Ägyptens Tauchgebiete im Roten Meer

Taucher im Ägypten-Urlaub

Tauchurlaub in Ägypten

Das Rote Meer vor Ägypten ist bei Tauchern und Badeurlaubern gleichermaßen beliebt.
Die hohen Wassertemperaturen erlauben Tauchgänge und Schnorcheln zu allen Jahreszeiten.

In den Haupttouristenzentren sind etliche Hotels und Ferienanlagen aus dem Boden geschossen. Wie zum Beispiel der Robinson Club in Soma Bay.

 

 

An den Riffen von Hurghada, Sharm El Sheikh, und Marsa Alam finden die Taucher
bunte Korallenbänke. Dazu tummeln sich in diesen Gewässern allerlei tropische Fischarten:
Thunfische, Mantarochen, Makrelen, Seepferdchen, Delfine, Meeresschildkröten, Seesterne
und kleine Haie. Wirklich große Raubfische gibt es nur ganz im Süden des Roten Meeres.
In der Nähe des Indischen Ozeans, vor der Küste des Sudan.

Wer in den Badeorten Ägyptens tauchen will, schließt sich am besten einer Tauchschule an.
Die unternehmen Tauchausflüge, welche über einen oder mehrere Tage gehen.
Auf dem Boden des relativ flachen Roten Meeres befinden sich zahlreiche Schiffswracks.
Nicht zuletzt kann man in dieser Schönwetter-Region einen herrlichen Badeurlaub erleben.

Ich werde jetzt die Küstenorte mit dem größten Zulauf vorstellen.

 

Hurghada
Vor allem im Winter, wenn es auf Mallorca längst zu kühl ist,
bildet Hurghada einen schönen Ausweg für sonnenhungrige Urlauber.
An Weihnachten kann man hier immer noch gut schwimmen.
Außerdem ist das Wetter weit angenehmer als im brütend heißen Sommer.

Viele Urlauber kommen aber speziell zum Windsurfen und Tauchen nach Hurghada.
Die Buchten und Riffe der Region bieten schöne Anblicke,
die man gern mit einer Unterwasserkamera festhält.
Tauchanfänger halten sich in den Hausriffs der Hotels auf.
Mit etwas Glück bekommen Sie Gesellschaft von einem Delfinrudel.

Mehrtätige Tauchsafaris im Roten haben den Vorteil, dass man im Prinzip nur einmal
den Zeitaufwand für eine mehrstündige Anreise hat.
Danach befindet man sich nah an den Tauchgründen.
Geschlafen wird nicht im eigentlichen Urlaubshotel Hurghada,
sondern in Küstennähe der ägyptischen Tauchhotspots.

Leider muss man sagen, dass durch den heftigen Tauchbetrieb die Qualität der Korallenriffe leidet.
Nicht jeder Taucher hält sich an die Vorschriften.
Es reicht ihnen nicht, das Tauchen im Roten Meer zu genießen. Oder Bilder zu machen.
Muscheln und Korallen werden angetatscht, gezupft oder als Souvenir mitgenommen.
So werden diese ägyptischen Naturschönheiten immer weiter dezimiert und zerstört.

Tauchen bei Hurghada bedeutet auch eine Zeitreise in die Vergangenheit.
Gesunkene Schiffe liegen auf dem Grund des Roten Meeres. Wie zum Beispiel die Rosalie Moller.
Der britische Frachter wurde 1941 von deutschen Stuka-Bomber versenkt.

30 km nördlich von Hurghada liegen gleich mehrere Schiffe begraben.
Daher nennt man das Gebiet bei Abu Nuhas auch Schiffsfriedhof.
Ursache für die dortigen Katastrophen ist ein Riff, das nur knapp unter der Wasseroberfläche liegt.

 

Sharm El Sheikh
An der Südspitze der Sinai-Halbinsel haben wir gleich mehrere sonnige Plätze,
an denen Tauchsafaris angeboten werden.
Die zwei bekanntesten sind Sharm El Sheikh und Ras Mohammed.
Sharm El Sheikh befindet sich am Golf von Akaba – einem nördlichen Ausläufer des Roten Meeres.
Nicht nur Taucher, sondern auch Schnorchler haben in diesem Küstenort gute Karten.

