Beste Mittelgebirge für Wandern Erholen Ausflüge

Walker und Biker grüßen sich am Waldweg eines Gebirges

Reizvolle Mittelgebirge
zum Wandern und Relaxen

In Deutschland haben wir 2 Dutzend Mittelgebirge.
Diese bieten beste Voraussetzungen zum Wandern, zur Erholung, für Besichtigungen und interessante
Ausflüge.
Bei der großen Auswahl kann es schwer fallen,
sich für das passende Reiseziel zu entscheiden.

 

 

Im Gegensatz zu den Urlaubs-Hochburgen in Spanien, Italien und Griechenland
gibt es in den Mittelgebirgen keinen Massentourismus.
So findet man echte Erholung für Körper, Geist und Seele.
Sei es beim Wandern durch Naturlandschaften,
bei Radtouren, in der Loipe oder im Thermalbad.

Außerdem bieten die Mittelgebirgsregionen optimale Chancen, um etwas über die Kultur,
die Geschichte und Bräuche eines Landstrichs oder einer Stadt zu erfahren.
Beispielsweise in Bergstollen, in Museen, Weinkellereien, Brauereien und auf Burgen.

Auch Kindern wird es im Mittelgebirge nicht langweilig.
Statt stundenlang im Meer zu schwimmen und Sandburgen zu bauen,
können sie sich in Tierparks oder auf Abenteuer-Spielplätze
entlang der Wanderstrecken vergnügen.

In diesem Reiseführer präsentiere ich Ihnen 10 der besten deutschen Feriengebiete
für einen erholsamen Urlaub im Mittelgebirge:

Bayerischer Wald, Erzgebirge, Harz
Thüringer Wald, Fichtelgebirge, Spessart, Hunsrück
Fränkische Schweiz, Sauerland und Oberpfälzer Wald

 

10 weitere reizvolle Mittelgebirgs-Ziele
finden Sie in diesem Artikel hier

 

Bayerischer Wald – beliebtes Mittelgebirge in Bayern
20 km östlich von Regensburg beginnt eine der reizvollsten Ferienregionen in Deutschland.
Der Bayerische Wald liegt etwas abgelegen an der tschechischen Grenze.
Ein größeres Waldgebiet findet man in ganz Mitteleuropa nicht.
Nur in Osteuropa, Finnland und Schweden gibt es noch größere Waldflächen
für einen erholsamen Aufenthalt in der Natur.

Viele Münchner und Regensburger nutzen am Wochenende die Gelegenheit zu einem
Kurzurlaub im Naherholungsgebiet bei Grafenau, Freyung oder Bayerisch Eisenstein.
Das Gros der Touristen kommt aber aus ganz Deutschland – im Sommer wie im Winter.

Der Nationalpark Bayerischer Wald lockt Aktivurlauber mit einer Vielzahl
von Rad- und Wanderwegen. Der bekannteste ist der 600 km lange Goldsteig.
Er führt von der Oberpfalz bis zur Donau nach Passau.
Rund um den Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald verlaufen attraktive Wanderwege
durch tiefe unberührte Wälder. Fast könnte man von Urwald sprechen.

Der Große Arber (Höhe 1.450 m) ist ein tolles Ausflugsziel im Osten von Bayern.
Dort oben gibt es Wanderrouten zu Hauf.
Auch an die Unterhaltung von Kindern ist im Bayerischen Wald gedacht.
Mit einer Rodelstrecke (auch für den Sommer),
einem Spielplatz und einem Skipark im Kinderland Bodenmais.

Die Ausflüge im Bayerischen Wald dienen nicht nur zum Zeitvertreib.
Sie bringen den Touristen die Lebensart und christliche Bindungen der Bayern näher.
Heute und in der Vergangenheit.
Zum Beispiel in Klöstern, Bauernhäusern, in den Glasbläsereien von Zwiesel,
in historischen Stadtkernen, bei einer Dom-Besichtigung in Regensburg
oder im Kunstmuseum von Passau.

In unserer stressigen Zeit brauchen die Menschen mehr denn je Erholungsphasen.
Damit man den Job bewältigt und nicht krank wird (Stichwort Depression und Burnout).
Ein Urlaub zu Hause kann diesen Erholungseffekt nicht gewährleisten.
Nach einem Aufenthalt im Mittelgebirge hat man hingegen wieder neue Kraft getankt.

Dazu gibt es im Bayerischen Wald etliche Wellness-Hotels, Badeanstalten
und Ausflugs-Möglichkeiten. Zum Beispiel zum Arrach-See, in einen Freizeitpark,
in ein Schlossmuseum, eine Tropfsteinhöhle oder in die Westernstadt Pullmann City.

Wer sich durch eine Auszeit im Bayerischen Wald für den Alltag wappnen will,
sollte unbedingt an ausreichend Entspannung denken.
Die findet man zum Beispiel in einem Thermalbad der Kurstädte Bad Füssing,
Bad Griesbach oder Bad Birnbach. Die Thermen verfügen über Heilwasser,
Sauna, Massagesalons und kurmäßige Anwendungen.
Das ist ein Muss für den Erholung suchenden Bayern-Urlauber.

Die Bewegung an der frischen Luft (Wandern, Skilaufen) für sich ist zwar gut.
Echte seelische Entspannung findet man jedoch am besten
beim Relaxen in einer Kurort.

 

Sonstige Reiseziele in Deutschland
Feriengebiete von Schleswig-Holstein bis Bayern

 

Erzgebirge – Mittelgebirge mit traumhaften Winterlandschaften
Ganz am Rande des Bundeslandes Sachsen befindet sich eine der zauberhaftesten
Urlaubsregionen in Deutschland. Das Erzgebirge liegt direkt an der tschechischen Grenze.
Östlich davon beginnt schon das Elbsandsteingebirge.

