Irland: Sehenswertes auf der grünen Insel

Steilküste in Irland

Urlaubsregionen in Irland

Grüne Wiesen, Nationalparks, Pubs,
imposante Aussichten auf den Ozean
und frühchristliche Denkmäler: die grüne Insel Irland hat so viele außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten.

Man könnte glatt atemlos werden beim Anblick
von so viel Schönheit, Natur und Originalität.

 

 

Die Nationalparks laden zum Wandern, Radeln und Reiten ein.
In den Kneipen von Dublin wird bei Live-Musik und irischem Whiskey gefeiert.
Die Küsten Irlands sind so rau und wild wie sonst kaum irgendwo in Europa.

Ich möchte Sie nun mitnehmen auf eine Rundreise durch ein Land,
das vom Massentourismus bislang noch nicht so behelligt wurde.
Für Aktivurlauber und Naturfans aber ein wahres Ferienparadies ist.

 

Dublin
Die Hauptstadt Irlands liegt an der Ostküste des Landes.
An der Irischen See, auf der Höhe von Nordwales und Liverpool.
Etliche Mahnmale erinnern noch an die Zeit der Unabhängigkeitskämpfe gegen England.

An anderen Stellen wird der Besucher zurückgeführt ins Mittelalter.
Dublin ist auch eine moderne Stadt. Viele Hightech-Firmen haben sich hier niedergelassen.

Anfangen möchte ich mit den Sehenswürdigkeiten von Dublin.
Später kommen die Pubs dran.
Außerdem habe ich noch ein ganz spezielles Urlaubserlebnis für Sie.


Temple Bar, das Vergnügungsviertel

Wenn es in Dublin eine Touristenhochburg gibt, dann ist es der Bezirk Temple Bar,
im Zentrum von Dublin. Im Vergnügungsviertel sehen wir Straßen mit Kopfsteinpflaster.

Die Pubs sind außen rot und grün gestrichen.
Dort feiern Einheimische und Touristen zünftige Partys.
Am Tage unterhalten Straßenmusiker das Publikum.
Am Abend pulsiert das Nachtleben von Dublin in den Pubs und Bars von Temple Bar.

Aber auch kulturell hat der Stadtbezirk am Liffey-Fluss einiges zu bieten.
Etliche Künstler sind hier zu Hause.
In Galerien werden die Bilder irischer Maler und Fotografen ausgestellt.
Sie können Musikkonzerte besuchen, den Büchermarkt, eine Schauspielerschule.
Und viele Geschäfte, welche kreative Kunsthandwerke verkaufen:
Von Töpfern, Bildhauern und Holzschnitzern.


Dublin Castle

In Deutschland stehen mittelalterliche Burgen fast immer hoch auf dem Berg.
Zum Beispiel an Rhein und Donau.
Dublin hingegen hat ein Schoss mitten in der Altstadt.
Und da es so schön nah liegt, nutzt es der Präsident der Republik Irland als Amtssitz.

Der König von England ließ das Dublin Castle Anfang des 13. Jahrhunderts bauen.
Um die Attacken der widerspenstigen Iren abzuwehren.
Immer wieder war das Dublin Castle Schauplatz irischer Geschichte.
Während der napoleonischen Kriege und im Jahr 1922 kam es zu Aufständen
gegen die verhassten Briten. Die letztendlich in der Unabhängigkeit des Landes endeten.

Bei einer Besichtigung des Dublin Castle können die Urlauber den vergoldeten Thronsaal sehen.
Die Bücherei englischer Könige, den Schlossgarten, die Kapelle und das Polizeimuseum.


Phoenix Park

Das Naherholungsgebiet der Dubliner liegt ebenfalls ziemlich zentral.
Mit einer Fläche von 2,5 mal 3 km gehört der Phoenix-Park zu den größten Stadtparks
in Europa. Wo früher der englische Adel auf die Jagd ging,
befinden sich heute grüne Wiesen, ein Zoo und ein paar kleine Seen.

Im Sommer finden auf dem Parkgelände diverse Veranstaltungen statt.
Es ist kaum zu fassen: aber im Phoenix Park laufen Hirsche frei herum.
Ins Stadtgebiet von Dublin können sie aber nicht entwischen.
Denn rund um den Park hat man eine 11 km lange Mauer gezogen.
Ein riesiger Aufwand, wie ich finde.

