Lanzarote-Urlaub: Was hat die Insel zu bieten?

Kamel-Safari am Timanfaya Nationalpark

Urlaubs-Hotspots
auf Lanzarote

Die Kanarischen Inseln gelten für viele Europäer als das Urlaubsparadies schlechthin. Die Temperaturen sind äußerst angenehm. Durch die Atlantikluft brennt die Sonne nicht so furchtbar heiß herunter.

An den Stränden können Sie surfen, schwimmen und Wassersport treiben.
Und dennoch gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Kanaren-Inseln.

 

Unter den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln nimmt Lanzarote eine Sonderstellung ein.
Denn die Insel ist weitgehend geprägt von einer mondähnlichen Vulkanlandschaft.
Das wirkt sich auch auf die Küstengebiete aus.
Der Sand ist nicht immer gelb oder golden wie auf Teneriffa.
Sondern mancherorts grau, braun, schwarz.
Außerdem ist das Klima trockener als irgendwo sonst im kanarischen Insel-Archipel.

Um Ihnen einen Eindruck von Lanzarote zu vermitteln,
werde ich jetzt ein paar der interessantesten Orte und Urlaubs-Aktivitäten beschreiben.

 

Puerto del Carmen – der Ballermann von Lanzarote
Beginnen möchte ich mit der Südküste.
Puerto del Carmen ist das touristische Highlight von Lanzarote. Nirgendwo finden wir
so viele Badegäste wie an den sonnigen Stränden von Puerto del Carmen.

Trotz des riesigen Zulaufs an Urlaubern hat der Ort viel von seiner ursprünglichen Schönheit
behalten. Tourismus ja bitte, aber nicht um jeden Preis.
So hat die Stadtverwaltung darauf geachtet,
dass Hotels und Ferienhäuser nirgendwo mehr als 2 Etagen haben.

Gleich neben der Altstadt kommen wir zum Hafen von Puerto del Carmen.
Dort laufen Fischerboote und Segeljachten aus.
Die einen zum Broterwerb, die anderen zum Vergnügen.
In Hafentavernen und Fisch-Restaurants wird den Urlaubern frischer Fisch serviert. 

Im Hafen lässt sich die Tradition von Lanzarote noch erahnen.
Ganz anders sieht es auf der 8 km langen Strandpromenade aus (Avenida de las Playas).
Dort laufen Touristen aus aller Welt herum.
In Geschäften und Supermärkten kaufen sie ein, was sie für den Tag am Meer brauchen.
Von der Promenade aus geht es dann zu den Badestränden.

Davon gibt es in Puerto del Carmen gleich mehrere.
Der längste nennt sich Playa de los Pocillos. Ebenfalls sehr beliebt ist der Playa Grande.
Der Playa Honda am Flughafen Aeropuerto Lanzarote darf man auch noch
zu Puerto del Carmen rechnen. Familien mit Kindern fahren gern an die Playa de Matagorda.

Grüne Palmenreihen sorgen für ein märchenhaftes Ambiente.
Vor allem kann man sich auch mal in den Schatten zurückziehen.
Was aber nicht gegen Sonnenbrand schützt. Die Küste vor Puerto del Carmen bietet ähnlich
gute Surfbedingungen wie die Nachbarinsel Fuerteventura.

Partytechnisch ist Lanzarote insgesamt ein relativ ruhiges Pflaster.
Die einzige Ausnahme bildet Puerto de Carmen.
Entlang der Strandpromenade und in der Einkaufspassage Atlantico wimmelt es nur so
von Bars und Kneipen. Viele haben Außenterrassen.
Wo man bei untergehender Sonne und süffiger Partymusik
den Blick auf den blauen Atlantik genießen kann.

 

Nach Teneriffa reisen:
Was spricht für diese Kanaren-Insel?

 

Playa Blanca – der Goldstrand von Lanzarote
Mit die schönsten Strände auf den Kanarischen Inseln findet man an der Südwestspitze
von Lanzarote: in dem kleinen Küstenort Playa Blanca.

Mittelpunkt des Geschehens ist die Uferpromenade. Deutsche, Franzosen, Engländer,
Spanier und Russen bevölkern jeden Abend den Strandboulevard.
Es gibt Dutzende Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Das Touristenaufkommen ist allerdings noch nicht so groß wie groß wie in Puerto del Carmen.