Seinen Namen verdankt das Erzgebirge den reichen Erz- und Silbervorkommen.
Heute sind die meisten Gruben stillgelegt. Touristen haben die Möglichkeit,
wie ehemals die Glückauf-Kumpels einzufahren und Bergwerke zu besichtigen.
Zum Beispiel im Dorotheastollen bei Annaburg-Buchholz
oder im Besucherbergwerk Zinnkammern von Pöhla.

Wanderfreunde, Mountainbiker und Fahrrad-Trekker können sich im Sommer und Winter
auf ein großes Wegenetz von mehreren Tausend Kilometer freuen.
Die größte Tour verläuft vom Erzgebirge aus über einen Höhenweg
bis ins benachbarte Vogtland. Das sind gut 200 Kilometer.

Eine andere Wanderreise führt am höchsten Gipfel des Erzgebirges
(der tschechische Klinovec/ 1240 m) hinüber ins Böhmerland.
In den Höhenlagen dieses Gebirges sieht man in alle 4 Himmelsrichtungen:
Nach Dresden, Chemnitz und nach Karlsbad in Tschechien.
Nach der Umweltzerstörung (Industrieabgabe ohne Filter) durch die Kommunisten
beiderseits der Grenze sind die Höhenzüge der Wälder heute wieder aufgeforstet.

Im Erzgebirge hat man erstklassige Ausflugsmöglichkeiten.
Zum Beispiel zum Schloss Schwarzenberg.
Oder zur Modelleisenbahn-Ausstellung in Seiffen.

Vor der Wiedervereinigung waren Oberwiesenthal und Klingenthal
neben dem thüringischen Oberhof die besten Wintersportzentren der DDR.
Diese 3 Orte waren die Goldmedaillen-Schmieden des sozialistischen Arbeiter-
und Bauernstaates. Hier holten sich die Athleten des Nordischen Skisports ihre Topform
für Olympische Spiele und Weltmeisterschaften.

Auch wenn diese glorreichen und leider mit Doping unterstützten Zeiten lange zurück liegen:
Die Sportstätten gibt es immer noch. Auch Touristen dürfen sich in Oberwiesehthal
und Klingenthal im Ski-Alpin, im Skaten und Rodeln versuchen. Skiwanderer sowieso.
Aber auch in anderen Gebieten des Erzgebirges hat man so gut wie jedes Jahr
gute Schnee- und Wintersportbedingungen.

Oberwiesenthal ist übrigens der am höchsten gelegene deutsche Luftkurort.
Falls Sie Lungen- oder Atemprobleme haben:
Eine Kur in der Höhe von 900 m könnte erholsam sein.

Im Mittelgebirge selbst und in den angrenzenden Regionen gibt es einige reizvolle Städte,
die für Ausflüge in Frage kommen: Königswalde zum Beispiel, Freiberg, Altenberg,
Marienberg, Aue oder Zwickau. Selbst Dresden und Leipzig sind nicht außer Reichweite.

Besonders märchenhaft und idyllisch sind die Kleinstädte
und Dörfer im Erzgebirge in der Weihnachtszeit.
Die Adventsmärkte sind eine Top-Touristenattraktion und Einnahmequelle.
Das liegt an der familiären, vorweihnachtlichen Atmosphäre der kleinen Orte.

Zwar bezaubern zu dieser Zeit überall in Deutschland Weihnachtsmärkte mit Christsternen,
Kerzen und dem Duft von Glühwein, Bratwurst, Mandeln und Lebkuchen die Gemüter.
Was speziell im Erzgebirge dazu kommt, ist die Tradition des Bergbaus
und der Holzschnitzerkunst. Männer in Bergmannstrachten veranstalten Umzüge.
Überall in Annaberg, Eibenstock und Pfaffroda sieht man selbst gemachte Holzfiguren
und Holzspielzeuge.

Da der Bergbau die Menschen im sächsischen Mittelgebirge nicht immer ernähren konnte,
mussten sie sich einen Nebenjob suchen. Holz war genug da. So fing man an zu basteln.
Die Fertigkeiten wurden im Laufe der Zeit immer besser.
Heute sind die Holzkunstwerke aus dem Erzgebirge weltberühmt.

 

Wanderurlaub in Österreich
Landschaften zum Bergwandern in den Alpen

 

Harz – größtes Mittelgebirge in Norddeutschland
Der Harz ist die höchste Erhebung in der norddeutschen Tiefebene.
Die Landschaft ist geprägt vom Bergbau, von Wäldern und Mooren.
Der Brocken – als höchster Berg im Harz – ist nur per pedes,
mit der Pferdekutsche oder Dampfbahn zu erreichen.

In jedem Fall ist es ein königliches Vergnügen. Denn am Ende der Reise warten
fantastische Fernsichten über Norddeutschland und Sachsen-Anhalt.
Sofern der Nebel sich einsichtig zeigt.
Tut er das nicht, wähnt man sich in einer gespenstischen südenglischen Moorlandschaft.

Mit dem Brocken ist das Top-Wandergebiet im Harz schon genannt.
Viele Besucher strömen auf den Berg hinauf. In der Hoffnung auf schöne Urlaubsfotos.
Oben müssen sie sich warm anziehen. Denn auf dem Gipfel sind kaum Bäume vorhanden,
welche die atlantischen Westwinde abmildern würden.

Im Harz haben wir etliche Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade.
Auch für Familien mit Kindern. Ein leichtes Streckenprofil bildet der 10 km lange Rundweg
um den Okerstausee bei Schulenberg.
Besonders fleißige Wanderer erhalten eine Wanderurkunde in Gold, Silber oder Bronze

Zur Erinnerung an den Harz-Urlaub wird man sicher Fotos machen wollen.
Dazu gibt es auf Ausflügen einiges zu sehen.