Ansonsten sieht es hier so aus wie in vielen Parks auf der Welt.
Spaziergänger führen Hunde Gassi. Radfahrer, Inlineskater und Jogger betätigen sich sportlich.
Mutti fährt den Kinderwagen. Bei schönem Wetter genießen die Menschen ein Picknick.
Zu den Sehenswürdigkeiten innerhalb des Parks gehört neben dem Zoo die 62 m hohe
Wellington Statue. Und ein Kreuz, das an den Papstbesuch von 1979 in Dublin erinnern soll.


Pubs in Dublin

Mehr als 800 Pubs gibt es in Irland. Pubs gehören zu den größten Attraktionen in Dublin.
Die Live-Musik spielt mit Gitarrenbegleitung Balladen, Folk und traditionelle irische Lieder.
Am Abend sind viele Pubs voll bis zum Anschlag.
So machem Besucher geht es später genau so.

Bei Whiskey, Guinness, Baileys oder Apfelwein wird diskutiert.
Man erzählt sich lustige Geschichten. In vielen Kneipen wird Dart oder Billard gespielt.
Dart ist so etwas wie ein Volkssport in Irland.
Bei großen Sportveranstaltungen werden in den Pubs Großbildschirme aufgestellt.

Es gibt wohl keinen Irland-Urlauber, der nicht wenigstens einen Pub besucht hat.
Wenn Sie den Wirt freundlich fragen,
dürfen Sie die Atmosphäre vielleicht in ein paar Fotos festhalten.
Manche Pubs bieten zur Sommerzeit einen Biergarten an.
In dem einen oder anderen befindet sich ein offener Kamin.

Musik und Tanz liegt den Iren im Blut.
Viele Gruppen und Balladensänger haben ihre Wurzeln in irischen Pubs:
Die Tanzgruppe Riverdance, Chris de Burgh, die Kelly Family, The Dubliners,
U2, Enya und der mehrfache Grand Prix-Gewinner Johnny Logan.

Hier noch schnell ein paar Namen der berühmtesten Pubs in Dublin:
Brazen Head (Biergarten), Ha‘ Penni Bridge Inn (Folk-Musik),
The hole in the Wall (Loch in der Wand = Kaminfeuer) und das Bruxelles (Public Viewing).


Jeanie Johnston – Museumsschiff aus dem 19. Jahrhundert

Abgesehen von England, sind aus keinem anderen Land Europas
so viele Menschen nach Nordamerika ausgewandert wie aus Irland.
2,5 Millionen sollen es gewesen sein, die sich nach New York,
Boston und ins kanadische Halifax einschifften.

Die Kennedys, die Mc Namaras, McKenzies. Die O’Sullivans, O’Briens und Shannondoahs.
Die O’Connors, O’Neills und McCormicks.
Sowie die Vorfahren von Ronald Reagan und John McEnroe.
Sie alle haben irgendwann die grüne Insel verlassen, um ihr Glück in der neuen Welt zu machen.
Zumal man dort gerade zur Zeit der großen irischen Hungernot Gold gefunden hatte.

Die meisten haben die Heimat nicht freiwillig verlassen.
Mitte des 19. Jahrhunderts führten Kartoffelschädlinge zu einer unvorstellbaren Hungersnot
in Irland. Wer nicht sterben wollte, musste sich ein Schiff nach Amerika suchen.
In der heutigen Zeit würde man sie als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen.
Aber sie hatten keine andere Wahl.

Eines dieser Segelschiffe war die Jeanie Johnston.
Im Hafen von Dublin steht eine originalgetreue Nachbildung dieses Schiffes,
das später bei einem Holztransport gesunken ist.

Bei einer geführten Besichtigung erleben Irland-Urlauber, wie 200 Flüchtlinge an Bord leben
mussten. Sie sehen die engen Kojen, die gleichzeitig als Küche, Bad und Schlafzimmer dienten.

Auf der Jeanie Johnston sind wie in einem Wachsfigurenkabinett Puppen aufgestellt.
So müssen die Iren damals ausgesehen haben.
Abgemagerte, verzweifelte Gesichter. Mütter mit Babys.
Menschen, die nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in der Neuen Welt aufrecht hielt.

 

Cork
Die zweitgrößte Stadt Irlands liegt an der Südküste.
Die europäische Kulturhauptstadt von 2005 liegt direkt zwar am Wasser.
Um auf den Atlantik zu kommen, müssen aber ein paar Buchten durchquert werden (5 km).

Zu den Sehenswürdigkeiten von Cork gehört zweifellos die City.
Sie liegt auf einer Flussinsel am Lee River.
Ähnlich wie in Dublin, gibt es auch hier jede Menge Pubs und Musikschuppen.
Sie können sich den Fischmarkt ansehen. Oder in der St. Patrick Street shoppen gehen.