Ägypten-Urlauber, die das Tauchen erst lernen wollen,
finden in den Ausbildungszentren von Sharm El Sheikh dazu Gelegenheit.
Taucher haben die Wahl zwischen den nahe gelegenen Tauchspots,
welche auf Tagesausflügen anvisiert werden. Oder Tauchsafaris in größerer Entfernung.

Zum Beispiel bei der Insel Tiran oder bei Ras Mohammed.
Dabei bevorzugen erfahrene, sportliche Taucher eher die mehrtägigen Touren.
Je weiter draußen, desto besser und einzigartiger die Riffe.
In Küstennähe ist vieles schon zu verbraucht.

In der Unterwasserwelt von Sharm El Sheikh finden wir Korallenplateaus und Steilwände.
Sie können Barrakudas und kleinere Haie filmen.
Und natürlich die Buntheit der Korallenwelt.

Ein besonderes Highlight ist das Schiffswrack des britischen Schiffes Thistlegorm.
Im 2. Weltkrieg wurde dieser mit Panzern, Lkws und Flugzeugen beladene Transporter
hier im Roten Meer versenkt.
Nun liegt er da, in 30 Meter Tiefe. Sie können ins Schiff hinein tauchen.

 

Marsa Alam
250 km südlich von Hurghada befindet sich einer der Top-Tauchorte am Roten Meer: Marsa Alam.
In dieser Region beginnt schon der Tiefe Süden des Landes.
Das bedeutet: das Wasser ist nochmal um einiges wärmer als am Sinai oder in Mittelägypten.

Die Infrastruktur von Marsa Alam ist ganz auf Badetouristen und Tauchurlauber abgestimmt.
Es gibt sogar ein paar spezielle Taucherhotels.
Einige Tauchschulen werden von deutschen Unternehmern betrieben.

Schnorchler haben die Möglichkeit, mit Brille und Flosse die hoteleigenen Riffe auszukundschaften.
Taucher fahren lieber hinaus aufs Meer. Dort warten größere Korallenbänke.
Wie zum Beispiel das Elphinstone-Riff, das Dolphine House,
das Daedalus-Riff oder das Shaab Marsa Alam.

Dort gibt es einige tiefe Tauchcanyons, Tunnels und dunkle Höhlen.
Weitere Tauchreviere in der Nähe sind Hamata ganz im Süden.
Und etwas nördlich von Marsa Alam der Küstenort Al Quseir.

Auch im Süden des Roten Meeres liegen zahlreiche Wracks herum.
Zum Beispiel der Malteser Hamada (gesunken 1993).
Das Schiff war nach dem Crash mit einem Riff in der Mitte durchgebrochen.
Sie können also mit Stirnlampe leicht hinein tauchen.

Oder die 110 m lange Salem Express.
Beim Untergang dieses ägyptischen Passagierschiffes kamen 700 Menschen ums Leben.
Die Salem Express liegt 30 m tief und in Seitenlage auf dem Boden des Roten Meeres.
Sie können in Vorschiff und Kabinen hinein tauchen.
Oder die korallenbedeckten Decks und Schiffsschrauben von außen bewundern.

 

Tauchen südlich von Ägypten
Marsa Alam ist nicht das Ende der Fahnenstange.
Die ägyptischen Küstenorte befinden sich alle in der Nordhälfte des Roten Meeres.
Weiter im Süden liegen Eritrea und der Sudan.
Allerdings sind dort keine Touristenhochburgen entstanden.
Vor allem der Sudan ist sicherheitstechnisch nicht ganz unbedenklich.
Dennoch ist auch dort Tauchen möglich.

Dabei entdeckt man eine etwas andere Unterwasserwelt als bei Hurghada und Sharm El Sheikh.
Je näher man dem Golf von Aden (Indischer Ozean) kommt, desto mehr sieht man Fische,
die normalerweise nur im offenen Meer schwimmen.
Zum Beispiel die bis zu 3,50 m langen Weißspitzen-Haie.
Seltsamerweise faszinieren solche Meerestiere die Taucher mehr als dass sie abschrecken.