In Playa Blanca finden wir mehrere Sandstrände.
Die beliebtesten sind die Playa Dorada (Goldstrand) und die Playa Flamingo.
Beide Strände liegen etwas geschützt.
So dass auch Kinder ohne Gefahr im Wasser spielen können.
Vor allem an der Playa Flamingo entstehen kaum höhere Wellen als im Schwimmbad.

Am Goldstrand Playa Dorada wird freizeitmäßig einiges geboten.
Die Lanzarote-Urlauber können sich auf einem Banana-Boat durch die Fluten ziehen lassen.
Sie können Jetski fahren. Oder mit dem Paraglider durch die Lüfte segeln.
Wer noch nicht reisemüde ist, kann mit der Fähre hinüber nach Fuerteventura fahren.

Ein ganz besonderes Highlight in Playa Blanca ist das Unterwasser-Abenteuer.
Natürlich können Sie auch tauchen. Was ich aber speziell damit meine,
ist eine 60 minütige Tour mit einem gelben U-Boot.

Wenn Sie mit dem Mietwagen von Playa Blanca aus 10 km der Küste lang nach Osten fahren,
kommen Sie nach Puerto Calero. Dort können Sie eine Tour mit dem Unterseeboot buchen.
Die Wände des Bootes haben große Glasfenster.
So sehen Sie fast alles was sich unter Wasser abspielt.
Die Online-Buchung kostet ca. 50 Euro.
Das Yellow Submarine schwimmt in 35 Meter Tiefe.
Sie können auf der Fahrt ein Schiffswrack und bunte Fischschwärme filmen.

 

Kaktusgarten auf Lanzarote
Jardin de Cactus ist eins der größten Wunder auf Lanzarote.
Nirgendwo sonst in Europa finden wir eine ähnliche Kakteen-Anlage.
Auf einer runden Fläche von ca. 70 m Durchmesser stehen 10.000 Kaktuspflanzen aus aller Welt:
Aus Südamerika (Argentinien, Peru) , Mittelamerika (Mexiko) und Afrika.

Wenn man nicht genau wüsste, dass man sich auf einer Kanarischen Insel befindet:
Man könnte sich fast in der amerikanischen Wüste von New Mexiko, Texas oder Arizona wähnen.

Zu verdanken hat Lanzarote dieses Prachtwerk einem seiner außergewöhnlichsten Bürger:
dem Künstler César Manrique. Ende der 80er Jahren ließ er die stacheligen Kaktuspflanzen
aus fremden Ländern in die Nähe des Ortes Guatiza bringen.
In einem ehemaligen Steinbruch begannen die Arbeiten. Außen herum baute man eine Mauer.
Das runde Gebilde hat Ähnlichkeit einem römischen Amphitheater.

Wenn Sie den Kaktusgarten besuchen, müssen Sie zuerst Eintritt zahlen.
Danach können Sie im Jardin de Cactus frei herumwandern und Fotos machen.
Der Boden ist mit Lavasteinen ausgelegt. Das bringt Vorteile für die Erdbefeuchtung.

Es ist nicht empfehlenswert, die Stacheln der grünen Wüstenpflanzen anzutasten.
Denn sie können giftige Substanzen enthalten, die unserer Gesundheit nicht zuträglich sind.
Also nur schauen, staunen und Bilder machen.

Am Ende des Botanischen Kaktusgartens steht eine Cafeteria.
Dort gibt es Essen, Getränke und Toiletten.
Wenn Sie einen besonders schönen Ausblick auf den Garten haben wollen:
Dann gehen Sie zur Terrasse an der Windmühle. Dort ist Platz für viele Besucher.

 

Timanfaya Kraterpark
Nach dem Abendessen fängt die Erde an zu beben.
Das Grollen ist schlimmer als jedes Gewitter. Feuerfunken fliegen in den Himmel.
Heißer Lavastrom bedeckt Lanzarote. Jesus und Maria, das muss der Weltuntergang sein.

Solche Bilder müssen die Bauern der Insel erlebt haben, als im Jahr 1730 die ersten
Vulkanausbrüche die Insel in ein Inferno verwandelten.
Dieses teuflische Naturschauspiel kommt der Explosion einer Atombombe gleich.
Es verwandelt Lanzarote in die größte Mondlandschaft der Welt.

