Kanada: Höhepunkte bei Kanada-Reisen

Entspanntes Ruderer auf Gewässer in Rocky Mountains

Naturschönheiten und Städte in Kanada

Die Bergwelt der Rocky Mountains,
unzählige Seen, Canyons und Eislandschaften:
Kanada bietet seinen Besuchern viel Natur,
viel unberührte Wildnis und Abenteuer-Feeling.
Dazu gehört eine erlebenswerte Tierwelt mit Grizzlys, Elchen, Bisons, Wölfen, Schwarzbären, Elchen, Adlern, Lachsen und Forellen.

 

 

Die Vielfalt Kanadas ermöglicht verschiedene Urlaubs-Aktivitäten.
Sie können Ski fahren, in den Bergen Trekking Touren unternehmen.
Die Seen laden zum Angeln und Kajak fahren ein. Die Städte Kanadas zu Sightseeing-Touren.

Im Osten und an der Westküste Kanadas finden wir interessante Metropolen wie Vancouver,
Toronto, Québec und Montreal. Dazwischen liegt das weite Flachland der Prärie.
Die sich an der Grenze zur USA nahtlos nach Süden fortsetzt.
Zu den Höhepunkten einer Kanada-Reise gehört unbedingt auch der Besuch der Niagarafälle.

Die Sommer in Kanada sind kurz, die Winter eiskalt.
Je weiter man sich vom zivilisierten Bereich aus nach Norden in Richtung Arktis wagt,
desto frostiger werden die Wetterbedingungen. Für eine Reise in die Polarwelt sollte man sich
vorher über das Klima informieren und entsprechende Kleidung tragen.

Kanada ist flächenmäßig der zweitgrößte Staat auf dem Globus.
Es ist nicht möglich, ein so riesiges Land in einem einzigen Urlaub zu bereisen.
Dafür sind die Entfernungen zu groß.
Es ist ratsam, sich für geografisch zusammenliegende Reiseziele zu entscheiden.
Zum Beispiel in British Columbia oder in der französisch-sprachigen Provinz Quebec.
Innerhalb einer solchen Region reicht der Mietwagen aus zur Fortbewegung.

Zur besseren Orientierung können Sie hier eine Kanada-Karte anklicken.
Die Karte kann per Mausklick vergrößert und nach allen Seiten
am Bildschirm verschoben werden.

 

Québec – die älteste Stadt in Nordamerika
Genau hier liegt der Ursprung des modernen Kanada.
Ursprünglich lebten auf dem Terrain von USA und Kanada rote Indianerstämme,
die von Asien aus über die Beringstraße nach Amerika gekommen waren.

Erst im Jahr 1534 landeten mit Jacques Cartier die erste Schiffe aus Frankreich
an den Steilufern von Québec (Cap Diamant). Zur Zeit eines Martin Luther –
als in Deutschland fast niemand die Begriffe „Amerika“ oder „Neue Welt“ je gehört hatten.
Cartier war ein Weltentdecker und Forschungsreisender.
Die eigentliche Stadtgründung Québecs fand erst 70 Jahre später statt.

Québec war 150 Jahre lang die Hauptstadt von Neu-Frankreich.
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht beherrschten die Franzosen in Nordamerika
ein Gebiet,
das größer war als ganz Europa. Bevor die Briten das Königreich aus Eis und Schnee eroberten.
Noch heute ist Québec gespickt mit historischen Sehenswürdigkeiten
aus der französischen und englischen Kolonialzeit.

Quebec sieht nicht typisch amerikanisch aus. Vieles am Stadtbild trägt französische
oder britische Züge. Besonders interessant ist die Altstadt.
Sie ist unterteilt in Oberstadt und Unterstadt.
Das Markenzeichen der Metropole am Sankt-Lorenz-Strom ist das mittelalterlich wirkende
Schlosshotel Frontenac, auf dem Cap Diamant.