Die Riffe so weit im Süden des Roten Meeres sind weit weniger beschädigt
als an der ägyptischen Küste. Weil es hier nicht so viele Urlauber gibt,
die Muscheln und sonstige Schönheiten angrapschen oder mitnehmen.

Es gibt hier weniger Motor- und Wassersportboote.
Das bedeutet: weniger Benzin und Öl im Wasser.
Neben Umwelteinflüssen sind Touristen und Boote Hauptfeinde der Korallenriffe.

Im Süden ist das Rote Meer tiefer als im Norden.
Außerdem kommt es durch die Nähe des Ozeans zu gefährlichen Strömungen.
So ist es nur erfahrenen und sportlichen Tauchern anzuraten,
dort die Unterwasserwelt zu erforschen.

 

Makadi Bay
30 km südlich von Hurghada befinden sich an einer Bucht mehrere Luxushotels
wie das Paradise Makadi Beach, das Cleopatry Luxury Resort und der Makadi Oasis Club.
Die sonnige Makadi Bay ist berühmt für schöne Sandstrände am blauen Meer.
Das seltsamerweise das „Rote Meer“ genannt wird.
Aber auch berüchtigt für die Welt unter der Wasseroberfläche.

Zunächst einmal haben Anfänger die Möglichkeit, in den Hotels einen Tauchkurs zu belegen. <
Geübt wird zuerst in den Pools.
Wenige Tage später geht es hinaus an die Riffe der Makadi-Bucht.
Angeboten werden die Lehrgänge von Tauschulen.
Manche davon werden von Deutschen betrieben.

Zu den berühmtesten Tauchbasen der Bucht zählt der Aquarius Diving Club.
Beliebte Tauchreviere sind z.B. das Abu Haschisch.
Bei Ausflügen erreichen Sie weitere Korallenriffe wie das Gota Abu Ramada.
Oder den Unterwassergarten beim Careless Riff.

Wer fürs Tauchen und Schnorcheln nicht viel übrig hat,
findet dennoch sein Vergnügen an der Makadi Bay:
Beim Golfsport, beim Bogenschießen oder bei einem Ausritt zu Pferde oder mit einem Kamel.
Entweder am Roten Meer entlang. Oder in die ägyptische Wüste.
Viele Touristen kombinieren einen Strand- oder Tauchurlaub am Roten Meer
mit einem Ausflug zum Nil.

 

Soma Bay
Noch ein Stück weiter südlich der Makadi Bay liegen die Tauchreviere der Soma Bay.
Den Robinson Club habe ich schon genannt.
Auch Kempinski und Sheraton haben hier Luxus Resorts stehen.

Da aber sehr viele Ägypten-Urlauber hier kommen, gibt es auch preiswertere Unterkünfte.
Wenn Sie sich vorab erkundigen wollen: dann schauen Sie bitte auf Vergleichsseiten
wie Booking.com, Hotels.com oder Expedia nach.

Soma Bay kann zwar mit schönen Stränden und einer schönen Unterwasserwelt aufwarten.
Dennoch ist es noch nicht so überlaufen wie Hurghada.
Man findet hier noch ruhige Plätzchen zum Entspannen.
Die geschützte Bucht eignet sich gut für verschiedene Wassersportarten.

Das Rote Meer fällt vom Land aus relativ flach ab.
Das freut nicht nur planschende Kinder, sondern auch Schnorchler.
An den küstennahen Riffen werden Zebrafische, Seesterne und Rochen gesichtet.
Alles in allem ist die Soma Bay etwas für Menschen, die es gern gemütlich haben.
Die nicht so auf Trubel stehen unter der ägyptischen Sonne.

 

Safaga
Letzte Station meiner kleinen Rundreise am Roten Meer ist Safaga –
ebenfalls im Großraum Hurghada. Auch hier geht es eher gemächlich zu.
Die Tauchbasen bieten Ausflüge aufs Rote Meer an.
Dabei können Sie sich von der Schönheit der Riffe unter Wasser überzeugen.

Wer noch nicht so oft getaucht ist, kann sich am Hausriff von Safaga beschäftigen.
Auch dort finden sich Korallengärten mit allerlei tropischen Meerestiere
wie Seepferde, Krokodilfische und Schildkröten.

