Beste Urlaubsländer im Juli

Beste Reiseziele im Hochsommer

Die meisten Menschen (vor allem Eltern mit Kindern) nehmen den Jahresurlaub im Juli
und August. Endlich mal raus dem Alltagstrott. Möglichst in warme Regionen fahren.
An sonnigen Stränden einen schönen Badeurlaub erleben.

Doch wohin soll man reisen? Soll man vielleicht doch in Deutschland bleiben?
Sind das Mittelmeer, Südfrankreich, Nordafrika oder die Adria erste Wahl?
Wo werde ich die besten Wetterbedingungen haben?

Es soll warm sein, aber nicht zu heiß oder schwül.
Im Sommerurlaub darf es möglichst nicht regnen (wie Südostasien) oder stürmen (wie Karibik).
Die Wassertemperaturen sollen stimmen.
Außerdem sind solche Reiseziele optimal, wo im Sommer nicht zu viel Betrieb herrscht.
Wo man aber reichlich Auswahl hat an Aktivitäten abseits vom Strand.

Im in diesem Artikel gehe ich der Frage nach, welche Urlaubsländer diese Bedingungen
im Monat Juli erfüllen. Ich habe mir das Wetter angesehen in Südeuropa,
in Südafrika, Brasilien, Hawaii und an der Ostsee.

Folgende attraktive Urlaubsziele für den Hochsommer werde ich jetzt vorstellen:
Mallorca, Namibia, Spanien
Fuerteventura, Malta, Korfu
Ibiza, Kroatien, Sardinien
Ostsee, Hawaii, Korsika
Algarve (Portugal), Brasilien

 

Mallorca
Für viele Deutsche ist Malle die Trauminsel für einen erlebnisreichen Urlaub.
Doch für welchen Monat soll man die Reise buchen?
Viele fliegen im August nach Mallorca. Realistisch gesehen ist der Juli aber angenehmer.

Wobei dieses Abwägen ein Luxusproblem ist.
Im Vergleich zu Deutschland ist es auf Mallorca ganzjährig viel wärmer und trockener.
Vor- und Nachsaison sind perfekt, um sich sportlich zu bewegen.
Der Sommer gehört den sonnenhungrigen Badefans.

Die Urlaubssaison beginnt auf Malle schon Ende Februar.
Durch den Winterregen ist die Insel so richtig grün geworden.
Die Mandelbäume und kurz darauf auch Orangen und Zitronen fangen an zu blühen.

Das ist sicher die beste Reisezeit für Aktivurlauber (Trekking, Radeln).
Doch an Baden braucht man im Frühjahr noch keinen Gedanken zu verschwenden.
Das geht nur in wärmeren Gefilden wie Mauritius, Sri Lanka,
Thailand oder auf den Malediven.

Die Badesaison beginnt auf Mallorca frühestens im Mai.
Aber nur die Allerhärtesten stürzen sich schon bei 17 Grad Wassertemperatur in die Fluten.

Im Juni kommt die Baleareninsel so langsam in die Gänge.
An den Ballermann-Bierständen von Palma de Mallorca hört man erste musikalische
Darbietungen. Außer in den Abendstunden ist es schon recht warm.
Das Wasser hat Mitte Juni 20 Grad. Also schon halbwegs annehmbar zum Schwimmen.

Im Juli wächst die Stimmung am Ballermann von Tag zu Tag immer mehr an.
Mega Park und Oberbayern sind nun voll bis auf den letzten Mann.
Auch das Badewetter auf Mallorca hat Mitte Juli ein angenehmes Level erreicht.

Die Luft-Temperaturen steigen im Juli auf 30 Grad, das Wasser hat 25 Grad.
Perfekte Bedingungen zum Schwimmen, Sonnen, Surfen und Schnorcheln.
An den Stränden und Beach-Clubs ist es höchst angenehm,
in hauchdünnen Badeklomotten herumzulaufen und zu flirten.

Im August überhitzt sich das Ganze für meinen Geschmack.
Es kommen immer noch mehr Urlauber nach Mallorca.
Hotels, Restaurants und Strände sind nun total überfüllt.
So stellt man sich einen angenehmen Urlaub eigentlich nicht vor.

Außerdem hat Mallorca durch die globale Erwärmung in letzter Zeit immer öfter
August-Temperaturen von 35 Grad und mehr.
Selbst wenn es am Meer nur gefühlte 30 Grad sind:
Für viele Urlauber ist das schon zu viel des Guten.
Erst recht, wenn sie Ausflüge ins Innere der Insel machen wollen.