Die Flohmärkte im Harz bieten immer wieder Gebrauchtes und Uraltes aus Omas Zeiten.
Auf dem Speicher ländlicher Häuser stößt man wie überall in Deutschland
immer wieder auf Gegenstände von vor 100 Jahren.
Die größten Flohmärkte im Harz finden in Goslar statt, in Osterode und Salzgitter.

Der Harz hat Kindern viele schöne Urlaubs-Erinnerungen zu bieten.
Im Märchenwald Bad Harzburg werden auf einer Bühne nebeneinander 5 Märchen
der Gebrüder Grimm aufgeführt. Danach können Sie mit dem Mini-Zug
den gesamten Märchenpark samt Zwergenbergwerk erkunden.

Ein besonderes Vergnügen für große und kleine Kinder
ist der Hexentanzplatz im Märchenwald von Bad Harzburg.
Die Menschen im Harz sind überdurchschnittlich abergläubisch.
Wenn an Halloween oder in der Walpurgisnacht der Hexenbesen durch die Dörfer reitet,
verrammeln sie Haustüren und Fensterläden.
Demzufolge hat man auf dem Hexentanzplatz viele Hexen-Skulpturen aufgestellt.
Außerdem können Kinder sich auf dem Hexentanzplatz Luchse, Wölfe und Bären ansehen.

Weitere Ausflugsziele im Harz sind das Luftfahrtmuseum in Wernigerode,
das Heimatmuseum in Braunlage, einige Burgen und Bergwerkstollen.
In diesem Mittelgebirge und der nahen Umgebung warten mittelalterlich wirkende Städte
darauf, entdeckt zu werden. Fahren Sie am besten nach Goslar,
Osterode, Bad Harzburg, Königshütte und Quedlinburg.

Das klingt nach viel Action. Der Harz bietet aber auch optimale Gelegenheiten
für einen Erholungsurlaub. Die Kirchberg-Therme, die Kyffhäuser-Therme
und die Bad Harzburger Sole Therme sind nur 3 Beispiele
für segensreiche Wasseranwendungen.

Darüber hinaus hat jeder Urlauber es selbst in der Hand, ob und wie sehr er sich erholt.
Wer immer nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen hetzt,
muss sich nicht wundern, wenn er am Ende urlaubsreif nach Hause kommt.

 

Erholung an der Ostsee
Kurorte, Anwendungen, Wellness-Hotels

 

Thüringer Wald – Höhenwandern und Wintersport
120 km südlich des Harz liegt ein anderes Top-Ferienziel, wo man einen erholsamen Urlaub
verbringen möchte: der Höhenzug des Thüringer Waldes.
Mit 10 Bergkuppen oberhalb von 600 m kann dieses Waldgebiet mit Recht
als Mittelgebirge bezeichnet werden.

Der Thüringer Wald hat eine Länge von ca. 150 km.
Er reicht von Erfurt und Weimar im Norden bis zum bayerischen Frankenwald im Süden.
Im Osten geht er fast nahtlos ins Erzgebirge über.
Der Westen des Mittelgebirges bildet die thüringisch-hessische Grenze.
Die größten Flüsse sind die Werra und die Saale.

Wer in den Thüringer Wald reist, sollte Rucksack und Wanderschuhe nicht vergessen.
Von Frühjahr bis Herbst verführen die Waldwege zu Wanderausflügen durch die Natur.
Im Winter eignet sich dieses zauberhafte Reiseziel vorzüglich zum Skilangflauf
und zu Schneewanderungen durch die Thüringische Schweiz:
Im Gebiet um Oberhof, Frauenwald, Lauscha,
Neustadt und Schmiedefels – um nur einige Orte zu nennen.

Hinter dem Jakobsweg ist der Rennsteig eine der längsten Fernrouten in Westeuropa.
Er führt über die Höhen des Thüringer Waldes. Von Eisenach über Zella-Mehlis/ Oberhof
nach Ludwigsstadt bis ins fränkische Bad Steben bei Hof.

Auf dem Lutherweg kommt man an Gedenkstätten vorbei,
die an den Kirchen-Reformer erinnern.
Etwas abenteuerlicher geht es zu beim Wandern durch die Schluchten des Mittelgebirges.
Zum Radeln und Mountainbiken bietet die Thüringer Ferienregion ebenfalls
attraktive Strecken an. Zum Beispiel am Rennsteig und in den Tälern von Werra und Saale.

Blumenwiesen, dichte Tannenwälder, reine Bergluft:
Es ist eine wahre Lust durch die Heimat Martin Luthers zu spazieren.
Vor allem in Herbst und Winter bietet der Thüringer Wald ein umwerfendes Landschaftsbild.

Im Schnee kann man sich gut erholen.
Oberhof ist das Mekka des Wintersports in Mitteldeutschland.
Im Biathlon-Stadion, auf der Rodelbahn und in den Loipen kann der Urlauber
über Schnee und Eis gleiten. Vor allem der Skilanglauf hat hervorragende Effekte
auf unser Wohlbefinden. Die Oberhofer Sportstätten haben auch im Sommer geöffnet.

Noch ein wenig reizvoller dürfte eine winterliche Fahrt mit dem Pferdeschlitten sein.
Bei der Reise durch die weiße Prachtlandschaft entspannen sich die Nerven.
Danach ein heißer Punsch, und wir fühlen uns wie neu geboren.

Beim Urlaub in Thüringen braucht man keine Wellness-Pakete.
Nichts ist gesündern als Bewegung in klarer Höhenluft.
Dennoch findet man auch hier spezielle Orte zum Relaxen.
Zum Beispiel im Kurort Bad Liebenstein, am Stausee Hohenfeldern
oder am FKK-Baggersee Heldrungen.

