Fuerteventura: bestes Surfrevier Europas

Wellenreiter beim Surfen auf Fuerteventura

Traumhafte Surfspots
vor Fuerteventura

Keine der Kanarischen Inseln ist fürs Windsurfen, Kitesurfen und Wellenreiten so prädestiniert wie Fuerteventura. Passionierte Surfer nennen die Insel gern das Hawaii Europas. Damit ist schon alles gesagt.

Einmalig günstige Passatwinde machen Fuerteventura zu einem Top-Erlebnis
zu fast allen Jahreszeiten.

 

An der Playa Sotavento werden Surf-Weltcups ausgetragen.
Nirgendwo sonst in Europa herrschen so hervorragende Bedingen wie auf den Kanaren.

Das Surfer-ABC ist eine Wissenschaft für sich.
Wenn man sich einen Surfer in Action anschaut, ahnt man schon, dass es technisch
nicht einfach ist. Dass aber so viel Hintergrundwissen beim Surfen eine Rolle spielt:
Das denkt wohl keiner.

Beim Wellenreiten auf Fuerteventura spielen folgende Faktoren eine Rolle:
Windstärke, Windrichtung, Jahreszeit.
Die Windrichtungen im Atlantik ändern sich von Tag zu Tag.
So ist es erforderlich, die Wetternachrichten und Windvorhersage im Auge zu behalten.

Wer günstige Wellen erwischen will, muss außerdem wissen,
welchen Einfluss die Beschaffenheit der Küste auf das Surfvergnügen hat.
Auf Fuerteventura haben wir Riffe, Felsenstrände (Reefbreaks)
und Sandstrände (Beachbreaks).

Auch die Gezeiten des Meeres darf ein Surfer nicht außer Acht lassen.
Mancherorts geht es besser bei Ebbe, woanders besser bei Flut.
Last but not least spielt bei der Auswahl des besten Surfreviers
das eigene Können eine entscheidende Rolle.
Ein Strand, der für Fortgeschrittene optimal ist, kann für Anfänger eine Katastrophe bedeuten.
In diesem Artikel erfahren Sie nun die Einzelheiten.

 

Warum ist Fuerteventura das beste Surfrevier in Europa?
Was alle Kanarischen Inseln gemeinsam haben, ist das Bilderbuchwetter
und die durchweg angenehmen Wassertemperaturen von rund 20 Grad.
So ist es möglich, selbst im Februar noch dem Surfvergnügen nachzugehen –
Wahrscheinlich dann im Neoprenanzug.

Bei kühlerem Winterwetter (z.B. auf Sardinien oder an der Adria) werden die Wellen
anders gebrochen als bei konstanten 18 bis 22 Grad auf Fuerteventura.
Die Gleichmäßigkeit der Wassertemperaturen ist ein ganz großes Plus
für die Surfreviere auf den Kanaren.

Bei den Windstärken gibt es Unterschiede zwischen den 7 Kanarischen Inseln.
Zwar ist der Atlantikwind überall mehr oder weniger spürbar.
Allerdings haben Teneriffa, La Palma und La Gomera relativ hohe Gebirge.
Diese verhindern, dass die Winde ungestört über die Inseln auf die
gegenüberliegende Küste kommen. Das aber ist nötig für optimales Wellenreiten.

Auch Teneriffa hat mit die besten Surfreviere in Europa.
Noch besser ist es aber auf Fuerteventura. Denn die Insel ist relativ flach.
Das kommt den Surfrevieren zugute.
Die Wellen brauchen Gegenwind (Offshore-Winde)
Die Luft muss von der Insel her aufs Meer blasen. Das ist nur bei flachem Gelände möglich.
Nur so können sich sehr hohe Surfwellen bilden.

 

Beste Reisezeit fürs Wellenreiten auf den Kanaren
Während Strandtouristen Fuerteventura, Teneriffa und Lanzarote am liebsten im Sommer
besuchen. Sieht es bei den Surfern ein wenig anders aus.
Für sie ist der Sommer sogar die schlechteste Jahreszeit.
Sie bevorzugen den Herbst und den Winter. Vor allem die Profis.

Von Oktober bis Dezember/ Januar sind die Surfverhältnisse optimal auf Fuerteventura.
Auch im Februar ist es noch ganz gut.
Obwohl das Wasser dann mit 18 Grad schon ein wenig kühler ist.
Aber dafür hat man ja den Surfanzug. Den gibt es übrigens in verschiedenen Dicken.

 

Tipps zum Surfen auf Fuerteventura

Ostküste: optimal für Anfänger
Die meisten Pauschalurlauber reisen an die Ostküste der Kanareninsel.
An den feinen Sandstränden aalen sie sich in der Sonne.
Und gehen ihrem Badevergnügen nach.

Hier im Osten von Fuerteventura liegen besten Surfspots für Anfänger.
Die Winde sind schwächer als an den anderen 3 Küsten.
Genau richtig für die ersten Surfversuche.

An manchen Tagen ist es aber auch an der Ostküste wie verhext.
Dann muss man weiter fahren und suchen.
Es empfiehlt sich also, einen Mietwagen zu haben. Damit man mobil und flexibel ist.
Die besten Reviere der Ostküste liegen im Bereich Puerto del Rosario und Cruz Roja.


