Kapverdische Inseln: Touristen-Attraktionen

Mindelo-Beach auf den Kapverden

Urlaubs-Highlights
auf den Kapverden

Einsame Traumstrände mit Sonnenschein bis zum Abwinken: die Inselgruppe der Kapverden bietet den Touristen eine entspannte Auszeit
vom Trott des Alltags.

Auf den Kapverdischen Inseln kommen nicht nur erholungsbedürftige Badeurlauber auf ihre Kosten. Sondern auch Aktivurlauber wie Wanderer, Biker und Taucher.

 

Die Inselgruppe – ehemals portugiesische Kolonie – liegt 600 km westlich von Afrika.
Aufgrund des tropischen Klimas kann sie praktisch das ganze Jahr über bereist werden.
Fast jeden Tag scheint die Sonne. Eine tropischen Regenzeit gibt es nicht.

Ich werde Ihnen nun die 8 größten Kapverdischen Inseln vorstellen.
Die Reihenfolge ist keineswegs als Wertung zu verstehen.
Die restlichen Inseln sind unbewohnt. Und somit für den Fremdenverkehr uninteressant.

 

Größte Kapverden-Insel: Santiago
Die bedeutendste Insel ist Santiago. Dort leben 50 Prozent aller Einwohner des Staates.
Santiago besitzt die schönsten Strände auf den Kapverdischen Inseln.
500 Jahre lang gehörten die Inseln im Atlantik zu Portugal.
Daher tragen Berge, Städte, Kirchen und Strände allesamt portugiesische Namen.

Beginnen möchte ich meine Insel-Rundreise in Praia – der mit Abstand größten Stadt
auf den Kapverden. Dort finden Sie 1a-Urlaubsattraktionen.
Die Altstadt glänzt mit prachtvollen Gebäuden aus der Kolonialzeit.
Schauen Sie sich die weißen Kirchen an. Schlendern Sie durch den grünen Stadtpark.
Auf dem Obst- und Fischmarkt erlebt der Urlauber afrikanisches Markttreiben.

In Cidade Velha (Südwesten von Santiago) laden die Reste
einer portugiesischen Seefestung zu einer Besichtigungstour an.
Außerdem befindet sich hier die älteste nicht-europäische Christenkirche der Welt.
Gebaut wurde sie schon zur Zeit des Amerika-Entdeckers Kolumbus.

An der Südwestküste liegt die geschichtsträchtige Provinz Ribera Grande.
Dort landeten vor langer Zeit portugiesische und englische Seefahrer.
Dort wurden Sklaven aus Westafrika festgehalten, bevor sie über den Atlantik
in die Karibik und in die USA verfrachtet wurden.
Sie können sich den Platz ansehen, wo die Muskeln und Zähne der Skalven
von Menschenhändlern begutachtet wurden.

Der höchste Berg auf Santiago liegt immerhin 1.400 m über dem Meeresspiegel.
Diese Erhebung und die Täler der Naturparks sind eine interessante Herausforderung
für den Wanderurlauber. Auf Santiago ist es trocken und heiß.
Denken Sie bei Ihrer Trekking-Tour unbedingt an gut gefüllte Wasserflaschen.

Zu den schönsten Sandstränden der Kapverdischen Inseln gehören Praia Baixo und Tarrafal.
Natürlich ist die touristische Infrastruktur (Hotels, Shops, Bars) nicht zu vergleichen
mit den Kanarischen Inseln
. Wir befinden uns immerhin auf dem afrikanischen Kontinent.
Dafür hat man hier aber mehr Ruhe.
In den Wellen des Atlantik können Sie genauso schön surfen wie auf Fuerteventura.

 

Sal: die Salzinsel der Kapverden
Wir reisen 200 km nach Nordosten. Die Insel Sal ist für Urlaubsgäste sehr gut erschlossen.
Man findet hier viele gut ausgestattete Sterne-Hotels.
Auf dieser Kapverden-Insel werden zudem viele Freizeitmöglichkeiten angeboten.
Entsprechend groß ist der Touristenandrang.

Sie kommen in erster Linie wegen der schönen Sandstrände nach Sal.
Die befinden sich vorwiegend im sonnigen Süden.
Die steinige Lavalandschaft im Norden von Sal ist eher etwas für Wanderfreunde.

Einige der schönsten Atlantikstrände befinden sich in der Inselhauptstadt Santa Maria.
An den Gestaden können Sie angeln und allen möglichen Wassersportarten nachgehen.
Oder einfach nur am Sandstrand die Sonne genießen.
Die Stadt Espargos weiter im Zentrum der Insel bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.

