Geheimnisvolles Schottland: Loch Ness

Nessie-Seeungeheuer in Loch Ness Schottland

Schottland-Urlaub
in Loch Ness

Der Bergsee Loch Ness liegt in den Highlands von Nordschottland – 250 km Autokilometer nördlich von Edinburgh und Glasgow. In Europa gibt es keinen vergleichbaren See. Keinen, der jedes Jahr so viele schaulustige Touristen anzieht. In der Hoffnung, dem Geheimnis von Loch Ness auf die Spur zu kommen.

Es gibt nur ganz wenige Phänomene und Mythen auf dieser Welt,
die sich über einen so langen Zeitraum behauptet haben wie das Ungeheuer Loch Ness.
Das imaginäre Atlantis, das Bermuda-Dreieck.
Blutsaugende Drakulas, Zombies, Verhexungen, Ufos und Außerirdische.

Das alles sind Geschichten, die sich hartnäckig halten.
Die nie ganz bewiesen und nie ganz widerlegt werden können.
Ebenso wie das Ungeheuer Nessie.
Ein Reptil, ein Riesenfisch, Wal, Schlange, Drachen oder was auch immer,
das alle paar Jahre wieder im Loch Ness gesichtet wird.

 

Wie entstand die schottische Legende von Loch Ness?
So soll das geheimnisumwitterte Nessie aussehen: Ungefähr 10 bis 15 Meter lang.
Vom Erscheinungsbild her ein Mix zwischen einem urzeitlichen Saurier und einer Seeschlange.
Im Vergleich zum Rumpf ist der Kopf ziemlich klein.
Das könnte in der Tat für einen Plesiosaurier sprechen.

Der Hals ist schlank wie bei einer Giraffe. Der Schwanz schlängelt sich
durch das blaue Wasser des Lochs wie eine unheimliche Seeschlange.

Die Geschichte der Nessie-Legende beginnt im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.
Ein Seeungeheuer soll sich am Ufer von Loch Ness einen ahnungslosen Bauern
zum Frühstück geangelt haben. Daraufhin soll ein Mönch mit Christuskreuz
und drohenden Sprüchen die Bestie vertrieben haben.

Auch im Mittelalter kam es immer wieder zu unheimlichen Begegnungen mit Nessie.
Bis in die Neuzeit vergeht kaum eine Dekade,
in dem das Ungeheuer von Loch Ness nicht gesehen wurde.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dann der „endgültige Beweis“
erbracht für die Existenz des Ungeheuers von Loch Ness.
Die London Times brachte eine groß aufgemachte Reportage heraus.
Mit dem Bild eines langhalsigen Monsters, das aus den Tiefen des Sees aufgetaucht war.

Tatsächlich hatte ein Tourist Fotos gemacht von einem riesigen Tier,
das ihm beim Spaziergang am Ufer aufgefallen war.
Allerdings sind seine Aufnahmen recht unscharf. Er war zu weit weg.
Wenige Monate später wurde Nessie sogar an Land gesehen.
Es ließ sich gerade ein Schaf schmecken.

Spätestens jetzt setzte ein Touristenstrom nach Loch Ness ein, der bis heute ungebrochen ist.
Durch ein sensationelles Urlaubsfoto könnte man schnell weltberühmt werden.
Außerdem lockt der Nervenkitzel, wenn man in der Abenddämmerung die Wasseroberfläche
des schottischen Sees nach verdächtigen Erscheinungen absucht.

Durch all diese Geschichten ist das Loch Ness heute ein Anziehungspunkt
für Reisende aus Europa, Amerika und Asien.
Sobald das Monster in Vergessenheit gerät, tauchen wieder neue Horrormärchen auf.
Wieder hat jemand das geheimnisvolle Seeungeheuer im Wasser schwimmen sehen.
Kritische Stimmen behaupten allerdings:
Die Tourismusbranche von Schottland verbreite selbst solche Gerüchte.
Um das Interesse am Loch Ness wach zu halten.

 

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Argumente für die Existenz des Nessie-Monsters
Immer wieder gibt es unter Schottland-Touristen und Einheimischen Augenzeugen,
die das monströse Seeungeheuer im Loch Ness gesehen haben wollen.
In Zeitungen und Boulevard-Magazinen werden Bilder und Videofilme
über das Auftauchen von Nessie veröffentlicht.

Doch die meisten davon belegen nicht eindeutig,
dass es sich um ein lebendiges Wesen handelt.
Es könnte genauso gut ein Schatten oder eine Lichtspiegelung bei Sonnenuntergang sein.

Das nahe bei der Stadt Inverness gelegene Loch Ness ist für seine geringe Breite
von 1,5 Kilometer sehr tief (bis 230 Meter).
Unter der Wasseroberfläche gibt es viele Höhlen, in denen sich ein prähistorisches Unikat
vor Tauchern und Echo-Booten verstecken könnte.