Der Westen: unattraktiv für Neulinge

An der Westküste von Fuerteventura befinden sich nur wenige Sandstrände:
Playa de Esquinzo oder La Pared.
Die strammen Winde und die meist felsigen Abschnitte sind eher etwas für erfahrene Surfer.
Höchstens in den Sommermonaten, wenn die Windstärke generell schwächer ist,
könnte ein Anfänger es dort versuchen.


Anspruchsvolles Surfen im Norden

Fortgeschrittene zieht es am liebsten an die Nordküste – Richtung Lanzarote.
Dort liegen die besten Surfreviere von ganz Europa.
Es wehen optimale Offshore-Winde (vom Land weg).
Nirgendwo sonst auf Fuerteventura ist die Küste so felsig, rau und steil wie hier.

Dadurch wird die Meeresbrandung schroffer zurückgeworfen
als bei flach auslaufenden Sandstränden.
Das zurückfließende Wasser stößt mit der nachdrängenden Flut zusammen.
Dabei wölbt es sich nach oben. Die vom Meer kommenden Wellen brechen sich.
So entstehen hohe Surfwellen. Vor allem Fortgeschrittene wissen das zu schätzen.
Für Anfänger sind die Wellen im Norden zu hoch.

Nirgendwo sonst in auf den Kanaren und in Europa werden durch heftige Rückflutung
solche Wellenbrechungen erzielt wie bei Corralejo, El Cotillo, Punta Blanca, Caleta,
Majanicho oder auf der kleinen Nachbarinsel Isla de Lobos.
Allenfalls mittelgute Surfer können im Norden ihr Glück versuchen.
Anfänger werden mehr ins Wasser fallen als auf dem Board stehen.


Angenehmes Surfen im Süden von Fuerteventura

Schauen wir uns die Südküste an an.
Dort haben wir die meisten Sonnenstunden auf Fuerteventura.
Touristen aus halb Europa verbringen dort ihren wohl verdienten Strandurlaub.
Sie schwimmen, tauchen und feiern Partys.
Die Costa Calma ist ein echtes Urlauberparadies.

Anfänger können sich ruhig in die Surfreviere vor Aguitas, Las Americas, Jandia
oder Salinas wagen. Sie tun gut daran, dort zu surfen,
wo die Wellen auf einen sandigen Beach schlagen.
Dort entstehen weniger heftige Wellenbrechungen (Beachbreaks) als an Felsen.

 

Surfen lernen – Surfkurse
Es gibt Urlauber, die fangen einfach mal an. Nach dem Motto: Learning by doing.
Das ist aber nicht empfehlenswert. Besser ist es, in den Surfschulen von Fuerteventura
zumindest einen Tag lang an einem deutschsprachigen Kurzlehrgang teilzunehmen.

Dort erhalten Sie Tipps, woran Sie ein günstiges Surfrevier überhaupt erkennen.
Was Sie tun müssen, damit Sie nicht zeitaufreibend danach suchen müssen.
Sondern schon an den Wetternachrichten erkennen:
Hier oder dort sind morgen günstige Windverhältnisse.

In Surfschulen zeigt man Ihnen, wie man – auf dem Board liegend –
richtig an die Wellen heran paddelt.
Wie man sich im richtigen Augenblick aufrichtet.
Und wie man sich auf dem Wellenkamm verhält.
Das alles wissen Sie nicht, wenn Sie ohne Vorbereitung einfach drauf los machen.

 

Surftipps für Anfänger
Was für Surfprofis gut ist, kann für den Anfänger total schlecht sein.
Welche Wetterbedingungen sind nun optimal für den Neuling?

Zunächst kann er so furchtbar hohe Wellen am Anfang gar nicht gebrauchen.
Die europaweit höchsten Wogen (auch Swells genannt) im Norden von Fuerteventura
würden ihn überfordern. Also sucht er sich zunächst ein ruhiges Gewässer.
Zum Beispiel eine relativ flache Bucht oder Lagune.

Außerdem ist für Surf-Newcomer die Sommerzeit am günstigsten.
Weil dann Winde und Wellen am schwächsten ausgeprägt sind.
Für Profis ist das frustrierend. Zum Lernen aber optimal.

Auch Anfänger sollten beim Surfen an ihre Füße denken.
Zwar werden sie Sandstrände bevorzugen.
Dennoch sollte man Surfschuhe anziehen.
Im Wasser und am Strand gibt es allerlei Getier wie zum Beispiel Seeigel.
Bei Riffen und felsigen Stränden sind die Schuhe sowieso ein Muss.

Viele Sufspots von Fuerteventura sind nur über kilometerlange Schotterwege zu erreichen.
Sie müssen das Board transportieren. Also mieten Sie sich am besten ein Auto.
Oder noch besser einen geländegängigen Jeep.
Die Ausrüstung kann übrigens bei Surfschulen ausgeliehen werden.

Viele Surfreviere auf Fuerteventura liegen abseits der Touristengebiete.
Sie werden am Strand kein Kiosk, kein Restaurant und keine Dönerbude haben.
Das bedeutet: Sie haben den Rucksack dabei mit Essen, Getränken
und Erste-Hilfe-Ausrüstung. Für den Fall, dass Sie sich doch mal verletzen sollten.

 


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