Gleich neben Santa Maria finden Sie bei Ponta Preta erstklassige Bedingungen
zum Windsurfen und Wellenreiten.
Taucher freuen sich auf die große Fischvielfalt der Unterwasserwelt vor Sal.
Selbstverständlich können Sie in den Restaurants oder bei den Fischverkäuferinnen
auch leckere Fisch-Menüs essen. Zum Beispiel Thunfisch oder Barsch.

Etwas extravagant kommt das Salzbad in der blauen Felsengrotte von Buracona daher.
Dort können Sie im salzigen Meerwasser schwimmen.
Bei ansteigender Flut gelangt das Salzwasser des Atlantik immer wieder neu
in dieses Naturschwimmbad hinein.

Der Name „Sal“ kommt von den Salzvorkommen auf dieser Kapverden-Insel.
Auch wenn die goldenen Zeiten der Salz-Importe längst Geschichte sind:
Für den Tourismus sind das Salz immer noch relevant.
Zum Beispiel in den Salinenfeldern und -gewässern von Pedra de Lume.
Auf der Wasseroberfläche schwimmen Sie schwerelos wie im Toten Meer bei Israel.

 

São Vicente
Nächste Station ist die Insel São Vicente.
Wie fast überall auf den Kapverden herrscht hier fast immer sonnig-trockenes Wetter.
Das ist es doch, was der Badeurlauber sich von Herzen wünscht.

Die schönsten Strände bilden Praia do Norte, der Flamengo-Strand und Baia des Gatas.
In São Petro (Westküste) haben Windsurfer, Segler
und Kitesurfer Gelegenheit, ihrem Hobby nachzugehen.

Mindelo ist die Hauptstadt von São Vicente.
Zu den Hauptattraktionen gehört der Hafen Porto Grande.
Dort unten sieht man bei guter Zeit immer wieder Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen.
In den Kneipen und Bars werden Seemannslieder, aber auch moderne Chart-Musik gespielt.

In den Geschäften der Altstadt von Mindelo haben Sie Gelegenheit,
sich mit Urlaubs-Utensilien zu versorgen.
Im Volkspalast können Sie die koloniale Bauweise studieren.

Im Februar findet der Karneval von Mindelo statt.
Ganz nach brasilianischem Vorbild
begeistern bunt geschmückte junge afrikanische
Samba-Tänzerinnen das närrische Publikum.

Auf São Vicente sind Wandertouren möglich. Zum Beispiel zum 700 m hohen Monte Verde.
Grün ist dieser Berg heute leider nicht mehr.
Er gleicht eher einer pflanzenleeren Mondlandschaft.

7 km östlich von São Vicente liegt die unbewohnte Insel Santa Luzia.
Vom Fischerhafen Calhau aus können Sie lockerleicht einen Ausflug dorthin machen.

 

Boa Vista
Das portugiesische „Boa Vista“ bedeutet schöne Aussicht oder schöner Anblick.
Diesem Prädikat wird die Kapverdische Insel ganz gut gerecht.
Kilometerlange weiße Sandstrände an der blauen Atlantikküste, hübsche Hotelanlagen,
weite Sanddünen und grüne Palmenoasen verzaubern das Herz eines jeden Urlaubers.

Früher muss es auf den Kapverden generell noch schöner ausgesehen haben.
Nicht erst durch den Klimawandel ist es viel trockener geworden.
Die Pflanzenwelt hat sich zurück gebildet.
Mancherorts sieht man einen Traktor mit einem Wasserfass fahren.
Damit werden die Ortschaften versorgt.

Das städtische Leben auf Boa Vista spielt sich in der Hauptstadt Sal Rei ab.
Fotografieren Sie die katholische Kirche Santa Isabel.
Oder die Kapelle Nossa Senhora de Fátima.

Boa Vista ist nicht nur kulturell interessant.
Zu den Attraktionen der Kapverden-Insel gehören vor allem die langen Sandstrände.
Der weite Strand von Santa Monica ist einer der attraktivsten auf der Insel.
Der Sand ist so gelb wie in der Wüste Sahara.

Sowohl hier als auch im Zentrum von Boa Vista kann man Quad-Ausflüge machen.
Strandhotels und Badeurlauber gibt es nur wenige in Santa Monica.
Sie verteilen sich entlang der langen Atlantikküste.
So finden Sie ohne Probleme ein ruhiges Plätzchen zum Baden und Sonnen.