Die Universitätsstadt Cork hat kulturell einiges zu bieten.
Wie fast überall in Irland, gibt es eine Gedenkstätte für die Toten irischer Aufstände.
In der Kunstgallerie sind zeitgenössische Werke und Bildhauereien ausgestellt.

Die Grafschaft Cork zählt zu den wenigen Sonnenregionen in Irland.
Vor der Küste fließt der karibische Golfstrom vorbei.
Dadurch bilden sich Klimaverhältnisse fast wie an der Côte d’Azur.
An der irischen Riviera sehen wir Palmen, Agaven und Fuchsien.
Mediterrane Pflanzen, die in diesen Breiten – nördlicher als Köln und London –
normal gar nicht vorkommen dürften.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Region Cork sind der Moby Dick-Pub in Youghal.
Dort in der Nähe wurden Teile des Walfang-Filmklassikers gedreht.
Sie können in Cork eine große Whiskey-Destillerie besuchen.
Die Steilklippen der stürmischen Südküste von Irland fesseln unseren Blick.
Fischerboote bieten Meeresausflüge zu vorgelagerten Inseln an.
Manchmal schwimmen dort Delfine und Wale vorbei.

Traurige Berühmtheit erlangte das Fischerdorf Queenstown (heute Cobh),
in der Bucht von Cork. Am 7. Mai 1915 wurden mehr als 700 Überlebende
des gesunkenen US-Kreuzschiffes Lusitania hier an Land gebracht.

 

Powerscourt Waterfall und Powerscourt Gardens
Ich werde Ihnen nun ein paar irische Nationalparks vorstellen.
Nicht weit vom südlichen Stadtrand Dublins befinden sich die Powerscout Gärten.
Blumenfelder, grüne Rasenflächen und Teiche bestimmen das Landschaftbild der Parks.
Eine solch reizvolle Umgebung ist ideal zum Ausspannen und die Seele baumeln lassen.
Mehr als 500.000 Irland-Urlauber besuchen die botanischen Gärten
und den Wasserfall pro Jahr.

Ein bisschen seltsam mutet der so genannte Hundefriedhof an.
Dort liegen Tiere des Parks begraben. Nicht nur Hunde, sondern auch Pferde, Ponys und Kühe.

In der Nähe der Powerscourt Gardens befinden sich ein paar kleinere Berge (bis 500 m hoch).
Dort können Sie auf Wanderschaft gehen. Genauso wie im irischen Kräutergarten.
Und in Parksektionen, die nach dem Vorbild von Gärten in Italien und Japan gestaltet wurden.

Unweit der Powerscourt Gärten finden die Urlauber den größten Wasserfall von ganz Irland.
Und einen der höchsten in Europa. Die Fluten des Dargel stürzen 120 m in die Tiefe.
Sie können mit dem Auto oder Mietwagen bis direkt an die Fälle fahren.
Zum Vergleich: die Niagarafälle sind nur knapp 60 m hoch.
Allerdings mit ganz anderen Wassermassen pro Sekunde.

Die Bilderbuchkulisse des Wasserfalls wurde bereits in manchen Filmen benutzt.
Zum Beispiel beim „Graf von Monte Christo“ oder bei der Pferdeserie „Black Beauty“.

 

Wicklow Mountains
10 km weiter westlich stoßen wir auf die Wicklow Mountains, im gleichnamigen Nationalpark.
Der Lugnaquilla ist mit knapp 1.200 m über dem Meeresspiegel der zweithöchste Berg in Irland.

Die Landschaft hat etwas Mystisches an sich.
Vor allem wenn Sie durch Nebelfelder an Mooren entlang wandern.
Dann könnte man sich einbilden, man befinde sich in einer entrückten Märchenlandschaft,
wie wir sie von den Gebrüdern Grimm her kennen.

Die Iren dieser Region scheinen etwas abergläubisch zu sein.
Vielleicht hat sich in ihren Köpfen noch der alte keltische Heidenglaube gehalten.
Bei einem Whiskey oder Irish Coffee erzählen sie den Urlaubern von seltsamen Sagen
und Spukgeschichten. Von Geistern, Feen und mysteriösen Goldfunden.

Bei Ihren Wanderungen durch die Bergwelt kommen Sie ein einem frühchristlichen Kloster
aus der Zeit des Missionars Bonifatius vorbei (8. Jahrhundert).
Der Nationalpark ist mit ca. 10 Quadratkilometer nicht besonders groß.
Einen Tourenführer oder Kompass brauchen Sie gewiss nicht.
Am Nordrand des Parks befinden sich 2 Seen.
Dort können Sie angeln oder im Sommer schwimmen.