Daneben finden Kanada-Urlauber hier noch viele uralte Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Darunter auch die Kathedrale Notre-Dame de Québec – die älteste katholische Kirche Kanadas.
Und das englisch-anglikanische Gotteshaus Holy Trinity.

Die auf einer Hochebene gelegene Oberstadt ist umrandet mit einer 5 km langen Stadtmauer.
Lassen Sie sich durch die Zitadelle von Québec führen.
Die sternförmige Festungsanlage der Briten wurde ab 1820 gebaut.
Zum Schutz gegen die immer dreister werdenden Amerikaner im Süden.
Von den Türmen der Zitadelle hat man eine schöne Aussicht auf die gesamte Altstadt.

Aber nicht alles im Québec hat mit Geschichte und kolonialer Vergangenheit zu tun.
Urlauber und Einheimische erholen sich gern in der bildschönen Natur am Sankt-Lorenz-Strom.
Sie machen Ausflüge zu Stromschnellen, Wasserfällen und Nationalparks.
Oder zu benachbarten Städten wie Levis und Portneuf.
Auch die 20 km lange Ile d’Orléans mitten im St. Lorenz ist einen Tagesausflug wert.

Besonders im eiskalten Winter kann die kanadische Natur bei Québec ihren Zauber entfalten.
Die weiße Schneelandschaft ist wie gemacht für Ausflüge mit dem Schneemobil
oder Wanderungen am Ufer des großen Stroms. Auch im Herbst ist Québec eine Reise wert.
Wenn die Blätter der Ahornwälder eine rotgoldene Färbung annehmen.

 

Montreal
Der Austragungsort der Olympischen Spiele von 1976 hat Kanada-Reisenden einige
sehenswerte Höhepunkte anzubieten. Der Botanische Garten von Montreal unterteilt sich
in 30 verschiedene Bezirke. Jeder steht für ein anderes Land.
So können Pflanzen aus Japan, China, Kanada,
aus amerikanischen Gebirgen und Wüsten bewundert werden.

Das Olympiastadion ist ein weiteres Highlight der Stadt am Sankt-Lorenz-Strom.
Heutzutage wird die Arena nicht nur für Sport, sondern auch für Musik-Events genutzt.
Es finden große Live-Konzerte, Verkaufsmessen, Fußball und Baseball statt.

Im Olympiastadion von Montreal werden zahlreiche Länderspiele ausgetragen.
Der Olympiapark um das Stadium herum wird wie in anderen Olympiastädten als Freizeitgelände
genutzt. So ähnlich wie im Englischen Garten in München.

Ein besonderes Highlight in diesem Bereich ist der schiefe Turm von Montreal.
Der Olympiaturm ragt nicht senkrecht, sondern diagonal in den Himmel.
Kanada-Reisende können mit dem Lift im Turm hinauf fahren. Und die Skyline der Stadt sowie die umliegenden Gewässer und Flussinseln von oben betrachten.

Die Radsporthalle der Olympischen Spiele dient Montreal heute als Naturkundemuseum.
Verschiedene Waldarten aus aller Welt werden hier im Biodome dargestellt.
Zum Beispiel aus dem Amazonas-Gebiet und aus Ostkanada.
Auch die Tierwelt des gesamten amerikanischen Kontinents (Polarregion, Dschungel,
Tropen, Hochgebirge) ist wird eindrucksvoll demonstriert.

Im Osten Kanadas sind die Altstädte ganz besondere Anziehungspunkte.
Hinter der City von Québec zählt Vieux Montréal zu den schönsten Stadtzentren des Landes.
Das Kopfsteinpflaster der Gassen hat man so gelassen, wie es einst in der Kolonialzeit war.

Sehenswert ist neben den Geschäften der alte Marktplatz von Montreal.
Von hier aus kann man einen Ausflug starten zum Lachine-Kanal.
Vom Boulevard La Salle aus sieht man die Stromschnellen im Sankt-Lorenz-Strom.

