groß sein.
Bei jedem Stoßversucht geht man 20 cm weiter.
Dabei steht der Suchende unter enormem Zeitdruck.
Denn jede Minute, die vergeht, verringert die Überlebenschancen im Schnee.

Den Umgang mit diesen Geräten und ein wenig Lawinenkunde
kann jeder Wintersportler in speziellen Kursen erlernen.
So viel Zeit und Geld sollte jedem sein Leben und das anderer eigentlich wert sein.


Noch einmal die größten Risikofaktoren für ein Lawinenunfall

Blau-rotes Lawinen-Warnschild mit weißer Hand
Steiler Berghang
Viel Neuschnee
Zu warme Temperaturen ausgangs Winter
Sonniger Südhang im Frühjahr
Fehlende Notfall-Ausrüstung
Notrufnummer nicht verfügbar

 

SOS: die Lawine kommt –
Wie kann ich mich jetzt noch schützen?
Der erste Gedanke beim Anstürmen einer Lawine ist Flucht. Doch wie soll man fliehen?
Die Lawine ist schneller als jeder Formel 1-Wagen.
Noch nicht einmal am Randgebiet einer Lawine haben Skisportler und Wanderer die Chance,
im tiefen Schnee der Gefahr rechtzeitig zu entrinnen.

Nun gilt es, das Beste aus der drohenden Katastrophe zu machen. In Sekundenschnelle
zu reagieren. Und die bestmöglichen Voraussetzungen zum Überleben zu schaffen.
Das bedeutet vor allem: Möglichst erst gar nicht richtig verschüttet zu werden.
Und wenn doch: dann so viel wie möglich Freiraum unter dem Schnee zu behaupten.
Damit in einem kleinen Loch möglichst viel Sauerstoff erhalten bleibt.
Das kann lebenswichtig sein, bis die Rettung naht.

Doch wie stellt man das am besten an?
Zuerst die Leine am Airbag ziehen. Das ist Grundvoraussetzung.
Die Lawinenschule lehrt uns: die Lawine bewegt sich talabwärts wie eine Walze.
Von der Seite gesehen kreisförmig.

Wer im Schockzustand einfach aufrecht stehen bleibt, wird mit einiger Sicherheit tief verschüttet.
Von den Verletzungen ganz abgesehen.
Wer einen kühlen Kopf behält und sich quer zur Bewegungsrichtung der Lawine auf den Boden legt:
Der hat viel bessere Chancen, nicht verletzt und vielleicht gar nicht verschüttet zu werden.

Das erfordert natürlich Mut.
Hilft aber, im Wirbelwind der Lawinenwalze immer wieder nach oben gespült zu werden.
Mit etwas Glück wird der Verunglückte, wenn alles vorbei ist, nur halb im Schnee stecken.
Vielleicht schaut noch der Helm oben heraus.
Oder er ist nur 15 cm tief im Schnee drin statt 1,50 m.

Gleichzeitig mit dem Ziehen des Airbag entfernen wir unbedingt Ski, Snowboard und Stöcke.
Wenn wir das nicht tun, wirkt sich das sehr negativ aus.
Weil wir damit im Lawinenstrudel festhaken. Und uns verletzen.
Den Skihelm behalten wir natürlich auf.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt: Man legt sich zwar auf den Boden.
Hält aber die Hände schützend vor das Gesicht.
Das sichert uns einerseits den Erhalt eines Freiraumes vor dem Mund – wir könne weiter atmen.
Außerdem wird so zumindest halbwegs verhindert, dass der Schneestaub einer Staublawine –
wenn es denn eine ist – unsere Atemwege verstopft. Was sofort zur Erstickung führen würde.

 

Verschüttete Kameraden aus der Lawine befreien
Die Zeit bis zur Bergung entscheidet über Leben und Tod.
Die Zeit, bis der Kopf des Verschütteten wieder an der Bildoberfläche erscheint.
Die meisten Opfer liegen nur 70 cm tief. Das ist nicht viel, aber natürlich tödlich für sie.
Doch wo soll man suchen?

Man hat nur eine Viertelstunde. Dann muss der Verschüttete an Sauerstoff kommen.
Wenn das nicht gelingt, dann erstickt er.
Weil Sauerstoff die meterhohe Schneedecke nicht durchdringen kann.
Und weil sich durch die kalten Temperaturen vor seinem Kopf eine Eisfläche bildet,
die jedes Atmen unmöglich macht.

Eigentlich bringt die Lawine 3 Gefahren mit sich.
Im Grunde genommen aber nur eine einzige: den Erstickungstod unter den Schneemassen.
Bis ein Mensch an Erfrierung stirbt (40 Minuten nach Nullzeit) ist er längst erstickt.
Seine Verletzungen und Knochenbrüche sind dagegen fast Bagatellen.
Vorausgesetzt, er blutet nicht stark. Vorausgesetzt, er hat sich beim Aufprall der Lawine
nicht schon das Genick gebrochen. Auch kommt häufig vor.

Stellen Sie sich vor: eine meterhohe Welle saust mit einer Geschwindigkeit von 320 km/h
über einen Menschen hinweg. Was für eine Urgewalt das darstellt!
Es wurden schon ganze Alpendörfer verschüttet. Was ist da ein einzelner Mensch?

