Hüttenregeln für die Übernachtung

Tipps zur Hausordnung auf Berghütten

In den Alpen gibt es zahlreiche Hütten. Nach einer anstrengenden Tagestour
kehren Wanderer, Skifahrer oder Bergsteiger dort ein zum Übernachten.
Der Komfort in den Hütten ist absolut nicht zu vergleichen mit dem in Hotels.
Auch das Zusammenleben gestaltet sich anders.

So muss jeder gewisse Rücksichten nehmen und die Hausregeln beachten.
Ich zeige nun auf, worauf Sie bei der Übernachtung in einer Berghütte achten müssen.

 

Hüttenbett buchen und Vorbereitung
Bevor ich zu den Gepflogenheiten in den Hütten komme, kurz ein paar Worte zum Gepäck
und zur Vorbereitung des Aktivurlaubs in den Alpen.

Je nach Jahreszeit sollten Sie für angemessene Kleidung sorgen.
Dazu gehören dicke oder normale Strümpfe, Pullover,
lange oder kurze Unterwäsche und Kopfbedeckung.
Sie brauchen stabile Wanderschuhe, gewisse Hygieneartikel und evtl. Ski-Accessoires.
Falls es später werden sollte, ist eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe ganz nützlich.

In den Rucksack gehören Pflaster, Wasserflasche und gegebenenfalls eine Karte
des Wandergebietes. Vergessen Sie nicht den Vereinspass,
falls vorhanden (z.B. vom Deutschen Alpenverein).
Der sichert Ihnen eine Preisersparnis bei der Übernachtung.

Möglicherweise werden Sie mit mehreren Leuten zusammen in einem Raum schlafen.
Auch wenn nur ein einziger von denen schnarcht, werden Sie froh sein,
Ohrstöpsel im Gepäck zu haben. Liegt der Reisetermin in den Wintermonaten,
dann sind Winterreifen und evtl. Schneeketten empfehlenswert.

An Ihrem Urlaubsort wird es verschiedene Berghütten geben.
Also schauen Sie im Internet nach. Suchen Sie nach Angeboten.
Führen Sie Preisvergleiche durch. Und achten dabei auf die Ausstattung der Hütte.
Dabei kann es zu deutlichen Unterschieden kommen.

Sie kontaktieren den Hüttenbetreiber. Und führen die Buchung durch.
Damit ist alles vorbereitet. Sollte etwas dazwischen kommen,
denken Sie bitte daran, rechtzeitig anzurufen. Und die Buchung zu stornieren.

 

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An Pflicht-Utensilien denken
Die Regeln besagen, dass Sie das Haus nur in sauberen Schuhen betreten dürfen.
Damit der Boden nicht beschmutzt wird.
Natürlich werden die Wanderschuhe bzw. Stiefel in der freien Natur dreckig.
Das ist normal. Aber sie müssen vor der Haustür ausgezogen werden.

Am Abend laufen Sie in Hausschuhen oder Hüttenschuhen herum.
Das können ganz normale Pantoffeln sein, oder im Sommer Badeschlappen.

Viele Hütteneigner stellen Handtücher und Badetücher zur Verfügung.
Andere wiederum nicht. Das erfahren Sie auf seiner Internetseite.
Was Sie auf jeden Fall mitbringen müssen, ist ein Schlafsack.
Es gibt auf der Hütte keine Bettdecken im hotelähnlichen Sinn.
Das erspart dem Hüttenwirt die Kosten für Waschmaschine und Waschmittel.
Jeder bringt quasi seine eigene Schlafdecke mit.

 

Einchecken
Nach der Ankunft am Berg melden Sie sich beim Hüttenchef.
Der nimmt die Personalien auf. Gibt Ihnen bzw. Ihrer Wandergruppe den Zimmerschlüssel.
Er geht mit Ihnen. Zeigt Ihnen die Räumlichkeiten und weist auf die Hausordnung hin.

 

Rauchen und Alkohol
In den Berghütten herrscht absolutes Rauchverbot. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
Wenn Sie eine Zigarette qualmen wollen, müssen Sie hinaus auf die Veranda.
Nicht nur wegen der Luftverschmutzung im Haus.
Sondern auch wegen der gegebenen Brandgefahr in Holzhütten.