Was heute den Touristen wie ein interessantes Naturschauspiel vorkommt,
war für bootreisende Pelzhändler früherer Jahrhunderte weit weniger unterhaltsam.
Sie mussten das ganze Gepäck aus den Kanus laden.
Und alles um die Stromschnellen herum tragen. Erst später wurde der Lachine-Kanal gebaut,
um die gefährlichen Stromschnellen zu umfahren.

Interessant wäre in Montreal vielleicht noch die Rue Saint-Denis im Uni-Distrikt.
Studenten und Touristen sind eine willkommene Kundschaft für Buchhandlungen,
Boutiquen, Kino, Theater und die Nationalbibliothek.

Einen der größten Höhepunkte eines Montreal-Aufenthaltes hätte ich fast vergessen:
den Mount Royal. 230 Meter über der Stadt thront eine der größten Kirchen der Erde.
10.000 Menschen passen dort hinein.
Vom Mount Royal hat man einen wahrhaft königlichen Ausblick auf Montreal,
auf den Strom, den Hafen, den Olympiapark und die Ile de Notre Dame.

 

Rundreise im Osten der Vereinigten Staaten
Überblick der Möglichkeiten

 

Toronto – Sehenswürdigkeiten der Weltstadt
Die größte Stadt Kanadas liegt am Ontario-See – 300 km westlich von Montreal.
Toronto hat den größten kanadischen Flughafen. Hier landen viele Flüge aus Europa und Asien.

Das eigentliche Markenzeichen von Toronto bildet der Fernsehturm (CN Tower).
Er ist stattliche 550 Meter hoch. Die Besucher können bis auf 350 Meter hinauf fahren.
Dort ist eine 360 Grad Rundblick-Plattform mit Restaurant.

Auf dem CN-Tower können Sie die Aussicht auf die Wolkenkratzer-Skyline Torontos
und auf die blauen Weiten des Ontario-Sees genießen. Bei klarem Wetter sieht man sogar
im Südwesten den Eriesee und im Süden die Niagarafälle.

Zu den Höhepunkten eines Toronto-Aufenthalts gehört die Besichtigung von Fort York.
Um das Jahr 1800 diente es als Schutz der britischen Kolonialstadt gegen die US-Army.
Auf dem Militärgelände können 200 Jahre alte Soldatenbaracken besichtigt werden.
Am Kanadischen Nationalfeiertag (1.8.) wird mit Musketen und Kanonen geschossen.
Das Kuriose am Fort York: Das gesamte Personal trägt Kleidung aus der Zeit um 1800 bis 1830.

Weitere Highlights von Toronto ist die Kunstgalerie.
Das Schuhmuseum mit Schuhen weltberühmter Persönlichkeiten.
Sowie das Freizeitgelände auf Toronto Island.
Dort können Sie zumindest in der warmen Jahreszeit baden.
Bestimmt aber Wassersport treiben und Kajak fahren.

Für Kanada-Reisende mit Kindern hält Toronto eine Überraschung bereit.
Das Disneyland der Stadt nennt sind Canada’s Wonderland.
Groß und Klein können hier auf zahlreichen Achterbahnen Spaß haben.

Ebenfalls ein himmlisches Urlaubsvergnügen für Eltern und Kinder dürfte ein Ausflug
in den Algonquin-Park Ontario sein. Sie können den Nationalpark zu Fuß, per Kanu
oder mit dem Rad erkunden. Es werden Führungen gemacht.
Dabei sehen Sie zahlreiche Tiere Kanadas wie Bären, Elche,
Wölfe, Biber, Raub-, Wasser- und Singvögel.

 

Niagarafälle
Wir alle kennen die Bilder der größten Wasserfälle in Nordamerika.
Kanada darf dieses Naturwunder nicht allein für sich beanspruchen.
Denn Teile der Fälle liegen auf US-amerikanischem Territorium, im Bundesstaat New York.

Der Fluss Niagara bildet die Verbindung zwischen dem Lake Erie und dem Lake Ontario.
Er ist damit Teil einer Wasserstraße, die über etliche tausend Kilometer vom Oberer See
über den Michigan, Huron, Erie, Ontario über den Sankt-Lorenz-Strom
vor Neufundland schließlich in den Atlantik fließt.