Kunst und Kultur spielen in diesem schönen Mittelgebirge eine nicht unerhebliche Rolle.
Im Thüringer Land können Sie eine ganze Reihe von Museen,
Burgen, Theaterbühnen und kulturelle Veranstaltungen besuchen.

An erster Stelle steht die Wartburg bei Eisenach. Dort hatte Martin Luther genug Zeit,
um als Flüchtling vor den Feinden der Reformation die Bibel ins Deutsche zu übersetzen.
300 Jahre später trafen sich auf der Wartburg freiheitsliebende Studentenschaften,
um die Deutsche Einheit voranzutreiben. Die Zeit war allerdings noch nicht reif dafür.
Viele Stellen und Exponate auf der Wartburg erinnern an solche historischen Ereignisse.

An ein Stück deutscher Literatur-Geschichte erinnert das Goethe-Denkmal in Ilmenau.
Und das Goethehaus in Weimar. Dort hat der Dichter 10 Jahre verbracht.
Auf den Weihnachtsmärkten von Weimar, Saalfeld, Erfurt, Jena
oder Altenburg sollten Sie unbedingt die Thüringer Bratwurst ausprobieren.

Schöne Städte mit nostalgischem Flair sind Meiningen, Ilmenau und Suhl.
Vor allem aber Schmalkalden.
In Ortszentrum reiht sich ein schönes Fachwerkhaus an das nächste.
Auch die Willemsburg samt Schlosskirche von Schmalkalden ist einen Abstecher wert.
In Suhl erfahren Schießsport-Freaks, wie in früheren Jahrhunderten
Jagdflinten und Büchsen hergestellt wurden.

 

Fichtelgebirge – Erholung in den Bergen
Das flächenmäßig überschaubare Fichtelgebirge liegt in der Nordost-Ecke von Bayern.
Nördlich des Waldgebirges schließt sich der Frankenwald an,
im Süden die Oberpfalz, im Westen die Fränkische Schweiz.
4 prominente Mittelgebirge auf so engem Raum gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.

Die Exportschlager des Fichtelgebirges sind Holz, Opernmusik und Porzellanprodukte.
Vielleicht haben Sie schon mal ein Rosenthal-Produkt in der Hand gehabt.
Im Juli und August finden in Bayreuth die Richard Wagner Festspiele statt.

Für den Feriengast interessanter sind wohl die Möglichkeiten,
wie man sich im Fichtelgebirge erholen und einen angenehmen Urlaub erleben kann.
Wie überall in solchen Naturlandschaften steht auch im Fichtelgebirge das Wandern
an erster Stelle. Die am höchsten gelegenen Pfade liegen über 1.000 m hoch:
Am Ochsenkopf und am Schneeberg.

Wandern und Nordic Walking sind im Fichtelgebirge erfrischende Angelegenheiten.
Denn immer wieder zeigt der Wanderstock auf Bachläufe und kleine Seen.
Dazwischen liegen zum Teil sumpfige Flecken.
Für Radler wäre besonders der Main-Radweg hervorzuheben.
In der Wasserscheide Fichtelgebirge entspringen die Saale,
der Weiße Main und die tschechische Eger.

Wie sieht es mit einem Ski-Urlaub im bayerischen Mittelgebirge aus?
Pistenberge müssen nicht zwangsläufig sehr hoch liegen.
Das beweisen der Erbeskopf in Rheinland-Pfalz, der Brocken im Harz
und der Feldberg im Taunus. Hier im tiefen Osten und bei Tschechien ist das Klima kälter
als im Westen Deutschlands. Am Ochsenkopf ist fast immer Skifahren möglich.

In der Ruhe liegt die Kraft. Dieses Motto wird viel zu wenig beherzigt.
Wer seine Freizeit lieber in einem Spa-Bereich als draußen verbringt,
hat in den Bäderbetrieben von Alexanderbad und Bad Berneck gute Chancen,
sich von den Alltagssorgen zu erholen.
Ein Kurzurlaub im Fichtelgebirge an einem verlängerten Wochenende
oder an Brückentagen ist besser als zu Hause zu versauern.

Die heiß ersehnte Urlaubszeit ist natürlich auch dazu da, neue Eindrücke zu sammeln.
Ihre Kinder wird ein Besuch im Greifvogelpark Katharinenberg entzücken.
Mit Falken, Habichten und Eulen werden Flugvorführungen gemacht.
Gut besuchte Festungsanlagen im Fichtelgebirge sind Burg Luisenburg
und die markgräfliche Burg Hohenberg.

Vielleicht sollte man noch das Fichtelgebirgs-Museum erwähnen.
Und vor allem das Bergbaumuseum Kupferberg.
Dort wird die Geschichte des Bergbaus im Fichtelgebirge dokumentiert.
Früher gewann man in den Gruben Eisenerz, Zinn und sogar Gold.

Wer gern Städte bereist, wird auch im dünn besiedelten Fichtelgebirge nicht
zu kurz kommen. Schöne Innenstädte und Baudenkmäler findet man u.a. in Bayreuth,
Hof, Blumenthal, Bischofsgrün und Schönwald.

 

Wandern in den Bergen von Wales:
Mystische Landschaften und alte Keltenpfade

 

Spessart – die gemütliche Ferienregion
Zwischen Hanau, Würzburg und Hammelburg liegt der Spessart.
Also an der Grenze zwischen Hessen und Bayern.

Genau wie der Hunsrück, so wurde auch der Spessart erst durch einen Räuberfilm
der Nachkriegszeit so richtig bekannt. Als Pulvers Lottchen in einer Spessarter Spelunke
mit der Räuberbande und der Polizei ihre Spielchen trieb.

