Berlin-Trip: was sollte man sich ansehen

Fernsehturm in Berlin bei Nacht

Die deutsche Hauptstadt besichtigen

Nach der deutschen Wiedervereinigung hat Berlin einen großartigen Aufschwung genommen. Viele Menschen aus ganz Europa nutzen die Chance, bei einem Kurztrip die Sehenswürdigkeiten Berlins und das kulturelle Leben kennenzulernen.

 

 

Neben Paris, Rom, Barcelona und London gehört Berlin zu den meistbesuchten
Städten Europas. Die Gäste freuen sich beim Anblick des Berliner Fernsehturms
und des Brandenburger Tores. Sie gehen am Kudamm shoppen.
Oder sie fahren hinaus nach Potsdam.
Um das weltberühmte Schloss Sanssouci zu besichtigen.

Ich werde nun die beliebtesten Punkte in Berlin beschreiben,
die Sie sich bei Ihrem Trip unbedingt ansehen sollten.

 

Wie reise ich nach Berlin?
Das hängt von der Entfernung ab. Es ist nicht ratsam, mit dem Auto nach Berlin zu fahren.
Parkplatznot, Verkehrsstress und Parkgebühren würden den Trip zu mühsam machen.
Fahren Sie besser mit der Deutschen Bahn. Auch wenn Sie keine Bahncard haben.
Die Bahn bietet spezielle Sparpreise an.

Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe auch einen Flughafen, der Billigflüge in die Hauptstadt anbietet.
Allerdings ist das meist nicht so günstig wie mit dem Zug.
Ein Flug München – Berlin hin und zurück kostet eine schöne Stange Geld.
Alles ist besser als die Anfahrt mit dem Pkw.

 

Kurfürstendamm
Der Boulevard ist mit 3,5 km fast doppelt so lang wie sein Pariser Pendant,
die Champs Elysées. Hier flanieren Berliner und Besucher aus der ganzen Welt auf und ab.

Der Kudamm ist weit mehr als nur eine Hauptverkehrsstraße.
Künstler stellen Bilder und Werke aus.
Die Touristen können gemütlich bummeln, shoppen und Spaß haben.
Sie finden Kleidergeschäfte, Clubs, Apotheken, Schuhläden,
eine Chanel Boutique und vieles mehr.

Im Gegensatz zu den meisten Sehenswürdigkeiten von Berlin gibt es den Kurfürstendamm
schon seit Jahrhunderten. Wenn auch in anderer Form.
Ursprünglich diente er den Königen von Brandenburg zum Ausreiten.

Die goldene Zeit des Kudamms waren – von heute abgesehen – die wilden 20er Jahre.
Viele buntes Volk war unterwegs:
Schauspieler, Sänger, Filmproduzenten, Glücksritter und Schriftsteller.
Es entstanden die ersten Kinos. In den Cafés und Tanzclubs pulsierte das Berliner Leben
in dieser lustigen Zeit wie nie zuvor.

 

Städtetrip nach Paris
Visite in der französischen Hauptstadt

 

Brandenburger Tor
Kein anderer Platz in Deutschland ist so eng verknüpft mit der Geschichte unseres Landes.
Leider nicht nur im positiven Sinne.
1961 baute die DDR die Mauer direkt hinter dem Brandenburger Tor.

In den 70er und 80er Jahren fanden hier an Pfingsten Musik-Konzerte berühmter Bands statt.
Mit den Jahren versammelten sich immer mehr DDR-Jugendliche hinter der Mauer.
Um die Lieder wenigstens live zu hören. Wenn sie schon nichts sehen konnten.

Ich erinnere mich genau ans Ende der 80er Jahre. Als Rocklegenden wie David Bowie,
Barclay James Harvest und Pink Floyd die westdeutschen Fans begeisterten.

Dieses Ausgeschlossensein der DDR-Jugend war vielleicht mit ein Grund
für die wachsende Unzufriedenheit im Arbeiter- und Bauernstaat.
Die sich schließlich in den Protestmärschen von 1989 entlud.
Erst nach dem Fall der Berliner Mauer konnte die Verbindung des Brandenburger Tors
zur Flaniermeile „Unter den Linden“ wiederhergestellt werden.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten. Was haben die Ostberliner gejubelt,
als kurz vor Weihnachten 1989 die Grenzbarrieren abgerissen wurden.
Das Brandenburger Tor ist heute der Zieleinlauf des Berlin-Marathons.
An Silvester findet jedes Jahr ein Musik-Festival statt – auch bei kalter Witterung.