Für ein Viertel der Insel bedeutet es das Aus.
Zumindest ist keine Landwirtschaft und kein Pflanzenwachstum mehr möglich.
Der Boden ist bedeckt mit schwarzem Lavagestein.
So sieht es heute noch aus, wenn Touristen auf einer Busfahrt
oder Kameltour den Timanfaya Vulkanpark besichtigen.

Ein gruseliges Märchen, denken vielleicht viele.
Doch die Experimente der Fremdenführer belehren sie eines Besseren.
Da ist ein Loch in der Erde. Der Mann steckt ein paar Sträucher hinein. Sofort fangen sie Feuer.
Da steckt ein seltsames Rohr im Boden.
Mit der Gießkanne schüttet der Touristenführer Wasser rein.
Wenige Sekunden später schießt es als heiße Fontäne wieder oben heraus.

Haben Sie jemals ein energiesparendes Restaurant gesehen, das zum Kochen
weder Feuer noch Elektrizität benötigt? Auf Lanzarote kein Problem.
Das Schnitzel wird mit Erdwärme gebraten.
Noch heute betragen die Temperaturen in wenigen Meter Tiefe 400 Grad Celsius.
Damit könnte man in Deutschland enorme Heizkosten sparen.

 

Kameltour auf Lanzarote
Dieses Thema habe ich weiter oben schon mal leicht angeschnitten.
In der Nähe des Timanfaya Nationalparks kann man einen viertelstündigen Ausritt
auf einem Kamel buchen. Das kostet nur ein paar Euro. Ist den meisten aber wohl zu kurz.

Wenn Sie ein echtes Sahara-Feeling erleben wollen:
Dann fahren Sie nach Uga, im Südwesten von Lanzarote.
Dort können Sie sich für eine ganze Stunde ein Kameltaxi mieten.
Dromedare werden die Tiere hier genannt.

Es gibt fast 300 für Touristentouren ausgebildete Kamele auf der Insel.
Das bedeutet: Die Tiere spucken, beißen, lecken, knutschen und treten nicht.
Sie werden auch nicht angepisst. Urlauber durch das wüstenähnliche Inselinnere
zu tragen, das ist ihr Tagesgeschäft. Beziehungsweise das der Besitzer.
Setzen Sie sich und Ihrem Nachwuchs einen Cowboyhut auf.
Damit Sie keinen Sonnenstich bekommen.
Und los geht’s im Zweiersattel. Ein Kamelführer ist natürlich dabei.

 

Papageienstrand Playa de Papagayo
Südspitze von Lanzarote:
1 km südlich von Las Coloradas befinden sich 7 sandige Traumstrände direkt nebeneinander.
Einer davon nennt sich Playa de Papagayo.
Leider habe ich den Grund für diese Bezeichnung nicht herausgefunden.

Hier ist nichts mit Party feiern. Denn wir befinden uns in einem Naturschutzgebiet.
Es gibt keine Kioske, keine Mülleimer oder Restaurants.
Viele Lanzarote-Touristen kommen aus dem benachbarten Playa Blanca (6 km) hierher.
Neuerdings ist das auch mit dem Auto möglich.

Die gelben Strände müssen extrem sauber gehalten werden.
Das Atlantikwasser hat in Küstennähe eine hellgrüne Farbe.
Je weiter es hinaus geht, desto mehr wechselt es ins Tiefblaue.

Die 7 einzelnen Strandabschnitte werden durch Felsen voneinander abgetrennt.
Einsame Strände sind wie gemacht für Freikörperkultur.
Am Playa Caleta del Congrio ist das ausdrücklich erlaubt.

Der Playa Papagayo ist etwas für ruhebedürftige, umweltbewusste Urlauber.
Kein Hotel, kein Lärm, keine Gesänge, kein Massentourismus stören das himmlische
Badevergnügen am Papageienstrand. Sonniges Wetter haben wir sowieso.
Normalerweise trübt kein Wölkchen den blauen Himmel über der Insel.
Lanzarote ist die niederschlagärmste Region der Kanaren.

Vielleicht noch kurz eine Bemerkung zum Thema Sonnenbrand.
Wer schon oft am Mittelmeer oder in der Karibik war, weiß Bescheid.
Lanzarote ist – wie alle Kanaren – recht windig. Man empfindet das Wetter nicht als heiß.

Dadurch unterschätzen viele die Gefahr der UV-Strahlen.
Ohne ausreichenden Schutz bildet sich bald ein Sonnenbrand.
Der einem den ganzen Urlaub verderben kann.
Daher sollte man sich grundsätzlich immer so gut wie möglich eincremen.