 

Limerick
Zum letzten Mal eine irische Stadt. Ein Ort, der touristisch lange ein schlechtes Image hatte.
Das von den Wikingern gegründete Limerick war nämlich eine wenig anziehende Industriestadt.
Erst in jüngster Zeit hat sich das Bild spürbar gewandelt.
Nach dem Motto „Unser Ort muss schöner werden“ wurden mehr Bäume
und Grünflächen angelegt. Historische Gebäude wurden renoviert.

Limerick hat eine bewegte Geschichte hinter sich.
Immer wieder wurde es von anderen Mächten erobert.
Nach den Wikingern kam im Mittelalter der irische Hochkönig.
Dann die Normannen, Cromwell und Wilhelm von Oranien.
Aus all diesen Epochen gibt es in Limerick heute noch Bauwerke.

Mitten durch Limerick fließt der Shannon River.
Am Fluss steht eine alte Normannenburg (King John’s Castle).
Von den Türmen haben Sie eine schöne Aussicht über die Stadt und die Meeresbucht.
Vielleicht besuchen Sie auch die strohgedeckten Häuser im Örtchen Adare.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Custom House.
Hier finden Sie Antiquitäten aus dem Mittelalter.
In der Altstadt gibt es reichlich Geschäfte zum Einkaufen und einen Kunstmarkt.
Zu den größten Attraktionen von Limerick gehören die Hunderennen
sowie verschiedene Festivals im Sommer.

Ich würde Ihnen gern von schönen Stränden berichten.
Aber die Westküste Irlands ist nun mal kein Badeparadies.
Das Wasser wäre nur im Sommer zum Schwimmen annehmbar.
Eine nennenswerte Urlaubsregion wäre noch der fast 40 km lange See Lough Derg.
Dort können Sie wenigstens gescheit wandern, fischen, surfen oder Boot fahren.

Limerick besitzt einen Flughafen (Shannon Airport).
Mit RyanAir und British Airways reisen Sie von Deutschland
oder Österreich aus direkt an die irische Westküste.

 

Killarney-Nationalpark
Wir fahren weiter, in den Südwesten von Irland.
Im 10.000-Seelen-Nest Killarney gibt es reihenweise Hotels und Einkehrmöglichkeiten.
Außer Dublin gibt es kaum einen Ort in ganz Irland mit so vielen Touristen
pro Jahr wie eben dieses Killarney.
Entsprechend gut sind die Unterhaltungsmöglichkeiten in Pubs und Clubs.

Ansonsten gibt es in Killarney-Stadt nicht viel zu sehen.
Am interessantesten ist noch die 1,5 km lange Modelleisenbahn im Model Railway Museum.
Ohne den Nationalpark wäre hier gewiss tote Hose.

Irland-Urlauber lieben Ausflüge in die grüne Natur. In Killarney ist das gut möglich:
Mit Pferden, auf dem Fahrrad, mit Pferdekutschen oder auch mit dem Boot.
Zum Beispiel über den 5 km langen See Lough Leane, den Upper Lake
oder den Lake Muckross – alle 3 im Norden des Nationalparks von Killarney.

Im Nationalpark oder in der näheren Umgebung stehen verschiedene Rundwanderwege
zur Auswahl. Der „Ring of Kerry“ ist mit 215 km mit Abstand der längste und anspruchsvollste
von allen. Start und Ziel ist die Stadt Killarney.
Der Weg führt im Westen an der Atlantikküste entlang, durch Berge und Wälder.
Sie können aber auch kürzere Varianten wählen.

Sehr reizvoll ist eine Wanderung oder Pferdetour durch die 10 km lange Schlucht Dunloe.
Am Ende stoßen sie auf 5 kleine Seen. Eine andere Schlucht ist die Moll’s Gap.
Sie kommen an einen Wasserfall. Und an den Aussichtspunkt „Ladies View“.
Der Name kommt von den Hof-Jungfrauen der englischen Königin Victoria.
Die jungen Ladys fanden diese Aussicht auf die Seen und Bergwelt „so very beautiful“.

 

Cliffs of Moher
West-Irland: Zwischen Galway und Limerick finden wir eines der beeindruckendsten
Naturschauspiele der grünen Insel: die Steilklippen von Moher.
700.000 Besucher wollen diese senkrechten Steilwände am Atlantik jedes Jahr sehen.

