Argentinien: schönste Ziele für eine Urlaubsreise

Tango tanzen in Buenos Aires

Reizvolle Reiseziele
in Argentinien

Argentinischer Tango, Rinderherden in den Pampas, Buenos Aires, Gletscher in den Anden, weltentrückte Landschaften in Feuerland und riesige Wasserfälle:
Argentinien ist ein Urlaubsland der Superlative.
In Europa ist alles ziemlich eng.
In Südamerika hingegen bestimmen unendliche Weiten das Landschaftsbild.

 

Auf einer Rundreise durch Argentinien erleben wir nicht nur klimabedingt viel Abwechslung.
Buenos Aires verzückt seine Besucher durch Tango-Shows und Sehenswürdigkeiten
aus der spanischen Kolonialzeit. In Cordoba, Mendoza, Rio Gallegos und Rosario
lernen Sie argentinische Lebenskultur kennen.

Zur Geografie des zweitgrößten Staates in Lateinamerika:
Im Norden Argentiniens haben wir den subtropischen Regenwald.
An der frischen Atlantikküste befinden sich die Badeorte der argentinischen Riviera.

In Richtung Chile erheben sich die fast 7.000 Meter hohen Andengipfel.
Im Süden Argentiniens erstreckt sich die einsame Naturlandschaft.
Dazwischen liegt im Zentrum des Landes die Pampa.

Ich werde Ihnen nun einige der schönsten Urlaubsziele in Argentinien vorstellen.
Ein Land, das wir in Europa zwar flüchtig von Fernsehbildern her kennen.
Dessen eigentlichen Charakter wir aber nur auf einer mehrwöchigen Urlaubsreise erfahren.

Hier aber zunächst eine vergrößerbare Argentinien-Karte

 

Buenos Aires
Die Hauptstadt Argentiniens liegt an der Mündung des Rio de la Plata.
Dessen Delta ist ungefähr 200 km breit.
Von Buenos Aires aus haben Sie zwischen Tango-Tanzen und Sightseeing wunderbare
Ausflug-Möglichkeiten in die Wasserlandschaft dieses südamerikanischen Flusses.

Ein Markenzeichen von Buenos Aires ist die Avenida 9 de Julio.
Die breiteste Verkehrsstraße der Welt (140 m) besitzt sage und schreibe 20 Fahrbahnen.

Interessant ist das Nachtleben von Buenos Aires und die Tango-Vorführungen.
Die Argentinier sind Nachtschwärmer. Erst sehr spät wird zu Abend gegessen.
Kurz vor Mitternacht geht es hinaus in die Stadtteile Palermo Viejo,
Palermo Soho oder Puerto Madero. Es gibt kaum eine Ort in Lateinamerika,
wo in Bars und Clubs so ausdauernd gefeiert wird wie in der Stadt der „guten Lüfte“.

Buenos Aires ist eine Top-Sportstadt.
Sie können Pferderennen, Polospiele oder ein Fußball-Match besuchen.
Dabei lernen Sie das feurige Temperament der Latinos kennen.
Alternativ können Sie in den Straßen von Buenos Aires shoppen gehen.
In der Calle Florida gibt es schicke Modegeschäfte.
Zu den größten Einkaufszentren gehört die Galería Pacífico.

Der berühmtesten Platz von Buenos Aires ist der Plaza Mayo.
Ein schöner Ort mit Springbrunnen und grünen Palmen.
Allerdings auch mit einem Mahnmal für die Opfer der Militärdiktatur vor 40 Jahren.

Daneben steht die Gedenkstätte für das Erreichen der Unabhängigkeit vom spanischen
Mutterland. Eine der am häufigsten aufgesuchten Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires
ist das Grab der Volksheldin Evita Perón – im Stadtteil La Boca.

Weltberühmt ist Argentinien vor allem durch Fußball und Tango.
In der Öffentlichkeit bekommen die Urlauber Tanz-Shows geboten.
Am Abend wird in den Lokalen (Milongas) bei Tango und Bier wild gefeiert.