Nur mit Mühe und Not lässt sich der Spessart zu den Mittelgebirgen zählen.
Die höchst Erhebung – der Geiersberg – misst gerade mal 580 m.
Ein passendes Reiseziel für ältere Menschen und Alleinerziehende mit Kind.
So kommen Opa, Mutti und Sohnemann beim Walken nicht so ins Schwitzen.
Auch das Radfahren ist im Spessart weniger anstrengend
als im Schwarzwald oder im Bayerischen Wald.

Beim Spaziergang in den Tälern von Kinzig oder Sinn sowie durch die Wälder des Spessarts
hört man manchmal stundenlang nicht anders als das Zwitschern der Vögel,
das Rauschen des Windes, der Bäche und der Laubwälder.
Unterbrochen allenfalls durch das Rufen des Kuckucks,
das Muhen von Kühen oder das Wiehern von Pferden auf der Weide.

Das Wandern im Spessart dient nicht nur der Erholung und der körperlichen Ertüchtigung.
Der Urlauber erblickt unterwegs immer wieder interessante Neuigkeiten im Mittelgebirge.

Ein beliebtes Ziel für Spaziergänger ist die Waldgaststätte am Alzenauer Hahnenkamm
in Unterfranken. Vor allem wegen der hervorragenden Küche und dem Biergarten.
Viele Spessart-Touristen stehen auf Erlebnis-Wanderungen
oder Planwagen-Touren mit dem Traktor eines Winzers durch Weinberge.

Wanderungen im größeren Stil können Sie auf den Weitwanderwegen
Spessart 1 und 2 unternehmen. Der Fränkische Rotweinweg führt vorbei
an sehenswerten Städten wie Großwallstadt, Klingenberg (Weinbaumuseum) und Miltenberg.

Der Spessart ist ein wenig bewohntes Bergland in Hessen und Franken.
Demzufolge fällt es leicht, in einer Landschaft voller Hügel und Wälder eine erholsame Zeit
zu verbringen. Nicht nur durch aktive Bewegung. Sondern vor allen Dingen durch Loslassen.

Das gelingt am besten in Badeanstalten. Wie zum Beispiel in der Therme
von Bad Soden-Salmünster. Oder in der Toskana Therme von Bad Orb.

Wer einen unterhaltsamen Urlaub erleben will, hat im Spessart alle Möglichkeiten der Welt:
Nicht nur beim gemütlichen Zusammensein abends beim Italiener,
in einer Straußwirtschaft oder einer Kneipe. Sondern auch mit reizenden Ausflügen.

Man muss kein Historiker sein, um sich für die Schlösser und Burgen in Mespelbrunn,
Wertheim Schönbusch oder Löwenstein zu interessieren.
Die Teufelshöhle ist ein guter Ort für Menschen, die an Asthma-Bronchiale leiden.

Das Glasmuseum von Wertheim ist ebenso einen Ausflug im Spessart wert wie zahlreiche
Kinderbelustigungen. Zum Beispiel die Erlebnisparks von Bad Orb oder Steinau.

Im fränkisch-hessischen Mittelgebirge findet der Erholungssuchende etliche Städte
zum Verweilen: Würzburg, Aschaffenburg und Lohr am Main.
Dazu die Rotweinstadt Klingenberg und das hessische Gelnhausen.
In diesen Ortschaften können Sie mittelalterliche Bauten, Kaiser-Residenzen
und Kirchen besichtigen. Oder sich am Anblick von Wohnhäusern im Fachwerkstil ergötzen.

 

Hunsrück: Sehenswertes im Schinderhannes-Land
Deutschlandweit bekannt ist der Hunsrück durch den Flughafen Hahn,
den Erbeskopf, den TV-Film „Heimat“ und durch die Räuber-Geschichte
des legendären Schinderhannes aus der napoleonischen Besatzungszeit.

Das ist Publicity. Den wirklichen Charme dieses Mittelgebirges in Rheinland-Pfalz
erfährt man nur, wenn man sich aufmacht zu einer Entdeckungsreise in das Feriengebiet
zwischen Mosel, Nahe, Rhein und Saar.

Der Hunsrück ist extrem ländlich geprägt. Ein Industriezeitalter hat hier nie stattgefunden.
Nur in den angrenzenden Flusstälern gibt es ein paar Städte
wie Idar-Oberstein, Bad Kreuznach, Trier und Koblenz.

Die Vorzüge des Hunsrücks liegt in seiner landschaftlichen Ausbildung.
Insbesondere die Weinberge, die Wanderwege, die Erlebniswelten (Bad Sobernheim).
Und fantastische Aussichtspunkte über die Nahe (Sky Walk bei Schloss Daun),
die Saar (bei Mettlach) und über die Mosel (Weinbergblick bei Bernkastel)
machen das rheinland-pfälzische Reiseziel zu einem einzigartigen Urlaubserlebnis.

Die Wanderungen im Hunsrück führen über Landschaften, Wälder und Felder,
wo sich Fuchs und Hase eine gute Nacht wünschen.
Durch diese Ruhe bietet das Mittelgebirge seinen Gäste jedoch
exzellente Chancen zur Erholung vom Alltagsstress.

Nur im Weintal der Mosel ist ein klein wenig mehr Verkehr und Touristen-Trubel.
Ansonsten ist es ziemlich ruhig und gemütlich auf dem Hunsrück.
Das mittlere Nahetal zwischen Kirn und Bad Kreuznach gehört zum schönsten,
was Rheinland-Pfalz aufzubieten hat.

Hier ein paar Wanderwege im Überblick:
Der Saar-Hunsrücksteig führt über 410 km von Boppard am Rhein über die Hunsrückhöhen,
nach Idar-Oberstein, Hermeskeil, an die Mosel bis fast nach Frankreich.
Das ist ein echtes Naturerlebnis, falls Sie gerade 4 Wochen Zeit haben.
Man kann sich auf dem ausgeschilderten Weg aber natürlich einzelne Etappen aussuchen.