Gefälliger wird es dann wieder im Frühherbst (Mitte September).
Das Gros des Partyvolks ist abgereist.
Die klimatischen Bedingungen sind aber fast gleich geblieben.
Das Wasser kann immer noch bis zu 25 Grad haben.
Selbst im Oktober sind es im Schnitt noch 22 Grad.
So mancher Schnäppchenjäger pfeift auf den Ballermann
und reist in der Nachsaison zu günstigen Konditionen nach Malle.

 

Namibia
Namibia (in Südwestafrika) liegt – wie Australien und Südamerika – auf der Südhalbkugel.
Im Juli ist dort die kühlere Jahreszeit. Allerdings ist es kein Winter.

Selbst im Januar (= Sommer) ist Namibia kein Land für einen Strandurlaub.
Dafür ist der Atlantik mit 17 Grad Celsius zu kühl.
Nur im Nachbarland Südafrika kann man im Ozean schwimmen.
Allerdings nur auf der anderen Seite, im wärmeren Indischen Ozean.
Das südwestafrikanische Namibia hingegen ist interessant
für Rundreisen, Wüstentouren und Tiersafaris.

Die Hauptsaison für Urlauber in Namibia ist der Zeitraum zwischen Juni und September.
Dann ist es für Menschen aus dem kühlen Europa am angenehmsten.
Die Temperaturen liegen im Juli tagsüber bei 25 Grad.
Die Nächte können mancherorts empfindlich kalt werden.
Zum Beispiel in den Wüsten Kalahari und Namib. Sowie im Hochland bei Windhoek.

Im Juli ist es in Namibia komischerweise sonniger als im dortigen Sommer.
Der Himmel ist klar, blau und wolkenlos. Ganz anders von November bis April.
Dann bildet sich oft eine starke Quellbewölkung.
Trotz fehlender Sonne haben die Menschen bis zu 40 Grad Hitze auszuhalten.
Mit einer Luftfeuchtigkeit bis zu 80% ist es tropisch-schwül.

Das ist eine generelle Aussage. In den verschiedenen Landesteilen gibt es Unterschiede.
Wenn Sie Ihren Namibia-Urlaub auf die Küstenstädte Swakopmund und Lüderitz beschränken
würden (wer will das schon?), könnten Sie zu jeder Jahreszeit dorthin fahren.
Der Atlantikwinde verhindern zu hohe Temperaturen.
Auch das Hochland von Namibia (1.500 m Höhe) wäre klimatisch ganzjährig akzeptabel.

Ansonsten aber kommen nur Juni, Juli oder August in Frage.
Nur dann sind die Wüstengebiete zu ertragen.
Ansonsten brennt die afrikanische Sonne erbarmungslos auf die ausgedörrte Erde nieder.

Auch in den Wüsten kühlt es stark ab: von 25 Grad Tagestemperatur manchmal auf Null Grad
in der Nacht. Das bedeutet: Sie brauchen unbedingt warme Klamotten im Gepäck.

Ein für Namibia etwas ungewöhnliches Klimabild ergibt sich im Norden des Landes.
Im Etosha-Nationalpark und im schmalen Caprivi-Streifen (Grenze zu Sambia und Angola)
beginnt schon die Urwald-Region am Äquator.

Das bedeutet: vor allem von November bis Februar gibt es dort erhebliche Niederschläge.
Sie müssen mit Unwettern, Überschwemmungen und schlammigen Wegen rechnen.
Von Juni bis August ist es bedeutend einfacher, mit dem Jeep oder Bus auf Tour zu gehen.
Nur in diesen 3 Monaten halten sich die Niederschläge in Grenzen.

Auch in puncto Tiersafaris ist der Juli die perfekte Reisezeit für Namibia.
Abgesehen vom Urwald-Norden ist es schon seit Monaten furztrocken.
Die Flüsse sind ausgetrocknet. Es gibt nur noch wenige Wasserstellen.
Genau dort legen sich Touristen auf die Lauer, um Elefanten,
Giraffen, Nashörner, Gazellen und Geparden zu beobachten und zu filmen.

Ein weiterer Vorteil des Urlaubs im Juli:
Durch die Trockenheit existiert in der Savanne nur noch wenig Pflanzenwachstum.
Raubkatzen und andere Tiere können sich nirgendwo verstecken.
Sie laufen oder liegen frei im Gelände herum.
Sie müssen also nicht lange nach Fotomotiven suchen.

 

Spanische Küsten
Spaniens Mittelmeerküsten erstrecken sich über fast 2.000 Kilometer von Lloret de Mar
im Norden über Barcelona, Valencia, Alicante bis nach Málaga und Marbella in Andalusien.

Trotz dieser geografischen Weiten ist es nicht schwierig,
eine Reiseempfehlung für die spanischen Küsten auszusprechen.
Denn es gibt Sonnenschein und Meer im Überfluss. Kein Land der Erde zieht im Sommer
so viele Badeurlauber an wie das spanische Festland und die Inseln.