Viele Menschen aus Europa fahren zum Tauchen nicht nur ans Rote Meer (Ägypten),
sondern auch zu den Kapverden.
Vor der Küste von Boa Vista befinden sich tropische Korallenbänke
und Unterwasserhöhlen. Aber auch ein paar Schiffswracks.

Weitere Attraktionen sind der Leuchtturm Morro Negro, ein Landrover-Ausflug
ins Zentrum der Insel. Sowie eine Walbeobachtungs-Tour im Fischerboot.

 

Santo Antão
Die nördlichste aller Kanarischen Inseln.
Ähnlich wie La Gomera auf den Kanaren und Madeira
ist es ein perfektes Urlaubsziel
zum Wandern. Dazu ist die Insel mit 20 mal 10 km groß genug.

Die Wanderwege auf Santo Antão laufen zum Teil durchs Hochgebirge.
Teilweise sind es mittelgebirgsartige Landschaften.
Eine der meist genutzten Wanderrouten führt hinauf zum Krater des Vulkans Cova de Paúl.
Eine andere zur höchsten Erhebung, dem Tope de Coroa.
Entlang der Küstenwege kann der Kapverden-Urlauber relativ gemütliche
Rucksack-Ausflüge absolvieren.

Bei solchen Wanderungen lernt man die Schönheit der Kapverden-Insel kennen.
Sie kommen durch Kieferwälder. Sie sehen Zitronenfelder, Mandelplantagen,
Ananasbäume und – in Strandnähe – immer wieder Kokospalmen.

Wer sich für mehr für afrikanische Lebensweise interessiert,
wird sich wohl eher in den Städten der Insel Santo Antão aufhalten.
Zum Beispiel in Ponta do Sol, Ribera Grande oder in Porto Novo.

In Ribeira Grande locken viele Geschäfte und Marktplätze für eine Shopping-Tour.
Schauen Sie sich die Kirche Nossa Senhora do Rosário an.
In Porto Novo ist der Hafen mit den Fischerbooten schön anzusehen.
In Ponta do Sol steht eine der prachtvollsten Villen der gesamten Kapverden.

 

Insel-Urlaub auf Mauritius
Strände und Aktivitäten am Indischen Ozean

 

São Nicolau: Wandern statt Strandurlaub
Zwischen Boa Vista und São Vicente befindet sich ein Eiland,
das besonders für Aktivurlauber interessant sein dürfte.
Strände sind Mangelware auf São Nicolau.
Der Sand ist nicht goldfarben, sondern dunkelgrau.

Das sieht vielleicht nicht so besonders schön aus. Soll aber sehr gesund sein.
Der Sand ist nämlich besonders mit Jod angereichert.
Wie viele Schilddrüsen-Patienten wissen, kann Jod müde Geister munter machen.

São Nicolau ist zwar nicht klein, aber dünn bevölkert.
Nur knapp 15.000 Menschen wohnen hier.
In erster Linie leben sie von dem, was der Atlantik in Massen her gibt: von Fischen.

Zu den attraktivsten Städten auf São Nicolau gehören Ribeira da Prata,
Ribeira Brava und Tarrafal.
Besonders schön ist Ribeira Brava. Es gibt einen Strand.
Sie können zahlreiche kulturelle Gebäude und Kirchen besichtigen.
Wenn die Hitze Überhand nimmt, setzen Sie sich im Park zwischen Bäumen
und Blumenfeldern auf ein schattiges Plätzchen.

Aber es muss nicht immer eine Stadt sein.
Entlang der Küsten gibt es verträumte Fischerorte. Wie zum Beispiel Preguçia.
Oder auch Juncalinho, mit seiner Kapelle Sagrada Familia.

Wer im Urlaub wandern möchte, kann dies am Monte Gordo tun.
Das Wandergebiet liegt nicht besonders hoch. Manchmal sogar ganz eben.
Unter der afrikanischen Sonne will das aber nicht viel heißen.

Bei Temperaturen über 25 Grad stellen selbst kleine Hügel eine sportliche
Herausforderung dar. Daher verlegen sich viele Trekking-Liebhaber
auf den frühen Morgen oder auf die Abendstunden.

 

Insel Maio
30 km östlich von Santiago liegt die Insel Maio.
Inmitten einer spärlichen Pflanzenwelt kann man auf Maio wunderbar tropische Vögel,
Seeadler und laichende Schildkröten beobachten.

Insgesamt ist Maio eine sehr ruhige Insel. Einen Partyurlaub können Sie hier vergessen.
Am meisten Betrieb ist noch in größeren Orten wie Vila do Maio, Morrinho oder Alcatraz.