Argentinien ist ein konservativ-katholisches Land.
Keine Frau würde daran denken, einen Mann zum Tanzen aufzufordern.
Wenn Sie als Single unterwegs sind, können Sie einer argentinischen Schönheit
Ihre Aufwartung machen. Sie stellen sich vor ihr hin.
Lächeln sie an und warten darauf, ob sie mit dem Kopf nickt.
So schwer dürfte das nicht sein.

 

Schöne junge Frauen aus Buenos Aires

 

Argentinische Pampa – Urlaub der anderen Art
Die karg-trockene Gras- und Weidelandschaft im Osten von Argentinien reicht vom
Rio de la Plata bei Buenos Aires fast bis zu den Anden im Westen.
Im Süden zieht sich die Pampa bis nach Puerto Madryn,
im Norden bis nach Brasilien und Uruguay hinein.
In der Pampa wird vorwiegend Viehzucht betrieben.
Aber auch Ackerbau (Mais, Getreide).

Die große Touristen-Attraktion bilden die Ranches (Haciendas).
Argentinische Cowboys (Gauchos) treiben und betreuen die Rinderherden zu Pferde.
So wie es selbst heute noch im Südwesten der USA der Fall ist.

Am besten lernen Sie das Herzlands Argentiniens kennen,
wenn Sie von Buenos Aires aus auf der Nationalstraße 5 nach Santa Rosa de Toay fahren.
Das sind ungefähr 450 km flaches Land.
Die Alternative wäre ein Inlandsflug.

Sie können in der Pampa eine Estancia (Hacienda) besichtigen.
Und den Gauchos bei der Arbeit zusehen.
Wie sie Pferde zureiten, Kühe mit dem Lasso einfangen und brandmarken.
Manchmal auch schlachten oder zur Fleischfabrik transportieren.

Sehenswert sind die prunkvollen Herrensitze der Viehbarone.
Einige davon werden nicht mehr bewohnt, sind für Argentinien-Urlauber frei gegeben.
So ganz nebenbei haben Sie Gelegenheit, Pferde zu reiten.
Am Abend können Sie dem Gitarrenspiel der Gauchos zuhören.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Südamerika
Was hat Lateinamerika zu bieten?

 

Bariloche-Seen
Wenn Sie die Pampa durchquert haben,
kommen Sie im Südwesten Argentiniens in die Provinz Rio Negro.
Dort an der chilenischen Grenze befindet sich eine äußerst reizvolle Seenlandschaft.

Die bewaldeten Gletscher-Seen von Bariloche liegen am Fuß des Hochgebirges.
Eine so schöne Naturlandschaft sucht selbst in Argentinien Seinesgleichen.
Sie erinnert ein wenig an Mittelschweden.
Aufgrund der Wintersport-Möglichkeiten wird dieser Distrikt
oft die Argentinische Schweiz genannt.

Ausgangspunkt, um dieses Gebiet zu entdecken ist San Carlos de Bariloche.
Von dieser Mittelgebirgs-Stadt (vergleichbar mit Freiburg) kann der Urlauber
schöne Ausflüge machen in 4 Naturparks.
Dort haben Sie die Möglichkeit zum Paragliden.
Sie können Angeln, Boot fahren, Bergtouren unternehmen.
Und im argentinischen Sommer (Südhalbkügel!) auch schwimmen.

Rund um den See gibt es Radwege. Auf den Bariloche-Seen verkehren Ausflugsschiffe.
Im Winter können Sie in Cerro Otto oder Cerro Catedral Ski fahren.
Dabei haben Sie den Lago Nahuel Nuapi immer im Blickfeld.

Besonders bemerkenswert ist der 3.770 m hohe Vulkan Lanín im gleichnamigen Nationalpark.
Bergsteiger können dort hinauf klettern.
Normale Touristen nähern sich dem schneebedeckten Berg mit dem Jeep.
Man könnte hinauf wandern: von 1.100 m aus bis auf ein Höhenniveau von  2.000 m.
Von da an wird einem die Weite Argentiniens bewusst.

 

Cueva de las Manos
Ganz im Süden von Argentinien befindet sich in der Provinz Santa Cruz die „Höhle der Hände“.
Diesen Namen verdankt sie den an den Wänden abgebildeten Hände.
Diese Wandmalereien in der Höhle müssen mehrere Tausend Jahre alt sein.