Schon lange, bevor Ihr Blick auf die Niagarafälle fällt, können Sie aus einer Entfernung
von mehreren Kilometern das Rumoren der tonnenschweren Wassermassen hören.
Die indianischen Ureinwohner nannten die Fälle nach dem Lärm
der herabstürzenden Fluten „Niagara“ (Donnerndes Wasser).

Das Großartige der Niagarafälle ist nicht so sehr die Höhe. Da gibt es viel größere.
Wie zum Beispiel die Victoriafälle in Afrika oder die Iguazú-Fälle in Brasilien.
Was den Reiz der Niagarafälle ausmacht, ist die Breite
und die enorme Gischtbildung aus Luft und Wasser.

Mitten in diesem Naturschauspiel zwischen den amerikanischen
und den kanadischen Niagarafällen liegt die Insel Goat Island.
Oberhalb der Fälle können Sie sich mit einem Boot auf die Insel fahren lassen.
Dann stehen Sie im Zentrum der Urgewalten.
Vom der US-Seite aus führt eine Fußbrücke dorthin.

Auf Goat Island gibt es einen Fahrstuhl.
Damit kann man ein paar Etagen tiefer fahren, direkt hinter den Wasserfall.
Sehen tut man zwar nicht viel mehr als weißes Wasser.
Aber es ist ein tolles Erlebnis, sich diesem Weltwunder bis auf wenige Meter zu nähern.

Zudem besteht die Möglichkeit, an einer Bootstour unterhalb der Niagarafälle teilzunehmen.
Sie können sich ziemlich nah heran fahren lassen.
Und die bizarren Farbenspiele des herabfallendes Wassers in Fotos festhalten.
Besonders schön ist das Schauspiel in der Abenddämmerung.

Die dritte Variante wäre die Aussicht von einem der beiden Towers (Skylon, Minolta)
an den Fällen. Von dort aus sehen Sie das Wasser aus der Vogelperspektive herunterstürzen.
Wenn die Urlaubskasse noch gut bestückt ist, können Sie auch an einem Hubschrauber-Ausflug
über die Niagarafälle teilnehmen. Kostenpunkt: je nach Zeitpunkt und Dauer 100 bis 200 Euro.

 

Reiseziele in den USA
Westküste, Ostküste, Rockys und Tiefer Süden

 

Kanadische Rocky Mountains
Von den Niagarafällen aus reisen wir über die Prärie der Bundesstaaten Manitoba,
Saskatchewan und Alberta 3.500 km weiter nach Westen.
Ziel sind die Kordilleren. Ein mega-langes Gebirge, das sich über eine Entfernung von 15.000 km
von Alaska aus über Nord- und Südamerika bis fast nach Kap Hoorn erstreckt.
In den USA und in Kanada werden die Kordilleren schlicht und einfach Rockys genannt.

Im kanadischen Hochgebirge gibt es 4 Nationalparks, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Sie heißen Banff, Jasper, Yoho und Kooteney-Nationalpark.
Der höchste Berg der kanadischen Rockys ist der 3.950 m hohe Mount Robson.

Ein Höhepunkt einer Westkanada-Rundreise ist die Tierwelt in den Rocky Mountains.
Selbst in freier Wildbahn leben heute noch der Puma, Grizzly, Elch, Wolf, Schwarzbär,
Biber und Büffel. In der menschenleeren Bergwelt finden sie immer noch gute Lebensbedingungen.
Auch wenn hier und da die Umwelt schon bedroht ist
durch den Einfluss von Mensch und Erderwärmung.

Solche Tiere können Sie gemütlich in den Nationalparks suchen und finden.
Oder auf sommerlichen Bahnreisen durch die Rockys. Der Luxus-Zug Rocky Mountaineer bringt
Touristen auf verschiedenen Strecken durch die Bergwelt in West-Kanada.
Viele Bahnreisen enden in Vancouver an der Westküste.
Sie fahren dabei über schwindelerregende Brücken, durch lange Tunnels,
an stillgelegten Bergwerken, Tannenwäldern und Seen vorbei.