Die Wege im Idarwald und im Nationalpark Hunsrück-Hochwald führen den Naturfreund
durch Nadelwälder zu hoch gelegenen Aussichtstürmen.
Der Soonwald bei Simmern gehört zu den Top-Erholungsgebieten im Hunsrück:
Sowohl der Schinderhannesweg als auch der Soonwaldsteig (Kirn – Ellerspring – Bingen)
bieten wunderschöne Waldwege.

Gute Relax-Möglichkeiten werden Sie im Thermalbad von Bad Kreuznach finden.
Und im idyllischen Bad Sobernheim – auf dem Rundwanderweg des Barfuß-Erlebnispfades.
Der Bostalsee im saarländischen Nohfelden ist flächenmäßig das größte Erholungsgebiet
im Raum Hunsrück-Saar. Dort gibt es reichlich Campingplätze und Wassersport-Möglichkeiten.

Kelten, Römer, Vandalen, Franken, Raubritter, Hannes Bücklers Streifzüge, Franzosen,
Hitlers Hunsrückhöhenstraße und der NATO-Stützpunkt machten die Heimat Hunsrück
im Kontrast zu heute stets zu einer stets unruhigen Gegend.

Wer etwas über die Geschichte des deutschen Südwestens erfahren möchte,
sollte am besten Burgen und Denkmäler aufsuchen.
Zum Beispiel die Burg Eltz bei Treis-Karden, die Ehrenburg bei Buchholz,
die Porta Nigra in Trier, Schloss Idar-Oberstein und Gemünden.
Oder die Kyrburg (Kirn) mit ihrer Whisky-Probierstube.

Historisches erfährt man auch in den nachgebildeten Dörfern des Freilichtmuseums
in Bad Sobernheim. Und im Keltendorf bei Bundenbach.
Sowie im mittelalterlischen Altstadtflair von Meisenheim.
Zu den schönsten Städten im Hunsrück gehört die Schmuckstadt Idar-Oberstein.
Dort können Sie die Felsenkirche und eine Edelsteinmine besichtigen.

Der Aussichtsturm Alteburg bei Waldfriede/ Gemünden gehört ebenso zu den attraktiven
Ausflugszielen wie das Postkartenmotiv der Saarschleife.
Auf einer Höhe von 620 m sieht man von der Alteburg bei klarem Wetter bis in die Eifel
und ins Pfälzer Bergland bei Kaiserslautern.

Gänsehaut-Feeling bereitet die 360 m lange Seil-Hängebrücke Geierlay bei Mörsdorf.
Sie wackelt wie ein Entenarsch. Unten der Brücke liegt ein 100 m tiefer Canyon.

Gänsehaut-Gefühle auch beim Anblick der mittelalterlichen Fachwerk-Romantik
in vielen Städtchen entlang der Mosel. Besonders am Abend, wenn alles beleuchtet ist.
Bei Sommerfesten oder Weinfesten in Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues oder Zell.
Oder beim Sternenleuchten auf dem Weihnachtsmarkt
zwischen den angestrahlten Fachwerkhäusern in Cochem.

 

Ratschläge fürs Thermalbad
Wie nutzt man die Therme optimal zur Entspannung?

 

Fränkische Schweiz – Relaxen in Niederbayern
Dieser Landstrich – auch gern Fränkische Alb genannt –
gehört  zur Kategorie „Flache Mittelgebirge“. Die Schweiz ist ein Teil des Frankenlandes
im Planquadrat Nürnberg, Bamberg, Bayreuth, Amberg.
Das idyllische Feriengebiet gehört zu den Favoriten, wenn es um Reiseziele
für einen erholsamen, aber nicht faulen Urlaub geht.

Charakteristisch für die Fränkische Schweiz ist das ländliche Landschaftsbild.
Wir sehen hier sehr viele Bauernhöfe und kleine Ortschaften.
Bessere Rahmenbedingungen für einen Urlaub auf dem Land kann man sich kaum vorstellen.

Jedes Dorf und jede Kaff ist sein eigenes Paradies.
Allerortens sieht man nostalgische Fachwerkbauten. Aus denen jeden Augenblick
ein Herr Fugger, Dürer oder Götz von Berlichingen heraustreten kann.
Dieses Schmankerl dürfte einen Facebook-Like auf der rechten Seite wert sein.

In der Fränkischen Schweiz finden Sie beliebig viele Wanderwege.
Im Gegensatz zum Frankenwald (Nordbayern) und zum Bayerischen Wald
sind die Streckenprofile auch für weniger sportliche Naturen geeignet.
Die höchsten Erhebungen (Hesselberg, Dürrenberg) liegen weniger als 700 m
über dem Meeresspiegel. Das lässt Raum für gemütliche Fahrrad-Touren.

Eine Idee für den Vatertag wäre vielleicht die 3-Tage-Wanderung auf dem Bierwanderweg.
Von einer Brauerei zur anderen. So wie sich das gehört im Freistaat Bayern.
Da es von diesen Kurztrips im Frankenland recht viele gibt, kann ich Ihnen leider
keine Streckenführung nennen. Mit der Eingabe „Bierwanderung Fränkische Schweiz“
finden Sie mit Sicherheit etwas Geeignetes bei Google.

