Barcelona: Tipps für eine Stadtbesichtigung

Ort zur Entspannung in Barcelona

Was reizt Städtereisende an Barcelona?

Die spanische Mittelmeer-Metropole Barcelona hält für seine Besucher jede Menge Sehenswürdigkeiten bereit.
Bei einer Stadtbesichtigung wird man schnell feststellen, dass vieles mit dem Wasser zu tun hat. Da ist der weltberühmte Springbrunnen Font Màgica mit seinen Wasserkaskaden,
das Aquarium, der Stadtstrand und der Hafen.

 

Aber auch kulturell hat die katalanische Hauptstadt einiges aufzuweisen.
Wir finden etliche Bauwerke aus der römischen Zeit.
Aus dem Mittelalter stammt das gotische Viertel Barri Gòtic.
Das Kolumbus-Denkmal erinnert an den Entdecker Amerikas.
Die katholische Kirche Sagrada Familia wurde erst in neuerer Zeit gebaut.
Junge Touristen schätzen Barcelona als attraktive Party- und Einkaufsstadt.

Wer sich bei einer Stadtbesichtigung lange Wartezeiten ersparen will,
sollte sich vor Reisebeginn einen City Pass zulegen.
Hier nun meine Tipps für einen Kurzurlaub in Barcelona.

 

Wasserfontänen Font Màgica
Sie haben noch keine Idee, wohin Sie am Abend gehen sollen?
Dann hätte ich einen Tipp für Sie. Bevor Sie am Hafen eine Bar oder Kneipe aufsuchen,
könnten Sie sich vorher noch ein ganz besonderes Vergnügen gönnen:
Die Wasserspiele des magischen Brunnens von Barcelona.

Vom Kreisverkehr der Plaça Espanya gehen Sie über die Avinguda
de la Reina Maria Christina in Richtung des Nationalpalasts von Barcelona.
Plötzlich stehen Sie vor einem runden Wasserbecken von 35 Meter Durchmesser.
In Abständen von 30 Minuten beginnt hier eine der schönsten Lightshows in Europa.

Die Musik fängt an zu spielen. Mehr als 3.000 von bunten Scheinwerfen angestrahlte
Wasserfontänen schießen in die Höhe – immer zum Rhythmus der Musik.
Zum Beispiel zu Sultans of Swing (Dire Straits) oder zu Apologize (Timbaland).
Aber auch zu klassischer Musik und zur Kultband Queen.

Die computergesteuerten Scheinwerfer strahlen alle gleichzeitig.
Sie wechseln jedoch ständig die Lichtfarben.
So dass die Wassermassen des Font-Màgica in verschiedener Höhenlage immer andere
Farben haben. Mal gelb, mal gold-orange, dann wieder pastellblau, rosa und lila.

Gebaut wurde der Springbrunnen Ende der 20er Jahre.
Francos Generäle haben der abtrünnigen Stadt im Spanischen Bürgerkrieg stark zugesetzt.
Der Fontäne-Brunnen wurde so stark ramponiert, dass er für 15 Jahre defekt war.
Die Musikshow wurde erst nach dem Ende der Franco-Zeit kreiert –
als Barcelona sich immer mehr zu einer der meist bereisten Städte in Europa entwickelte.

 

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Park Güell
Der Park ist das Werk des berühmten spanischen Baumeisters Antoni Gaudi.
Er stellt in unserer hektischen Zeit eine Ruheoase für Einheimische und Touristen dar.

Eigentlich sollte es ein ganz neuer grüner Stadtteil von Barcelona werden.
Eine Art Beverly Hills, wo die reichsten Bürger der Stadt ihre Villen stehen haben.
Abseits vom Trubel der katalanischen Metropole.

Doch dieses ehrgeizige Unternehmen verschlang viel mehr Geld als abzusehen war.
So zerplatzte der Plan des Künstlers. Übrig blieb letztendlich „nur“ eine grüne Parklandschaft.
Diese gehört jedoch zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in ganz Barcelona.

Den Mittelpunkt des Park Güell bildet eine hoch gelegene Terrasse.
Sie bietet theoretisch Platz für viele hundert Besucher.
So schlimm ist es allerdings nicht. Meist hat man genügend Platz und Muße,
um von hier aus über die Stadtviertel von Barcelona zu blicken.