Damit Sie kein einseitiges Bild von den klimatischen Verhältnissen bekommen,
habe ich die Wetterbedingungen im Norden (Küste bei Barcelona)
und im Süden (Málaga) untersucht.

Die Tagestemperaturen im Juli sind an allen spanischen Costas ähnlich: 28 bis 30 Grad.
Das Mittelmeer erhitzt sich in Málaga auf 21 Grad, im Raum Barcelona auf 22 Grad.
Im August wird es überall noch 1 Grad wärmer.
Sie können im Sommer also nach Herzenslust schwimmen oder Wassersport treiben.

In der Nacht kühlt es bei Málaga (20 Grad) sogar stärker ab als in Marbella
und Barcelona (je 24 Grad). Was Ihnen besser gefällt, bleibt Ihnen überlassen.
Ist es wichtiger, nachts angenehm zu schlafen?
Oder wollen Sie die ganze Nacht im Freien Party feiern?

Auch bei den Niederschlägen gibt es zumindest im Juli kaum Unterschiede.
Das Wetter in Spanien ist zu dieser Zeit trocken bis sehr trocken.
Erst ab August wird es in Barcelona wieder nässer (70 mm, ungefähr wie in Deutschland).

Was sie Sehenswürdigkeiten angeht, hat das exotische Andalusien meiner Ansicht nach
die Nase leicht vorn. Die Urlaubsaktivitäten (Wandern, Radeln, Wassersport) sind ebenfalls
ein wenig attraktiver als an der Costa Dorada bei Barcelona.

Unterm Strich ist das Klima an allen Küsten Spaniens nahezu gleich.
Es sind nur marginale Unterschiede. Die iberischen Strände sind im Juli
aufgrund der mediterran-trockenen Wetterlage ein Top-Reiseziel.
Erst in der Nachsaison (ab Oktober) werden sie von den Kanaren überholt.

 

Fuerteventura
Auch Fuerteventura ist ein schönes Reiseziel für den Sommerurlaub im Juli.
Die Kanarische Insel liegt in Höhe von Nordafrika. Ca. 100 km vor der Küste von Marokko.

Aufgrund stetig warmer Temperaturen kann man auf Fuerteventura zu jeder Jahreszeit
Urlaub machen. Sogar im Winter werden die 20 Grad nur knapp unterschritten.
Viele reisen im Oktober oder November auf die Kanarischen Inseln.
Wenn es im restlichen Südeuropa zum Baden schon zu kühl geworden ist.

Es gibt aber besonders gute Gründe, Fuerteventura speziell im Juli anzusteuern.
Mit rund 27 Grad ist es nicht so heiß wie auf den Balearen oder in Griechenland.
Nachts kühlt es mit 18 Grad ganz ordentlich ab.
So dass man nicht um seinen guten Schlaf fürchten muss.

Fuerteventura ist also ein perfektes Urlaubsziel für den Strandurlaub.
Das Wasser des Atlantik hat im Juli 22 Grad. Die Sonne scheint 10 Stunden am Tag.
Dass Fuerteventura aufgrund fehlender Gebirgszüge trockener ist
als Teneriffa und Gran Canaria, spielt in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle.

Der Juli ist auf Fuerteventura nicht der heißeste Monat.
Erst im August werden die Spitzentemperaturen von 30 Grad erreicht.
Speziell dann, wenn nicht der Nordostpassat,
sondern der Wind aus der Sahara das Klima bestimmt.

Vor allem Wind-, Kite- und Wellensurfer kommen im Hochsommer gern nach Fuerteventura.
Dann finden sie nämlich optimale Bedingungen für ihren Wassersport vor.

Zwar hat die Kanaren-Insel an und für sich nur wenig Sehenswertes zu bieten.
Dafür kann man aber auf Walbeobachtung gehen,
eine Quadtour machen oder auch mit dem Rad fahren.
Wandern sollte man im Sommer nur in den Morgen- oder Abendstunden.

 

Malta
In Malta haben wir ideales Urlaubswetter von Mitte Mai bis Mitte September.
Wer in puncto Temperaturen sicher gehen will,
sollte im Juli oder August auf die Mittelmeerinsel bei Sizilien reisen.
Selbst im Oktober hat das Mittelmeer bei Malta noch kuschelige 23 Grad.
Die vielen Sonnenstunden und die Nähe zu Nordafrika machen sich bemerkbar.

Dabei muss man sagen: Die Insel Malta ist kein typisches Reiseziel für einen Badeurlaub.
Es gibt nur wenige gute Strände.
Das Hauptaugenmerk liegt eher auf Besichtigungen kultureller Schätze und auf Wassersport.
Malta liegt zentral im Mittelmeer. Die Insel lag immer wieder im Visier verschiedener Invasoren.
Dementsprechend viele Festungen können besucht werden.