Was die Erholung im Urlaub angeht, hat man in der Fränkischen Schweiz die Wahl
zwischen mehreren Thermalbädern und speziell eingerichteten Wellness-Hotels.
Nach einer anstrengenden Wanderung ist es eine Wohltat, im Saunabereich zu relaxen.
Bäderlandschaften findet man z.B. in Pegnitz (Cabrio Sol), in Hirschaid (Franken Lagune),
Forchheim (Königsbad) oder in Obernsees (Thermalbad)

Ausflüge sind das Salz in der Suppe eines Erholungs-Urlaubs im Mittelgebirge.
Denken wir zuerst an den Nachwuchs.
Die Kids können Sie im Fränkischen Wunderland (Freizeitparcours mit Westernstadt)
oder im Erlebnispark des Adelsschlosses Thurn (nicht verwandt mit Thurn und Taxis)
austoben lassen. Für tollen Urlaubs-Spaß sollte auch die Wildwasserbahn
im Wildpark Hundshaupten sorgen.

Der Besuch von Burgen erzeugt vielfach eine romantische Stimmung.
Dabei erholen sich die Nerven. Sie vergessen, was gestern war.
Fahren Sie hinaus zum Barockschloss Greifenstein in Heiligenstadt.
Oder zur Burg Pottenstein.
Davon abgesehen bietet die Fränkische Schweiz eine Reihe von Besucherhöhlen an.

Bleiben noch die interessanten Örtlichkeiten.
Dass die Fränkischen Dörfer eine Augenweide sind, habe ich schon erwähnt.
Zu den Städten mit mittelalterlichem Flair gehören Ebermannstadt, Königsfeld, Forchheim,
Hollfeld. Dazu natürlich die Großstädte Bayreuth und Nürnberg.
Die Nürnberger Kaiserburg ist neben Schloss Neuschwanstein
vielleicht das sehenswerteste historische Bauwerk in ganz Süddeutschland.

Hof an der Saale ist eine der größeren Städte am Nordrand der Fränkischen Schweiz.
Dort kann man ganz gut einkaufen. Die Altstadt von Hof ist noch gar nicht so alt.
Erst vor 170 Jahren wurde sie nach einer Brandkatastrophe neu aufgebaut.

 

Sauerland – Bergisches Land in NRW
Dieses Reiseziel liegt größtenteils in Westfalen. Südliche Landesteile gehören zu Hessen.
Mit Bergen über 800 Meter hat das Sauerland absolut Mittelgebirgs-Charakter.
Südlich des Sauerlandes schließen sich das Siegerland und der Westerwald an.

Das Landschaftsprofil ist durchwachsen.
Zwischen Bergen und Hügelkuppen erstrecken sich idyllische Flusstäler.
So dass sowohl gut trainierte als auch weniger sportliche Urlauber Wander- und Radwege
finden, die ihrer Fitness entsprechen.
Sei es in den waldreichen Höhenlagen des Rothaargebirges.
Oder in den Tälern von Eder, Schwarzbach, Lenne, Möhne und Sieg.

Das westfälische Mittelgebirge fungiert als Naherholungsgebiet für Menschen
aus dem angrenzenden Rheinland und aus dem Ruhrgebiet.
Sie kommen praktisch zu allen Jahreszeiten angereist. Zum Schwimmen, zum Skifahren.
Oder um sich die Sehenswürdigkeiten des Sauerlands anzuschauen.

Auf Schusters Rappen können Sie mehrere Wanderwege entdecken.
Manche sind kurze Rundwege (wie im Arnsberger Wald).
Andere führen über große Distanzen, wie der Rothaarsteig.
Neben dem Sauerland-Höhenflug ist das Wandern auf den hoch gelegenen Römerstraßen
des Rothaarsteigs sicher ein Highlight.

Erholsame Freizeit im Sauerland: Hier sehe ich 3 Möglichkeiten.
Entweder Sie verwöhnen sich in den Wellnessbädern der Kurstädte (z.B. Bad Berleburg).
Oder Sie entspannen an einem der Stauseen des Mittelgebirges.
Beste Chancen dazu hat man z.B. am Biggesee. Sie können sich dort am Strand aalen.
Oder sich mit Angeln, Kajakfahren oder Schwimmen auf dem Wasser betätigen.

Die dritte Variante wäre ein Winterurlaub im Sauerland.
In Winterberg und Willingen stehen erstklassige Trainingsanlage für Nachwuchssportler.
Touristen dürfen dort im Sommer wie Winter rodeln.
Sie können sich auf der Skischanze oder auf Abfahrtspisten versuchen.
Auf der Bob-Bahn haben Sie die Möglichkeit als Copilot
mit einem erfahren Profi die Eisbahn zu testen.

Was soll es im Sauerland denn schon großartig zu sehen geben? Ich wette, viele denken so.
Diese Ignoranten würden sich wundern, wie viele Touristen sich in den Tropfsteinhöhlen
und Schaubergwerken des Sauerlands tummeln.

Beliebt sind die Warsteiner Bilsteinhöhle, der Kilianstollen in Marsberg und das Goldbergwerk
in Korbach. Beim letzteren wurden früher tatsächlich Goldnuggets gefunden.

Wer sich für die Geschichte des Sauerlands interessiert,
ist am besten auf Festungen aufgehoben.
Schloss Berleburg verzückt seine Besucher u.a. durch einen fabelhaften Schlossgarten.
Schloss Körtlinghausen (bei Warstein) stammt aus dem Zeitalter des Absolutismus.

Eine der Top-Sehenswürdigkeiten im Sauerland ist die Warsteiner Brauerei.
Dort erfahren Sie, wie das Warsteiner Bier produziert wird.
Im Wartsteiner Biergarten startet dazu eine kleine Straßenbahn.
Sie fährt zu allen wichtigen Stationen und Maschinen der Warsteiner Bierbrauerei.

Hier eine kurze Zusammenfassung mittelalterliche Kleinstädte im Sauerland:
Korbach, Warstein-Belecke, Brilon, Hilchenbach und Olpe mit seinem Hexenturm.
In Arnsberg können Sie abends an einer Nachtwächter-Tour
durch mittelalterliche Gassen teilnehmen.