 

Weitere schöne Reiseziele in Deutschland

 

Boulevard Unter den Linden
Neben den Stadtparks bildet diese 1,5 km lange Avenue mit den Baumreihen
die grüne Lunge von Berlin. Die Verbindungsstraße zwischen Alexanderplatz
und Brandenburger Tor lag auf dem Terrain der DDR.
Sie führte ein Mauerblümchendasein, im Vergleich zur Vorkriegszeit.

Heute gehört Unter den Linden wieder zu den Top-Sehenswürdigkeiten von Berlin.
Es geht international zu. Viele europäische Länder unterhalten dort Botschaftsgebäude.
Die Kurzreisenden kommen an der Humboldt-Universität vorbei.
Am Lustgarten, am Prinzessinnenpalast, am Hotel Adlon
und am Standbild des Preußenkönigs Friedrichs des Großen.
Im Geschäftscenter Upper Eastside Berlin können sie auf Shoppingtour gehen.

Unter den Linden hat sich nach der Wende zur Partymeile gemausert.
Auf die Besucher warten zahlreiche Bars und Kneipen.
Es verkehren U-Bahnen, die sie zur Unterkunft zurück bringen.
Allerdings werktags nur bis 1 Uhr nachts. Danach müssen sie den Bus nehmen.

 

Berliner Reichstag
Auch wenn Sie sich nicht für Politik und Geschichte interessieren,
könnte der Deutsche Reichstag einen Besuch wert sein.
Verfolgen Sie, wer hier ein und aus geht.
Beachten Sie bitte, dass Sie die Teilnahme Führungen rechtzeitig online buchen müssen.
Dafür gibt es bestimmte Reservierungsportale wie zum Beispiel Getyourguide.de.

Wenn man den Berliner Reichstag heute sieht, kann man sich kaum vorstellen,
was hier schon alles passiert ist. Die Nazis haben ihn 1933 sogar abgefackelt,
um der Demokratie den Todesstoß zu versetzen.
Im Jahr 1995 hat ein gewisser Christo das Parlamentsgebäude für 4 Wochen
in eine Aluminiumhülle gesteckt. Das soll angeblich höhere Kunst sein.

Mitten auf dem Reichstag thront eine runde gläserne Kuppel.
Das Ding hat einen Durchmesser von 40 m.
Auch dafür müssen Sie sich vorher anmelden.
Entweder auf der Internet-Plattform des Reichstages.
Oder wenn Sie schon in Berlin sind: in der Anmeldestation Scheidemannstraße.
Die Kuppel hat bis 24 Uhr geöffnet.
Mit etwas Glück können Sie den Sonnenuntergang über den Dächern von Berlin fotografieren.

 

Potsdamer Platz
Eine Skyline mit riesigen Hochhäusern. Man fühlt sich fast wie in New York.
Der Potsdamer Platz bildet heute so etwas wie das Herzstück der Stadt.
Berühmt ist der Platz durch die Berliner Filmfestspiele, durch den Weihnachtsmarkt.
Und durch die Legowelt im Sony Center.
Ihre Kinder werden begeistert sein von den Spiel- und Bastelmöglichkeiten.

Sie können am Potsdamer Platz einkaufen, ein Theater besuchen, ins Kino gehen.
Oder sich in einem der vielen Cafés eine sahnige Torte schmecken lassen.
Alles zeugt von Vitalität, Kultur und Lebenslust.

Doch das war nicht immer so, wie die Geschichte uns lehrt.
Jahrzehnte lang verlief die DDR-Todeszone mitten über diesen heute so lebendigen Platz.
Erst nach der Wende konnte der Potsdamer Platz wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen.
Er wurde von Grund auf neu gestaltet.
Um den Ansprüchen einer modernen Weltstadt gerecht zu werden.

Besonders am Abend gibt der Potsdamer Platz in Berlin ein reizvolles Bild ab.
Wenn die Leuchtreklamen Werbung machen für aktuelle Kinofilme und Stars.
Wenn die Berliner Philharmonie in goldenem Licht erstrahlt.