Bei diesen mehrtätigen Touren übernachten Sie jeweils im Hotel einer Bergstadt.
Nach dem Frühstück geht es weiter auf die nächste Etappe.
Die Züge sind so viel wie denkbar mit Glas ummantelt. So dass Sie möglichst alles
von der schönen Berglandschaft sehen und fotografieren können.

Die Rocky Mountains in Westkanada sind vorzüglich geeignet für sportliche Aktivitäten
im Sommer und Winter. In der warmen Jahreszeit bieten sich Bergwandern, Mountainbiken,
Reiten, Wildwasserfahrten und Camping an. Besonders schön ist eine Kajakfahrt
über das blaue Wasser eines Gletschersees – wie Sie es im Artikelbild ganz oben sehen.

Im Winter wird Ski oder Snowboard gefahren.
Es gibt zahlreiche Langlaufloipen und Rodelbahnen.
Die schönsten Skipisten haben wir in den Bundesstaaten Alberta und British Columbia.
Vornehmlich in den Skiorten Lake Louise, Canmore, Calgary,
Whistler, Sunshine Village und am Silver Star Mountain.

 

Wandern durch den Johnston Canyon
Der Banff-Nationalpark liegt ca. 100 km westlich der kanadischen Großstadt Calgary.
Zwischen der Stadt Banff und dem Lake Louise finden Wanderfreunde
einen der sehenswertesten Fluss-Canyons des Landes.

Natürlich íst er nicht zu vergleichen mit dem Grand Canyon in Arizona.
Aber dafür ist es hier im Johnston Canyon viel angenehmer zu wandern.
Weil es schattig ist. Und weil die Entfernungen minimal sind.
In ca. 3 bis 4 Stunden haben Sie die 17 Kilometer bewältigt.

Immer wieder stürzt der Fluss an kleineren Wasserfällen herunter.
Immer wieder endet der natürliche Wanderweg an einer engen Stelle.
Dann müssen Sie ein paar Meter über eine künstliche Holzstrecke mit Geländer gehen.
Oder auch über eine Brücke zum anderen Ufer des Bergbaches.

Wilde Tiere gibt es keine im Canyon.
Dafür erhalten Sie auf einer gemütlichen Wanderung Einblick in die Flora Kanadas.
Die Tour ist überhaupt nicht unfallträchtig. Sie können sich auch allein auf den Weg machen.

 

Osoyoos: Badeurlaub in Kanada
Bislang war meist nur von weltberühmten Sehenswürdigkeiten in Kanada die Rede.
Jetzt möchte ich eine Region beschreiben, von der Sie garantiert noch nichts gehört haben:
Osoyoos – im tiefen Süden von British Columbia – am gleichnamigen See.
Der nächste Flughafen ist übrigens Vancouver (250 km Entfernung).
Osoyoos könnte man in eine Westkanada-Rundreise absolut mit einbeziehen.

Ich finde es nur fair, auch solche weitgehend unbekannten Reiseziele auf meinem Blog
vorzustellen. Genauso wie man bei einem Deutschland-Artikel den Hunsrück, das Vogtland,
den Rennsteig (Thüringen), das Nahetal, Lausitz, Westerwald, Taunus
und das Weserbergland nicht vergessen sollte.
Solche Reiseziele in Deutschland kennt wahrscheinlich kein Mensch in Amerika.

Nicht nur bei Las Vegas, in Texas und New Mexico gibt es sonnige Wüsten.
Auch Kanada kann mit einer wüstenähnlichen Region aufwarten.
Am Rand dieses kleinen kargen Steppenlandes liegt die das Städtchen Osoyoos.

Der dazu gehörige See ist mit Wassertemperaturen von 24 Grad im Sommer recht günstig
zum Baden. Der Lake Osoyoos ist 5 km lang und 1 km breit.
Genug Platz also für Wasserski, Paddeln und Schwimmen.