Was können Begleiter, die mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind, jetzt tun?
Wie können sie das Leben eines Verschütteten retten?
Zumindest theoretisch sollten Sie sich mit diesem Thema befasst haben,
bevor Sie hinaus wandern oder fahren in die unberechenbare Bergwelt der Alpen.


So wird Menschenleben gerettet

Punkt 1: Der Retter brauchen Bewegungsfreiheit.
Also nichts wie weg mit allem, was irgendwie hinderlich ist.
Werfen Sie Rucksack, Skier, Skihelm und Stöcke beiseite.
Die Zeit sitzt Ihnen im Nacken. Sie müssen nun versuchen, exakt die Stelle zu finden,
wo Ihr Begleiter unter dem Schnee begraben liegt.
Das schaffen Sie nur mit einem Lawinensuchgerät (LVS).

Wenn Sie keins dabei haben, ist die Suche aussichtlos, ja sogar todbringend.
Dann müssen Sie schnellstmöglich Hilfe von außen holen.
Wählen Sie die Notrufnummer der Bergrettung.
Die kommen mit dem Hubschrauber und haben Hunde
sowie entsprechendes Such- und Bergungsgerät dabei.

Das braucht seine Zeit. Inzwischen spitzen Sie die Ohren.
Schreit da jemand um Hilfe? Das wäre schon die halbe Miete auf dem Weg zur Rettung.
So können Sie den Ort der Verschüttung ausmachen.
Und auf gut Glück anfangen, Schnee wegzuscheppen.

Trotz aller Panik und Angst sollten Sie die Sicherheit des eigenen Lebens und vor allem den Berg
nicht aus den Augen verlieren. Wenn Sie suchen und mit der Schneeschaufel buddeln,
kann es leicht passieren, dass noch ein Lawinen-Nachzügler über Sie hinweg fegt.


Was kann der Verschüttete selbst tun, falls er nicht ernsthaft verletzt ist?

Er ist in einer Zwickmühle. Soll er ruhig liegen bleiben, Sauerstoff sparen und auf Hilfe warten?
Oder soll er versuchen, sich selbst zu befreien?
Dazu müsste er zunächst einmal wissen, wo Himmel und Erde sind.
Damit er nicht in die falsche Richtung gräbt.

Die Schwerkraft kann ihm helfen, das festzustellen.
In dem Hohlraum, den er hoffentlich noch vor dem Kopf hat, kann er versuchen,
ein Stück Spucke so zu platzieren, dass sie vom Finger weg fällt.
Dort ist der Erdboden, also unten.
Die entgegengesetzte Richtung bedeutet Himmel (also oben).

Er kann jetzt versuchen, nach oben hin Schnee beiseite zu graben.
Was aber im Grunde genommen recht aussichtlos ist.
Es sei denn, die Schneedecke ist nur 25 cm dick. Ansonsten ist der Schnee sehr hart.
Und mit den Händen eines geschwächten Menschen kaum zu beseitigen.

So mancher hat sich vor Angst schon in die Hose gepisst. Auch das kann hilfreich sein.
Sobald die Bergwacht mit Spürhunden auftaucht, können gut ausgebildete Tiere
den Harn durch den Schnee hindurch riechen.

 

Theoretisches Wissen: gibt es verschiedene Lawinen?
Wenn die Erstickungsgefahr auf den Wintersportler zugerollt kommt,
werden ihm theoretische Abhandlungen nicht viel nützen.
Dennoch kann es nichts schaden, über die verschiedenen Lawinenarten Bescheid zu wissen.

Für Leib und Leben am gefährlichsten ist die so genannte Staublawine.
Hier haben wir nicht den Hauch einer Überlebenschance.
Der Erstickungstod tritt sehr schnell ein.
Weil das feine Staubgemisch aus Schnee und Luft in die Atemwege eindringt.
Staublawinen entstehen durch massiven, pulverartigen Neuschnee
auf sehr steilen Abhängen.

Das Tückische beim Skifahren im krititschen Gebiet:
Die Lawinenbildung findet immer oberhalb des Skifahrers statt, niemals unterhalb.
So entsteht die Schneebrettlawine.
Hier kommen die meisten Skisportler und Wanderer ums Leben.
Weil die Schneebrettlawine fast immer von Menschen ausgelöst wird, die ganz in der Nahe sind.
Irgendwo im Schnee oberhalb des Wintersportlers entsteht ein Riss im Schnee.
Er wird in kürzester Zeit erfasst, mitgerissen und vielleicht begraben.

Die Tauwetterlawine bildet sich vorwiegend im Frühling.
Die stärker werdende Sonne erwärmt den Schnee an der Oberfläche.
Er beginnt zu schmelzen, wird wässerig. Und verliert seinen Zusammenhalt (Kohäsion).

Einzelne Teile fangen an zu rutschen und reißen den Schnee weiter unten mit sich.
Auch wenn dieser noch fester sein sollte.
So dass die fast matschige Lawine immer weiter anschwillt und an Fahrt gewinnt.

 


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