Nach Sonnenuntergang versammeln sich die Einheimischen auf dem Stadtplatz.
In kleineren Orten kann es leicht passieren, dass Sie auf der Straße statt Ziegen
statt Autos begegnen. Auch auf dem Fischmarkt ist meistens viel Betrieb.

Wer auf Maio sportlich aktiv sein will, kann durch grüne Wälder wandern oder radeln.
Ím Vergleich zu anderen Inseln ist der höchste Berg (Monte Pinoso) ein Zwerg.

In den größeren Küstenorten gibt es diverse Wassersport-Angebote.
Manchmal auch ein einsamer Strand. Das alles hört sich nicht nach wahnsinnig viel Action an.
Als junger Mensch würde ich nicht nach Maio reisen.
Dann lieber auf eine andere Kapverdeninsel wie Santiago oder Sal. Dort ist mehr los.

Die schönsten Urlaubsstrände auf Maio liegen in Morro, Bitche Rotcha,
Vila do Maio und Morrinho. Dort können Sie schwimmen, tauchen oder auf den Wellen surfen.

 

Insel Brava
Ganz im Südwesten des kapverdischen Archipels liegt die kleine Insel Brava.
Sie ist nur dünn besiedelt. Die wenigen Menschen hier leben von der Landwirtschaft.
Vom Anbau von Mais, Kartoffeln, Bohnen und Papayas.

Das Klima auf Brava ist vergleichsweise feucht.
So wachsen hier mehr Pflanzen, Kokospalmen und Blumen
also sonstwo auf den Kapverdischen Inseln.

Im Zentrum von Brava liegt die Inselhauptstadt Vila Nova Sintra.
Zwischen den roten Ziegeldächern gedeihen grüne Bäume und allerlei tropische Pflanzen.
Zu den Attraktionen von Vila Nova Sintra gehören die bunten Obstanlagen.
Schauen Sie sich die Nachbildung des Kolumbusschiffes Santa Maria an.
Sowie die alten Herrenhäuser aus der portugiesischen Kolonialzeit.

Auf den Terrassen sitzen Afrikaner gemütlich zusammen bei einem Kaffeeklatsch.
Zeit spielt auf den Kapverden überhaupt keine Rolle.
Hier laufen die Uhren (falls vorhanden) viel langsamer als im hektischen Europa.

Der höchste Berg auf Brava ist der Fontainhas (975 m).
Aufgrund der etwas hohen Luftfeuchtigkeit ist es zwar eine schweißtreibende Angelegenheit,
dort hinauf zu wandern. Besonders fit muss der Urlauber aber nicht sein.

 

Fogo – Feuer-Insel mit Vulkanbergen
Fogo ist eine feucht-heiße Insel auf den Kapverden.
Die Flussbetten sind die meiste Zeit ausgetrocknet.
In den wüstenartigen Abschnitten können sich nur wenige Pflanzen halten.
Wenn Sie in feuchteren Abschnitten wandern, kommen Sie vorbei
an grünen Kaffeesträuchern, an Orangen-, Bananen- und Mangobäumen.

Bei einer Reise über die Insel lernt man verschiedene kleine Dörfer kennen.
Bemerkenswert sind die überwältigenden Aussichten,
die der Urlauber auf dem Rundwanderweg um Fogo hat.
Immer wieder gleitet der Blick hinaus auf den blauen Südatlantik.

Der größte Ort auf Fogo ist die Küstenstadt São Felipe.
20.000 Seelen leben in der viertgrößten Stadt der Kapverdischen Inseln.
Interessant ist immer wieder das Geschehen auf dem Marktplatz,
mit den Obst- und Früchteständen der Schwarzafrikanerinnen.

In diesem Tohuwabohu von Marktgeschrei und spielenden Kindern könnte man glatt
die Zeit vergessen. Über einen Steilweg gelangt man an den Strand von São Felipe.
Weitere sehenswerte Städte sind São Jorge, Mãe Joana
und Salina, mit seinem Meeresschwimmbecken.

Eine der herausragenden Attraktionen dieser Kapverdischen Insel ist der 2.800 m hohe
Vulkanberg Pico do Fogo. Er liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark.
Wir befinden uns in einer karstigen Lavalandschaft.
Ähnlich wie auf Teneriffa
der Pico del Teide.
Eine Wanderung zum Vulkangipfel gehört sicher zu den Highlights eines Kapverden-Urlaubs.

 


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