So ganz verschlafen ist diese Ferienregion gar nicht. Denn es gibt einiges zu entdecken.
Viele Touristen kommen nach Osoyoos des Weines wegen.
Im Sommer haben wir hier bis zu 30 Grad.
25 km nördlich von Osoyoos liegt die einzige Weinstraße Kanadas: im Okanagan-Tal.
Sie wird liebevoll Golden Mile genannt. Dass in einem zu 95 Prozent winterlich geprägten Land
überhaupt Weintrauben wachsen, grenzt fast an ein Wunder.

Eine weitere Urlaubsaktivität in der warmen Jahreszeit ist das Reiten.
Es gibt einige Reiterhöfe. Golf spielen ist möglich. Es gibt mehrere Clubs. Und Wandern natürlich.

Bei einer Wanderung kommt der Urlauber vorbei an Weinbergen und Obstplantagen.
Im Sommer ist es hier fast wie in der Toskana. Am Mount Kobau ist Mountainbiken möglich.
Dort gibt es eine reiche Vogelwelt zu beobachten.

Im Winter ist es dann aber ganz schön kalt hier in Südkanada.
Am Mount Baldy (30 km östlich vom Osoyoos See) wartet eine Wintersportanlage.
Sie können Ski laufen, Skilanglauf machen oder eine Schneewanderung.

 

Lockruf der Wildnis: die Goldgräberstadt Dawson City
Wir reisen immer weiter Richtung Pazifik.
Vancouver an der Westküste werde ich in einem anderen Artikel beschreiben.
Wir kommen nun in den hohen Norden Kanadas.

An der Grenze zu Alaska befindet sich das Yukon-Gebiet.
Weltbekannt wurde diese wilde Gegend durch das Goldfieber Ende des 19. Jahrhunderts.
Und einige Zeit später durch Bücher und Filme von Jack London (Alaska Kid, Wolfsblut)
und Charlie Chaplin (Goldrausch).

Auf dem Höhepunkt der Hype kamen 40.000 abenteuerliche Gestalten aus San Francisco,
von der Ostküste und aus Europa ins Yukon-Territorium.
Um nach Goldnuggets zu schürfen und ihr Glück zu machen.

Dawson City ist die größte ehemalige Goldgräberstadt am Klondike River bzw. Kondike Mountain.
Nachdem die Träume von Reichtum und Wohlstand zerplatzt waren,
verfiel das Nest in der kanadischen Wildnis. Bis man auf die Idee kam,
den Goldrausch vergangener Zeiten als Touristen-Attraktion wieder aufzubauen.

Gold wird heute immer noch gewonnen in den Flüssen und Bergen bei Dawson City.
Und zwar in Milliardenhöhe. Allerdings nicht von Privatiers, sondern von großen Unternehmen.
Die Touristen werden zur Wasserauswasch-Station „Bonanza Creek“geführt.
Dort können sie die Technik zur Gewinnung des Edelmetalls selbst testen.

Die Gebäude aus der Goldsucherzeit waren schon ziemlich verfallen.
Wurden aber wieder restauriert.
So gibt es Saloons im Westernstil (z.B. die Diamond Hall), sowie ein Spielcasino.
Überall sieht man „leichte Mädchen“ in altmodischen Röcken tanzen, lächeln und flirten.
Das Ganze ist nur ein Spiel. Damit sich die Touristen vergnügen,
und ein Bild machen können, was damals hier abging.

Die Bücher des Schriftstellers Jack London sind keine Fantasieprodukte.
Er war vor über 100 Jahren selbst hier.
Er hat live erlebt, wie sich tausende Männer des Goldes wegen zum Narren machten.
Oder die schmalen Gewinne bei Poker oder Blackjack gleich wieder verspielten.
Als Überbleibsel aus dieser verwegenen Zeit ist heute noch die ehemalige Blockhütte
von Jack London zu bestaunen. Ein wenig erneuert natürlich, aber im Originalstil.

 


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