Sie können auf Malta Golf spielen, an Segeltouren teilnehmen,
Wasserski fahren und tauchen. Lange Sandstrände findet man nur wenige.
Am bekanntesten ist noch die Golden Bay im Norden.

Warum ist ein Urlaub in Malta im Juli so perfekt?
Für Wassersport (Schnorcheln, Windsurfen) und Bootsausflüge ist sonniges warmes Wetter
viel angenehmer als ein grau behangener Himmel.
Malta zeigt sich im Sommer von seiner schönsten Seite.
Im Juli regnet es absolut Null. Das sieht man sonst auf fast keiner Klimatabelle in Europa.

Die Sonne scheint pro Tag 12 Stunden lang.
Dabei erreicht die Luft Temperaturen von knapp über 30 Grad.
Nachts würde man sich im Hochsommer vielleicht ein wenig mehr Abkühlung wünschen.
Bei 22 Grad muss schon die Klimaanlage herhalten.

Ganz nebenbei wäre Malta auch für den Rentnerurlaub im Winter eine Option.
Zu keiner Jahreszeit fällt das Quecksilber tagsüber auf unter 15 Grad-Marke.

 

Korfu
Die griechische Urlaubsinsel Korfu liegt im Ionischen Meer.
Vis-à-vis vom süditalienischen Stiefel (Apulien).
Korfu ist für viele immer noch ein Geheimtipp.
Nicht jedes Reisebüro hat Prospekte über dieses bildschöne Eiland ausliegen.
Auch bei Online-Reiseportalen führt es immer noch ein Schattendasein.

Abgesehen von der Haupturlaubszeit Juni, Juli, August regnet es vergleichsweise viel
auf Korfu. Daher kommt das prächtige Pflanzenwachstum.
Korfu wird wegen seiner üppigen Vegetation oft die grüne Insel genannt.
Überhaupt nicht vergleichbar mit den trockenen Inseln Zypern, Kreta, Sizilien oder Sardinien.

Von daher würde ich persönlich nur im Sommer nach Korfu fliegen.
Ab Oktober kann man die Insel vergessen.
Dann wird es nass. Ein schöner Wanderurlaub im Herbst
(wie auf den Kanarischen Inseln oder Menorca) ist hier einfach nicht drin.

Für Aktivurlauber ist Korfu aufgrund der Luftfeuchtigkeit ebenfalls nur im Juli oder August
anzuraten. In allen anderen Monaten steigt die Luftfeuchte an die 75%.
Dann wird das Wandern und Radfahren auf der Insel zur Schwitztour.

Der Badeurlauber ist viel weniger eingeschränkt.
Die Sonne sorgt von Juni bis September für mindestens 28 Grad im Schatten.
Das Wasser misst im gleichen Zeitraum traumhafte 24 Grad. Das ist gut zum Schwimmen.
Und nicht zu heiß, um sich einige Sehenswürdigkeiten der Insel anzusehen.

Die nächtlichen Tiefsttemperaturen fallen im Juli bis auf 18 Grad ab.
Gerade richtig, um in der Hauptstadt Kerkyra abends bei 22 Grad draußen
sein Fischgericht zu essen. Oder an einer der Strandpartys teilzunehmen.

Insgesamt ist Korfu selbst im Sommer immer noch ein eher ruhiges Reiseziel.
Es geht beschaulich zu. Massentourismus ist hier noch ein Fremdwort.
Dafür kommt man eher in Kontakt mit den Einheimischen. Mancher mag das, mancher nicht.

 

Ibiza
Von allen Balearen Inseln hat Ibiza das wärmste Klima.
Es macht nicht sehr viel aus, ist aber messbar.
Wahrscheinlich liegt es an der geringsten Nähe zum spanischen Festland (70 km bis Valencia).
Insgesamt ist das Klima auf Ibiza warm, sonnig und regenarm.

Was unterscheidet den Juli von anderen Sommermonaten?
Warum ist speziell dieser Monat die ideale Reisezeit?
Schon im Mai steigen die Tagestemperaturen auf knappe 20 Grad.
Das Mittelmeer ist mit 18 Grad zum Baden noch ein wenig kühl.
Nur ausgesprochene Wasserratten werden sich nun beim Schwimmen wohl fühlen.

Im Juni wird es dann immer wärmer. Die Sonne scheint jetzt schon 11 Stunden am Tag.
Die Wassertemperaturen nähern sich mit 22 Grad dem Idealbereich.
Was dem Juni fehlt, sind die lauwarmen Nächte.
Eine richtige Partystimmung will noch nicht aufkommen.

Im Juli geht dann in den Discos und Clubs der Punk ab.
Abends und in der Nacht kann man mit fast nackter Haut herumlaufen.
Am Tag ist das Wetter trocken und gut warm.