Auch Alkohol ist nicht gestattet.
Wenn Sie unter der Bettdecke den Flachmann auspacken, wird keiner etwas merken.
Grundsätzlich aber gilt: Wein, Bier, Schnaps oder anderer Fusel sind in der Hütte tabu.

 

Lautstärke begrenzen
Nachts ist alles mucksmäuschenstill im Haus.
Aber auch in den Stunden vor oder nach dem Schlaf müssen Sie die Lautstärke
Ihrer Rundfunkgeräte den Hüttenregeln anpassen.
Damit andere Gäste nicht über Gebühr belästigt werden.

Schalten Sie also die Musik im Radio bzw. den Fernseher auf Zimmerlautstärke.
Beziehungsweise bei einem Mehrpersonenzimmer so,
dass andere dadurch nicht genervt werden.

 

Essen auf der Hütte
Die meisten Hüttenbetreiber erlauben es, wenn Sie mitgebrachtes Essen oder Getränke
zu sich nehmen. Aber auch hier sollte man vorsichtshalber die Hüttenordnung studieren.
Denn vor allem die Hütten entlang der Skistrecken haben eine Küche.
Sie wollen mit Speis und Trank natürlich Geld verdienen.

Die Frühstückzeiten können variieren zwischen 6 und 7.30 Uhr.
Mittagessen gibt es bei Hütten-Restaurants in der Regel zwischen 11.30 und 14 Uhr.
Wenn Sie weit draußen in den Bergen wandern, sollten Sie Proviant im Rucksack haben.

Die Brotzeit abends wird zwischen 17 und 19 Uhr gereicht.

 

Strikte Nachtruhe
Wenn Sie allein in der Hütte schlafen sollten, können Sie machen, was Sie wollen.
In der Regel werden aber viele Leute in einem Haus nächtigen.
Also gilt es Rücksicht zu nehmen. Und andere Leute nicht zu wecken.
In den meisten Hütten ist um 22 Uhr Zapfenstreich.
Danach geht das Licht aus, bis morgens um 6 Uhr.

Falls Sie nachts zur Toilette müssen, sind Sie verpflichtet, sich leise zu verhalten.
Schließlich haben alle einen anstrengenden Tag vor sich.
Und brauchen den energiespendenden Schlaf.

 

Hundeverbot
Hunde, Katzen, Vögel und andere Tiere sind oft grundsätzlich verboten.
Falls Sie einen Vierbeiner haben: dann sehen Sie bitte ganz am Anfang im Internet nach,
ob der Zimmervermieter das erlaubt. Und wo der Hund übernachten wird.

Falls das möglich ist: Dann muss das Tier mit einem Mikrochip ausgestattet werden.
Dort stehen Name und Telefon-Nummer drauf. Falls der Bengel mal wegläuft.

Außerdem ist es notwendig, dass Hunde gegen Tollwut geimpft sind.
Damit sie weder Mensch noch Tier in Lebensgefahr bringen können.

Auf jeden Fall sollten Sie eine Hundeleine mitnehmen.
Inwieweit die dann in der Bergwelt eingesetzt werden muss, wird sich zeigen.
In der Regel muss der Hund an die Leine.
Denn in den Alpen gibt es alle möglichen Kleintiere, die es zu schützen gilt.

 

Après-Ski in den Bergen
Auf den Hütten geht die Post ab

 

Müll-Entsorgung und Urlaubsende
Egal ob Sie nur eine Nacht oder mehrere Nächte in der Hütte übernachten: es wird Müll anfallen.
Dieser ist ordnungsgemäß zu sortieren.
Am Ende des Aufenthalts müssen Sie für die Müllbeseitigung sorgen.
Das bedeutet nicht: einfach in den benachbarten Wald oder in die Kloschüssel kippen.
Sondern Sie müssen den Abfall einpacken und im Tal abgeben.

Wenn Sie ein feiner Mensch sind, dann zahlen Sie die Rechnung, bevor Sie abreisen.
Und zwar möglichst mit Bargeld. Dabei geben Sie den Zimmerschlüssel ab.

 

So liebe Leser,
ich denke, das war ein ganz annehmbarer Überblick,
was man beim Aufenthalt in einer Berghütte zu beherzigen hat.
Jedes Haus hat eigene Regeln.
Aber nun sind Sie schon mal vorbereitet auf das, was da so kommen mag.

 


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