Außer den Händen haben die Ureinwohner Argentiniens dort Tiere und Jagdszenen dargestellt.
Man hat herausgefunden, dass diese und andere Höhlen des Canyons
einst von Menschen bewohnt wurden.

Wenn Sie zur Cueva de las Manos reisen wollen, müssen Sie von Perito Moreno (Patagonien)
aus in die Schlucht des Rio Pinturas fahren.
Dort befindet sich dieses Weltkulturerbe –
eines der ältesten altertümlichen Kunstwerke in Südamerika.

Der Zutritt zur Cueva de las Manos ist nur im Rahmen einer Besichtigung möglich.
Innen ist alles ausgeleuchtet. Der Reiseleiter erklärt die Abbildungen
abwechselnd in spanischer und englischer Sprache.

Wo Sie schon mal hier sind, können Sie eine Tour durch die Schlucht des Rio Pinturas machen.
So mächtig wie der Grand Canyon in den USA ist er zwar nicht.
Aber dennoch eine bemerkenswerte Landschaft.
Nur wenige Kilometer weiter nördlich beginnt der Nationalpark bei Perito Moreno.
Bis nach Feuerland am Kap Hoorn sind es noch 300 km in südlicher Richtung.

 

Gletscher-Nationalpark Los Glaciares
Wir bleiben in den Anden, auch Kordilleren genannt.
Wenn der Argentinien-Reisende vom Bariloche-Nationalpark
aus ungefähr 1.000 Kilometer
nach Süden fliegt, kommt er zu einem der eindrucksvollsten Urlaubsziele in Argentinien:
Den Eisbergen von Los Glaciares.

In der patagonischen Provinz Santa Cruz befinden sich 3 hohe Gletscherberge.
Die sind ein Paradies für Bergsteiger. Der schönste ist der Moreno-Gletscher.
Seine Eismassen teilen den Lago Argentino in 2 Hälften.

Am Fuß der Gletscher finden wir blaue, eisdurchwachsene Bergseen.
Dort können Natururlauber auf Campingplätzen übernachten.
Um am nächsten Tag eine Trekking-Tour zu starten.

In dieser zauberhaften argentinischen Bergwelt scheint die Zeit still zu stehen.
Keine Spur von Autos, Computern oder Umweltverschmutzung.
Sie können hier unvergessliche Urlaubsfotos machen.

Im Gletscher-Nationalpark sind recht seltene Tiere zu sehen.
Wie zum Beispiel der Nandu – ein straußenähnlicher Laufvogel.
Dazu Rotfüchse, Flamingos, Lamas, Berglöwen (Pumas).
Am Himmel schwebt der Condor – der größte Vogel der Erde.

Wer sich einer Touristentour anschließen möchte, fährt am besten nach El Calafate.
Von dort aus werden Wanderungen durch die Bergwälder des Nationalparks angeboten.

 

Salta – Bergstadt mit wunderschönem Ambiente
Das nächste Urlaubsziel ist die kleine Stadt Salta am Rio Arenales.
Salta liegt ganz im Nordwesten von Argentinien.
Schon etwas höher in den Bergen. Und nur 100 km von der bolivianischen Grenze entfernt.

Salta ist eine Universitätsstadt. Dementsprechend quirlig ist das Nachleben.
Der Urlauber findet zahlreiche Clubs und Bars zum Einkehren.
Dort kann man ganz gut Kontakte herstellen zu den Einheimischen.
Spanisch oder zumindest Englisch vorausgesetzt.

Die Altstadt von Salta ist ein Urlaubsziel erster Güte.
Neben der Kathedrale überzeugen vor allem Gebäude und Kirchen
aus der spanischen Kolonialzeit.
Lassen Sie sich den goldenen Altar in der Iglesia San Francisco nicht entgehen.
Besuchen Sie das Völkerkunde-Museum von Salta.

Fahren Sie mit der Seilbahn hinauf auf den Cerro San Bernardo.
Dort oben haben Sie einen wunderschönen Ausblick
auf die Stadt und die Berglandschaft im Hintergrund.