Die Riffe weiter draußen nicht so ganz einfach zu betauchen.
Weil dort in manchen Zeiten Strömungen vorherrschen, die einige Erfahrung voraussetzen.
Die meisten sind in 30 oder 40 Minuten zu erreichen.

In der bunten Unterwasserwelt können Sie Barrakudas, Papageienfische,
Rotfeuerfische und Schwarzspitzen-Riffhaie filmen.
Im Gegensatz zum Hammerhai, Grauhai, Tigerhai und dem Weißen Hai sind diese klein
und harmlos. Manchmal sogar verspielt wie Delfine.

Gefährlich wird es nur ganz am Südrand des Roten Meeres.
Dort können große Haie aus dem Ozean eindringen.
Aber selbst auf deren Speisekarte steht Menschenfleisch normalerweise nicht.
Wer Haien absichtlich zu nahe kommt, ist selbst dran schuld.

Ein besonders Highlight vor der Küste von Safaga ist das Wrack der ägyptischen Fähre
Salem Express. Das 1991 gesunkene Schiff liegt ungefähr 40 km von der Küste Ägyptens entfernt.
Auf dieser Seite hier können Sie ein paar Eindrücke und Bilder einfangen
über das Wracktauchen am Roten Meer.

Davon abgesehen lässt es sich in Safaga ganz gut surfen.
Nicht unbedingt auf den Wellen – dafür ist das Rote Meer zu brav. Aber auf dem Windboard.
Wenn Sie Lust haben auf eine Wüstenrallye oder auf eine Tour auf dem Nil:
Von Safaga aus sind Jeep- oder Busreisen möglich.
Die Wüstenautobahn endet in Qina – nördlich vom Tal der Könige bei Luxor.

 

Ans Rote Meer reisen
Hurghada, Marsa Alam und Sharm El Sheikh verfügen jeweils über einen internationalen Airport.
Sie können die Rotmeerküste am besten im Rahmen von Pauschlreisen ansteuern.
Zum Beispiel über TUIfly.
Das ist unkompliziert. Sie wissen gleich, welche Kosten Sie auf Sie zu kommen.

Die Flugzeit nach Ägypten beträgt zwischen 4,5 und 5 Stunden.
Jetlag gibt es keinen. Da die Zeitumstellung zu Mitteleuropa minimal ist.
Nur an die warmen Temperaturen muss man sich erst gewöhnen.
Vielleicht wäre es ratsam, sich auf einem Hotelbewertungssystem wie Booking.com,
HRS oder Check24 die Erfahrungsberichte anderer Tauchurlauber anzuschauen.

Bei welchen Fluggesellschaften kann man einen Flug ans Rote Meer buchen?
Lufthansa, Condor, Air Berlin, Egypt Air, Sun Express, Niki (von Wien) und Swiss (von Zürich).

Falls Sie zuerst Kairo, Luxor (am Nil) oder Alexandria ansteuern wollen:
Dann gibt es noch andere Optionen.
Wenn Sie einen Zwischenstopp in der Türkei in Kauf nehmen,
kommt auch Turkish Airlines in Frage. Das ist günstiger, braucht aber deutlich länger.

 

Wetterverhältnisse am Roten Meer
Der kühlste Monat ist der Februar mit ca. 23 Grad Lufttemperatur.
Zur Sommerzeit haben wir an der ägyptischen und sudanesischen Küste heiße 35-37 Grad.
Zwischen diesen beiden Extremen bewegen sich die Temperaturen im Frühjahr und Herbst.

Allerdings muss man differenzieren, wo man am Roten Meer Urlaub macht.
Im Norden (Hurghada, Sharm El Sheikh) ist es ein paar Grad kühler als im Süden.
Im Sommer empfindet man das als angenehmer.

In Hurghada haben wir im August eine Durchschnittstemperatur von 31 Grad.
Am Nachmittag kann es auch mal 35 Grad warm werden.
Im Februar werden nur nachmittags 23 Grad erreicht.
Wer im Winter am Roten Meer tauchen oder baden möchte,
fliegt vielleicht besser weit hinunter nach Marsa Alam (25 Grad).

 


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