Sie können das Parkgelände selbst kostenlos betreten. Das Künstlerviertel allerdings
mit den mosaikgeschmückten Häusern kostet ein paar Euro Eintritt.
Der Park dient den Einwohnern von Barcelona als Rückzugsgebiet am Wochenende.
Sie flanieren, machen Picknicks und erholen sich vom Alltagsstress.

Zu den bautechnischen Attraktionen im Park zählt der mit Mosaiksteinen verzierte Drache,
die römische Markthalle und der Säulensaal.
Sowie etliche Gartenpavillons, die zum Verweilen einladen.

 

Sagrada Familia
Mittig zwischen dem Park Güell und dem Hafenstrand Platja de la Nova Icària
liegt eine der berühmtesten Kathedralen von Spanien, die Sagrada Familia.
Hinter dem Fußballverein CF Barcelona ist sie weltweit das berühmteste Aushängeschild
der Stadt. Auch dieses Bauwerk geht auf das Konto des Kunstexperten Antoni Gaudi.

Zwar ist die Sagrada Familia nach wie vor eine Baustelle.
130 Jahre Bauzeit reichten bei der Detailtreue nicht aus, um die Kirche zu vollenden.
Dennoch zieht sie durch ihr pittoreskes Aussehen kunstverständige Städtereisende
in ihren Bann.

Die Verzierungen im Außenbereich der Sagrada Familia erzählen von biblischen Geschichten.
Die 5 mächtigen Innenschiffe stellen sinnbildlich je einen Kontinent dar.
An jeder Ecke sieht man Abbilder von Heiligen
der Katholischen Kirche und von Aposteln aus der Bibel.

Die schlanken Türme der Basilika Sagrada Familia laufen oben spitz zu –
ähnlich wie in einer arabischen Moschee.
Wer nach der Besichtigung der farbenfrohen Innenräume 110 Meter zu einem Turm
hinauffährt, hat einen Top-Ausblick auf eine der meistbesuchten Städte in Europa.

 

Casa Milà 
Bleiben wir noch ein wenig bei dem Universalgenie aus Barcelona.
Der in Reus bei Tarragona geborene Kunst-Architekt Gaudi kam im gesetzten Alter
auf die Idee, ein sehr eigenwilliges Gebäude zu entwerfen, die Casa Milà.
Dieses Steinhaus sollte bei einer Stadtbesichtigung von Barcelona nicht fehlen.

Haben Sie schon mal ein großes Haus absolut ohne tragende Innenwände gesehen?
In der Carrer de Provença von Barcelona steht eins.
Das gesamte Gebäude wird – wie ein Wolkenkratzer – nur von Beton und Stahl gehalten.
Die Raumaufteilung kann durch Verschieben von Stellwänden flexibel gestaltet werden.
So dass jede Wohnung ein ganz individuelles Erscheinungsbild hat.

Wer sich die Casa Milà von außen betrachtet, dem fallen 2 Dinge sofort auf.
Die Fassadenwände verlaufen nicht schnurgerade, sondern in welligen Kurven.
Auch innen drin ist überhaupt nichts rechtwinklig. Alles läuft rund.
Die Balkone der Wohnungen sind von kunstvoll gestalteten Geländern
aus Eisen abgesichert.

Zur Frontseite und zum Hinterhof hin hat die Casa Milà auffallend viele Fenster.
Schon vor 100 Jahren muss dem Künstler Gaudi bewusst gewesen sein,
wie wichtig natürliches Tageslicht für das Wohlbefinden des Menschen ist.

Die Casa Milà fungiert nicht nur als Haus mit Mietwohnungen.
Sie können eine Kunstausstellung besichtigen.
Und im Obergeschoss einige Werke von Antoni Gaudi.

 

Castell Montjuic 
Fast 200 m über Barcelona thront auf dem Berg Montjuic eine alte Festung
aus dem 17. Jahrhundert. Sie sollte die Stadt gegen eine Invasion schützen.
Nach dem Verlust der spanischen Armada war Großbritannien war dabei,
sich im westlichen Mittelmeer breit zu machen (Gibraltar, Menorca).