Die Strände sind noch nicht so überfüllt wie später im August. Aber dennoch gut belebt.
Im Juli kann man sich ohne Zurückhaltung ins warme Mittelmeer stürzen.
Die Wassertemperaturen erreichen mit 23,5 Grad einen vorläufigen Höhepunkt.

Im August wird es dann mit leicht über 30 Grad richtig heiß auf Ibiza.
Fürs Baden ist das sehr angenehm. An Land aber nicht mehr wirklich.
Im Zentrum der Insel (Ibiza-Stadt) steht die Hitze förmlich.
Manche Urlauber empfinden das schon als ein unangenehm.
Selbst gegen Morgen schafft es die Klimaanlage kaum,
das Schlafzimmer in eine erträgliche Raumtemperatur zu versetzen.

Außerdem ist im August wegen der Schulferien in Europa am meisten Betrieb.
Wer sich nach dem Frühstück nicht sputet, findet kaum noch einen Liegeplatz am Strand.
Die Preise erreichen im Hochsommer das höchste Niveau.
So richtig ideal ist der August als Reisezeit nicht mehr.

Selbst bis Ende September kann man auf Ibiza noch schwimmen.
Manche ziehen die Nachsaison sogar vor. Weil sie dann mehr Platz und Ruhe haben.
Außerdem geben die Preise für Pauschalreisen schon deutlich nach.

Für den Badeurlaub würde ich persönlich den Juli vorziehen.
Wer sich auf der Insel körperlich betätigen will (Radtouren, Wandern),
kommt im Frühjahr und im Herbst besser weg als im Sommer.

Spätestens nach dem meist goldenen Oktober ist dann alles vorbei.
Außer in der Hauptstadt Eivissa haben fast alle Restaurants und Hotels geschossen.
Wer den Winter auf Ibiza verbringen möchte,
muss oft als Selbstversorger in einer Ferienwohnung improvisieren.

 

Kroatien
Zum Badewetter in Kroatien:
Bis zum Frühherbst sinken die Wassertemperaturen nie unter 22 Grad.
Im Juli und August sind es oft sogar 24 Grad.

Damit kann sich der sonnenhungrige Urlauber praktisch den ganzen Sommer über
in die Fluten der blauen Adria stürzen. Auch das Tauchen ist sehr viel angenehmer,
wenn Beine und Arme nicht in einen Neopren-Anzug gepresst sind.

Es ist nicht nur warm in Dubrovnik, Split und Hvar.
Sondern auch sonnig. Und trocken wie in einer frischen Pampers.
Regenschauer – wie an Nord- und Ostsee – sind in Juli und August extrem selten.
Der sommerliche Himmel über der Adria ist genauso makellos blau wie das Meer.

Ich habe keinen Haken gefunden, der gegen einen Juli-Urlaub in Kroatien sprechen würde.
Allenfalls, dass es bei Besichtigungen im Hinterland an manchen Tagen extrem heiß
werden kann. Mit Spitzenwerten von bis zu 38 Grad.
Dann braucht man natürlich einen Sonnenhut und immer etwas zu trinken.
In solchen Zeiten sollte man sich möglichst im Schatten aufhalten.

In den Gebirgsregionen von Kroatien – wo auch viele Nationalparks liegen –
ist es im Juli angenehmer als in der Pannonischen Tiefebene bei Zagreb.
Vielleicht sollte man seine Ausflüge dem Wetter anpassen.

Wenn 35 Grad gemeldet sind, fährt man eben zu den Plitvicer Seen (500 bis 1.000 Meter Höhe).
Bei 27 Grad besichtigt man die Stadtmauer von Dubrovnik oder die Küstenstadt Zadar.
Am Meer und bei wassersportlichen Aktivitäten (Segeln, Raftingtouren)
ist es eh immer gut auszuhalten.

 

Sardinien
Ein Urlaub auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien kann ein Tauchurlaub,
ein Strandurlaub, ein Reiturlaub oder ein Trekkingurlaub sein.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich an den Küsten oder im bergigen Hinterland zu vergnügen.

Doch was ist die ideale Reisezeit für Sardinien?
Dazu gibt es überhaupt keine 2 Meinungen. Es ist eindeutig der Sommer.

Zumindest der Nordteil der Insel liegt – wie Korsika – nicht so weit im Süden,
dass man sich dort im Oktober noch auf dem Wasser aufhalten könnte.
Allenfalls reine Aktivurlauber werden in der Nebensaison dorthin reisen.
Die Strände im Süden der Insel sind wärmer als im Osten und Norden.