 

Arrecife
Obwohl Arrecife die Hauptstadt von Lanzarote ist,
muss es touristisch hinter Puerto del Carmen zurückstecken.
Zwar gibt es auch in Arrecife 2 oder 3 kleinere Sandstrände.
Immerhin lebt jeder zweite Insulaner in der Stadt.
Im Prinzip ist ein Ausflug in die Hauptstadt aber eher als eine Sightseeing-Tour zu sehen.

Wer das Wesen der Kanarier wirklich verstehen will, kann das nicht in den Hotelburgen
im Süden tun. Sondern auf dem Mercado (Marktplatz),
in der Altstadt von Arrecife oder an der Plaza de las Palmas.

Es gibt viele schöne Plätze in Arrecife. Auch am Abend hat man gute Unterhaltungsmöglichkeiten.
Über die 170 m lange Kugelbrücke kommen Sie hinüber auf die Seefestung San Gabriel.
Vielleicht wollen Sie etwas über die Ureinwohner von Lanzarote
erfahren (bevor die Spanier kamen):
Dann werfen Sie einen Blick in das archäologische Museum von San Gabriel.

Der Hafen von Arrecife ist sehr schön ausgebaut. Dort legen Kreuzfahrt-Liner an.
Von hier aus kommen Sie leicht nach Fuerteventura.
Nach Puerto del Rosario z.B. sind es mit der Fähre gut 2 Stunden.
Nach Gran Canaria würde es 5 bis 6 Stunden dauern.

Die Bucht von Arrecife ist malerisch schön.
Die Urlauber verbringen gemütliche Stunden auf Cafeterrassen.
Wenn die Sonne zu heiß sticht: dann besuchen sie im Stadtpark den Musikpavillon.

Für zwischendurch ist das sicher eine nette Abwechslung und Auszeit
vom Strandleben im Süden von Lanzarote.
Die meisten Menschen wollen sich keine 2 Wochen lang immer nur ans Meer legen.
Irgendwann wird man wassermüde. Und möchte etwas anderes erleben.
Dazu ist ein Ausflug nach Arrecife sicher nicht verkehrt.
In der Sommerzeit finden in der Hauptstadt einheimische Fiestas statt.
Was Sie an den Strandgebieten nicht haben.

 

Lanzarote-Aquarium: Bei den Haien tauchen
An der Costa Teguise gibt es ein Aquarium mit 33 Meeresbecken.
Damit ist es das größte seiner Art auf den Kanarischen Inseln.
Wenn Sie an den Bassins vorbei gehen, sehen Sie alle möglichen Fische.
Vor allem Meerestiere aus der kanarischen Region:
Tigerbarsche, Kugelfische, Meeresschildkröten, Krebse und Hummer.

Zur großen Freude von Kindern ermöglicht es der Meeres-Erlebnispark,
bestimmte Lebewesen anzufassen und zu streicheln.
Dabei handelt es sich um kleine Küstenfische, Seesterne und Schildkröten.

Etwas gefährlich mag uns das Tauchen im Haifischbecken erscheinen.
Die Tierchen sind keineswegs zahnlos. Aber doch an Menschen gewöhnt.
Außerdem werden sie wohl gut gefüttert.
Damit sie keine Lust auf eine kleine Zwischenmahlzeit verspüren.

Sie brauchen einen gültigen Tauchschein, um zusammen mit einem erfahrenen Taucher
für 60 Minuten die Nähe von Katzen-, Riff- und Bambushaien zu suchen.

 

Flugverbindungen nach Lanzarote
Wer fliegt von wo nach Lanzarote (Flughafen ACE):
München:                Air Europa und Iberia
Berlin:                      Norwegian Air und Air Berlin
Frankfurt:                 Iberia und Condor
Düsseldorf:              Ryanair und Air Berlin
Wien:                       Austrian Airlines
Zürich:                     Air Berlin

Die Preise, die ich gesehen habe, schwanken ganz erheblich
zwischen 100 und 220 Euro für den Einfachflug pro Person.
Es heißt also: Augen auf, wenn Sie den Flug buchen.

Wenn die Zeit für Ihren Lanzarote-Urlaub gekommen ist:
Dann schauen Sie mal testweise beim den Suchseiten Skyscanner, Fluege.de,
Momondo, TripAdvisor oder direkt bei den Fluggesellschaften vorbei.

 


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