Die Länge der 200 m hohen Klippen beträgt 8 Kilometer.
Oberhalb der Cliffs of Moher sehen wir eine grüne Wiesenlandschaft.
Manche Touristen sind so leichtsinnig, bis ganz an den Rand nach vorn zu gehen.
Damit sie die 200 Meter direkt auf die Brandungswellen hinunterschauen können.

Das ist lebensgefährlich. Denn hier am Rand ist nichts extra befestigt.
Es gibt kein Geländer, nur Gefahrenschilder.
Wenn Sie Fotos machen wollen: dann gehen Sie bitte ein paar Kilometer nach rechts oder links.
Damit Sie die Klippen von der Seite her knipsen können.

Vor einem Ausflug zu den Cliffs of Moher sollten Sie den Wetterbericht studieren.
Ein bisschen Nieselregen ist nicht schlimm.
Aber oft bringt der Atlantik heftige Regenschauer mit sich.

Am höchsten Punkt der Klippen steht der ehemalige Leuchtturm O’Briens Tower.
Von da aus haben Sie den besten Ausblick.
Bei einigermaßen klarem Wetter sehen Sie viele Kilometer weit hinaus auf den Ozean.
Manchmal sieht man sogar senkrechte Wasserspritzer.
Das sind Wale, die vor der irischen Küste ihre Bahnen ziehen.

 

Rock of Cashel
Im Süden von Irland befindet sich eine halbwegs gut erhaltene mittelalterliche Kathedrale.
Nicht etwa in einer Stadt, sondern auf einem 65 m hohen Berg, dem Rock of Cashel.

Schon in frühchristlicher Zeit soll ein irischer Clan diesen Platz erobert
und hier jahrhundertelang gewohnt haben. Denn es nicht nur eine schöne Gegend.
Der Rock ist militärisch gesehen ideal gelegen.
Vom Rock aus konnte der Clan die ganze Ebene kontrollieren.
In der Folgezeit wurden hier sogar irische Könige gekrönt.

Der Bau der heutigen Kathedrale begann aber erst im 13. Jahrhundert.
Immer wieder kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen um dieses Bauwerk
und zu Bränden. Man kann von Glück sagen,
dass sich die Kathedrale noch in einem passablen Zustand befindet.

Folgendes kann heute noch besichtigt werden:
Das Kreuz des Heiligen St. Patrick, die Türme der Kathedrale, diverse Grabstätten,
die königliche Kapelle Cormac und die schön restaurierten Fresken.

Der Rock of Cashel gehört nicht unbedingt zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Irland.
Dennoch ist er attraktiv genug, dass regelmäßig Touristen hierher strömen.
So lohnen sich im Ort Cashel die vielen Hotels und Ferienwohnungen.
Eines davon trägt den prominenten Namen Copperfield House.

 

Connemara Nationalpark
Ganz im Westen von Irland liegt eine Naturlandschaft,
die besonders Wanderurlauber erfreuen dürfte.
Der Connemare Nationalpark besteht aus Bergen, Mooren und Sümpfen.
Zunächst einmal sollte man das Besucherzentrum Kylemore am Eingang des Parks aufsuchen.
Dort gibt es Proviant in Form von Sandwiches, Snacks, Kuchen und Getränken.
Für den Fall, dass Sie vergessen haben, die Salamistulle in den Rucksack zu tun.

Der meist genutzte Wanderweg führt über knapp 7 km hinauf auf den Diamond Hill.
Der liegt 450 m über Meeresniveau. Die Bergtour ist eine felsige und anstrengende Angelegenheit.
Es geht zum Teil steil bergauf. Sie brauchen eine ziemlich gute körperliche Verfassung.
Je nach Kondition und Ruhezeiten sollte dieser Rundweg in 3 oder 4 Stunden zu schaffen sein.

Unterwegs sehen die Wanderfreunde frei lebende Ponys und Rotwild.
Auf dem Gipfel des Diamond Hill hat man eine einwandfreie Sicht
über die grau-grüne Wald- und Gebirgslandschaft Westirlands. Inklusive dem blauen Meer.
Andere Wanderwege gehen noch höher hinauf.
Der höchste Berg Twelve Bens misst eine Höhe von 730 Metern.

Etwas weiter westlich sind Küstenwanderungen im fast menschenleeren Raum möglich.
Sogar ins Wattenmeer hinein.
Ähnlich wie der Mount St. Michel in Frankreich ist die Insel Omey nur bei Ebbe zu erreichen.
Dazu sollte man sich am besten einen erfahrenen Wattführer mitnehmen.
Immer wieder stößt man in diesem abgelegenen Teil Irlands
auf steinerne Monumente aus der Keltenzeit.

 


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