 

Oberpfälzer Wald – Mittelgebirge nahe Tschechien
Diese Hügellandschaft liegt östlich von Nürnberg.
Sie reicht bis in den tschechischen Böhmerwald hinein. Südlich der Oberpfalz
erstreckt sich mit dem Bayerischen Wald ein weiteres interessantes Ferienterrain.

Der höchste Berg des Mittelgebirges – der Cerchov (Schwarzkopf) –
liegt mit seinen 1.040 Höhenmetern jenseits der Grenze, in der Tschechischen Republik.
Ansonsten finden sich im Oberpfälzer Wald ein gutes Dutzend Berge oberhalb von 800 m.

Das ostbayerische Mittelgebirge erfreut seine Gäste mit Wiesenlandschaften,
Gebirgszügen, Bergseen. Und mit Wäldern, in denen noch oder schon wieder
Tiere hausen, die woanders in Deutschland rar sind.

Darüber hinaus erinnern im Oberpfälzer Wald zahlreiche Museen und Burgen
an die Geschehnisse vergangener Tage.
Von der Zentralregierung in München vernachlässigt.
Von den Franken unterschätzt und als hinterwäldlerisch belächelt,
hat sich in der Oberpfalz ein eigentümlicher Menschenschlag gebildet.
Der Gastfreundschaft tut das jedoch keinen Abbruch.

Naturwandern ist im oberpfälzischen Mittelgebirge keine hohle Phrase.
Fahrrad- und Wanderurlauber können sich auf gut ausgebaute Wege freuen.
Zum Beispiel an der Oberpflälzer Seenplatte.
Oder in den Flussniederungen von Naag, Regen und Sulzbach.
Radler können außerdem an stillgelegten Bahnstrecken entlang fahren.
Oder mit dem Elektro-Bike über den Böhmerkamm nach Tschechien.

Zu den besten und längsten Oberpfälzer Wanderstrecken gehört der Goldsteig.
Er verläuft von Marktredwitz aus nach Passau. Sie können Teilstrecken des Goldsteigs
in Angriff nehmen. Der gesamte Weg zur Donau wäre weit.

Wandern nach Tschechien: Erlebenswert ist der Bayerisch Böhmische Freundschaftsweg.
Im Zeichen der EU hat sich zwischen der Oberpfalz und dem Böhmerland eine Partnerschaft
gebildet. Diese wirkt sich auch auf die touristische Infrastruktur aus.

Wo vor nicht allzu langer Zeit noch der eiserne Vorhang landesübergreifende Aktivitäten
verhinderte. Wo tschechische Flüchtlinge am Todesstreifen gefasst oder erschossen wurden.
Dort führen heute Wanderpfade über die Höhenzüge der Grenze.

Der Bayerisch Böhmische Freundschaftsweg kann zu Fuß
oder mit dem Rad bewältigt werden. Er führt von Nabburg aus über 95 Kilometer
nach Horsovsky Tyn – 20 km südwestlich von Pilsen.

Im Oberpfälzer Wald fasziniert nicht nur durch landschaftliche Schönheit,
sondern auch durch seine Kultur. Besuchen Sie Freilandmuseen in Neurath und Bärnau.
In Bärnau befindet sich ein nachgebautes Slawendorf.
Urlauber können sich hier ein Bild machen, wie die böhmischen Slawen im Mittealter gelebt
haben. Zwar liegt Tschechien im Herzen Europas.
Dennoch ist unser östlicher Nachbar ein slawischer Volksstamm.

Im Sommer ist das oberpfälzische Seenland ein perfektes Reiseziel, um sich zu erholen.
Sie können dort schwimmen, sich sonnen, Wasserski fahren und übers Wasser surfen.
Bei Sulzbach hat man sogar einen Sandstrand hergerichtet.

Bei schlechtem Wetter wäre das Sibyllenbad mit seinen Solarien, Saunen und Radonbädern
eine gute Idee. Ansonsten kann man natürlich auch drüben in Tschechien relaxen.
Das weltbekannte Karlsbad (Karlovy Vary), Marienbad (Mariánské Lázně)
und Franzensbad (Františkovy Lázně) im Egerland liegen nur wenige Kilometer
hinter der Oberpfälzer Grenze.

Es gibt nicht viele Urlaubsregionen in Deutschland,
wo man mehr Ruhe findet als an der tschechischen Grenzen.
Zwar gibt es in Furth am Wald, in Cham und Waldmünchen auch schon Internet-Anschlüsse.
Dennoch liegen diese Ortschaften ein wenig hinter dem Mond.

Dafür kann man in den einsamen Waldgegenden erholsame Spaziergänge unternehmen,
bei denen man keiner Menschenseele begegnet.
Eine andere Möglichkeit, sich in diesem Mittelgebirge ausgiebig zu erholen,
wäre der Urlaub auf einem Bauernhof.

Zu einem erfüllten Ferienaufenthalt gehören unbedingt ein paar Besichtigungen.
Folgende Ausflüge bieten sich in der Oberpfalz an:
Das Kinderland und das Oberpfälzer Freilandmuseum (beide in Nabburg).
Sowie mindestens eine Hand voll sehenswerter Ortschaften mit schönen Fachwerkhäusern:

Neustadt, Weiden, Waldsassen, Schwandorf, Wackersdorf, Amberg, Sulzbach-Rosenfeld.
Die Entfernung vom Zentrum der Oberpfalz (Schwandorf) nach Regensburg
und Nürnberg beträgt 40 km. Nach Passau, Landshut und Ingolstadt etwas über 100 km.
Für einen Ausflug mit Bus oder Auto wäre das zeitlich durchaus annehmbar.

 


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