Der gesamte Sommer ist auf Sardinien absolut trocken.
Kein Wölkchen trübt den azurblauen Himmel über dem Tyrrhenischen Meer.
Am Tag steigen die Temperaturen oft auf 30 Grad. Nachts kühlt es herunter auf 19 Grad.

Wer an den Stränden von Alghero oder Oristano baden möchte,
kann sich im Juli auf ein 23 Grad warmes Mittelmeer freuen.
Im August wird es noch einen Tick wärmer. Mehr gibt es zum Klima nicht zu sagen.
Badeurlaub auf Sardinien nur im Juli und August!
Auch wenn in diesem Zeitraum Hotels und Ferienwohnungen am meisten kosten.

Selbst in der Hauptreisezeit ist es auf Sardinien deutlich ruhiger als auf den Balearen.
Es ist eine Insel zum Entdecken und für Naturerlebnisse.
Ausschweifende Urlaubspartys sind eher die Ausnahme.

 

Ostsee und Rügen
Bei so vielen sonnigen Reisezielen hat es die deutsche Ostsee natürlich nicht leicht.
Das Wetter spricht scheinbar eindeutig für Südeuropa.
Es sei denn, Sie können die große Hitze von 30 Grad nicht so gut leiden oder vertragen.
Dann sind Rügen, der Timmendorfer Strand, Usedom,
Fehmarn und Hiddensee vielleicht Ihre Favoriten.

Ein weiterer Vorteil des Urlaubs an der Ostsee sind die geringeren Kosten für die Anreise.
300 Kilometer mit der Deutschen Bahn oder dem Auto sind in vielen Fällen günstiger
als ein Flug nach Kroatien, Griechenland oder Italien.
Von Afrika und Südamerika ganz zu schweigen.

An vielen Stränden der Nord- und Ostsee geht es im Juli vergleichsweise gemütlich zu.
Junges Partyvolk trifft man hier weit weniger als in Lloret de Mar, Rimini oder auf Kreta.
Deshalb reisen viele ältere Menschen und Familien mit Kindern gern zu deutschen Stränden.

Das Risiko bei einem Ostsee-Urlaub ist halt oft das Wetter.
Der Sommer ist manchmal launisch in Deutschland.
Auf Rügen liegen die Tagestemperaturen bei 22 Grad.
Wenn Sie Pech haben, kann es auch mal regnen.

Zum längeren Schwimmen muss man an der Ostsee schon ein dickes Fell haben.
Maximal 19 Grad Wassertemperatur sind nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Andererseits können Sie auf aber lange Spaziergänge und Radausflüge machen.
Ohne – wie in Spanien z.B. – gleich voll ins Schwitzen zu kommen.

Meine Empfehlung: Einen Urlaub an der Ostsee sollte man nicht zu früh buchen.
Erst mal Anfang Juni schauen, welche Großwetterlage sich für diesen Sommer ankündigt.
Oder Sie buchen Anfang Juli einen Last Minute-Urlaub.
Außerdem sollte man sich Gedanken machen über ein Programm an der Ostsee,
wenn das Wetter mal nicht mitspielt.

 

Hawaii
Der amerikanische Inselstaat Hawaii liegt mitten im Pazifik.
Das Archipel besteht aus unzähligen Inseln, von denen aber nur einige für den Tourismus
interessant sind. Hawaii ist ein Paradies für Wellensurfer.
Nirgendwo sonst auf der Welt schlägt das Meer derartig große Wogen
wie vor den Stränden von Waimea Bay, Sunset Beach, Castles und Liniakea.

Die Landschaften auf den Inseln variieren relativ stark.
Hier hohe Vulkanberge und Skigebiete. Dort Regelwälder und Steppen.
Wenn man von den Höhenlagen absieht, ergibt sich allerdings ein relativ einfaches Klimabild,
das ich Ihnen jetzt vorstellen möchte.

Es gibt nur wenige Urlaubsländer auf der Welt, wo der Ozean so ungezügelt
gegen die Küste prallt wie auf Hawaii. Aber auch nur sehr wenige,
wo das Wasser zu jeder Jahreszeit so warm ist wie in der östlichen Südsee.
Wenn Sie auf Hawaii surfen, schwimmen oder tauchen wollen,
können Sie dies in einer Wohlfühl-Atmosphäre von 26 Grad Celsius tun.

Die Lufttemperaturen stechen hingegen nicht so sehr heraus.
Zwar haben wir von Juni bis Oktober gut 30 Grad.
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns auf Inseln befinden.
Die pazifischen Winde streichen wie kühle Watte über unsere Haut.

Etwas weniger angenehm wird es für die Bettruhe in den tropischen Nächten von Hawaii.
Bei 23 Grad kann man im Juli bis weit über Mitternacht durch die Bars von Honolulu streifen.