Nicht ganz so lustig ist das Holocaust-Denkmal.
Eine besinnliche Stelle. Aber lassen Sie sich davon die gute Laune nicht verderben.
Genießen Sie bei Ihrem Trip einfach das Flair der Hauptstadt.
Vor allem auch die liebenswürdige Art der typischen Urberliner.

 

Museumsinsel
Wenn Sie sich für Kultur, Bildung und Kunst interessieren:
Dann sollten Sie beim Berlin-Trip die Museumsinsel besuchen.
Die Insel ist eingekesselt von 2 Spree-Armen.
In 5 Museen haben Sie die Chance, Exponate, Sammlungen und Skulpturen zu sehen:
Aus dem alten Griechenland (Pergamon), aus Rom, aus der islamischen Welt
(Ägypten, Kleinasien) und aus Byzanz (christliches Istanbul im Mittelalter).

 

Alexanderplatz
Der bekannteste Platz in Berlin ist wohl der Alexanderplatz.
Die Preußenkönige ließen auf dem Alex Soldaten exerzieren.
In der Weimarer Republik war der Alexanderplatz kulturelles Zentrum von Berlin.
Die DDR baute einen Friedensbrunnen und ein Kaufhaus,
welches heute Galeria Kaufhof heißt.

In unserer Zeit ist der Alex so etwas wie das Zentrum von Berlin, mit vielen Straßenkreuzungen.
Mehrere Hunderttausend Menschen passieren den Alex pro Tag.
Rundherum gibt es viele größere Geschäfte wie Media-Markt, C&A, Esprit und Primark.
Sie können sich aber auch in einem Cafe niederlassen.
Und dem turbulenten Treiben der Weltstadt zusehen.
Menschen aus allen Kontinenten besuchen den Alexanderplatz.

 

Berliner Fernsehturm
300 Meter vom Alex entfernt steht das höchste Gebäude Deutschlands:
der Berliner Fernsehturm. Die Post der DDR ließ den 368 m hohen Turm
in der Zeit von 1965 bis 1969 bauen. Er war als Sendeturm fürs TV gedacht.
Eine sehr praktische Erwägung also. Niemand ahnte damals,
dass der Fernsehturm einmal zu den Wahrzeichen von Berlin gehören würde.

Fahren Sie mit dem Lift die 230 Meter hoch in die Aussichtskugel.
Die Kugel hat mehrere Etagen und einen Durchmesser von knapp 29 m.
Beim Essen im Restaurant haben Sie einen weiten Ausblick
auf die deutsche Hauptstadt, den Wannsee und das umliegende Brandenburg.
Die Kugel des Berliner Fernsehturm dreht sich permanent
um die eigene Achse (wie beim Eiffelturm in Paris).
Sie sehen also immer etwas anderes.

 

Was gibt es in Berlin sonst noch zu sehen?
Das waren ein paar Ideen für Ihren Berlin-Trip.
Natürlich hat die Hauptstadt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten.
Zum Beispiel den Berliner Dom, das Schloss Charlottenburg, den Botanische Garten.
Schloss Sanssouci in Potsdam, das Olympiastadion und das Nikolaiviertel.

 

Gaumenfreuden in Berlin
Der Mensch lebt nicht nur von Luft, Geld und Liebe allein.
Manchmal muss er auch etwas essen und trinken.
Da in Berlin Menschen aus allen Herren Länder wohnen, gibt es überall internationale Küche.

Sie können in feine Gourmet-Restaurants gehen, an die Dönerbude, zum Italiener.
Sie bekommen thailändisches, indisches und türkisches Essen.
Und natürlich die gesunde Mittelmeerküche.

 

Ausgehen in Berlin
Bleibt noch die Frage, was machen wir am Abend?
Auch da bleibt Berlin nichts schuldig.
Je nach Altersklasse haben Sie verschiedene Möglichkeiten.
Zum Beispiel am Prenzlauer Berg, in Berlin-Mitte, Friedrichshain oder am Kurfürstendamm.

Erkundigen Sie sich im Sommer, wo Open Air-Veranstaltungen stattfinden.
Ansonsten gibt es jede Menge Tanzclubs, Cocktailbars, Musikkneipen und Szene Bars.
Auf dieser Webseite
hier werden Sie sicher ein paar interessante Ideen finden
fürs Berliner Nachtleben.

 


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