Aus dieser Zeit stammen die mehr als 100 Kanonen des Castells Montjuic.
Auch der machtlüsterne Sonnenkönig Ludwig der XIV. von Frankreich hatte ein Auge
auf die reiche spanische Stadt geworfen.
Zur Zeit der Französischen Revolution war die Burgfestung so weit ausgebaut,
dass dort oben 3.000 Soldaten und Zivilisten lebten.

Dennoch wurde sie von Napoleon im Handstreich eingenommen.
Spanische Könige nutzten die Burg als Kaserne für die  Regimenter
aus dem verhassten Madrid. Und somit zur jahrhundertelangen Unterdrückung
der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Die älteren Einwohner von Barcelona verbinden mit der Festung eindeutig negative
Vorstellungen. Hinter den Mauern der Burg wurden nach dem Spanischen Bürgerkrieg
links gerichtete Regimekritiker, Intellektuelle und Gewerkschaftler
von Francos Schergen inhaftiert, Gestapo-mäßig verhört, gefoltert und getötet.

Die bewegte Geschichte des Castells ist im Militärmuseum dokumentiert.
Man sollte sich aber von der Vergangenheit nicht zu sehr beeindrucken lassen.
Von hier oben hat man vor allem eine fantastische Aussicht über die gesamte Stadt
und den Hafen von Barcelona. Ab und an finden im Park der Burg Veranstaltungen statt.

 

Aquarium von Barcelona
Bei einer Stadtbesichtigung sollte man unbedingt den Hafen aufsuchen.
Dort ankern sehr wahrscheinlich Kreuzfahrtschiffe, die später weiter fahren nach Rom,
Mallorca, Korsika, Sardinien oder zu den Kanarischen Inseln.
Im Hafengebiet befinden sich etliche Bars und Vergnügungsviertel.
Ferner das World Trade Center von Barcelona und das Aquarium.

Das Highlight dieser Anlage ist das gläserne Haibecken (Ozeanium).
Vom Tunnel aus kann man die Räuber der Weltmeere beim Schwimmen
und Fressen beobachten. Davon abgesehen befinden sich in den Wasserbassins
Fische aus tropischen Gewässern und aus dem nahen Mittelmeer.
Ihr Kind wird entzückt sein von den Meeresbewohnern.

Ansonsten gleiten Muränen, Aale, Piranhas, Rochen und kleiner Fischarten durchs Wasser.
Wer noch nie einen Taucheranzug getragen hat,
kann sich hier im Aquarium von Barcelona ein Bild machen,
wie die Korallenriffe vor Australien,  Ostafrika, vor den Malediven
und in der Karibik aussehen.

 

Shopping in Barcelona
Im Zeitalter der Billigflüge ist das Shoppen in europäischen Großstädten
zu einer modernen Freizeitbeschäftigung geworden.
Neben Mailand, Rom, Amsterdam und Paris
zählt die spanische Hafenstadt
zu den Top-Reisezielen – vor allem für Frauen mit einem lockeren Geldbeutel.
Die Mädels lassen die Männer am liebsten zu Hause sitzen,
um sich ungeniert ihrer Lieblingsbeschäftigung hinzugeben.

Die berühmteste Einkaufstraße Barcelonas ist zweifellos die 1.300 m lange La Rambla.
Zig Millionen Touristen besuchen diesen Mega-Boulevard jedes Jahr.
Aber auch am Hafen, in der Altstadt und in anderen Ramblas gibt es zahlreiche Geschäfte
und Kaufhäuser für Kleidung, Hüte, Schuhe,
Schmuck, Handtaschen, Antikes und Mode-Accessoires.

Wenn der kleine Hunger kommt, findet man in den Tapas und auf den Markplätzen
von Barcelona Delikatessen wie Mandeln, Mittelmeerfrüchte,
spanischen Schinken, spanischen Wein, frisch gepressten Orangensaft.
Sowie Brötchen mit Lachs, Hartwurst oder Thunfisch.

Darüber hinaus ist das Leben auf den Einkaufsstraßen von Barcelona äußerst unterhaltsam.
Straßenkünstler fertigen Schnellskizzen für Personen an.
Musikanten spielen katalanische Lieder.
Den Abend vor dem Rückflug können Sie je nach Geschmack
in einer Disco oder in einem Restaurant verbringen.

 


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