Alles gut und schön. Wenn ich mir die Wettertabelle anschaue,
sehe ich keinen Grund, warum man nicht zu jeder Jahreszeit nach Hawaii reisen sollte.
Selbst um die Weihnachtszeit liegen die Tagestemperaturen –
bei etwas erhöhten Niederschlägen – noch über 25 Grad.

Schwimmen im Pazifik ist selbst im Dezember und Januar gut möglich.
Gegenüber dem Sommer kühlt das Wasser lediglich um 2 Grad ab.
Die Luftfeuchtigkeit liegt ganzjährig konstant bei etwas über 70%.

 

Algarve (Portugal)
Wie Sie vielleicht wissen, liegt die Algarve ganz im Süden von Portugal.
Gleich neben der spanischen Costa de la Luz.
Die größten Städte sind Albufeira, Lagos und die Flughafenstadt Faro.
Dazwischen gibt es auf einer Länge von 120 Kilometer etliche Sandstrände und Buchten.
Wo man einen geruhsamen Sommerurlaub verleben kann.

Leider ist die Algarve nur bedingt ein Top-Reiseziel im Juli.
Wenn man schön warm schwimmen will, dann wird es schwierig.
Denn der Atlantik kommt nur auf Wassertemperaturen von 20 Grad.
Im August können es auch mal 1 oder 2 Grad mehr werden.
Für ein kurzes Bad ist das sicher okay.
Es gibt Leute, denen genügt das. Mir wäre es einen Minitick zu kühl.

Der Aufenthalt an der Algarve sollte sich selbst im Hochsommer angenehm gestalten.
Auch wenn die Sonne jeden Tag vom Himmel lacht,
hat es kaum einmal mehr als 30 Grad. Meist sind es 26 oder 27.

Die Nachmittage sind also schön angenehm. Genauso wie die Nächte.
Das Thermometer fällt nach Mitternacht auf 17 Grad.
So hat man am Abend noch gutes T-Shirt-Wetter, um im Freien zu feiern.
Nachts liegt man ohne Schweißausbrüche im Bett.

Wenn Sie einen Sommerurlaub ohne Massentourismus wollen:
Dann reisen Sie ruhig an die Algarve.
Man muss ja nicht unbedingt jeden Tag am Strand liegen.
Sie können an einem Ausflug zur Delfinbeobachtung teilnehmen.
Vor der Küste fahren Boote zu Höhlen, die nur von der See her zugänglich sind.

Sie können an der Algarve von Portugal jede Art von Wassersport treiben,
bei dem man nicht permanent Kontakt hat zum nur 20 Grad-Wasser.
Das ist meine Auffassung.
Die Algarve ist also eher etwas für aktive Urlauber. Weniger für Dauerschwimmer.
Auch noch Ende September. Dann ist es hier mit 25 Grad wärmer als im Juni.

 

Korsika
Um ehrlich zu sein: mit Korsika habe ich mich als Reiseblogger bisher gar nicht beschäftigt.
Vielleicht bin ich nicht darauf aufmerksam geworden,
weil 3 von 4 Touristen aus Frankreich kommen.
Deutschland hat die Mittelmeerinsel scheinbar noch nicht so richtig entdeckt.
Generell sind die Strände der Insel weit weniger überfüllt
als bei anderen Mittelmeerinseln.

Das Klima von Korsika ist – wie auf der Nachbarinsel Sardinien – mediterran geprägt.
Wir haben warme, trockene Sommer.
Selbst Ende September werden noch Wassertemperaturen bis zu 23 Grad erreicht.
Kein Reiseziel von Frankreich liegt so weit im Süden wie Korsika.

Der Oktober und das Frühjahr sind natürlich frischer als der Sommer.
Gelegentlich kommt es zu Niederschlagen. Bei 20 Grad lässt es sich in der Nebensaison
mit Regenjacke prima im Gebirge (2.000er Berge) wandern, klettern
oder mit dem Mountainbike fahren. Nur früh morgens muss man sich wärmer anziehen.

Sogar im Sommer kann man Trekkingtouren durch Berge und Wälder unternehmen.
Denn dort oben ist es kühler als an den Küsten.
Auf Korsika können Sie nachts garantiert erholsam schlafen.
Selbst im Juli kühlt es herunter auf 16 bis 17 Grad.
Zum Vergleich: auf Mallorca sind es nachts satte 23 Grad.

Die korsische Bevölkerung ist zwar etwas eigen, aber nicht prüde.
Auf der Insel finden wir etliche Bade- und FKK-Strände.
Besonders im Juli und August tummeln sich bei 28 bis 30 Grad viele Urlauber
an den sonnigen Stränden von Santa Giulia, Calvia und Saleccia.
Sie sind nicht nur zum Schwimmen und Sonnenbaden angereist.
Viele wollen angeln oder im Scirocco-Wind surfen/ segeln.