Außerdem bietet das beträchtliche Wasservolumen des Loch Ness
(das größte in ganz Großbritannien) genug Lebensraum und Nahrung für ein Tier
dieses Ausmaßes. So die Anhänger der Loch Ness-Befürworter.

Einige Forscher vermuten:
Vor langer Zeit waren die Täler der heutigen Highlands ein Teil des Nordatlantik.
So konnte ein großer Meeresbewohner ganz leicht in den Fjord (englisch: Firth) hinein
schwimmen. Später habe sich das Land angehoben.
Dadurch wurde eine Rückkehr in den Ozean unmöglich.
Nun ist das Vieh im Binnensee quasi eingesperrt.

 

Alles nur Märchen, Einbildung, Fake-Nachrichten?
Argumente gegen das geheimnisvolle Ungeheuer
Warum wurde – abgesehen von dem angeblichen Bauern in der frühchristlichen Zeit –
noch nie ein Mensch, ein Boot, Taucher oder Wassersportler von einem Tier
im See angegriffen? Diese Frage kann niemand beantworten.

Wie alt kann so ein Ungetüm überhaupt werden?
Kann es sich vermehren, wenn es doch als Einsiedler lebt? Oder sind es doch mehrere?
Warum ist den angeblichen Beobachtern immer nur ein einziges Exemplar erschienen?
Warum niemals eine Kinderschar beim lustigen Familienausflug an die Wasseroberfläche?

Kritiker geben zu bedenken: Zwar ist das Loch Ness reich gesegnet mit Fischen.
Aber dennoch: ein tonnenschweres Monster mit einem solchen Körpergewicht müsste
irgendwann den See komplett leer gefressen haben.

Man argumentiert, die Beobachter hätten Nessie mit einer anderen Erscheinung verwechselt.
Zum Beispiel mit einem extrem großen Fisch oder einem schwimmenden Baumstamm.
Es seien schlichtweg Trugbilder, von denen sie berichten.

Es geht das Gerücht: Menschen, die unbedingt in die Zeitung wollen,
haben am Filmmaterial herum retuschiert und manipuliert.
So lange bis die Aufnahme einem Wassersaurier täuschend ähnlich sah.
Auch die Reisebüros von Nordschottland stehen unter Verdacht,
dem Nessie-Weltwunder durch Fake-News immer wieder
neue Aufmerksamkeit zu bescheren.

Hier steh ich nun, ich armer Tor. Und bin so schlau als wie zuvor.
Mit diesem Zitat von Goethes Magister Faust möchte ich die Kontroverse
um den Wahrheitsgehalt der Nessie-Legende abbrechen.

Stellt sich die Frage, ob man das Vorhandensein einer sehr ungewöhnlichen Sagengestalt
unbedingt wissenschaftlich beweisen muss.
Ist es nicht viel reizvoller, wenn in unserer allzu sachlichen Zeit
ein paar dunkle Geheimnisse ungeklärt bleiben?
Wie sieht es mit dem christlichen oder islamischen Glauben aus?
Lässt sich die Existenz Allahs oder eines Gottes beweisen?

 

Loch Ness und das schottische Hochland als Urlaubsziel
Wenn Sie sich näher über Nessie informieren wollen:
Dann fahren Sie am besten ins Nessie Informations-Center in Drumnadrochi.
Damit sollte dieses Thema nun abgehakt sein.

Das Hochland von Schottland ist keineswegs nur wegen Loch Ness eine Reise wert.
Schauen Sie sich in Inverness die Burg an, wo im frühen Mittelalter
der durch Shakespeares Werk berühmte König Mcbeth regierte.
Fahren Sie zu den Mooren und zum Schlachtfeld von Culloden.
Wo Schottland vor 270 Jahren seine Unabhängigkeit an England verlor.

Besuchen Sie schottische Pubs.
Oder die Whisky-Brennereien in Blair Athol oder Glen Ord (bei Inverness).
Auch der Cairngorms-Nationalpark (20 km östlich von Loch Ness) ist sicher
eine Kurzreise wert. Ebenso wie die Burgruine von Urquhart Castle.

Viele Urlauber schätzen die landschaftliche Abgelegenheit der rauen schottischen Highlands.
Hier gibt es fast nur Dörfer. Sie können durch Wälder, Heide- und Moorlandschaften wandern.
Sie werden zu Wasserfällen kommen. Um die Seen herum verlaufen Radwege.
Dabei stoßen Sie auf einen ganz anderen Menschenschlag
also sonstwo im Vereinigten Königreich.

Im Norden von Schottland gibt es mehrere hunderte Lochs. Alle sind in der Eiszeit entstanden.
So wie in Mecklenburg-Vorpommern, Finnland und Südschweden.
Auf diesen Seen können Sie segeln, rudern oder im Wind surfen.
Wer ein ruhiges Angeln liebt, für den sind die Seen der Region Loch Ness ein Urlaubsparadies.
In den Gewässern gibt es einen reichen Fischbestand
an Lachsen, Hechten, Aalen und Forellen.

 


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