Auch das Umland von Salta bietet schöne Urlaubs-Aktivitäten.
Sie können die Kellereien der Weinstadt Cafayate aufsuchen.
Die Quebradas-Schluchten verlocken zum Wandern.
Oder zu Schlauchboot-Fahrten die wilden Bergflüsse hinunter.
Nehmen Sie an der Bahnfahrt Tren a las Nubas (Zug in die Wolken) teil.
Besichtigen Sie eine argentinische Hacienda. Und den Nationalpark El Rey.

 

Mendoza
Mendoza ist die berühmteste Weinstadt schlechthin in Südamerika.
In den nordargentinischen Tropen und Richtung Südpol wachsen nun mal keine Reben.
Die Region Mendoza aber beheimatet das größte Weinanbaugebiet Argentiniens.
Das sagt auch gleich etwas über das Klima aus.
Wein braucht Sonne, Wasser und warme Temperaturen.

Anfang Oktober erleben Sie in Mendoza wie die West-Argentinier Weinfeste feiern.
Besuchen Sie die Weingüter der Region. Kosten Sie vor allem den Roten.
Vielleicht haben Sie Lust, mal einen Tag bei der Weinlese mitzuwirken.

Wirklich alte Sehenswürdigkeiten aus der spanischen Zeit hat Mendoza fast keine mehr.
Das Erdbeben von 1861 hat ganze Arbeit verrichtet.
Nur noch jüngere Gebäude sind erhalten. Wie die Basilika des San Francisco,
das Kunstmuseum, der Platz der Unabhängigkeit von Spanien und einige Parks.

In den Weinbergen rund um Mendoza kann man relativ gemütlich wandern.
Anstrengender wird es in den Höhenlagen. Die nahe gelegenen Anden (fast 7.000 m Höhe)
laden zu Bergtouren ein: mit Pferden oder mit Wanderstöcken.

Eine geführte Tagestour könnte zum Beispiel zum Fuß des höchsten Berges
der Anden gehen: zum Aconcagua. Dabei kommen Sie an Berghöhlen vorbei.
Immer wieder hat man fantastische Aussichten hinunter ins Weintal.
Eine weitere Ausflugsmöglichkeit wäre Santiago de Chile.
Dazu müssen Sie allerdings 100 Kilometer weit über einen Andenpass fahren.

 

Urlaubsziel Feuerland
Unsere Rundreise durch Argentinien endet dort, wo die Welt zu Ende ist.
Tatsächlich ist die Südspitze Amerikas das südlichste
nicht unter Eis liegende Landgebiet auf dem gesamten Globus.

Feuerland ist eine Insel. Schön brüderlich aufteilt zwischen Chile und Argentinien.
Das berühmte Kap Hoorn – der Schrecken aller Seefahrer – ist nur knapp 100 km entfernt.

Wer kulturelle Sehenswürdigkeiten oder große Einkaufsstraßen erwartet,
erlebt eine Enttäuschung.
Feuerland ist etwas für Natur-Urlauber, die sich vor keinem Wetter fürchten.
Wir befinden uns schon ziemlich nah an der Antarktis.
Von daher kann von Sommer eigentlich keine Rede sein.

In Feuerland kann man Pinguine und Seehunde aufsuchen (bei Lobos Island).
Der Nationalpark „Tierra del Fuego“ lädt zu Erkundungen ein.
Entweder zu Fuß, mit dem Boot oder mit einer altertümlichen Bummelbahn.

So weit abseits der Zivilisation gibt es keine großen Orte.
Wohl aber die südlichste Stadt der Welt: Ushuaia.
Wenn das Wetter mal allzu grauselig ist, kann man sich aber auch anderweitig beschäftigen.
Im Maritim-Museum zum Beispiel.
Dort ist die Entdeckungsgeschichte des Südpols dokumentiert.

Im Juli (argentinischer Winter) kann man auf Feuerland Ski fahren,
Schneewanderungen machen oder auf dem Eis laufen.
Aber das kann man in Europa auch.

Wer in den äußersten Süden von Argentinien kommt, will etwas ganz Besonderes erleben.
Oder ganz einfach die unendliche Stille genießen.
In einer wunderschönen Natur, die noch nicht vom Menschen verschandelt  ist.

 


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