 

Brasilien
Brasilien ist ein echt schwieriges Thema. Das südamerikanische Land ist riesig groß.
Der tropische Norden (Äquatornähe) hat komplett andere Temperaturen und Niederschläge
als die Mitte, der Süden oder die Atlantikküste bei Rio de Janeiro.

Von daher kann keine generell optimale Reisezeit für ganz Brasilien empfohlen werden.
Es kommt darauf an, wohin Sie reisen möchten
und was Sie im Urlaub unternehmen möchten.


Badeurlaub und Städtereisen an der Atlantikküste

Im Norden (Belém/ São Luís/ Fortaleza) haben wir im Juli
mit 30 bis 33 Grad hohe Nachmittags-Temperaturen.
Das Meer sorgt jedoch dafür, das dies als angenehm empfunden wird.
Nachts kühlt es mit 22 Grad nicht besonders stark ab.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit von 85% herrscht in Nordost-Brasilien schwülwarmes Wetter.
Die Wassertemperaturen sind im Juli mit 27 Grad schön kuschelig warm.
Im Juli ist die Regenzeit endgültig vorbei.
Schon seit Wochen gehen die Niederschläge deutlich zurück.
Liegen aber immer noch doppelt so hoch wie in Frankfurt am Main.
Trockener geht nun mal nicht in den Tropen.

Je weiter wir an der Küste nach Süden kommen (Recife/ Salvador),
desto mehr nähern sich die klimatischen Verhältnissen denen von Rio.

Wie sieht es nun aus in Rio de Janeiro (Copacabana) und an den Stränden von São Paulo?
Bei 25 Grad und einer Wassertemperatur von 22 Grad lässt es sich im Juli sehr gut
schwimmen und schnorcheln. Nachts ist es mit 18 Grad deutlich angenehmer
als im schwülen Norden Brasiliens. In Rio regnet es im Sommer nur selten.
Wenn Sie das subtropische Klima der Mittelmeerstrände schätzen,
werden Sie sich an der Copacabana sehr wohl fühlen.

Im Süden Brasiliens (bei Porte Alegre) sieht es wieder etwas anders aus.
Wir entfernen uns immer weiter von den Tropen.
Außerdem sind wir hier eindeutig auf der Südhalbkugel. Das bedeutet: im Juli ist „Winterzeit“.

Zwar ist es nachts in Porto Alegre mit 11 Grad am angenehm aufgefrischt.
Tagsüber werden trotz kühler Jahreszeit noch 20 Grad erreicht.
Der Februar wäre mit 30 Grad für einen sonnig-warmen Badeurlaub besser als der Juli.

Für Schwimmen und Wassersport ist es aber durchaus okay.
Denn das Wasser des Ozeans ist auch im Juli gut noch aufgeheizt.
22 Grad empfinden die Urlauber als sehr erquicklich.

Porto Alegre ist die einzige Küstenregion Brasiliens,
wo im Juli die Wassertemperaturen höher liegen als die Lufttemperaturen.
Die Schauerneigung in Porto Alegre ist höher als in Rio de Janeiro.
Es regnet im Juli ungefähr doppelt so viel wie in Deutschland.

 

Reiseziele in Brasilien
Was hat das Land zu bieten?

 

Rundreise in Zentralbrasilien
Traumhaftes Wetter haben wir im Juli in Brasilia. Genau so wie wir Europäer es lieben.
Die Sonne scheint recht häufig. Die Temperaturen liegen mit 25 Grad im gemäßigten Bereich.

Nachts brauchen wir bei 13 Grad weder Heizung noch Klimaanlage.
Mit nur 12 mm Niederschlägen ist es im Sommer in Brasilia extrem trocken.
Sie sollten bei Ihren Trips immer genügend Wasser,
Hautcreme und Lippenbefeuchter dabei haben.


Amazonas-Tour

Viele Touristen fahren nicht nach Brasilien, um zu baden, Karneval zu feiern
oder sich die schönen Frauen anzusehen. Sondern um in der Wildnis des Amazonas
wilde Tiere zu filmen und ein Abenteuer zu erleben.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man sich in der Region Manaus nicht weit
vom Äquator befindet. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 80% herrscht permanent Schwitzwetter.
Der größte Minuspunkt aus meiner Sicht.

Am Tag haben wir im Juli in Manaus 30 Grad. Nachts kühlt es nur wenig ab, auf 23 Grad.
Schlafsack und Pullover können Sie bei den Amazonas-Reisen getrost zu Hause lassen.
Angenehm niedrig sind im Sommer die Regenfälle.
Von Juli bis September (= Trockenzeit) haben Sie bei Tierbeobachtungen
im Urwald das absolut trockenste Klima im ganzen Jahr.

 


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